Aus für Big Brother: England soll DNS-Profile Unschuldiger löschen
Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte dürfen DNS-Profile und Fingerabdrücke von Unschuldigen in Zukunft nicht mehr gespeichert werden, wie es in England, Wales und Nordirland - im Gegensatz zu Schottland - derzeit die übliche Praxis ist.
Seit 2001 hat die britische Polizei 4,5 Millionen DNS-Daten gespeichert, darunter 40.000 von Kindern. Etwa 860.000 Personen, deren Daten im Zuge von Ermittlungen gesammelt wurden, wurden nicht verurteilt und sind nicht vorbestraft. Trotzdem wurden die Daten nicht gelöscht.
Bürgerrechtsorganisationen und die Opposition begrüßen das "mit gesundem Menschenverstand und unter Berücksichtigung der Menschenrechte" gefällte Urteil, während Polizei und Regierung eine Beeinträchtigung der Polizeiarbeit befürchten.