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Immer mehr Burnout-Fälle in Deutschland

Die Wirtschaftskrise führt dazu, dass sich mehr Deutsche Angst um ihren Arbeitsplatz machen. Als Folge versuchen sich die Menschen durch Leistungssteigerung am Arbeitsplatz in ein positiveres Licht zu rücken. Dabei gehen viele Menschen über ihre eigenen Kraftreserven hinaus. Es droht der Burnout.

Frank Berndt, Experte für das Burnout-Syndrom, beziffert den durch Burnout-Ausfälle entstehenden volkswirtschaftlichen Schaden in Deutschland auf etwa 25 Milliarden Euro jährlich. Vermehrt treten Burnout-Fälle in sozialen Berufen und den Führungsebenen der Unternehmen sowie bei Selbstständigen auf.

Das Burnout-Syndrom zeichnet sich durch eine Vielzahl von Alarmsignalen ab. Die Betroffenen schlafen schlecht, können sich bei der Arbeit und im Alltag nur noch schlecht konzentrieren, reagieren leicht gereizt. Oftmals ziehen sie sich aus ihren sozialen Kontakten zurück, flüchten in den Alkohol.


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WebReporter: Katzee
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Fall, Burnout
Quelle: www.rp-online.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.12.2008 16:38 Uhr von Scopion-c
 
+27 | -3
 
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Ich spreche mal für mich: ich bin Student eines Naturwissenschaftlichen faches mit Fachrichtung Informatik und an einer FH als Bachelor. Ich bekomme kein Bafög und hab an der FH i.d.r. einen 6 Stunden Tag. Dazu kommen noch rund 4 Stunden Nachbearbeitung und Vorarbeit. Samstags hab ich dieses Semester frei und arbeite dann 8h für 9,50 Eur. Burnout ist mittlerweile üblich bei uns. Ich hab Komilitonen die sich mit Drogen aufputschen, einige bekommen Tabletten die sie künstlich bei guter Laune halten und andere saufen am Wochenende soviel das sie am Montag total platt an die FH kommen.

Ich weiss ja nicht wer das Bild des faulen Studenten geprägt hat aber für naturwissenschaftliche fächer lass ich es nicht gelten, schon gar nicht für bachelor.
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09.12.2008 18:21 Uhr von marshaus
 
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nun ja wir sind zum teil selbststaendig, aber fuer jemanden angestellt sein....nicht vorstellbar
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09.12.2008 18:23 Uhr von arachno2012
 
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Ich glaube, jeder Arbeiter kennt die Symptome eines Burnout-Syndroms. Das fängt leider auch schon bei den Kindern an. Schule, Vereine, Nachhilfeunterricht ect.
Vielleicht sollten wir alle auswandern.
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09.12.2008 18:50 Uhr von -DK-
 
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Die Anforderungen steigen überall und ständig. Dazu kommt das gesellschaftliche Ideal vom Individualisten, der seinen Alltag allein gestaltet und sein Leben erfüllend managt. Streben nach Selbsterfüllung nennt man das dann. Irgendwie scheinen die Leute zu vergessen, dass es ohne Gemeinschaft einfach scheisse schwer ist, was zu erreichen. Egal in welcher Hinsicht. Aber natürlich hat keiner Hilfe nötig, natürlich schafft das jeder allein und natüüüüürlich sind alle anderen Looser, wenn sie es nicht gebacken kriegen.
Egozentriertheit wird neuerdings als Erstrebenswert betrachtet.

Soll ich es tun?? Obwohl ich Frauen liebe? Soll ich die Brücke zur Feminisierung der Gesellschaft schlagen?? Lieber nicht; dann bekomm ich Haue. Wir wandern gerade von einem Extrem ins Andere.
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09.12.2008 20:35 Uhr von CHR.BEST
 
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Toll: Was bringt es denn, sich krank zu ackern?

Wenn ich so einen Job und so einen Chef hätte, der meine Anstellung davon abhängig macht, dann wäre ich lieber gleich arbeitslos.
Keine Arbeit ist es wert, dafür seine Gesundheit zu riskieren.
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09.12.2008 21:27 Uhr von -DK-
 
+12 | -1
 
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Ich schlag sie doch...die Brücke, weil ich heute Mitteilungsbedürfnis habe. Auch wenn ich falsch verstanden werde.

Die Individualisierung hat eine(!)seiner Wurzeln in der Emanzipation. Frauen sind anspruchsvoller geworden und treten für ihr Recht auf Selbstbestimmung ein. Das ist gut so! Aber sie wollen die Konsequenzen nicht tragen. Wer hat schonmal den Ausspruch gehört: "Wo sind all die echten Männer geblieben?" (Höre ich ständig; bis ich mein Gemächt auspacke :-) ) Die Männer kommen mit ihrer neuen Rolle nicht klar, genausowenig wie die Frauen. Einerseits wollen sie gleichberechtigte Partner sein, andererseits einen echten Mann, der die Hosen anhat.
Da ist Mitarbeit gefragt; von beiden Seiten. Diese Arbeit wollen Frauen nicht leisten.
Söhne werden von Frauen erzogen, mit weiblichen Werten und Idealen. Und ja...weibliche Werte sind wicht. Wenn sie einen gesunden Anteil von 50% in der Erziehung ausmachen.
Stattdessen flüchten Männer überfordert in ihren Job und am Ende kommt ein verweichlichter Sohn dabei heraus, der vergessen hat, wie man sich in einer Gemeinschaft verhält. Frauen haben zwar ne soziale Intelligenz, dass man mit den Ohren schlackert...aber Fairness, Geradlinigkeit und echten Gemeinschaftssinn haben sie nicht unbedingt in der Wiege liegen.

Sehr pauschal, weil ich mich kurz fassen wollte. Wer was wahres dran findet möge im Internet nach Artikeln recherchieren.

P.S. Ja es gibt Ausnahmen, ja ich habe Frauen als Freunde, ja ich mag meine Mutter, ja ich bin sexistisch. Ich gestehe Männern und Frauen ihre Unterschiede zu.
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09.12.2008 23:41 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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eine absolute Klasse-News: gut formuliert und auf hohem Niveau diskutiert.
Dank an alle, die sich in diesem thread bemüht haben, das Niveau anzuheben.

Als einem von sicher Hunderttausenden Betroffen will ich an dieser Stelle keine schlauen Tipps abgeben. Da muss irgendwie jeder mal durch, wenn er das Pech hat in einem Unternehmen als Talent nicht gefördert zu werden und in dieses Hamsterrad zu kommen. Traurig nur, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die "Hahnen"- und "Hühnerkämpfe" in so manchem Unternehmen erst so richtig losgehen. Die Betroffenen werden ausgegrenzt, gemobbt und schließlich in die Wüste geschickt. Das Thema kocht sozusagen unter der Oberfläche medialer Berichterstattung und wird nur hin und wieder mal in den Fokus gerückt. Für die wirklich Betroffenen nur ein schwacher Trost.

Auf diesem Weg wünsche ich allen, die einmal dem "burnout" begegnet sind, dass sie sich am eigenen Schopfe aus dieser Krise herausziehen, eben jenen nicht hängen lassen, sondern ihren Weg suchen, finden und dann auch gehen. Meine besten Wünsche dazu habt Ihr.
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10.12.2008 00:11 Uhr von Budweiser
 
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das kenne ich auch: das burnout syndrom.
ist geradezu unglaublich.
ich als akademischer, promovierter fachberater soll doch tatsächlich nächstes jahr 5 tage / woche arbeiten.
und man hat mir auch angekündigt, dass mein bonus nächstes jahr nur 4-stellig sein wird. sauerei!

aber zum glück kann ich gegensteuern. wegen burnout kann ich ja nicht mehr so viel leisten, max. 35 stunden / woche sind drin. so kommt meine putzfrau ab 2009 halt nur noch 1 mal pro woche.
auch werde ich dsl mit 100 mbit gegen dsl 16 mbit tauschen, nochmal 4,56 EUR gespart!

zu guter letzt kaufe ich momentan sehr billiges schweinefleisch aus irland, schmeckt super und ist auch n icht weiter dramatisch, wenn man eh mit 55 einen herzinfarkt bekommt.

ist schon echt schwer, das leben in der finanzkrise....
aber ein glück ist meine freundin (Joy.M.A. hier bei shortnews) verbeamtet.

mfg,
euer verarmter budweiser
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10.12.2008 00:49 Uhr von Mario1985
 
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moment: was issen denn hier los??????? TOP geschrieben die News, die Kommentare haben sogar spaß gemacht dass durchzulesen, eine der wenigen News in den letzten Jahren bei denen auch selbst bei den Kommentaren das Niveau nicht abgesackt ist..... Respekt so können wir hier weiter machen.....
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10.12.2008 00:50 Uhr von BarackObamaBinLaden
 
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ohne körperliche Arbeit: würde ich auch Burn-Out-Syndrome bekommen,
und psychisch angeschlagen sein.
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10.12.2008 10:45 Uhr von JesusSchmidt
 
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nicht arbeit ist wichtig. geld ist wichtig. wenn sich diese erkenntnis durchsetzt, brennt man auch nicht aus.

in irgend nem punkrock-lied hiess es mal: "wir wollen schnaps. wir wollen bier. auf arbeitsplätze scheissen wir." - da ist was dran. ICH benötige keine arbeit, um glücklich zu sein. ICH hab auch so genug zu tun. ICH benötige nur die kohle, um zu überleben und meinen eigentlichen interessen nachgehen zu können.

ich traue genug leuten zu, dass sie selbst nach einem millionengewinn noch arbeiten gehen würden und angst um ihren arbeitsplatz hätten, weil sie einfach nichts mit sich anzufangen wissen. das finde ich armselig. ich verstehe es nicht.
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10.12.2008 11:05 Uhr von Mondelfe
 
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@arachno2012: --> "Vielleicht sollten wir alle auswandern."

Und was soll das bringen? Glaubst du ernsthaft, in anderen Ländern wäre es besser??
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10.12.2008 11:17 Uhr von Mondelfe
 
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@Staubsaugerhasser: mmh... irgendwie passt dein Name nicht zu deinem Kommentar... ;)

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Deine Einstellung finde ich nicht sonderlich gut. Warst du schon mal arbeitslos? Wenn du mehrere Monate arbeitslos bist, bist du froh über jeden Job, den du bekommst. Dann machst du auch Arbeiten, die du nicht so gerne machen würdest....

Außerdem bekomen Hartz IV Empfänger auch Jobangebote von der ARGE, und wenn sie diese nicht annehmen, müssen sie eben erst mal mit einer Sperre rechnen...
Es ist nicht so einfach, wie du dir das vorstellst.

Ich arbeite jedenfalls lieber und weiß wofür ich mein Geld bekomme, als das ich mich vom Staat bezahlen lasse!
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10.12.2008 11:17 Uhr von chitah
 
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/sign !!!

Genauso gehen die nachweisliche gescheiterte antiautoritäre Erziehung und die dadurch steigende Kriminalisierung damit einher.
Es heißt nur noch ich, ich, ich...kein Wunder das irgendwann dramatische Folgen ausbrechen. Das wird nur nie eine der führenden Feministinnen zugeben. Die lassen sich für den Mist lieber noch ein Verdienstorden anhängen.
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11.12.2008 02:40 Uhr von Premier-Design
 
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Burnout auch wenn´s Spaß macht? Kann man das Burnout-Syndrom auch bekommen, wenn man Spaß an der Arbeit hat? Ich arbeite nun schon seit Wochen 30 - 36 Stunden am Stück und schlafe danach 12 Stunden... Aber da muss wohl jeder durch, der auf Dauer nicht ins Mittelmaß oder tiefer abrutschen möchte..
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12.12.2008 00:59 Uhr von Katatonia
 
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@Mondelfe @Thema: >>Wenn du mehrere Monate arbeitslos bist, bist du froh über jeden Job, den du bekommst. Dann machst du auch Arbeiten, die du nicht so gerne machen würdest....<<

Sorry, ich lach mal ganz dolle... stell dir vor, ich war auch schon 2 Jahre lang arbeitslos und mitnichten wollte ich damals und würde ich heute jeden Job annehmen. Wer das tut, ist einfach naiv, hat sich selbst aufgegeben und zum Sklaven degradiert. Man kann es auch dumm nennen, was in keinsterweise so negativ klingen soll, wie es ausschaut. Wohl eher ein Schicksal.

Es ist Schwachsinn, das man jeden Job annehmen muss. Nur weil dir das die Arge Tante erzählt hat, muss man das nicht glauben. Es gibt viele Wege nach Rom. Die Argen machen derzeit soviel falsch, dass es leicht ist, dagegen vorzugehen. Man muss eben nur clever sein. Es ist auch nicht so, das ein Sozialpädagoge plötzlich zwangsweise Maurer wird. Natürlich, es gibt die extremen Fälle, aber die waren auch etwas naiv im Umgang mit ihrer zugeteilten "Beraterin".

>>Ich arbeite jedenfalls lieber und weiß wofür ich mein Geld bekomme, als das ich mich vom Staat bezahlen lasse!<<

Das kann man auch Idiotie nennen, nach der du lebst. Meinetwegen kann Mann und Frau gerne für Lau arbeiten gehen, aber der größte Teil hört nur nich auf herumzujammern, wie gut es doch den Alg2 Beziehern geht und wie schlecht Ihnen, quasi nochmal nach unten treten. Wichtig ist doch, dass ein Mensch glücklich ist. Manche sind es als Alg2 Bezieher, manchen als Tagelöhner für einen Hungerlohn. Alles kein Thema, solange man glücklich mit seiner Situation ist, seine Wohnung, sein Leben und sein Essen bezahlen kann, vielleicht sich auch mal ein Urlaub gönnen kann. Aber wenn man dann anfängt, nach unten zu treten, dann kann man schon von Idiotie sprechen. In diesem Sinne, sorry, das ich dir Idiotie vorgeworfen. Irren ist menschlich. Aber ein solch glücklicher Mensch und User wie du, dürfte sicherlich mit dem anfänglichen Vorwurf überhaupt keine Probleme haben. ;)

@Thema

Also mal ehrlich, der Großteil hier hat doch überhaupt keien Ahnung was ein Burn-Out Syndrom ist. Ich sags euch kurz:
Wenn man es diagnostiziert bekommt, kann man ersteinmal mindestens ein ganzes halbes Jahr zur Kur fahren, mit Arbeiten ist dann mal garnichts mehr. Bevor man das Syndrom diagnostiziert bekommen hat, ist man vor Erschöpfung ganz einfach und schnell mit "schwarzen" Augen "umgefallen".
Und wenn man kurz vor einem Burn-Out steht, dann sollte man von einer Stunde zur Anderen, sämtlichen Kaffee, Alkohol, Drogen stehen lassen, mindestens 2 Wochen krangeschrieben zur Ruhe kommen und auf jedenfall jedweigen Stress vermeiden.

Und wer sich kurz davor fühlt und noch immer nicht zum Arzt gegangen, der wird irgendwann einfach umfallen und wenn er Glück hat, halbwegs gesund wieder die Augen öffnen, denn man kann auch zu Tode kommen. Die nächste Phase wird dann ein arbeitsfreies Jahr werden. Und all den Leuten, die nicht aufhören können zu Arbeiten, weil ihr job so scheiße ist oder zu stressig, den rate ich als Laie immer und immer wieder, lasst den Scheiß sein und kommt endlich zur Ruhe, denn wenn ihr erstmal liegt, dann kann eine ganze Existenz bedroht sein.
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12.12.2008 01:07 Uhr von Katatonia
 
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@Premier-Design: Es wäre wenigstens schön, wenn du für dich feststellen würdest, das genau die Typen, die dauernd zuviel Arbeiten wollen, Schuld an einem tödlichen Kreislauf, eher eine Abwärtsspirale sind. Und völlig Wurst, ob du ne Etage tiefer fällst. Lieber ne Etage, als ein ganzes Hochhaus, denn wenn du einmal liegst, liegst du. Genau das ist das Grundproblem an der deutsche Gesellschaft, sie rafft einfach nicht, wann mal Schluss ist. Wir sind weltweit mit das einzigste Volk, was nicht schafft mal zur Ruhe zu kommen. Die Asiaten mögen nochmehr und fleißiger Arbeiten, aber sie haben einen Ausgleich durch ihre Lebensart. Zumindest zum Teil noch. Ich glaube manchmal, der einzige Sinn im Leben eines Deutschen ist die Arbeit. Eine ziemlich Dumme Sichtweise. Und diese muss man durchbrechen, indem man für seine Mitmenschen und Mitarbeiter ein Vorbild ist und mal auch nein sagt und den Dienst nach Vorschrift macht.

Hier wurde die Frage gestellt, wohin denn auswandern. Sorry, fast überall in der Welt arbeitet man viel entspannter als hierzulande. Selbst der Süden Deutschlands ist entspannter. Auch die Finnen und Schweden sind hochproduktiv, trotzdem ist das Arbeiten dort, einfach entspannter. Zumindest alles im Durchschnitt. Extreme gibt es immer und überall.
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12.12.2008 12:10 Uhr von Katatonia
 
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@bonsaitornado1: Du scheinst nicht recht verstanden zu haben. Natürlich kann es für einen selbst Anstand und Ehrgefühl sein, trotzdem ist es reel eine gewisse Idiotie und wer gerne arbeiten geht, der wird diese Kritik sehr gut verkraften können. Es gibt mittlerweile viele Jobs, von denen man einfach nicht leben kann und trotzdem geht man arbeiten. Das man hier in einem Dilemma steckt, wirst du doch wohl nicht ausschlagen, zumal mit gesicherterer ist, ohne sich für einen Scheiß und Wiedernichts abrackern zu müssen. In diesem Sinne, worin liegt dein Problem mit meiner Aussage? Du stelltest doch schon eben selbst fest, ich zitiere: "ist das das Deine Sache".

>>Und falls es Dir nicht aufgefallen sein sollte: wir leben in einer Leistungsgesellschaft.<<

Aha, ist so weil du es sagst? Was ist denn eine Leistungsgesellschaft? Definiere doch mal!? Für mich leben wir immer noch in einer sozialen Marktwirtschaft, zumindest sollte das weiterhin das Ziel bleiben. Jeder hat das Recht auf eine Grundsicherung und Unterstützung.
Ich sehe immer wieder alte Frauen und Menschen, die das nicht begreifen und sich partout zu fein sind, soziale Leistungen in Anspruch zu nehmen. Dabei hätten Sie es bitter nötig. Und leider haben Menschen wie du und Mondelfe einen gewissen Anteil am Elend, weil Ihr diesen Menschen etwas unsoziales einredet und Ihnen Angst macht, sie auch in gewisserweise bestätigt. Unter Anderem mit Begriffen wie die Leistungsgesellschaft.
Was ist denn mit Menschen mit Behinderung, mit dem vielen sozialen Elend in diesem Lande, haben die jetzt alle also keine Ansprüche mehr, weil genau diese Leute deine genannte Leistung nicht erbringen können? Eine Leistungsgesellschaft ist meiner Meinung nach eine weitere Form der Idiotie, Verdummung und der sozialen Kälte. Natürlich, Leistung ist wichtig, das aber zu einer ganzen Gesellschaftsform zu generalisieren und dadurch zu stigmatisieren, halte ich für grundfalsch.

Nur weil gerade etwas schief läuft, muss man sich nicht der Wirtschaftskrise anpassen und selbst zu einer Krise werden. Es ist schön, dass du festgestellt hast, wie hart es geworden ist, aber du solltest dich mal reflektieren, wie negativ du mittlerweile geworden bist. Dabei bin ich selbst schon der geborene Pessimist. Ohne einen Willen, ohne einen Hang zum Optimismus, kann doch keine positive Zukunft gedeihen. Wozu mitschwimmen und seelenlos zu dem Sklaven werden, der man vorher nie sein wollte? Und nun scheinst du selbst zum Sklaven der Industrie zu mutieren. Und alles was du zu sagen hast, ja es ist halt so, wir alle müssen den Gürtel enger schnallen und nun unbezahlte Überstunden bis zum Burn-Out nehmen, damit wir uns anschließend die Kugel geben können, weil mich mein Arbeitgeber nach solanger Krankheit herausgeschmissen hat. Wenn das deine Definition einer Leistungsgesellschaft sein soll, na dann gute Nacht. Da geb ich mir lieber schon vorher die Kugel, als dieses Kasperletheater mitzumachen.

Das Leben und der Planet Erde hat wahrlich mehr zu bieten, als eine "Leistungsgesellschaft". Vielleicht solltest auch du dir das klar machen, wie soviele andere auch.

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