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Transrapid-Desaster: Auch die Teststrecke im Emsland soll stillgelegt werden

Der Transrapid ist ein Hightech-Produkt "Made in Germany". Doch außer nach China (Shanghai) verkaufte das Entwicklerkonsortium der Firmen Siemens und ThyssenKrupp bisher nichts. Nicht einmal im eigenen Land fährt der Hochgeschwindigkeitszug auf Magnetschwebe-Basis.

Es gibt hierzulande lediglich eine Teststrecke im Emsland. Wenn es nach Vertretern des Bundeslandes Niedersachsen und den Firmen geht, soll mit dieser spätestens im Sommer 2009 schluss sein. Man brauche die Teststrecke nicht mehr, da die Technik in der Praxis einsatzfähig sei, so die Begründung.

Zuletzt scheiterte der Versuch, in München eine Transrapid-Strecke zum Flughafen zu bauen. Auf der Emsländer Teststrecke kam es am 22. September 2006 zu einem schweren Unfall mit einem Werkstattwagen, bei dem 23 Menschen starben.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Test, Desaster
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.12.2008 09:42 Uhr von no_trespassing
 
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Wer kauft denn einen Transrapid, wenn wir nicht mal eine Teststrecke besitzen, geschweige denn den Zug irgendwo selbst einsetzen?

Es ist wie so vieles - wir entwickeln die tollsten Produkte, sind aber zu unfähig sie zu vermarkten. Die anderen sagen dankeschön und zeigen, wie man Geld damit macht.

Die TR-Blaupausen werden sicher nach China verkauft und damit das Know-How.

Ist aber auch den ganzen Bürgerinitiativen und Bedenkenträgern zu verdanken, die den Praxiseinsatz immer verhinderten.
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11.12.2008 09:58 Uhr von de_waesche
 
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find ich schade: hat milliarden gekostet, und wie du schon sagtest werden die chinesen die technik dankbar aufkaufen. in fünfzig jahren gibt die deutsche regierung dann nochmal milliarden an china für moderne schnellbahnen...
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11.12.2008 11:34 Uhr von SpyHunter
 
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china: das ding ist in china im einsatz.. schon ne ganze weile eigentlich, ohne das es bisher viele klone davon gibt ;)

aber schade das es den Transrapid nicht in viel mehr Ländern gibt
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11.12.2008 11:42 Uhr von no_trespassing
 
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@SpyHunter: >>schon ne ganze weile eigentlich, ohne das es bisher viele klone davon gibt...

Liegt daran, dass das Teil abends nach Betriebsschluss in eine Halle fährt, die von Siemens-Mitarbeitern überwacht wird.
Da haben sich schon oft Chinesen angeschlichen, um "unter" den TR zu schauen. Bisher haben sie nur das Chassis kopiert und das auch noch schlecht.
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11.12.2008 11:46 Uhr von karmadzong
 
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Totschlagargument Kosten: was auch sonst, ein Kilometer Transrapidstrecke ist ja sooooooo teuer... aber wenn man dann mal schaut was ein Kilometer ICE-Trasse kostet (am beispiel Köln<>Frankfurt möglicherweise) wird das auf einmal ganz anders.. der Transrapid benötigt beträchtlich weniger Fläche (unter der Fahrtrasse können Schafe weiden oder der Bauer von nebenan trotzdem seinen Acker bewirtschaften) er schafft beträchtlich größere Steigungen (weniger Brückenbauwerke und beträchtlich weniger Tunnel), er benötigt beträchtlich weniger Energie (nur der Teil der Trasse der gerade befahren wird steht unter Strom und zum Beschleunigen wird im Verhältnis aufgrund der deutlich geringeren Masse weniger Energie benötigt), er ist schneller (rechnerisch in einem Vakuumtunnel 28.000 Km/h auch wenn man das auf einer Trasse wie im Emsland oder Shanghai aufgrund des Luftwiderstand nicht erreichen kann :), er kann, ausgenommen bei Zerstörung der Trasse, nicht entgleisen (hat der Crash auf der Teststrecke bewiesen) und das beste: keine gefährlichen Bahnübergänge da die Trasse idealerweise auf Stelzen steht, also mehrere Meter über der Fahrbahn.

und eine erste Strecke wüsste ich auch schon mit der man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte... Zwischen dem Rhein Main Airport und Hahn..15-20 Minuten Fahrzeit, man könnte Flüge von Frankfurt nach Hahn auslagern, das bedeutet in hahn mehr Arbeitsplätze und in Frankfurt weniger Stress mit dem Flughafenausbau.. und bei dem Tempo mit dem auf einer 120 Kilometer langen Trasse gefahren werden könnte sollten selbst Umsteigezeiten von 45 Minuten machbar sein, eine Fahrzeit von 15-20 Minuten sind da schon realistisch..

und wenn man sich anguckt wieviel Kohle in ICE Trassen versenkt wurde die Niemals effektiv genutzt werden (die Fahrzeit Frankfurt-Köln ist ja wohl ein Witz, da ist die Regionalbahn nur unwesentlich langsamer) wäre das mal ein Vorzeigeobjekt das funktioniert.. und das Argument das die Kosten nie wieder eingefahren werden lass ich so nicht gelten, das ist bei keiner ICE Trasse der Fall, aber das ist ja im Weltweiten Vergleich auch kein konkurrenzlosen Produkt.. eine funktionierende Maglev gibts NUR bei uns Deutschen, zumindest solange bis die Chinesen alles kopiert haben........
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11.12.2008 21:20 Uhr von r.robsen
 
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Transrapid: Es ist bezeichnend für die deutsche Politik, daß man solche Projekte zu Tode diskutiert und ein Bundesland dem anderen nichts gönnt anstatt an einem Strang zu ziehen und zu beweisen, daß das Konzept Transrapid funktioniert. Ich bin in Shanghai damit gefahren und muß sagen, daß es nur einen Nachteil hatte, die Fahrt war nach 7 Minuten und 22 Sekunden schon zu Ende. Die Stadt Shanghai würde gerne das momentan defizitäre Prestigeprojekt profitabel machen, in dem die 35 km lange Trasse vom internationalen Flughafen Pudong zur Stadt über den nationalen Flughafen bis nach Honzhou verlängert wird. Allerdings scheiterte das bisher an der Bevölkerung, die im Bereich der geplanten Trasse wohnt.
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12.12.2008 00:50 Uhr von condorman4711
 
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ICE gegen Regionalbahn: Mal die Bahnauskunft fragen... Köln nach Frankfurt...
ICE: 1 Stunde 10 Minuten ohne Umsteigen, 1 Stunde 19 Minuten mit Umsteigen
Regionalexpress: Schnellste Verbindung 3 Stunden 4 Minuten
ok, die Regionalbahn ist nur unwesentlich langsamer (braucht nur etwa die 2,5fache Zeit)....
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12.12.2008 11:20 Uhr von karmadzong
 
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@condor: ok, war mehr auf die Fahrzeit auf identischer Strecke bezogen.. der ICE ist wegen den Stopps in Limburg und Montabaur kaum schneller als eine regionalbimmelbahn, er kommt nur auf knapp über 120 kn/h....

und da hat der Transrapid eben drastische Vorteile da er wesentlich weniger Bremsweg benötigt und beträchtlich weniger um wieder auf Reisetempo zu kommen

trotzdem bin ich immer noch der Meinung das eine privatwirtschaftlich finanzierte Einsatzstrecke wie Fraport <> Hahn Airport die Ultimative Killerapplikation wäre, sozusagen als Vorführstrecke für alles weitere, gerade im hinblick auf möglicherweise anstehende infrastrukturprojekte wie in Kalifornien.. da muss man einfach im eigenen Land was haben das operationell funzt
und auf der Strecke wärs noch nicht mal Konkurrenz zur Bahn da noch nicht mal ansatzweise was vergleichbares existiert

und wenn man es ganz krass treiben will verzweigt man ab Hahn einmal nach Luxemburg und einmal nach Brüssel...evtl mit Rennstrecke nach Paris, aber da dürften sowohl die SNCF als auch die DB was dagegen haben obwohl ich etliche Leute kennen die mangels schneller Landgestützter Verbindung mit dem Flieger zwischen brüssel (EU-Sitz) und Frankfurt (Sitz der EZB) hin und herpendeln müssen...

Frankfurt <> Brüssel sollte mit 3 stunden Fahrzeit machbar sein, ohne Probleme. Allerdings sollte man nicht die gleichen Fehler wie beim ICE machen und jedes Provinzkaff mit einem Bahnhof ausstatten, dann ist der Geschwindigkeitsvorteil dahin...

übrigens, ohne die Stopps in Limburg und Montabaur wär der ICE in unter 50 minuten in Köln ;)

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