08.12.08 19:32 Uhr
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Helmut Schmidt fragt nach, was die Bundeswehr derzeit noch in Afghanistan will

Alt-Kanzler Helmut Schmidt hat in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" nach dem derzeitigen Auftrag der Bundeswehr in Afghanistan gefragt.

Aus Sicht von Schmidt, der unter anderem auch einst Verteidigungsminister war, ist der Einsatz 2001 legitim gewesen, doch nun sei der Auftrag, Al Qaida "den Boden zu entziehen", erfüllt. Denn inzwischen operiere die Terrororganisation aus Pakistan heraus.

Auch das Argument, dass die Bundeswehr einen funktionierenden Staat in Afghanistan mit aufbauen soll, will der 89-Jährige nicht gelten lassen, denn diesen hätte es in der Region "noch niemals gegeben".


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WebReporter: Venomous Writer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Afghanistan, Bundeswehr, Helmut Schmidt
Quelle: www.bild.de

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.12.2008 19:38 Uhr von kingoftf
 
+73 | -4
 
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Bravo, endlich spricht es mal jemand aus.....
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08.12.2008 20:03 Uhr von dr.b
 
+8 | -67
 
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08.12.2008 20:10 Uhr von lolkopf
 
+5 | -57
 
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08.12.2008 20:11 Uhr von stekemest
 
+33 | -2
 
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Super News: Sehr schön wiedergegeben, trotz der Quelle. Prima!
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08.12.2008 20:35 Uhr von HansDampf7
 
+34 | -3
 
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schade: das Helmut Schmidt nun ein stolzes Alter erreicht hat und uns vor dem was noch kommen wird bewahren könnte.

Das ist ein Mann der sagt was sache ist und spricht auch mal heiße Themen an.

Ein Mann der viel für diese Republik getan hat !
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08.12.2008 20:41 Uhr von lolkopf
 
+2 | -39
 
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08.12.2008 20:49 Uhr von csu-mitglied
 
+10 | -2
 
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na wer: fragt sich das nicht ;)
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08.12.2008 21:03 Uhr von HansDampf7
 
+3 | -1
 
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sicher: kann das hier lange und intensiv kontrovers diskutiert werden, mit meiner Aussage wollte ich auch eher Bezug daruf nehmen das Helmut Schmidt viele schwierige Sachen einfach anspricht, die ein Politiker von heute nicht ansprechen würde, vermutlich war das auch eher nach seiner politischen Karriere.

Leider ist kein Mensch unfehlbar, das macht aber nichts, denn wir sind individuen !
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08.12.2008 21:20 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -22
 
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08.12.2008 21:26 Uhr von Causa
 
+31 | -1
 
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würde er sich in seinem Alter noch als Kanzlerkandidat aufstellen lassen, ich würde glatt die SPD wählen (und das will was heißen!)
Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch ist absoluter Schwachsinn.
1. greift uns kein Taliban aus Afghanistan an
2. verteidigen wir dort kein Deutschland sondern die Mohnfelder der CIA
3. wollen uns die Afghanen dort gar nicht.
4. hat sich in Afghanistan seit dem US-Überfall nichts, aber überhaupt nicht geändert. Doch, eines: die Taliban wurden von Konzernen und Gebiet"königen" ersetzt.
Wozu also unsere "Bürger in Uniform" dort hinsenden?
Causa
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08.12.2008 21:39 Uhr von Alice_undergrounD
 
+9 | -1
 
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dem ist nichts: hinzuzufügen^^
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08.12.2008 21:40 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -15
 
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08.12.2008 21:49 Uhr von kingoftf
 
+15 | -1
 
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Vor: kurzem lief doch eine Reportage im TV, da war eindeutig zu erkennen, dass die Bundeswehr vor Ort nichts mehr für den Wiederaufbau machen kann, aus Angst vor Anschlägen, die fahren nur noch mit ihren Dingos Streife und dann husch, husch , schnell wieder zurück ins Camp.

Die medienwirksamen "Spaziergänge" durch die Dörfer sind schon seit langem passé.
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08.12.2008 23:13 Uhr von Sven_
 
+10 | -1
 
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wenn er ahnung hätte: wüsste er, dass irgendwer den Opium-Anbau vor der Taliban schützen muss.... dafür reicht das Personal der CIA nämlich nicht mehr aus.
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08.12.2008 23:30 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -14
 
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09.12.2008 00:15 Uhr von -Dan-
 
+7 | -0
 
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Endlich: Im Prinzip hat er doch recht. Mehr als viel Geld wird da unten nicht ausgegeben. Man muss die Sache ja nüchtern betrachten. Zum einen ist die Aufbauhilfe definitiv gut und richtig, auf der anderen Seite stellt sich die Frage ob man die Bundeswehr wirklich braucht, denn je mehr Militär wir schicken, desto stärker wird auch der Wiederstand wie man in letzter Zeit ja sieht.
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09.12.2008 03:31 Uhr von nituP
 
+7 | -0
 
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ICh liebe diesen: Mann, ich verehre ihn der ist so genial wie der einmal maybritt illner zur sau gemacht hat unvergeslich. Die meisten moderatoren sehen neben ihm aus wie zurueckgebliebene, vor allem wenn sie mainstream propaganda veroeffentlichen wollen.

Ich wuensche dir noch ein langes leben mein alter freund!
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09.12.2008 04:34 Uhr von lkmkl
 
+5 | -0
 
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@causa:

Wunderbarer Kommentar!

@Dracultepes:

Afghanistan und Opium/Heroin:
http://blog.hintergrund.de/...

Über den Autor:
Craig Murray war von 2002 bis 2004 britischer Botschafter in Usbekistan. Während seiner Dienstzeit sprach er Menschenrechtsfragen deutlich und öffentlich an und kritisierte auch den britischen Geheimdienst, die amerikanische CIA und den deutschen BND, weil sie vom usbekischen Geheimdienst durch Folter gewonnene Informationen verwendeten. Damit machte er sich bei seinen vorgesetzten Dienststellen unbeliebt und wurde 2004 von seinem Posten entfernt. Auf seiner Website veröffentlichte er Dokumente über seine Erkenntnisse über Menschenrechtsverletzungen in Usbekistan und die Reaktionen auf sein Vorgehen innerhalb des britischen Foreign and Commonwealth Office (FCO).


CIA & Co - "Brutstätte des Terrors"
http://www.hintergrund.de/...

Über den Autor:
Michel Chossudovsky ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Univerität Ottawa (Kanada) und war Mitarbeiter verschiedener Organisationen der Vereinten Nationen. Er ist Leiter des Centre for Research on Globalization (CRG), Autor mehrerer Bücher und Mitwirkender bei der Encyclopedia Britannica. Seine Texte wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Im Jahre 2003 erhielt er den Menschrechtspreis der Gesellschaft für Menschen- und Bürgerrechte.


Und zu guter letzt...
Aus einem Brief (Mai 2007) eines Bundeswehr Offiziers in Afghanistan:

Es gibt keine Entschuldigung für das durch unsere westlichen Militärs erzeugte Leid unter den unbeteiligten und unschuldigen Menschen.
(…)
Ich gerate zunehmend in Widerspruch zu dem, wie die eigenen westlichen Truppen in Afghanistan agieren. (…) Es ist unerträglich, dass unsere Koalitionstruppen und ISAF inzwischen bewusst Teile der Zivilbevölkerung und damit erhoffte Keime der Zivilgesellschaft bekämpfen.
(…)
Westliche Jagdbomber und Kampfhubschrauber verbreiten Angst und Schrecken unter den Menschen (…) Wir sind dabei, durch diese unverhältnismäßige militärische Gewalt das Vertrauen der Afghanen zu verlieren.
(…)
Ich stelle dabei zunehmend fest, dass die militärische Lage unzulässig geschönt dargestellt wird. Auch deutsche Generäle beschönigen oder verschweigen eigene Probleme.
(…)
Das Militär droht sich zu verselbstständigen und von den politischen und völkerrechtlichen Vorgaben zu lösen. (…) Sorgen Sie bitte mit Ihren politischen Verbindungen dafür, die Militärs in die Schranken zu weisen!”


Reicht das?
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09.12.2008 05:18 Uhr von JackIT
 
+4 | -0
 
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würde mich nicht: wundern, wenn der ehemalige Bundeskanzler Schmidt z.B. demnächst ein Autounfall hat. Leute die sich gegen die Interessen der Kriegskonzerne bzw. Amerikanische-Heuchelei-Politik stellen leben gefährlich.

Dieser Mann hat meine ganze Zustimmung! Schade das er so alleine in der BRD-Politiker-Landschaft steht.
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09.12.2008 07:02 Uhr von execute.exe
 
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tja so allein steht er mit seiner Meinung nicht da Wir wissen aus anderen Kommantare von News, zum Thema Afgahnistan, dass 2/3 der Deutschen diesen Einsatz ablehnen.

Und wer ist die einzigste Partei aus dem Bundestag, die gegen den Krieg da unten ist? Ich denke, jeder weiß welche Partei ich meine.
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09.12.2008 07:41 Uhr von thejack86
 
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einfach nur: senil

und wenn man alles so lassen wurde wie es einmal war, gäbs uns nicht... erschreckend so eine Einstellung und dass als Alt-Kanzler.

MfG
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09.12.2008 08:45 Uhr von karmadzong
 
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@thejack: als senil würde ich schmitti nicht bezeichnen, im Gegensatz zu den meisten unserer aktuell aktiven Politikern steht der wenigstens zu seiner persönlichen Meinung.
und mal ganz ehrlich: bei uns wird dem bürger das letzte hemd vom staat ausgezogen um es ein paar wenigen reichen und den Konzernen in den Hals zu stopfen und in Afghanistan bezahle wir noch dafür das wir Erfüllungsgehilfe für Großamerikanische Träume spielen dürfen....

überlegt mal was der Einsatz kostet.......
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09.12.2008 09:26 Uhr von Eizi_Eiz
 
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Aber eig ist doch alles fake ich mein der Herr Schmidt war schon ein guter großer Kanzler was ich so von meiner Älteren Familenmitglieder höre, aber so im nachhinein wenn man keine Verantwortung trägt kann man natürlich große Sprüche klopfen, a uch wenn das wohl Helmut Schmidt nicht will.
Letztens hab ich ein Interview mit Herrn Schröder gesetzt, und er meinte so in der Art, das er sich wunder, warum die jetztige Politik die Sachen, die er damals komplett nicht auf die Reihe bekommen hat, nicht in den Griff bekommt.
Der Gerhard der alte Haudegen.
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09.12.2008 09:26 Uhr von Ottokar VI
 
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Schmidt rox: Der Mann hat gelernt, daß das letzte Hemd keine Taschen hat. Er muß daher keinem Geldgeber in den Hintern kriechen und er braucht auch nicht machtpolitische zu kalkulieren. Das macht ihn in meinen Augen aktuell zu einem der glaubwürdigsten Menschen in den Medien.
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09.12.2008 09:36 Uhr von Dracultepes
 
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@lkmkl: Hintergrund als Quelle? Ich bitte dich, das ist schon Hart.

Desweiteren

http://www.zeit.de/...

http://www.faz.net/...~E919C66C1ACEF4A6EBF2F5B6CA8BF01F3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Faz:Sind Sie jetzt für einen Rückzug aus Afghanistan?

Schmidt:Ich bringe nur meine Skepsis zum Ausdruck.

Ich muss mir das Interview nochmal raussuchen

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