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Viele Länder fälschen bewusst ihre Landkarten

Ein Kartograph der Bundeswehr-Universität in München hat festgestellt, dass eine große Anzahl an Landkarten absichtlich gefälscht wird.

In Griechenland gebe es zum Beispiel schon seit vielen Jahren Karten, in denen viele Verkehrswege nicht eingetragen sind - und zwar mit Absicht. Auch in Südamerika, Osteuropa und Asien findet man viele Staaten vor, die ihre Karten fälschen.

China will sogar gegen Landkarten-Anbieter vorgehen, die China-Karten veröffentlichen, die nicht mit der offiziellen übereinstimmen. Trotz der Möglichkeiten der Satelliten-Überwachung und Google Earth versuchen viele Staaten, ihre genauen Landstrukturen zu verschleiern.


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WebReporter: Corazon
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Land, Landkarte
Quelle: www.sueddeutsche.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.12.2008 12:19 Uhr von Corazon
 
+0 | -0
 
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Bei militärischen Anlagen kann ich es ja noch nachvollziehen aber ansonsten ist es äußerst fragwürdig.
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10.12.2008 12:31 Uhr von anderschd
 
+53 | -0
 
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Na im Krieg wird: ja alles zur militärischen Anlage. ; )
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10.12.2008 12:49 Uhr von Nightfire79
 
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Indien: Ich erinnere mich noch an eine indische Landkarte vor ein paar Jahren in der halb Pakistan als Indien eingetragen war.
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10.12.2008 12:52 Uhr von KingPR
 
+19 | -5
 
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Naja: dann soll mal jemand versuchen in China einzumarschieren - bei 2 Millionen Soldaten und Millionen die im Kriegsfall ebenfalls zu den Waffen gerufen werden würden bezweifele ich das irgendein Land in einem konventionellem Krieg eine Chance hätte China zu besetzen.
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10.12.2008 12:55 Uhr von KingPR
 
+15 | -3
 
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Corazon: Ich wollte damit sagen das es für China eigentlich unnötig wäre die Landkarten zu fälschen :)
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10.12.2008 13:00 Uhr von dnbCommander
 
+36 | -2
 
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@Corazon: reissäcke umwerfen
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10.12.2008 13:05 Uhr von thost
 
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Openstreetmap: Und was ist mit Openstreetmap? Werden die auch verklagt, wenn die User dort Straßen eintragen, die nicht eingetragen werden dürfen. Natürlich könnten die Verantwortlichen Löschungen dort sicher auch selber vornehmen, nur dürfte das auf Dauer auffallen.
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10.12.2008 13:18 Uhr von ThUnDeRxOo
 
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Je größer und mächtiger ein Staat ist desto Paranoider ist die dort herrschende Regierung ... denn wer von den Sesselpupsern möchte denn seinen Sessel + die dazugehörige Macht freiwillig abgeben ?
Also tut man alles um das zu erhalten, selbst wenn man manches davon nicht nötig hat ..

Darum wundert mich das selbst bei China nicht ...
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10.12.2008 14:02 Uhr von arachno2012
 
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Mit ensprechenden: Entlohnung, würde ich als Kartograph auch so manches Fleckchen Erde aus den Karten radieren wollen. Aber auf Dauer glaube ich, sind ganze Landstrukturen nicht fälschbar. Verkehrswege ändern sich doch schnell, aber Verkehrswege mit Absicht nicht anzugeben- finde ich ziemlich sinnlos.
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10.12.2008 14:12 Uhr von lieberBiber
 
+7 | -1
 
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@KingPR: Im Kriegsfall sind 3mio Soldaten doch ein Witz, China würde wesentlich mehr mobilisieren.

Zur Wehrtauglichen Bevölkerung in Deutschland werden über 15mio. Menschen gezählt.
Im Zweiten Weltkrieg standen laut Schätzungen rund 18mio unter Waffen.

Im Großen und Ganzen muss man aber bedenken, das Massenheere nur bedingt seit dem 20.Jahrhuntert erfolgreich eingesetzt werden können.
Besonders die Luftwaffe macht Massenaufläufe sehr schwer.
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10.12.2008 14:24 Uhr von Hebalo10
 
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Das: dürfte noch ein Relikt aus den Zeiten des kalten Krieges sein, es gibt auch heute noch genug Regierungen, die ihren Verfolgungswahn nicht ablegen können.
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10.12.2008 14:25 Uhr von SaruOne
 
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China hat erstens nur 1,3 milliarden anstatt 2 milliarden einwohner und außerdem hat das nicht soo viel zu bedeuten.
Es geht im krieg eher darum wer seine Leute am besten ausrüstet und versorgt.

Was nützen dir 20 hungernde Chinesen mit Mistgabeln wenn vor dir 1 "anderer" mit ner MG auf die schießt?
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10.12.2008 14:25 Uhr von quade34
 
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Landkartenfälschungen: In der DDR wurden Stadtpläne, Wanderkarten, Autokarten nicht korrekt dargestellt. Ein Beispiel: bei Wassersportkarten gab es keine Einzeichnung von Schleusen, sondern das waren p.H. passierbare Hindernisse. Truppenübungsplätze erkannte man nur an der Beschilderung oder den Zäunen im Wald. usw.
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10.12.2008 14:31 Uhr von jpanse
 
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Weglassen leuchtet ja noch ein ich hatte mal ne Karte da waren Straßen eingezeichnet wo keine sind...und danach habe ich ne Route geplant. War voll vür A....rm...die ganze Reise zog sich dann auf Grund von schlecht befahrbaren Küstenstrassen die wir Erstzweise nehmen mussten "etwas" in die Länge.
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10.12.2008 14:45 Uhr von lieberBiber
 
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@SaruOne: Deine Aussage stimmt nicht so ganz...

Quantität ist ganz sicher ein zu berücksichtigender Faktor im Krieg.
Dein Vergleich ist ja auch äußerst überspitzt.
Du musst von vielleicht schlechteren Schusswaffen ausgehen, doch Schusswaffe ist Schusswaffe.

Im Zweiten Weltkrieg war das deutsche Heer grundsätzlich besser ausgestattet als das russische, doch die fehlende Technik und mangelhafte Truppenführung wurde allein durch die Anzahl der Soldaten kompensiert.
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10.12.2008 14:45 Uhr von meyerh
 
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Eureka: Ich versuche schon lange in den USA die Stadt Eureka zufinden, ist mir aber auch mit Google Earth noch nicht gelungen.
Soll heissen, wenn ein Staat meint die Karten fälschen zu müssen last ihn, zum einen macht er sich selber nur lächerlich und solange mein Navi immer den richtigen Weg in Deutschland findet ist es mir echt schnuppe ob in Peking die Mao Strasse im Kartenwerk fehlt.
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10.12.2008 15:20 Uhr von -DK-
 
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Nicht nur die Chinesen auch Europa versucht durch gezielte Desinformation sein wahres Aussehen zu verbergen.

Beweis:

http://lustich.de/...
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10.12.2008 18:24 Uhr von Chrispy13
 
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schleierhaft: also ich kann nicht verstehen weshalb ein Land "genaue Landstrukturen verschleiern" will und dann überhaupt noch karten herstellt. Vielleicht werden Landkarten bald zur illegalen Handelsware...
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10.12.2008 19:17 Uhr von loggedin
 
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Auch die handelsüblichen Straßenkarten sind nicht zu 100 % korrekt. Es werden absichtlich kleine Fehler eingebaut, z.B. zusätzliche Sackgassen eingefügt, um widerrechtliche Kopien erkennen zu können.
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10.12.2008 21:12 Uhr von marshaus
 
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normal wuerde ich sagen wie in amerika ja angbelich eine stadt geben soll die nicht auf landkarten eingetragen sein soll
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10.12.2008 23:22 Uhr von Schlomo Raffzahn
 
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@lieberBieber: <Im Zweiten Weltkrieg war das deutsche Heer grundsätzlich besser ausgestattet als das russische, doch die fehlende Technik und mangelhafte Truppenführung wurde allein durch die Anzahl der Soldaten kompensiert.>

Das stimmt bei weitem nicht! Die sowjetische Armee hatte topographische Karten von ganz Westeuropa deren Qualität erst durch Satellitenaufnahmen getoppt wurden. Im Gegensatz dazu hatte Hitler nicht viel mehr an Karten von Russland zu bieten, als das was irgendwann einmal offiziell in Atlanten oder Straßenkarten veröffentlicht werden durfte. Ausrüstungstechnisch wurden die Sowjets gerade von den Briten und Amerikanern auf einem Level gehalten dass zum Ende des Krieges nicht nur fast die ganze Rote Armee in Uniformen made in USA eingekleidet war, sondern sogar deren Verpflegung aus Marschrationen der US-Army bestand. (Die ersten Konvois fuhren von England nach Russland bereits vor Kriegsbeginn!) Davon das der Nachschub fast nur noch durch Studebaker und GMC-LKW bewältigt wurde will ich schon garnicht mehr reden. Die deutschen Divisionen stellten dagegen schon bald von "mot" auf "hott" um. Pferdebespannt aus Mangel an Treibstoff bzw. Ersatzteilen oder Ersatzfahrzeugen.
In Punkto Truppenführung und Anzahl der Soldaten hast du allerdings recht.
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10.12.2008 23:40 Uhr von Schlomo Raffzahn
 
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corazon: Landkarten stellen eine der höchsten strategischen Kostbarkeiten dar. Diese dienen einer Armee nicht nur zur Orientierung, sondern bilden die Vorraussetzung der Koordination von Nachschub, Vormarsch- oder Rückzugsstraßen oder ganz wichtig: die Orientierung und Koordination von Artilleriefeuer dar. Gerade hierfür ist jede Einzelheit, jeder Bach, Hügel oder Wäldchen wichtig. Der Irakkrieg hat bewiesen, dass man GPS und Satellitenaufklärung abschalten kann.

Es ist bis in die heutige Zeit so, dass das massenhafte Herstellen von Landkarten eines Landes als sicheres Indiz gesehen wurde dass hier demnächst eine militärische Aktion (Krieg) beginnen wird.
Verschleiert man also tatsächliche geographische oder topographische Verhältnisse, so lassen sich einerseits im Frieden wichtige Objekte von Forschung, Industrie oder Militär (zumindest oberflächlich) verbergen. Im Kriegsfall kann dies durchaus zur Verwirrung des Gegners beitragen, da dieser seine Karten entweder in Lizenz oder via Satellit erhält. Man bedenke: militärische und zivile Landkarten unterscheiden sich maßgeblich. Ebenso weise ich auf den Unterschied zwischen Topographie und Geographie hin.

Falls dich dieses Thema interessieren sollte empfehle ich dir mal die Bibliothek eines geschichtswissenschaftlichen Seminars in deiner Nähe zu besuchen.
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11.12.2008 02:37 Uhr von jonadei
 
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Das ist nichts neues: Als Kartograph hat man so manche Schwierigkeiten den Wahrheitsgehalt von Karten zu pruefen. Zum Teil sind Karten aus diversen Regionen der Oeffentlichkeit selbst fuer wissenschaftliche Arbeiten nicht verfuegbar. So muss man ab und zu die Karten mittels Satellitendaten selbst erstellen. Sehr muehsam...

Gute News, danke!
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11.12.2008 11:57 Uhr von phoqueman
 
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jaja.. würd das auch nur in echt gehen das wär toll
zum beispiel wenn frankreich nicht wär lägs saarland am meer

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