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Marco W. hat wieder seinen ersten Anwalt

Das Anwaltskarussell im Fall des in der Türkei angeklagten und dort acht Monate inhaftierten 18-jährigen Uelzeners Marco W. dreht sich weiter. Letzte Woche waren beide deutschen Anwälte zurückgetreten, weil es Unstimmigkeiten um Marcos Buchveröffentlichung gab (SN berichtete).

Jetzt wird Marco von deutscher Seite wieder durch den Uelzener Rechtsanwalt Jürgen Schmidt vertreten. Dieser hatte das Mandat schon einmal, war aber im August letzten Jahres zurückgetreten (SN berichtete).

Schmidt setzt nach eigenen Angaben wieder auf mediale Zurückhaltung und kann die Mandatsniederlegungen seiner beiden Hannoveraner Kollegen Matthias Waldraff und Michael Nagel wegen Marcos Buchveröffentlichung nicht nachvollziehen und glaubt nicht an daraus resultierende negative Folgen auf den Prozess.


WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Anwalt
Quelle: www.az-online.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.12.2008 10:27 Uhr von Kamimaze
 
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Also, irgendwie komm ich nicht mehr ganz mit, mir ist nie aufgefallen, dass sich Nagel und Waldraff überzogen medial profiliert hätten und Medienaufmerksamkeit hat ja Marco mit der Buchveröffentlichung selbst ausgelöst.
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02.12.2008 10:33 Uhr von xeriox
 
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hmm: der soll doch doch einfach warten bis seine Verhandlungen vorbei sind , dann kann er so viele Bücher ver. wie er will!
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02.12.2008 10:47 Uhr von Noseman
 
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@xeriox: Solange seine Verhandlungen laufen, fällt auf ihm aber der Verdacht, dass er ein übler Sexgangster ist.

Weiss nicht wie es Dir mit 17/!8 ergangen wäre,; ich hätteein Trauma gekriegt bis ans Lebensende, fühlte mich beobachtet und deswegen versucht, diesen Zustand schnellstmöglich zu beenden.

Marco kann nix dazu, dass die Prozesse ewig aufgeschoben werden.Solange das aber der Fall ist, steht er als Oberarsch da. Leider wahrscheinlich auch nach Abschluß der Verhandlungen.
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02.12.2008 10:59 Uhr von Tleining
 
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@ Noseman: also ich habe ihn nicht als "üblen Sexgangster" angesehen, und vielen in D geht es ähnlich. Aber nach der Veröffentlichung von diesem Buch weiß ich nicht mehr, was ich von ihm halten soll. Ein Buch zu schreiben, die ganzen Erlebnisse dadurch zu verarbeiten ist eine gute Idee, dieses aber zu veröffentlichen, bevor das Verfahren beendet ist, sorry, aber das ist schlicht und einfach dämlich. Wer weiß, was die gegnerischen Anwälte ihm da für Stricke draus drehen.
Das Buch jetzt veröffentlichen, während er noch groß in den Medien vertreten ist, sieht stark nach Geldmacherei aus. Und wenn er die 13 jährige wirklich im ganzen Buch so darstellt, wie in den wenigen Auszügen die ich bisher gelesen habe, egal ob schuldig oder unschuldig, ist er einfach nur ein Arschloch.
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02.12.2008 11:05 Uhr von Noseman
 
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Türlich ist es dämlich: Abner der Bengel ist erst 18 und hat eine Menge Druck auf seinen Schultern lasten.

Ich hätts auch nicht gemacht; aber ich bin doppelt so alt.

Ich willdoch bloss der Thesewidersprechen, das Marco das aus Berechnung getan hat. Das war ganz sicher nicht so.
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02.12.2008 11:15 Uhr von idomsa
 
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Eben weil: der Prozess noch nicht beendet ist, falls er je beendet wird, steht der Bub doch noch in den (Print)Medien. Der perfekte Zeitpunkt um ein Buch zu vermarkten. So weit ich mich erinnere, waren oder sind seine Eltern ja fast pleite wegen der Prozesskosten, etc.. Also muss Kohle ins Haus. Hoffentlich verkauft sich der Schmöker verdammt gut, damit die Finanzen bald wieder stimmen. Auf finanzielle Hilfe vom Staat kann er ja nicht hoffen, da die Merkel alle Hände voll zu tun hat, um die Grossbanken zu retten und nebenbei noch den Winterschlussverkauf der gesamten BRD vorbereiten muss.

Und so ganz nebenbei rollt die Empörungswelle bei den lieben Nachbarn an. Allen voran die Hidleryet oder so. Ist doch alles gut für´s Geschäft. ;-)

http://www.shortnews.de/...
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02.12.2008 11:48 Uhr von DieterKuhn
 
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@Tleining: Sorry, aber Mitleid mit dieser 13jährigen Dame ist ja wohl wirklich fehl am Platz, oder?
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02.12.2008 11:49 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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Ich frage mich nur: warum die Anwälte dann immer gleich abhauen?!
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02.12.2008 12:30 Uhr von bigpapa
 
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mal unbeliebt machen :): aber sorry, mir kommt diese ganze Marco Geschichte immer kommischer vor.

Und bei mir tritt genau das ein, was diese Anwälte bei den türkischen Richtern vermuten. Ich zweifele ernsthaft die glaubwürdigkeit von Marco an.

In meinen Augen kann JEDER mal in so ein Mist kommen. Und das man dann die Medien auf den Hals hat, kann ein im schlimmsten Fall auch passieren. Aber dann würde ich an seiner Stelle alles versuchen den Ball so flach wie möglich zu halten. Und was macht er. ? Er schreibt ein Buch (ich würde eh auf ein Ghostwriter tippen), und das bevor der Prozess überhaupt stattfindet.

Wieso glaubt eigendlich jeder das das Mädchen lügt. ?
In meinen Augen sollte ein Gericht das rausfinden, und das ohne Druck durch die Medien. Aber vielleicht ist es auch seine Taktik sich mal wieder ins gerede zu bringen. Jetzt wo es bald zum Prozess kommt. Ich weiss es nicht.

Nur in meinen Augen ist der ganze Fall mehr als suspekt.

Gruß

BIGPAPA
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02.12.2008 18:45 Uhr von uhlenkoeper
 
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@bigpapa: Wer jetzt die Glaubwürdigkeit von Marco anzweifelt, der sollte mal genau die veröffentlichten Vorabauszüge lesen. Denn die unterscheiden sich nicht von dem, was Marco schon immer zu der ganzen Geschichte gesagt hatte. Auch, wenn er sich damit z.T. selbst belastet hat (z.B. indem er zugab, dass er "es gewollt" habe).

Hingegen wandelt sich die Version über den "Tathergang" bei dem angeblichen Opfer doch bedenklich im Laufe der Zeit. Von einem "da war nichts gegen meinen Willen" beim Gynäkologen am Tag nach dem Vorfall bis zu "er hat mich vergewaltigt" kam da alles vor. Sie verstrickt sich in Wiedersprüche, ihre Aussagen stimmen nicht mit denen der Mutter und der übrigen Zeugen (Schwester, Freundin, Freund der Schwester) überein usw. !

Schau mal in den Spiegel-Artikel "Der Gefangene von Antalya" vom November letzten Jahres. Da geht Dir dann schon ein kleiner Christbaum auf : http://wissen.spiegel.de/...


Auch ich halte den Zeitpunkt der Buchveröffentlichung für mehr als unglücklich gewählt. Allerdings muß man auch berücksichtigen, dass das Buch ursprünglich Mitte Dezember herauskommen sollte und sowohl die Anwälte als auch die Familie anscheinend fest davon ausging, dass am letzten Mittwoch aufgrund der letztendlich doch noch vorliegenden Antwort der Gerichtsmedizin aus Istanbul (die zu dem Ergebnis kommt, keinen Mißbrauch aufgrund der geringen Akten-/Beweislage erkennen zu können) ein Freispruch zu erwarten sei. Von einer weiteren Vertagung konnte niemand ausgehen.

An der Faktenlage hat sich also hinsichtlich des Belastungsmaterials nichts geändert. Marco ist inzwischen aufgrund der vorliegenden, öffentlich bekannten Aktenlage sogar eher "weniger" schuldig einzustufen als je zuvor. Die Beweislage stützt weitaus eher seine Version des Tatabends als die Charlottes.

Was ich erschreckend finde ist, dass die Bereitschaft, den Jungen für schuldig zu erachten, ihm nicht zu glauben, scheinbar darauf gründet, dass er das Buch herausgebracht hat. Was ich nicht nachvollziehen kann. Denn die Veröffentlichung des Buches macht ihn nicht zum Täter. Auch, wenn der Neidfaktor scheinbar unendlich ist.
Ist ein Opfer immer nur Opfer, wie er sich anstandslos prügeln läßt. Solange es sich nicht wehrt ? Was ist denn das für eine Logik ?

Allerdings ist uns dieses Phänomen auch im Fall Natascha Kampusch schon begegnet: solange sie verheult, verhuscht und schweigend in die Kameras geblinzelt hat, war sie das Opfer. Als sie aber anfing , (gegen Geld) zu reden, war sie plötzlich suspekt ?

Was mir persönlich suspekt ist ist vielmehr:
Charlottes Eltern hätten inzwischen längst eine Einstweilige Verfügung beantragen können, die die Auslieferung des Buches (wenigstens bis nach dem Urteil) erwirkt. Grund: Schutz des minderjährigen Opfers. So etwas ist nicht selten hierzulande. Immerhin wurde ja auch über die Inhalte der Verhandlungstage ein Veröffentlichungsverbot verhängt.
Aber das haben sie nicht getan. Warum ?
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02.12.2008 19:02 Uhr von uhlenkoeper
 
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Sorry: Fehlerteufel: Sollte natürlich heißen: "eine einstweilige Verfügung beantragen können, die die Auslieferung des Buches verhindert."

Sorry .

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