01.12.08 19:11 Uhr
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Veränderte Genkopienzahlen könnten Leukämierückfälle begünstigen

Forscher um James Downing und Charles Mullighan (St. Jude Children's Hospital, Memphis, USA) berichten in Science ihre Erkenntnisse zur lange offenen Frage des Wiederauftretens der Akuten Lymphoblastischen Leukämie (ALL) bei Kindern nach eigentlich erfolgreicher Behandlung.

Die Forscher werteten Gewebeproben von 61 rückfälligen ALL-Patienten aus und fanden bei 92 % Veränderungen in den Genkopienzahlen (CNAs) im Vergleich zu Proben der ursprünglichen Diagnose. Fünfzehn Gene mit geninaktivierendem Fehlen von DNA und zwei Gene mit zusätzlicher DNA wurden entdeckt.

Viele dieser Gene sind beteiligt an der Zellteilung und der Entwicklungskontrolle von Immunzellen, jedoch waren keine Gene für Medikamentresistenzen betroffen. Da es auch Fälle ohne CNAs gab, soll nun die Tauglichkeit der Ergebnisse zur Einschätzung des Rückfallrisikos überprüft werden.


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WebReporter: ophris
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Leukämie
Quelle: sciencenow.sciencemag.org

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.12.2008 19:07 Uhr von ophris
 
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Sehr umfangreiches Original zu einer sehr kompetetiv "beforschten" Thematik. Die Identifikation derartiger Gene wurde schon früher beschrieben, jedoch ist der patientenspezifische
Vorher- / Nachher-Vergleich neu. Ich denke, dass diese Analyseform zur
Charakterisierung vieler Schlüsselgene bei dieser und anderen
Krebsarten und zur gezielten Therapie (von mir aus Gentherapie)
nützlich sein kann.
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01.12.2008 20:32 Uhr von realNIrcser
 
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wollte mal etwas zur news sagen: danke für die news ophris, leider ein paar unklarheiten in der Formulierung (siehe 92 %).

Eine Frage zum Verständnis. Was ist gemeint mit "inaktives Fehlen von DNA"?

Nicht wirklich schlimm, aber etwas überraschend ist, dass du im 3. Absatz auf einmal "Medikament[en]resistenzen" erwähnst, aber im ersten Absatz (oder im 2. geht ja vielleicht auch noch) nie etwas davon genau erwähnt wurde. Behandlungen müssen nicht unbedingt mit Medikamenten durchgeführt werden. Aber ist ja auch nur erbsenzählerrei haha, also nicht übel nehmen^^ die restlichen Fehler sind glaube ich klar zu sehen.

Sonst gute news, weiter so! :)
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01.12.2008 20:46 Uhr von ophris
 
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@realINIrcser: vielen Dank für Deinen tollen Kommentar.

Die 92% tauchen in der Quelle nur einmal auf, der Vollständigkeit halber habe ich sie übernommen.

Mit "Gene inaktivierendem Fehlen von DNA" ist die Tatsache gemeint, dass das Weggfallen ganzer Abschnitte aus Genen diese inaktivieren kann (sog. Deletionsmutationen).

Die Gene für Medikamentresistenzen wurden auch im Original nur einmal, und das fast nebensächlich, erwähnt. Da dieser Punkt nicht weiter erläutert wurde, ich ihn aber interessant fand, habe ich ihn in die News augenommen.

Vielen Dank für Deine äusserst konstruktive Kritik.

LG,

ophris:-)
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01.12.2008 21:08 Uhr von realNIrcser
 
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"Mit "Gene inaktivierendem Fehlen von DNA" ist...": dann siehst du aber hoffentlich selber ein, dass du das so darstellen musst, dass das Fehlen der DNA eine inaktivierung verursacht. Ansonsten würde man denken, dass das Fehlen inaktiv ist, was ja kein Sinn macht, egal ob du das Wort als Gerundium schreibst, oder sehe ich das falsch?
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01.12.2008 21:29 Uhr von ophris
 
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@realNircser: ich denke die Korrektur ist so okay.

LG,

ophris
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01.12.2008 21:59 Uhr von realNIrcser
 
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hmm: wie gesagt, auch wenn du das in Gerundium (inaktivierenDEM) schreibst, wird das nicht wirklich was...

"Fünfzehn Gene mit geninaktivierendem Fehlen von DNA"
Anders ausgedrückt wäre das doch: 15 Gene inaktivieren genartiges Fehlen von DNA.

Da kann doch vom Sinn her etwas nicht stimmen, oder?

Es muss klar sein, dass die DNA inaktiv wird, nicht das Fehlen. Darf ich dir ein Vorschlag unterbreiten? sollst du ja nur überdenken und nicht gleich alles hin nehmen was ich dir sage, ok?

--> 15 Gene mit inaktivierter DNA
Alternativ:
--> 15 Gene, die durch das Fehlen von DNA-Stränge(n?) inaktiv wurden.

Ich hoffe mal der Alternativ-Vorschlag ist rechtschreibmäßig noch aushaltbar :))

Grund für ersten Vorschlag: dass das Fehlen die Ursache für inaktive DNA ist, ist eigentlich vollkommen unwichtig. Das finde ich auch viel leichter zu verdauen, da es hier lediglich darum geht, was herausgefunden wurde. Außerdem lässt deine Formulierung den Glauben zu, dass es hierbei um etwas schwer vorstellbares geht. Wenn wir das mal mit simplen Beispielen vergleichen, kann man glaube ich erkennen was ich meine:

"Es wurde von der renomierten Müll-Institution Bremen herausgefunden, dass im Auto der Motor und das Lenkrad nicht mehr funktioniert." Was ist das wichtigste am diesem Satz?
Richtig! Das Auto funktioniert nicht mehr.

omg, was für ein Beispiel...naja hoffe du verstehst jetzt was ich meine :)
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01.12.2008 22:09 Uhr von ophris
 
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@realNIrcser: das bleibt jezt so.

Im Original steht nichts von DNA-Strängen, das wären Einzelstranbrüche. Es geht um fehlende Information.

Vielen Dank für Deinen ausführlichen konstruktiven Kommentar.

LG,

ophris:-)

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