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Bad Münstereifel: Beerdigungen verscheuchen Jagdwild

Seit die Stadt Bad Münstereifel im Jahre 2006 südöstlich von Iversheim, am angrenzenden Jagdrevier, einen Friedhof errichtet hat, ist der Ärger bei den Jägern dort groß.

Der 43-jährige Jagdpächter Dirk van M. hatte sogar die Zahlung der Pacht eingestellt, weil der Wildbestand seit der Eröffnung des Friedhofes merklich schrumpfte. Um die 300 Beerdigungen im Jahr, die "Dixie"-Klos, unzählige Luftballons und Blasinstrumente würden eine normale Jagd unmöglich machen.

van M. wollte den Pachtvertrag vorzeitig kündigen, da sich die Jagdverhältnisse verschlechterten, aber die Jagdgenossenschaft Bad Münstereifel klagte dagegen. Und sie bekam Recht, der Pachtvertrag unterliegt keiner Erfolgsgarantie für die Jagd. van M. muss die Pacht trotz schlechterer Bedingungen zahlen.


WebReporter: Corazon
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Münster, Bad, Beerdigung, Bad Münstereifel
Quelle: www.express.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.12.2008 11:08 Uhr von Corazon
 
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Es gibt Urteile, die ich einfach nicht verstehe. Unabhängig davon, wie man zur Jagd steht: Wenn sich der Nutzen eines Pachtgutes durch Verschulden des Pächters verändert, muss er doch eigentlich Entschädigen oder Vertrag auflösen lassen.
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03.12.2008 11:16 Uhr von theG8
 
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Och, das tut mir aber leid!
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03.12.2008 11:31 Uhr von Pokey
 
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@Autor: So ein Quatsch.

Der Jäger hat doch kein erlegbares Wild gepachtet. Er pachtet lediglich ein Recht (und auch Pflichten) dort Wild zu erlegen (sofern dies ökologisch sinnvoll ist).

Wenn dann keins da ist, warum auch immer, hat er halt Pech gehabt. Er kann ja (im Rahmen der gesetlichen Kündigungsfrist) den Vertrag beenden.

Ich habe auch kein Recht zu einer fristlosen Kündigung meiner Mietwohnung, weil in der Nachbarschaft Leute hinziehen die mir nicht gefallen.

Jäger betrachten sich doch sonst immer als Naturschützer und stellen sich immer so dar, dass sie es ja gar nicht auf das Wild abgesehen haben, sondern nur die Überbestände kürzen. Und jetzt ist es doch des Erlegens wegen???
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03.12.2008 11:40 Uhr von Ulli1958
 
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Verstehe ich nicht! Es ist doch Aufgabe eines Jägers, den Bestand des Wildes durch Abschuss zu kontrollieren, damit durch Überbevölkerung kein Flurschaden entsteht. Ein Jäger hat nicht das Recht, jedes seltene Tier, das ihm vor die Flinte kommt, abzuknallen.

Wenn es durch den Friedhof jetzt kein Wild mehr gibt, würde ich den Jäger entweder gleich entlassen oder ihn einer sinnvolleren Aufgabe, wie dem Pflegen städtischer Grünanlagen oder vor Ort der Friedhofsgärtnerei zuführen.

Das Töten von Tieren mag manchmal nötig sein. In diesem Fall hat sich das Problem erledigt. Der Jäger ist durch den Friedhof unnötig geworden.
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03.12.2008 11:46 Uhr von Ulli1958
 
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@Corazon: Das glaube ich dir nicht. Das wäre nämlich MORD!

Hoffentlich muss der Tierquäler jetzt bald stempeln gehen.
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03.12.2008 11:53 Uhr von Pitbullowner545
 
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pech: gehabt, tiermörder..
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03.12.2008 11:57 Uhr von Illiana
 
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@Ulli1958: ich weiß jetzt nicht so recht ob du das ernst oder ironisch meinst ;)
aber wann bestraft endlich jemand die ganzen Fischer? Die Mörder sollten hinter Gitter.... und alle die Fleisch Essen so wie so.

Ich kann aber den ärger von so einem Jäger gut verstehen. So weit ich weiß, ist die Mindesdauer 9 Jahre. Jetzt stellt euch mal vor, er hat den Vertrag erst ein Jahr bevor der Friedhof anglegt wurde abgeschlossen? Dann hat er wenn er Pech hat, nur Kosten und sonst nichts.
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03.12.2008 12:20 Uhr von Pokey
 
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Aufgabe des Jägers: "Entsprechend dem deutschen Jagdrecht wird eine Person als Jäger bezeichnet, die durch nachhaltiges Bejagen, weidgerechtes Erlegen (Töten) von Wild zum Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestands beiträgt. Damit verbunden ist die gleichzeitige Pflicht des Jägers zur Hege, also der Pflege und Bewahrung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, soweit diese das Jagdrecht bestimmt."
(Quelle: Wikipedia)

@Carazon: Du schreibst es nicht richtig. Ein Pächter hat nänlich KEIN Recht auf Ertrag. Er hat lediglich das Recht der VERWERTUNG des Ertrags (Sofern dann Ertrag vorliegt).
Aber darum geht es mir auch nicht. Ich möchte nur eingehen auf das so oft scheinheilige Getue der Jägerschaft hinweisen. Sonst wird nämlich immer nur behauptet, dass sie gemäß Ihrer Aufgaben den Tierbestand sichern wollen. Hier zeigt sich, dass es jedoch nur um das Ausleben von Gewaltphantasien (das Erlegen) oder um´s Geld geht. Als Naturschützer sollte er doch froh sein, dass er hier nicht eingreifen muss.

@Ulli1985. Nun. Mord ist es nicht. Ein Jäger hat schon sinnvolle Aufgaben. Ohne Jäger würden wir ganz schön dumm kucken. Vor kurzem gab es einige Berichte über Wildschweine, die Dörfer und Städte befallen. Wo zuviel ist, soll der Jäger ja eingreifen. Aber wo das nicht notwendig ist, soll er bitte die Flinte im Schrank lassen.

@Illiana. Du schreibst es in deinem letzten Satz selber: Dann hat er wenn er Pech hat, nur Kosten und sonst nichts.
Es ist halt "PECH" und kein Vertragsauflösegrund.

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