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Parteitagsbeschluss: CDU will Atomausstieg rückgängig machen

Klimaschutz ist in Zukunft eines der Kernziele der Unionspolitik, so ein Parteitagsbeschluss der CDU in Stuttgart. Doch das Papier zum Klimaschutz birgt große Brisanz, denn die CDU hat damit gleichzeitig beschlossen, bei einem Sieg bei der Bundestagswahl, den Atomausstieg rückgängig zu machen.

Unter dem früheren Kanzler Gerhard Schröder hatte die damalige Rot-Grüne Regierung den Atomausstieg im Jahr 2000 beschlossen. Damals gab es schon Kritik aus Unionskreisen, aber in der Schwarz-Roten Regierungszeit wurde das Thema auf Grund der Sprengkraft ausgelassen.

Ein Vorstoß in dieser Richtung durch die CDU hätte das Ende der Regierungskoalition bedeuten können. Somit ist das Thema "Festhalten am Atomausstieg, ja oder nein?" jetzt schon zu einem zentralen Reizthema im kommenden Wahljahr erhoben worden.


WebReporter: Maik23
Rubrik:   Politik
Schlagworte: CDU, Partei, Parteitag, Atomausstieg
Quelle: www.schlaunews.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.12.2008 14:49 Uhr von Maik23
 
+0 | -0
 
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Eigentlich kann man nur sagen, ohne Worte. Wenn die das schon die ganze Zeit sowieso wollten hätten die das gleich auf den Tisch bringen sollen. Dann wäre die Merkel als Kanzlerin genauso schnell Geschichte gewesen, wie sie es verdient hätte... Ich hoffe die Wähler werden für diese Verlogenheit in Sachen Atomausstieg im kommenden Jahr der CDU die Quittung präsentieren.
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02.12.2008 15:31 Uhr von Ulli1958
 
+9 | -14
 
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Gute Entscheidung! Atomstrom ist umweltfreundlicher als z.B. Kohlekraftwerke. Gegen den Klimawandel kann eine immer weiter wachsende Menschheit nur damit wirksam etwas tun.
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02.12.2008 15:37 Uhr von thejack86
 
+8 | -12
 
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Wo muss ich unterschreiben? Ich halte Atomausstieg für die Umwelt ist ja mal die Pure Ironie. Dank AKw konnten mehrere Kohlekraftwerke stillgelegt werden und somit der CO2 Ausstoß reduziert werden!

Für mich sah das eh aus wie von Rot/Grün die Wähler von den grünen abzufangen mehr nicht.

Verlogenheit und Politik sind für mich nicht weit auseinander.
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02.12.2008 15:40 Uhr von usambara
 
+14 | -5
 
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Schwachsinn auf eine Energie zu setzen, deren Vorräte in den nächsten
Jahrzehnten zur Neige gehen.
Bedenkt man Transport, Endlagerung, Rückbau der Kraftwerke
ist dieser subventionierte Strom alles andere als billig.
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02.12.2008 15:50 Uhr von thejack86
 
+2 | -11
 
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Hee? "Schwachsinn... auf eine Energie zu setzen, deren Vorräte in den nächsten
Jahrzehnten zur Neige gehen"

Kohle gibt es ja auch noch viel zu viel?
und wer sagt das Endlagerung ein riesen Problem ist?
und wer sagt das billig = gut ist?
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02.12.2008 15:52 Uhr von fescue
 
+4 | -4
 
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im ausland so lange im ausland, vorallem im osten akws stehen, macht ihr euch sorgen um die par deutschen akws?
ich hab 100mal mehr vertrauen in unsere deutschen..
auf akws zu verzichten wäre blödsinn.
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02.12.2008 15:55 Uhr von RockRebell
 
+11 | -3
 
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Lasst uns noch mehr AKW bauen und die Laufzeiten verlängern.
Um den Müll, der entsteht, können sich ja unsere Kinder kümmern, Hauptsache, wir brauchen uns keine Gedanken über unseren Strom zu machen oder womöglich noch darüber, dass es ausreichend ERNEUERBARE Energie gibt, die noch dazu keinen "Abfall" produziert.

Wozu auch? Den nächsten Generationen wird bestimmt was dazu einfallen, und wenn nicht - scheiss drauf, ist doch deren Problem.

@Autor: Ich hoffe, die Menschen in Deutschland merke(l)n noch genug, um diesen Wahnsinn NICHT zuzulassen.
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02.12.2008 15:57 Uhr von usambara
 
+4 | -2
 
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@fescue: nun, ob in Biblis (Frankfurt) oder Nowosibirsk (Sibirien) ein AKW
explodiert, das ist schon ein Unterschied! (Besiedlungsdichte)
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02.12.2008 16:02 Uhr von JCR
 
+6 | -2
 
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@ thejack: Steinkohle gibt´s vorerst noch genug, für etwa 400 Jahre.

Die bekannten und vermuteten Uranvorkommen dieser Erde sind noch für etwa 60 Jahre zu gebrauchen (vorausgesetzt, dass die Zahl der Atommeiler nicht steigt), allerdings ist fraglich, ob sich der Abbau auch nur für 40 Jahre lohnen wird. Die geringe Konzentration an Uran macht die Extraktion ziemlich unrentabel. Neue AKW´s zu bauen, macht mittelfristig überhaupt keinen Sinn. Abgesehen davon ist die Kernkraft nicht einmal annähernd in der Lage, die fossilen Brennstoffe zu ersetzen. Dazu müsste man die Bundesrepublik flächendeckend mit Kraftwerken zupflastern, die allesamt mit einem sehr begrenzten Rohstoff betrieben werden....
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02.12.2008 16:05 Uhr von ramotzkie
 
+2 | -4
 
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direkt an der deutschen grenze: stehen im osten, wie im westen akw.

wieso sollten wir weiterhin für mehrere milliarden euro strom aus frankreich importieren, obwohl wir gute akw in deutschland haben? wieso sollten wir auf den export einer technik verzichten, die wir deutschen mit abstand am besten beherrschen?
wieso sollten wir auf teurere und umweltschädlichere kohlekraftwerke zurückgreifen, nur weil ein paar grüne und spd politiker keine lust haben die akw ein paar jahre länger laufen zu lassen.

ob ein akw an der deutsch-tschechischen grenze oder in hessen in die luft geht dürfte jawohl egal sein. Unsere akw sind wesentlich sicherer als die anderen
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02.12.2008 16:06 Uhr von ramotzkie
 
+3 | -2
 
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@jcr: die akw´s die man momentan hat, kann man aber locker noch ein paar jahre länger laufen lassen

heißt ja nicht, dass man gleiche neue akw´s bauen muss
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02.12.2008 16:33 Uhr von inept_aider
 
+3 | -1
 
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Kann jawohl nicht wahr sein. Atomenergie und Umweltschutz passt nicht zusammen!
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02.12.2008 16:34 Uhr von heinolds
 
+4 | -1
 
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erst: mal müssen die Atomlobbyisten in demokratischen Wahlen die Mehrheiten für diesen Wahnsinn finden.

1. Energie wird durch Atomstrom nicht biliger. Oder waren die Stromrechnungen früher etwa billiger?

2. Nach dem beinahe Supergau im schwedischen Forsmark (ebenfalls angeblich die sichersten AKW der Welt) zählt das Argument für unfallsichere AKW in Deutschland nicht mehr, da hier die gleiche AKW Technik zum Einsatz kommt. (Siehe auch Ghettysburg, USA)

3. Das ungelöste Problem der Endlagerung

4. Enorme Kosten für Transporte quer durch Deutschland

5. Klimaschutz schön und gut, aber unser "Klima" hier unten in den Städten wird auch für ein paar Jährchen erheblich geschädigt, wenn hier mal Radioaktivität austreten sollte.
Entweder nach einem Reaktorunfall oder bei einem Castortransport. Außerdem ist es ein Märchen der Lobby, denn die Wiederaufbereitung von Brennstäben ist sehr wohl CO2 intensiv.

6. Von längeren Laufzeiten profitieren nur und ausschließlich die Atomlobbyisten EON, ENBW, Vattenfall, RWE und Co. Für den Kunden wird Energie generell nicht billiger, sondern immer teurer.

Laßt Euch doch bitte nicht für Dumm verkaufen mit Kosten oder Klima Scheinargumenten.

http://www.utopia.de/...

http://www.greenpeace.de/...

http://umweltinstitut.org/...

http://www.elstatconsultant.nl/

http://www.bund.net/...
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02.12.2008 16:36 Uhr von JCR
 
+2 | -1
 
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@ ramotzki: Eben. Aber lange Zeit hat die Regierung die Probleme mehr oder weniger ignoriert, aus politischen Gründen wurde die Kernkraft zum heiligen Gral der Energiegewinnung stilisiert.

Die Ausstiegsdebatte ist insofern wichtig, als dass noch immer kein vernünftiges Endlagerkonzept zur Verfügung steht.
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02.12.2008 18:43 Uhr von xposer
 
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Ohne mich auf eine Seite schlagen zu wollen, aber anscheinend stehen wir Deutschen bei dem Atomausstieg allein da. Woher kommt die Gewissheit? Oder haben wir Deutschen immer Recht mit allem? Die Geschichte hat dort viele Gegenbeispiele parat.

Von beiden Seiten hört man nur noch Propaganda-ähnliches Geschwafel. Fakt ist, dass wenn wir aussteigen, ist die Gefahr eines Unfalls nicht automatisch gebannt. Es sind rund um Deutschland so viele neue Atomkraftwerke geplant, da ist der deutsche Ausstieg eher ein Witz.

Es wird auf jedenfall sehr schwer werden alle anderen vom Ausstieg zu überzeugen, nur alles andere ist Augenwischerei, das sollte auch jedem Aktivisten klar werden.

Ein anderer Punkt, welchen ich noch viel wichtiger finde, ist die Forschung. Auch wenn Deutschland in der Atomforschung eher ein sehr kleines Licht ist, so hat es bewiesen, dass es sichere Atomkraftwerke bauen kann (im Gegensatz zu anderen Staaten in deutscher Nähe).

Es gibt super viele Ansätze Energie aus Atomkraft zu gewinnen, wir kennen nur einen Bruchteil. Man sollte nicht alles immer gleich verteufeln, ohne zu wissen wie es vllt. auch sicherer geht. Forschung in Richtung Atomkraft ohne laufende Reaktoren ist unmöglich.

Ich bin gespannt auf den Belojarsk 4 in Russland. 2012 soll er in Betrieb gehen. Wenn alles gut geht wäre das der erste geschlossene Brennstoffkreislauf der Welt. Die Frage nach Endlichkeit von Uran wäre damit auf jedenfall vom Tisch. Aber wenn ich ehrlich bin, bin ich froh das das Ding am Ural steht und nicht bei mir vor der Haustür. ;)

Unterm Strich fordere ich nicht die sofortige Abkehr vom Atomstrom, aber eine internationale Forschung unter strenger Aufsicht und keine Alleingänge - das ist kein nationales Problem sondern international...
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03.12.2008 11:21 Uhr von phil_85
 
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Hmmm: explodierende AKWs? Wann ist JEMALS ein AKW explodiert?! NIEMALS!

Es ist genau einmal eine Reaktorschmelze aufgetreten (übrigens im doch auch recht weit entfernten Tschernobyl). Diese Schmelze trat auf, da die Verantwortlichen NICHT abgeschaltet haben OBWOHL sie genau WUSSTEN dass die Kernschmelze bevorsteht.


AKWs sind die sauberste und sinnvollste Übergangsenergie, bis wir auf Fusionskraft und erneuerbare Energien in groß genügendem Maße zurückgreifen können.

Übrigens ist die Kohle besonders in Deutschland so stark subventioniert (genauso wie die erneuerbaren Energiequellen), dass sie deutlich teurer sind als der Atomstrom. Ein guter Teil der Preiserhöhungen beim Strom ist nicht nur auf den Ölpreis zurückzuführen (wir gewinnen gerademal 10% unseres Stromes etwa aus Öl). Sondern aus den steigenden und unheimlich stark subventionierten regenerativen Energien (Stichwort: Einspeisevergütung. Wobei dies hier zusätzlich zur staatlichen Subvention kommt).

Die 60 Jahre Uran liest man auch schon seit einigen Jahrzehnten...
Übrigens gibt es Berechnungen denenzufolge das Erdöl bereits in 40 Jahren aufgebraucht ist...und Erdöl brauchen wir für viel mehr als nur Energie! (z.B. Plastik und auch Medikamente!)

Kohle als Energiequelle zu nutzen ist Müll. Vorallem neue Kraftwerke zu bauen. Schön, ihr macht euch Sorgen über den Atommüll in 1000 Jahren? Wieso macht ihr euch keine Sorgen darüber, dass in spätestens 500 Jahren die Erde zerstört ist aufgrund des enormen CO2-Ausstoßes durch die ganze Kohle?

Kurz zu den AKWs: Es gibt Technologien mit denen man unterkritische (d.h. eine Kernschmelze ist physikalisch unmöglich, außer man schmeißt ne H-Bombe drauf...) Reaktoren bauen kann, dessen Abfall quasi nicht strahlt.
Wenn man was von "Vorfällen" hört die schlimmer sind als "ach du kacke, die Klimaanlage war 2°C zu heiß eingestellt" (etwas überspitzt dargestellt), dann passieren diese in Reaktoren der vorvorletzten Generation. Und in unserem Umland stehen noch weitaus mehr ältere...übrigens, wenn wir aus der AK echt aussteigen, kaufen wir nen guten Teil unseres Stroms z.B. aus Frankreich (dort sind über 90% aus AKWs).

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