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Stammt Heiligen-Reliquie im Regensburger Dom in Wirklichkeit von Gorilla-Hand?

Im berühmten Regensburger Dom St. Peter befindet sich die kostbare und angebliche unverweste Hand-Reliquie des Hl. Johannes Chrysosthomos. Nun erschüttert Manfred Schwampe diesen Glauben, indem er behauptet, diese Hand stamme von einem Menschenaffen und nicht einem Menschen.

Der Leiter des Diözesanmuseums in Regensburg hegt Zweifel an dieser These, will die Hand aber auch nicht untersuchen lassen, da er den Aufwand scheut: "Es gibt, so glaub ich, wichtigeres auf der Welt."

Während des Papstbesuches in Regensburg erlangte die Reliquie Medieninteresse. Bereits seit 1680 befindet sie sich im Besitz des Regensburger Doms.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Hand, Regen, Regensburg, Dom, Wirklichkeit, Heiligen, Reliquie
Quelle: www.mittelbayerische.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.12.2008 13:17 Uhr von mozzer
 
+0 | -0
 
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Leider gibt die Quelle nicht preis, wer Herr Schwampe ist... Das ganze hat durchaus etwas von Monty Python ;-) Oder hat es gar etwas mit dieser News zu tun? :-))
http://www.shortnews.de/...
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10.12.2008 14:19 Uhr von patjaselm
 
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klar: es gibt wichtigeres, als eine "fälschung" aufzudecken ... der leiter des diözesanmuseums hat doch nur angst vor einem skandal ... wenn ich mir das bild in der quelle so anschaue ...

*lach*
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10.12.2008 15:35 Uhr von preistoria
 
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Hmm: Die meisten Reliquien sind doch Fälschungen. Im Mittelalter hat man so viele Stücke vom Kreuz Christi aufgetrieben, daß man locker 10 draus basteln könnte. Irgendwer hat das mal ausgerechnet...
Und die ganzen Leichenteile... Ich fand das schon immer abartig. Aber im Grunde gehts doch gar nicht darum zu beweisen, ob sie echt sind oder nicht, sondern wie die Kirche sie an ihre Gläubigen "verkauft". Die Geschichten in der Bibel sind ja auch nicht echt, da zählt auch nur der Glaube.
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10.12.2008 16:12 Uhr von MaRAGE
 
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@preistoria: Hast es gut auf den Punkt gebracht.

@Rest
Leute, Religion ist keine Sache, die man mit "Hard facts" belegen muss sondern sie sollte (eigentlich) immateriell sein und von jedem Menschen im Geiste "weitergedacht" werden.
-
So steht in der Bibel:
"Das Reich Gottes ist inwendig in Euch und überall um Dich herum; Nicht in Gebäuden aus Holz und Stein..."

Allerdings haben Vereine wie die Kirche (und andere) den glauben immer schon selbst interpretiert und ihren Mitgliedern befehligt diese Interpretation als einzig "wahr" anzunehmen. Die Religionen haben den Glauben mehr als politische Waffe als irgendetwas anderes eingesetzt.
----
@Thema
Wenn es Menschen gibt, die diese Hand als Hand von Chrysothomos verehren, dann werden sie das auch weiterhin tuen und eine (nach ihren Angaben gefälschten Analyse) nicht anerkennen
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10.12.2008 17:44 Uhr von HansDampf7
 
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Die Technik ist doch die Religion wenn es der Nase einiger Menschen nach geht.
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10.12.2008 18:53 Uhr von Dracultepes
 
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"Das Reich Gottes ist inwendig in Euch und überall um Dich herum; Nicht in Gebäuden aus Holz und Stein.."

Mich würde interessieren wo das in der Bibel steht, ich bin mir nämlich zu 99% sicher das der Satz aus dem Film Stigmata stammt und auch so nicht im ThomasEvangelium steht und schon garnicht in der Bibel.

Es ist egal was es für eine Hand gibt solange genug Leute glauben das sie echt ist.
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10.12.2008 19:35 Uhr von wapwap
 
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Die Reliquie ist echt: und zwar kraft Amtes der heiligen Kirche und wer das als katholischer Christ nicht glaubt kommt in die Hölle. Und Ende. So sind die Regeln und Statuten der katholischen Kirche.
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10.12.2008 20:47 Uhr von Hawkeye1976
 
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Jaja, die Katholen und ihre Reliquien Exemplarisch will ich hier mal Köln und die Legende der heiligen Ursula anführen:

Von der Ursula-Legende gibt es zwei Fassungen, eine früh- und eine spätmittelalterliche. In der älteren ist die Rede von 11 Jungfrauen, während es in der späten Fassung dann 11000 Jungfrauen sein sollen. Da muss also zwischendurch mal ne Kleinigkeit passiert sein. Allein der Auflauf, wenn die Dame mit ihren 11000 Freundinnen auf dem Rhein unterwegs gewesen wäre.....*toctoc*

Nun muss man wissen, dass die Kölner seinerzeit recht gut davon lebten, Reliquien diverser Heiliger zu verscherbeln - also nicht die Reliquien selber, denn es war ja verboten, diese zu verkaufen, man durfte sie nur verschenken. Verkauft haben die Kölner also eigentlich nur die "Kist dröm´eröm", also das Reliquiar, die Knochen drinnen waren gratis. Aber natürlich kein Knochen ohne Kiste, ist klar!

Nun standen die Kölner aber vor dem Problem, dass so ein zersägter Heiliger nur eine begrenzte Anzahl Knochenstückchen ergibt und irgendwann waren dann die Knochen der heiligen Ursula und ihrer 11 Freundinnen aufgebraucht und man musste sich was einfallen lassen.
Ich stelle mir das ungefähr so vor, dass da dann einige Kölner abends gemütlich beim Päffgen oder beim Früh saßen und sich ungefähr folgendes Gespräch abspielte:

Kölner1:"Wat nu?"
Kölner2:"Weisse wat! Wir nehmen den Willi her, der ist noch warm und ...."
Kölner3:"Aber wir müssen doch erklären, wo die neuen Knochen herkommen ...."
Kölner1:"Dann ändern wir einfach die Legende in ´Die heilige Ursula und die 22 Jungfrauen´."
Kölner3:"Neee, dat is nit jot. Hier in Köln muss alles mit Elf sein, denkt an das Stadtwappen mit den elf Blutstropfen...."
Kölner2:"Dann machen wir eben 1100 Jungfrauen draus!"
Kölner1:"Neee, besser 11000, dann haben unsere Kinder auch noch was davon......"

Die Sache wurde beschlossen, aus 11 wurden 11000 Jungfrauen und diese freche Lüge war so dreist, dass die jeder geglaugt hat.

Das führte auch zur Umkehrung des kapitalistischen Prinzips in Köln. Normalerweise ist dass ja so, dass der Mensch arbeitet (und zwar nur der Mensch! Nicht wie Banken immer sagen "Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten!" - leg mal nen hundert Euro Schein in die Ecke, dann kannst du sehen, wie der arbeitet....). Aus dieser Arbeit entsteht ein Mehrwert, den dann andere abschöpfen können, woraus sich dann das Kapital verzinst.
In Köln war das lange anders herum:
Die Knochen der Heiligen waren das Kapital der Kölner. Diese Knochen wurden mit der Zeit mehr wert ..... sogar sehr viel mehr wert.
Und weil die Knochen soviel mehr wert waren brauchten die Kölner nicht zu arbeiten....

Und ich wette, dieselben drei Kölner haben auch die toten Affen aus dem Kölner Zoo zersägt und den Bayern als Reliquien verhökert.... ;)
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10.12.2008 22:06 Uhr von jcknthbx
 
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ähm natürlich und wir wurden alle aus lehm aus dem boden gestampft....
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11.12.2008 11:46 Uhr von Rebecca Bock
 
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Reliquien: Hei,

ich habe eben vergeblich versucht, die Herkunft dieser "Reliquie" zu ergründen. Aus der Quelle ergibt sich nur, dass ein Abt Thowart aus dem Kloster Iburg das Ding verschenkt hat.

Aber für viele Reliquien ist bekannt, dass sie mit den Kreuzrittern aus dem Nahen Osten kamen.

Und wie, das kann man sich leicht vorstellen, wenn man sich es anschaut, wie Europäer heute in Ägypten Artefakte der alten Ägypter suchen.

Bei den Kreuzrittern war es vermutlich noch schlimmer, sodaß sie fast jeden Tag irgendeinen Überrest eines "Heiligen" angeboten bekommen haben. Klar, dass die eine Vorauswahl selbst trafen, aber bei dem damaligen Bildungsstand wurde schnell jeder Knochen, der halbwegs menschlich aussah, akzeptiert.

Und so kommt es, neben dem, was Hawkeye1976 schrieb, zu den enorm vielen Hinterlassenschaften von "Reliquien".

Besonders, da im Mittelalter jede Kirche bemüht war, Reliquien auszustellen, damit Pilger kämen und damit die jeweilige Stadt oder der Ort daraus ihren Nutzen zogen.
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11.12.2008 12:05 Uhr von Rebecca Bock
 
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@Preistoria: Bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/...

Steht unter anderem:

"Die Kölner Königschronik, die Chronica regia Coloniensis, meldete zum Jahre 1204: Nach der Eroberung der Stadt (Jerusalem) wurden unschätzbare Reichtümer gefunden, unvergleichlich kostbare Edelsteine und auch ein Teil des Kreuzes des Herrn, das, von Helena aus Jerusalem überführt und mit Gold und kostbaren Edelsteinen geschmückt, dort höchste Verehrung erfuhr. Es wurde von den anwesenden Bischöfen zerteilt und mit anderen sehr kostbaren Reliquien unter den Rittern aufgeteilt; später, nach deren Rückkehr in die Heimat, wurde es Kirchen und Klöstern gestiftet."

Inwieweit dieser Königschronik zu trauen ist, weiss ich natürlich nicht. Ich habe aber einmal die Version gehört, dass das Kreuz von Muslimen gestohlen, erobert oder entführt wurde. Nach der Wiederbeschaffung des Kreuzes wurde dann von den Kreuzrittern entschieden, dass man einen erneuten Diebstahl, so man das so nennen kann, verhindert werden sollte, indem man das Kreuz in Spiltter zerteile und zerstreue.

Natürlich hat dann, egal welche Version auch immer stimmen möge, jede Gemeinde, die den Mut oder das Kapital hatte, einen X-beliebigen Holzsplitter in Gold zu fassen, dann stolz verkündet, sie habe einen Teil des "Heiligen Kreuzes".

So kommen schnell die 11 Kilometer zusammen, die ein Zug aufwiese, der alle Teile dieser "Kreuzriliquien" als Bäume zu transportieren solle.

Wobei die 11000 Meter mit den 11000 Jungfrauen wohl eher ein Zufall sind ;-)
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10.03.2009 11:20 Uhr von leptura
 
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unrühmlicher Beistand durch den Rotary-Club Regens: der Rotayclub Regensburg hat in einer seiner Sitzungen zu o.g. Thema verkündet: "Gerade lasen wir, dass ein Tourist anzweifelt, dass die rechte Hand des hl. Johannes Chrysostomos im Dom wirklich die Hand des hl. Chrysostomos ist. Museumsdirektor Konservator Dr. Reidel hat gut reagiert, es lohnt sich nicht, die Hand des hl. Chrysostomos einer Prüfung zu unterziehen. Die Reliquie hat durch Jahrhunderte Menschen zur Nachahmung Christi angeregt. Das ist ihre Echtheit." Das ist sowas von verlogen und erzkonservativ und verstößt dabei sogar gegen die ureigensten Regel des Rotary. Wie heißt es dazu bei wikipedia:
"Jeder Rotarier soll sein Verhalten nach der 4-Fragen Probe ausrichten.

Ist es WAHR?
Ist es FAIR für alle Beteiligten?
Wird es FREUNDSCHAFT und GUTEN WILLEN fördern?
Wird es dem WOHL aller Beteiligten dienen?"

Die Suche nach der Wahrheit scheint hier nicht an erster Stelle zu stehen - das sind Zustände wie zu der Zeit, als diese angebliche Relique aus dem "heiligen Land" mitgebracht wurde - wahrscheinlich von einem fahrenden Händler aus Afrika ...

Armes Deutschland ...

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