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Fiat-Chef Marchionne: In 24 Monaten weltweit nur noch sechs Autobauer

Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden von Fiat, Sergio Marchionne, wird es innerhalb von 24 Monaten zu einem dramatischen Konsolidierungsprozess im Automobilsektor kommen, welchen weltweit nur sechs Massenhersteller überleben werden.

Marchionne sieht die kritische Schwelle bei 5,5 Millionen produzierten Einheiten pro Jahr und Konzern. Diese würde derzeit nur von Toyota, GM, Volkswagen, Ford und Renault-Nissan erreicht. "Dieses Geschäft verändert sich völlig. Es kann sich nicht so wie in der Vergangenheit fortsetzen."

"Unabhängigkeit ist in diesem Business nicht länger aufrecht zu erhalten", so Marchionne weiter. Der Fiat-Chef erwartet in Zukunft je einen Massenhersteller aus den USA, Deutschland, Frankreich/Japan, Japan, China sowie einen weiteren aus Europa.


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WebReporter: Hellwach
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Welt, Chef, Monat, 24, Fiat, Autobauer
Quelle: de.reuters.com

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.12.2008 14:47 Uhr von Hellwach
 
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Wenn Marchionne Recht behalten sollte dürfte sich im Automobilsektor eine ähnliche Situation, wie an den Zapfsäulen anbahnen: einige wenige große Konzerne, die über eine große Marktmacht verfügen und einen Anreiz haben, Preisabsprachen zu treffen. Zum Nachteil des Endverbrauchers.
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07.12.2008 17:01 Uhr von KillerEngine
 
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nur ist es an den zapfsäulen: so, dass alle dasselbe produzieren und es den konsumenten egal ist, wer es herstellt. das ist bei pkw nicht der fall.
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07.12.2008 17:45 Uhr von Asalin
 
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Shadowrun läst Grüßen: Da wird sich zeigen wie gut die politische Re(gier)ung, die Interessen der Menschen gegenüber der Wirtschaft vertreten kann.

Wer noch an das Märchen eines freien Marktes glaubt dem ist nicht mehr zu helfen.
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07.12.2008 22:35 Uhr von nituP
 
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Die produzieren doch am markt vorbei wieso sollten die mit ihrer massen schrott fertigung weiter kommen, gebt uns adam opels firma wieder oder sind das immer noch reperationszahlungen???

@vega ich weiß nicht wer dir ein minus gab aber bestimmt war er bezahlt worden. Die plaketten sind einfach nur mist! Weißt noch damals die ozon plakette? das war massen verarsche!!!!
ich habe mein geld nie wieder gesehen! WOZU soviel kohle ausgeben für so ein mist? BOA der hat ne grüne plakette, toll und jetzt scheiß asgeier, saugen den bürger bis zum geht nichtmehr aus. Die initiatoren mit dieser schei** plakette fahren bestimmt einen porsche chaenne turbo S und die restlichen asgeier auch.

Den feinstaub (27° reportage) kann man eh nicht messen mit diesen primitiven methoden, n einem jahr kommt ne Feinstaub plakette, und dann eine plakette vom methanausstoß des fahrers, dann eine plakete für den ausstoß der tierischen gase im inneren. dann wird alles verworfen jahre paeter kommt wieder diese art von plakette nur mit anderem namen.

ir sollten protestieren gegen nsere regierung bei einer kritischen masse von 5 milionen protestanten wird die regierung ihre wahre fratze zeigen,....
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07.12.2008 22:35 Uhr von G.B.hindert
 
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Ist ja lustig: das der Fiat-Chef in 24 Monaten den Niedergang seines eigenen Konzerns beschwört!
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07.12.2008 23:52 Uhr von Hellwach
 
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muss kein niedergang sein meines wissen steht fiat noch ziemlich gut da im vergleich. und marchionne ist der so ziemlich angesehendste firmenchef in der autobranche. in der schweiz reißen sie sich sogar bei der ubs um ihn.

ich denke eher, marchionne meint fusionen, zur amortisierung von hohen kosten zur entwicklung der dringend notwendigen neuen techniken. und klar, einige anbieter mit völlig veralteten modellen werden auch ganz dran glauben müssen.
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08.12.2008 00:04 Uhr von weg_isser
 
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Naja mal schauen, ob das so wird.

Bei den exklusiven Kleinserienherstellern (Ruf, Alpina, Wiesmann, Koenigsegg, usw.) wirds wohl kaum so enden. Die werden auch weiterhin ihr Fahrzeuge an den Mann bringen.
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08.12.2008 01:56 Uhr von lolkopf
 
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@VegaVelocity: Das kann ich bestätigen. Auch mein W124-Kombi säuft trotz 2,8l Hubraum und 193PS nur etwa 8l außerorts, bei Langstrecke sogar noch weniger!

Das Hauptproblem ist, dass die Autos in den letzten Jahren immer schwerer geworden sind. Wog ein Audi-80-Kombi Anfang der Neunziger noch um die 1300kg, wiegt ein heutiger A4-Kombi schon locker 400kg mehr! zudem es immer noch viele Möglichkeiten gäbe, die Effizienz zu steigern, was aber oftmals verweigert wird. Das fängt bei Wassereinspritzungen an (damit konnte man schon in den Vierzigern Motoren um 50% in ihrer Leistung steigern), geht über sauberere Bauweisen (Mercedes-Benz-Entwickler haben in den Neunzigern einen Motorprototypen gebaut, der praktisch kein Öl benötigte - der verschwand dann aber schnell und verstaubt wohl heute in irgendeiner Lagerhalle, offizieller Grund: ohne nötigen Ölwechsel kämen die Besitzer nicht mehr so oft in die Werkstatt, was eventuell gefährliche Defekte unerkannt bleiben lassen könnte) und kommt letztenendes doch auf den Gewichtspunkt zurück. Teilweise mögen wir selbst daran schuld sein (totale Dekadenz @ elektrische Heckklappenöffner, etc.), aber auch die Hersteller gehen da nicht wirklich darauf ein.
Wer damit kommt, dass gesteigerte Sicherheit eben mehr wiegt, für den gibt es doch genug Gegenbeispiele. Ein Formel-1-Wagen hat auch nur 500kg Leergewicht, trotzdem überlebt der Fahrer einen Aufprall mit 300km/h in die Reifenwand mit gerade mal einem umgeknickten kleinen Zeh.
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08.12.2008 06:28 Uhr von Asalin
 
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Nicht ganz richtig Hellwach: Zur Armortisierung hoher Kosten für Entwicklung neuer Technik.

Das die Autokonzerne schon sehr lang auf dem Gebiet der Entwicklung zusammenarbeiten geht dabei sehr verloren. Und veraltete Modelle ist leider auch nicht ganz richtig, denn es sind eher die Firmen die am Markt vorbei produziert haben, mit ihren SUV und Spritfresseren, aber natürlich alles im Sinne der Kunden.

Der Automobil Industrie geht es in erster Linie darum ihre Produktionskosten zu senken und wenn keine Konkurenz mehr da ist, muss man sich auch weniger Sorgen machen wie man zu Kunden kommt. Desweiteren kann man bei Zulieferfirmen viel bessere Knebelverträge schliessen, was eine weitere Gewinnsteigerung ermöglicht. Durch Wegfall anderer Firmen stehen dem Markt auch mehr Arbeitskräfte zu Verfügung , was dazu führt das man gleich auch noch ein bisschen Lohndumping durchsetzen kann.
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08.12.2008 09:06 Uhr von no_trespassing
 
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Im Massengeschäft, ja: Er blendet völlig das Premium-Segment aus.
GM und Ford dürften es schwerer haben als Daimler oder BMW. Und Porsche wird erst recht überleben, als familiengeführtes Unternehmen.

Was Marchionne sagt, gilt allein für das Massengeschäft, aber Premiumhersteller werden immer eine Rolle spielen.
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08.12.2008 11:52 Uhr von Hellwach
 
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wobei es auch schon gespräche zwischen bmw und mercedes gab sowie zwischen bmw und fiat. beide male über weitgehende kooperationen. ich denke nicht, dass sich bmw und mercedes entziehen können.
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08.12.2008 14:49 Uhr von Sven_
 
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@lolkopf: gutes Beispiel mit dem Formel1-Wagen.... nämlich dafür das Sicherheit durchaus mit dem Gewicht zusammenhängt.

Die Fahrer im Formel1-Autos überleben 1. Wegen den Reifenstapeln, 2. Weil sie in einem Stahlkäfig sitzen der alles abfängt und der G-Kräfte auslöst die die Fahrer 3. nur wegen ihrem HANS überleben..... willst du dir für die Fahrt zum Bäcker ein HANS überziehen? Das ist also ein ganz schlechtes Beispiel.

Aber natürlich ist Gewicht nur das eine, das andere ist die Geräuschdämmung. In meinem Neuwagen sind Motor und Windgeräusche nur halbsolaut wie in einem 10 Jahre älteren - und der gedämmte Kleinwagen mit 5 Sterne Crashtest ist dann nunmal auch so schwer und verbraucht soviel wie ein alter MiniVan. Aber wer es sich nicht leisten kann 7-8 Liter Super pro 100km zu verbrauchen, der möge doch bitte Bahn/Rad/Bus/Füße verwenden. Als ob es ein "Recht auf Autofahren" gibt.
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08.12.2008 23:01 Uhr von alorie
 
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@sven_: Das Cockpit des Fahrers in der Formel 1 ist schon lang nicht mehr aus Stahl. Das ist aus Kohlefaser. Ist viel leichter und viel teurer als Stahl. Hält aber, richtig gearbeitet, viel mehr aus.

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