10.12.08 10:14 Uhr
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Praktikanten beim Arbeitsminister ohne Lohn

Nach Außen setzt sich Bundesarbeitsminister Olaf Scholz für die Rechte von Praktikanten ein. Doch im Ministerium selber sieht es für die 100 Praktikanten jährlich, schlecht aus.

Die Sprecherin des Ministeriums versucht die Sachlage zu klären und gibt an, dass nur Studenten welche das Pflichtpraktika absolvieren beschäftigt werden.

Viele kritisieren diese Einstellung und sehen dadurch eine Unglaubwürdigkeit und Heuchelei. Denn was von anderen gefordert wird, sollte zuerst in den eigenen Reihen umgesetzt werden.


WebReporter: Tarnum
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Arbeit, Lohn, Praktik, Praktikant, Arbeitsminister
Quelle: www.spiegel.de

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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.12.2008 10:18 Uhr von darQue
 
+39 | -3
 
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tja: ist ja nichts neues, dass zwischen dem, was politiker sagen und verlangen und dem, was sie tun welten liegen...

das ausnutzen von praktikanten hat in deutschland tradition :(
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10.12.2008 10:22 Uhr von honey-for-money
 
+6 | -13
 
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ja ist ja schließlich auch ein praktikant...ich bekomm dafür auch in den seltensten fällen kohle...
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10.12.2008 10:26 Uhr von Python44
 
+11 | -6
 
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Singular und Plural: Singular = Praktikum
Plural = Praktika

"das Pflichtpraktika" ???
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10.12.2008 10:43 Uhr von Zaooza
 
+32 | -2
 
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Moderner Sklave: Der Praktikant ist der moderne Sklave.
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10.12.2008 10:45 Uhr von Scorpio1284
 
+12 | -0
 
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vom Staat werden: auch Praktika verlangt, die nicht bezahlt werden dürfen (z.B. das Praxissemester in BW - sogar ohne Fahrgelderstattung)
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10.12.2008 10:58 Uhr von mr_bob_dobalina
 
+14 | -1
 
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Bezeichnend für Deutschland ist die an den Tag gelegte HEUCHELEI.
Traurig ... aber wahr.
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10.12.2008 11:08 Uhr von NetCrack
 
+8 | -1
 
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In der Tat sollte man als Minister mit gutem Beispiel vorrangehen und wenigstens kleine Vergütungen bezahlen, schon alleine um die teilweise ja doch recht schwere Arbeit zu würdigen. Praktikanten sind nicht immer moderne Sklaven, ich für meinen Teil, mache gerade ein Hochschulpraktikum in einer großen deutschen Multimediaagentur und bin sehr zufrieden. Ich werde angemessen bezahlt und fühle mich gut ins Kollektiv integiert, das muss man von Fall zu Fall sehen. Ich habe aber in der Tat auch gehoert das Praktikanten ohne Vergütung schwerste Assiarbeit verrichten müssen. In jedem Fall ist man gut beraten sich vorher über das Unternehmen und die Stelle ausführlich zu informieren.
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10.12.2008 11:36 Uhr von nobby_B
 
+6 | -4
 
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Das hat Methode: in Deutschland, Menschen monatelang für Null arbeiten zu lassen, siehe Hartz 4-Praktika etc.

@Python44
Deutsch ist die schwerste Sprache der Welt - so schwer, dass man sie in einer Fremdsprache (Latein) erklären muss. Man sollte sich doch wieder auf deutsche Begriffe besinnen und die Erklärung auch in Deutsch dazuliefern. Es ist doch paradox, z.B. Eigenschaftswörter nicht so zu benennen, sondern diesen Begriff in einer toten Fremdsprache erklären zu wollen und sich dann zu wundern, wenn ein Grundschüler das nicht versteht.
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10.12.2008 12:00 Uhr von nickdesignz
 
+8 | -2
 
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@ Noby Was meinst du warum viele sagen Hartz4 verstösst gegen das Grundgesetz!

Artikel 12 Grundgesetz!
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen

Nur niemanden fällt das ein wenn Sie vor dem Arbeitsberater sitzen. Ich schliess meine Ausbildung im Januar ab als Mediengestalter, denkste ich werde aufn Bauernhof Arbeiten wenn ich Grafiker gelernt hab?
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10.12.2008 12:02 Uhr von Dracultepes
 
+5 | -0
 
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Grundschüler lernen aber noch TuWörter und WieWörter und das ganze Zeug. Sieh es positiv jeder Grundschüler der sich hier rumtreibt und das liest und es nicht kennt, kann nachschlagen was es heisst und hat wieder was gelernt.

Die Unternehmen machen es sich mit Praktika zu leicht und solange nur einer ablehnt aber danach genug Idioten freudig zustimmen, kann das nichts werden.
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10.12.2008 12:03 Uhr von Gorxas
 
+2 | -2
 
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na dann kann ich ja froh sein :D: ich beginne am 1.2. mein Praktikum über sechsmonate und werde super vergütet :)
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10.12.2008 12:23 Uhr von geilomator
 
+3 | -1
 
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Guter Einwand der Sprecherin: Die haben also keine Praktikanten, die freiwillig auf Geld verzichten, um dort ein Praktikum machen zu können,

sondern ausschließlich Praktikanten, die im Grunde keine andere Wahl haben - weil sie das Praktikum für ihr Studium benötigen.

Moment, da fällt mir auf: Durch diese Äußerung wird die Ausbeutung ja moralisch noch verwerflicher.
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10.12.2008 12:26 Uhr von lynnlynn
 
+4 | -7
 
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10.12.2008 12:30 Uhr von ZTUC
 
+3 | -2
 
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nicht vergleichbar: Ein Pflichtpraktikum auf Grund der Studienordnung geht höchsten ein, zwei Monate, in selten Fällen drei. In der Zeit arbeitet sich der Praktikant etwas ein und bekommt bissl was mit, wie´s so abläuft. Das kann man nicht mit Dauerpraktikanten vergleichen, die _nach dem Studium_ für mehre Monate beschäftigt werden.
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10.12.2008 12:32 Uhr von geilomator
 
+1 | -0
 
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@nobby_B: Für deine Grundschüler:

Einzahl: Praktikum
Mehrzahl: Praktika

Aber die Begriffe Singular und Plural sind Grundschülern auch bekannt - spätestens wenn sie sich ihre erste Single kaufen, werden sie damit konfrontiert (ich weiß, ist englisch - ABER woher kommts wohl?!).

Den Begriff Praktikum sollte man kennen. Im Notfall kann man auch den Plural weglassen, wenn man ihn NICHT kennt
(Die Praktikums würde es dann heißen - wirkt schon merkwürdig).

Aber das man die Pluralendung für den Singular verwendet, ist einfach nur falsch! Wer hier Nachrichten einstellt, muss nun einmal mit Kritik rechnen. Wie soll man sonst lernen, wenn einem nie gesagt wird, wie es richtig heißt.
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10.12.2008 12:37 Uhr von Dracultepes
 
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@ZTUC: Ja leider, in den neuen Bachelorgängen die ich kenne sind 11 Woche vorgesehen. Allerdings haben die Diplomleute bei uns zumindest noch ein volles Praxissemester.
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10.12.2008 12:49 Uhr von Gorxas
 
+1 | -1
 
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@nickdesignz: deswegen gibt es auch soetwas wie eine "Eingliederungsvereinbarung" in der der Arbeitslose §12 des Grundgesetzes außer Kraft setzt und sich dazu verpflichtet jede Möglichkeit, die sich an Beruf etc. bietet, annehmen zu müssen. Das ist ja das Fiese ;) Keine Eingliederungsvereinbarung, kein Geld
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10.12.2008 12:59 Uhr von wallt
 
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@ZTUC: Falsch! Ein Pflichtpraktikum geht nicht über 1-2 Monate
sondern meistens über ein komplettes Semester, wo wir
dann schon bei 6 Monaten wären.
Heißt: mindestens 40 Stundenwoche, ohne Entlohnung und mit viel weniger Zeit noch nebenbei zu Jobben.

Was du meinst sind die Praktika um zum Studium zugelassen zu werden, aber auch die gehen mindestens 3-6 Monate, je nach Studiengang und Art des Praktiums.

zB Architektur: Als Maurer 3 Monate, Tischlerei 6 Monate für den gleichen Studiengang
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10.12.2008 13:17 Uhr von smoke_
 
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ich musste über ein jahr pflichtpraktikum in frankfurt machen.
40 euro hab ich im monat bekommen. die monatskarte allein hat schon 100 gekostet und da hab ich noch nichts gegessen.
ich nenn das sklaverei.
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10.12.2008 13:30 Uhr von robert_xyz
 
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10.12.2008 13:59 Uhr von MaRAGE
 
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ich musste vor 2 Jahren ein 4 wöchiges Schulpraktikum
(5 Tage in der Woche, pro Tag 5 Studen Arbeit) abliefern. Das Ergebnis:

Endlose Beweiräucherung wie gut ich doch gearbeitet hätte bla, bla, bla. Im Endeffekt gab es einen Handschlag für beinahe 100 Stunde Arbeitet. In meiner damaligen Klasse (32 Leute) gab es genau 2 die für ihre Arbeit entlohnt worden sind.

Ich halte das für reine Halsabschneiderei, da die Firma systematisch Praktikanten ("Im Durschnitt", sagte der Chef zu mir, "haben wir pro Woche 3 Praktikanten"), als kostenlose Arbeiter eingesetzt hat. Das ist einfach pervers, da die Firma so Arbeitsplätze einsparen kann und dementsprechend weniger Ausgaben verbuchen muss.

Das das kein Einzelfall ist belegen die zahlreichen Berichte von Schülern, Studenten und Arbeitssuchende die im World Wide Web zu finden sind.

@robert-xyz
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10.12.2008 14:26 Uhr von Bluegrasser
 
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Die Spitze eines Eisberges Nur beim Arbeitsminister? ... von wegen.
Anderes BMinisterium > Etliche dislozierte Einheiten sind nach massivem Stellenabbau betreffend so mancher Aufgaben nicht mehr fähig, diese zufriedenstellend erledigen zu können. Das sog. Stammpersonal, das noch verblieben ist, muß sich spurten, um die eigentlichen Hauptaufgaben noch erledigen zu können. Sonstige Arbeiten, oftmals "Depperlarbeiten", die aber trotzdem wichtig sind, auch wenn sie noch so lästig sind, bspw. Unterstützung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, werden von "billigen" Arbeitskräften (Praktikanten) erledigt.
Ja, es ist mittlerweile sogar so schlimm, daß sich diese Einheiten um genügend Nachschub an Praktikanten kümmern und sich echt Sorgen machen, falls sie zu wenige abbekommen.
Von diesen wiederum fragt keiner nach, ob die logistische Unterstützung (materiell und personenbetreuend) der eigene Laden überhaupt noch schaffen kann.
Folge: Logistische Arbeitseinheiten werden durch zusätzlich zu betreuende auf dem Papier nicht existierenden Arbeitsplätze zusätzlich enorm belastet.

Kurz: Kürzung von Stellen des Stammpersonals und Verlagerung von Arbeit auf kostenlose Arbeitskräfte.
Zeitgleich zusätzliche logistische Belastung anderer Bereiche, die ursächlich mit den Arbeiten, die diese Praktikanten erledigen, nichts zu tun haben.
Auf diese Weise kann man etliche Planstellen auf dem Papier streichen und spart sich dadurch viel Geld.

Begründung seitens derjenigen, die sich federführend um Praktikantennachschub kümmern ...
In etwa wie ...

"Die sollen froh sein, daß sie überhaupt ein Praktikum bekommen."

.......
Tja, so läuft´s ... und das schon ´ne ganze Weile.

Meine Meinung > Eine Riesensauerei im Namen des Volkes.
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10.12.2008 14:27 Uhr von Lil_Caesar
 
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nichts neues die absurde doppelmoral der deutschen politiker...
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10.12.2008 14:30 Uhr von Michimon25
 
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Praktika: Was ist mit Berufszweigen in denen ausgelernte Ingenieure (oder Vergleichbare) Praktika durchführen müssen um einen Job zu bekommen. In manchen Branchen bekommt man nur ein Jobangebot nachdem man erstmal 3, 6 oder 12 Monate "auf Probe" im Rahmen eines Praktikums in der Firma gearbeitet hat. Die Bezahlung ist schlecht (wenn es eine gibt) und man wird als vollwertiger Mitarbeiter gerechnet. Was will man als Jobeinsteiger aber lieber? Arbeitslos sein oder ein schlecht bezahltes Praktikum mit Übernahmechance. Die Übernahme ist dann nichtmal garantiert..

Das ist wirklich Ausbeutung und Sklaverei!
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10.12.2008 14:44 Uhr von skipjack
 
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Nur Praktikanten: und was bitte ist mit den Trainees???

>Auch wenn ich mich wiederhole:
Im Managment-Einkommen, unter der TopTen der globalen Elite.

>>Bei den Loehnen und Gehaeltern leider Billigstlohnstandort.
Und das leider voellig unabhaengig, der Partei...

>>>Wir hatten doch diesen Zustand schon x:
Die Reichen wurden immer reicher und die Armen immer aermer.
Bis...

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