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Legale Heroinabgabe an Süchtige - Weltweites Medienecho auf Volksentscheid

Laut Schweizer Betäubungsmittelgesetz dürfen Süchtige im Rahmen einer Therapie weiterhin legal Heroin erhalten. Sämtliche Schweizer Kantone stimmten für die Weiterführung dieser Praxis. Dieser Schweizer Volksentscheid führte zu einem weltweiten Medienecho von London bis Jakarta.

Die britische "Times", die amerikanische "New York Times" oder die "Jakarta News" in Indien berichten über den Volksentscheid über den Umgang mit Heroinabhängigen in der Schweiz. Auch der Sinn der Maßnahme, die Reduktion der Beschaffungskriminalität, wird jeweils thematisiert.

Das Medienecho in Deutschland allerdings, so der Schweizer "Tagesspiegel", befasse sich deutlich mehr mit dem Verbot des Cannabis-Konsums. Darüber hatten die Schweizer ebenfalls entschieden. Der Heroin-Entscheid ermöglicht nun die Fortsetzung der Arbeit von 23 Heroinabgabestellen in der Schweiz.


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WebReporter: sarazen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Medium, Heroin
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.12.2008 13:04 Uhr von ***Dolly***
 
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01.12.2008 13:08 Uhr von Vladimir.Danilov
 
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@Dolly: ja, für den süchtigen ist im hinblick auf eine wiedereinführung in die gesellschaft sicherlicht nicht hilfreich, für alle anderen aber schon. wie in der news stand wird damit die beschafungskriminalität deutlich gesenkt, was wohl ein wahrer segen für alle nicht süchtigen ist.
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01.12.2008 13:11 Uhr von Haecceitas
 
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Zwiegespalten: Auf der einen Seite sehe ich durchaus was positives daran, da es, wie schon gesagt wurde, weniger Beschaffungskriminalität gibt und wohl auch andere "Begleiterscheinungen", wie zb Prostitution, verringert werden.

Auf der anderen Seite finde ich es nicht richtig. Mal abgesehen von den wohl wenigen Fällen, in denen jemand "angefixt" wurde, sind die Heroinsüchtigen selbst schuld, und dass sie sozusagen auf Staatskosten weiterhin mit ihrem "Stoff" versorgt werden, ist nicht richtig.

Bei uns gibt es, zumindest in kleineren Städten, keine solche Ausgabestelle, sondern wird von einem Arzt bekommen. Als ich 12 war, hatte der Arzt, unter dem ich wohnte, die Vertretung für den Kollegen, der eigentlich für die Methadonabgabe zuständig war - und ich hatte zwei Wochen lang jedesmal Panik, wenn ich das Haus verlassen oder wieder betreten sollte.
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01.12.2008 14:49 Uhr von Stalker_CH
 
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beschissen: Die Süchtigen können nicht selber raus, das sehe ich ein, aber warum muss man denen Heroin geben? Es gibt auch bspw. Methadon, das muss man aber konsequent einsetzen und die Dosis wirklich vermindern. Am Besten wäre wohl eine Therapie in einer geschlossenen Anstalt.
Ist ja wohl auch bescheuert das meine Mitbürger gegen die Hanfinitiative waren, aber für diese Initiative. Es ist doch meine Entscheidung ob ich kiffe oder net? Ist ja beim Alkohol genau so und es sterben x-mal mehr Menschen wegen Alkohol. Ich verstehs echt net.
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01.12.2008 15:08 Uhr von NetCrack
 
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Heroin wird abgegeben aber Cannabiskonsum bleibt weiter illegal? Erscheint mir nicht ganz logisch, ehrlich gesagt.
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01.12.2008 15:08 Uhr von ***Dolly***
 
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ich glaub du unterschätzt die wirkung von heroin ein wenig.

Der einmalige Kontakt miti Heroin kann dich schon in die totale abhängigkeit bringen! Um da raus zu kommen, benötigst du schon verdammt viel Hilfe...

Und man kann Heroin in keinster weise mit Canabis vergleichen
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01.12.2008 15:11 Uhr von C-Flip
 
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aaaalso: bei der Heroinabgabe an Süchtige geht es weniger um die Beschaffungskriminalität. Sondern vielmehr um die Tatsache, dass Methadon zwar als Ersatzstoff legal (auf Rezept) ist, aber wahrscheinlich nicht weniger oder sogar schädlicher sein kann als sauberes Heroin. Daher auch sinnvoller.
Diese Abgabestellen wurden auch schon in Deutschland getestet. Soweit ich weiß in Frankfurt und Hamburg.
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01.12.2008 15:25 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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Methadon und Heroin: reines Heroin schadet dem Körper nicht, macht eben nur verdammt abhängig.
Strassenheroin wird mit Giftstoffen gestreckt von dem die Junkies kaputt gehen.

Es ist aber nicht so das die Leute die eine Methadontherapie gemacht haben danach nicht mehr wissen wie Heroin wirkt.
Darum gibt es auch nach mehreren Jahren immernoch Rückfälle.

Und die geschehen meist auf der Strasse weil öffentlich gefixt wird. Soetwas wird bei kontrollierter abgabe und kontrolliertem fixen sehr gut eingedämmt.

Es gab mal eine sehr gute Reportage zu Heroin auf rezept.
Da wurden auch sehr schön die Meinungen der Aussenstehenden eingefangen, die Heroinabhängige mit Schwerverbrechern gleichgesetzt haben.
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01.12.2008 15:41 Uhr von reber
 
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Heroinabgabe: Heroin wird auch in Zukunft an süchtige abgegeben, nachdem in Zürich damit grosse Erfolge verbucht worden sind. Heroin wird aber nur an Leute abgegeben, die in einem Suchtprogramm sind, und nicht an irgendwelche Leute wie es in einzelnen Kommentaren zu verstehen war,
Bezüglich der "Cannabis-Initiative", sollte man das nicht mit der Heroinabgabe vergleichen, da es bei der "Cannabis-Initiative" um den legalen Konsim geht, geht es bei der Heroinabgabe darum, die vielen Süchtigen von der Strasse runterzuholen, die Beschaffungskriminalität zu senken, sowie viele Infektionskrankheiten (z.B. HIV, wenn auch keine Krankheit) der Süchtigen zu bekämpfen. Ich persönlich bin für die Heroinabgabe, da es das Leben vieler SAüchtigen und nicht Süchtigen erheblich aufbessert.
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01.12.2008 15:45 Uhr von Stalker_CH
 
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@Kuh: Ich möchte die Menschen auch nicht irgendwie angreifen, oft, sehr oft können sie wirklich nichts dafür, viele der abhängige sind auch soziale Wracks und sehen das als einzigen Weg es zu ertragen. Auch deine Aussage gefällt mir, das sind keine Kriminelle, das werden sie erst wenn sie leute verletzen um an ihren Stoff zu bekommen. Offenbar denken viele Schweizer auch so, das sie nichts dafür können, das sie ´unschuldig´ sind. Aber das man Kiffer als Verbrecher ist ja wohl in Ordnung... dann sollen sie aber auch verdammt nochmal Alkohol verbieten!
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01.12.2008 15:46 Uhr von Stalker_CH
 
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@reber: Wie stehst du zur Hanfinitiative? Meiner Meinung nach sollte man selber entscheiden können.. kann man bei Alkohol ja auch.. solang man natürlich keine anderen gefährdet sehe ich kein Problem.
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01.12.2008 16:12 Uhr von Antipas
 
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abgabe: der sinn der abgabe ist ja das die junkies saubere nadeln und geprüftes heroin erhalten, so bekoommen sie keine krankheiten und die gefahr auf eine überdosis ist weg!
ps:schade das mit dem canabis... :P
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01.12.2008 16:15 Uhr von lkmkl
 
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@stalker: Ich glaube viele haben einfach Angst, dass die Schweiz ein Land für "Drogentouristen" werden würde. Den Verkauf hätte man vielelicht weglassen sollen, dafür auf Konsum, Anbau udn Besitz beschränken....
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01.12.2008 17:53 Uhr von dyonisos75
 
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zum thema heroin: nur mal so; ein gramm kostet in der herstellung 1,60euro wird um das 10fache gestreckt und für bis zu 100euro/g verkauft.der gewinn geht an die mafia!!! der anteil von heroinsüchtigen hat sich auch nach 80jahren verbot und "aufklärung"nicht verkleinert-im gegenteil!
selbst strickte gegner einer freien abgabe werden zu befürwortern der selben wennihr eigenes kind süchtig geworden ist und sie so den ganzen schrecken der beschaffungskriminalität am "eigenen laib"spüren.
wer probleme mit heroin hat sollte sich nicht verstecken müssen sondern hilfe bekommen wie jeder andere auch
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01.12.2008 17:55 Uhr von lie
 
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kann mir das jemand erklären? da kann jeder hanswurst hin und kriegt dann seinen stoff oder ist das in kooperation mit drogenberatungsstellen oder so ?
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01.12.2008 18:21 Uhr von reber
 
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@Stalker_CH: Ich bin grundsätzlich gegen die Legalisierung von Cannabis, auch wenn ein Verbot rein gar nichts bringt, aber Cannabis ist nicht zu unterschätzen, also alles in allem ist es mir gleichgültig, da egal wie entschieden wurde es ändert sich (fast) nichts...
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01.12.2008 18:24 Uhr von reber
 
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@lie: sry fürs doppelposten, aber es wird nicht einfach an jeden abgegeben, soviel ich weiss nur an die, die in einem Drogenprogramm sind, ich bin mir nicht sicher aber die "Junkies" müssen glaub ich sogar für den Stoff zahlen.
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01.12.2008 19:14 Uhr von Stalker_CH
 
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@reber: genau, die 600´000 Schweizer die regelmässig kiffen werdens weiterhin tun, aber mit dem Wissen das man dafür bestraft wird.
Ich kenne die Wirkung von Cannabis und Alkohol und muss sagen, die Wirkung sind anders, aber im Endeffekt das gleiche. Man ist nicht mehr zurechnungsfähig. Also wieso verbietet man Hanf, erlaubt aber 16 jährigen sich Alkohol zu kaufen? Macht doch keinen Sinn..
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02.12.2008 00:34 Uhr von radiojohn
 
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@Stalker_CH: 600´000?
Stimmt die Zahl? Das würde ja dann bedeuten, das etwa zehn Prozent der Schweizer Kiffer sind!
Donnerwetter, ich hätte nicht gedacht, dass das so viele sind.

@Autor
Jakarta ist die Hauptstadt von Indonesien, und die "Jakarta Post" (nicht etwa "Jakarta NEWS", wie auch fälschlicherweise vom "Tagesanzeiger" geschrieben wird) ist die führende englischsprachige Tageszeitung von Indonesien.

mfg - r.j.
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02.12.2008 07:05 Uhr von hujiko-san
 
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Mhmm @radiojohn
In Deutschland sind es auch so um die 3 Millionen... zwar ein deutlich geringerer Prozentsatz, aber ich glaube in den 3 Millionen sind nur diejenigen enthalten, die in einem überschaubaren Zeitrahmen vor der Befragung konsumiert haben. Auch schätzt die Fachwelt die Dunkelziffer in D als ziemlich hoch ein.

@reber
Es gibt aber auch eine Menge guter Gründe für eine Legalisierung von Cannabis. Allein schon der Umstand, dass Selbiges meist im Umfeld mafiöser Strukturen erworben wird, wo weitaus gefährlichere Substanzen kursieren, und die Dealer ein immenses wirtschaftliches Interesse daran haben, ihr Klientel auf Jene "anzufixen". Auch gibt es viele weitere gute Gründe, welche ich nicht schon wieder im Einzelnen anführen möchte. Fakt ist, dass mit der gegenwärtigen Repressionspolitik dieses Problem einfach nicht in den Griff bekommbar ist. Die steigende Konsumentenzahl spricht für sich, vor allem im direkten Vergleich NL - D. Wenn ich Jugendliche in meinem Umfeld beobachte, wird mir Angst und Bange, wenn alles beim Alten bleibt. *seufz* Mittlerweile drängt sich mir der Eindruck auf, Cannabis wäre für Minderjährige schon beinahe verfügbarer als Alkoholika. Ist natürlich ein subjektives Bild, was ich da habe.

Eine wirklich informative Seite zum Thema: http://www.cannabislegal.de
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02.12.2008 11:48 Uhr von reber
 
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Geht es um Cannabis oder Heroin: Als ich den Artikel las, war ich der Meinung, dass es um die Heroinabgabe geht, aber wenn ihr lieber übers Kiffen schreiben wollt, ok.
Das sogenannte "Kiffer-Problem" kann man nicht loswerden, das Kiffen hat sich in unserer Gesellschaft nun mal halt etabliert...
So jetzt zu den Kommentaren:@ hujiko-san
Die Legalisierung des Kiffens würde, meiner Meinung nach, die Mafia-ähnlichen Beschaffungsstrukturen, nicht entfernen.

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