29.11.08 11:07 Uhr
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Medien in der Türkei kritisieren Marco W's Buch scharf

"Eingepfercht zwischen Mördern und Straßenräubern. (...) Eine Toilette ohne Spülung für 36 Mann. Und gleich neben mir spritzten sie sich Heroin oder berauschten sich am heimlich selbstgebrannten Schnaps", so beschreibt der heute 18-jährige Marco W. aus Uelzen seine Erlebnisse in türkischer Haft.

Doch diese Aussagen in Marcos Buch sorgen in türkischen Medien für Empörung. Eine Zeitung vergleicht es mit dem Film "Midnight Express", welcher ebenfalls die schlechten Zustände in türkischen Haftanstalten kritisiert und die Erlebnisse eines US-Amerikaners wiedergibt.

Ungehalten zeigen sich türkische Medien auch darüber, dass die "Bild"-Zeitung Auszüge aus Marcos Buch veröffentlicht. Das pikante daran: Der Springer-Verlag ist mit dem türkischen Dogan-Konzern verbunden, welcher die "Hürriyet" herausgibt und dem auch der Fernsehsender "CNN Türk" gehört.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Türkei, Buch, Türke, Medium
Quelle: www.welt.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.11.2008 11:01 Uhr von Kamimaze
 
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.. und zugleich ändert auch die "Bild" heute ihre Serie, ursprünglich sollte heute kommen, wie Marco im Gefängnis ankommt, stattdessen, dass er jetzt eine Freundin hat...
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29.11.2008 11:23 Uhr von Pr00z3
 
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Es ist doch typisch. Das Buch zeigt ja auch,wie unfähig man in der Türkei ist.
Bzw,mit was für Mitteln sie da Verfahren führen.
Ich meine,es hat irgendwie die ganze Zeit an Beweisen gefehlt,aber lasst ihn ma schön in sonner "Gossenzelle" gammeln. Unmenschlich.

Und wie gesagt,wenn dann nachher die beiden Hauptbeteiligten sagen,dass da nichts war oder sie es gewollt hat oder was weiß ich,dann hat sich das Verfahren doch von alleine geklärt.

Die sollen sich nicht so aufregen. Das ist nur noch mehr Publicity für sein Buch. :D
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29.11.2008 11:23 Uhr von Noseman
 
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@ Solmi: Verrätst Du uns auch, warum?
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29.11.2008 11:24 Uhr von Dangermaus
 
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Tja da regt sich wer auf weil jemand anderes recht hat, was er da schreibt.
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29.11.2008 11:35 Uhr von uhlenkoeper
 
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Aufregung über ein Buch: das noch keiner gelesen hat ?
Ist ja süss ...
Zeigt aber einmal mehr nur, dass da mal wieder Boulevard-Schlagzeilen und mediale "Innenpolitik" auf dem Rücken eines Jugendlichen betrieben wird.

Warum warten nicht ALLE (auch die türkischen Medien) einfach mal ab, was darin steht. Marco W. ist nicht der erste, der seine Erlebnisse mit türkischen Knästen in einem Buch kritisiert. Und seine Erlebnisse decken sich "seltsamerweise" mit denen anderer ehemaliger Inhaftierter in der Türkei. Ich denke da z.B. an die Beschriebungen im Buch der Andrea Rohloff.
Wobei betont werden muß, dass solche Auswüchse aber durchaus anscheinend auch in deutschen Gefängnissen nicht unbekannt sind (man bedenke den Fall im Siegburger Knast mit dem erhängten Untersuchungshäftling).

Statt empört aufzujaulen, sich in der nationalen Ehre gekränkt zu fühlen, sollte mal lieber damit begonnen werden, an den Mißständen in diesen "Institutionen" zu arbeiten. Dort wie hier.
Stattdessen wird dieser Fall jetzt nicht nur zu einem "Gesinnungsgehetze" medialer Art zwischen zwei Ländern oder Konfessionen aufpoliert, sondern auch noch für den innenpolitischen Machtkampf zwischen Erdogan-Anhängern und -Gegnern. Über ihre Presseorgane.
Sorry, aber das geht gar nicht.

Der "Fall Marco" und sein Buch sollten weder für eine EU-Beitritts-Diskussion mißbraucht werden, noch für innenpolitische Scharmützel. Aber das scheint kaum jemand begreifen zu WOLLEN.


Gruß vom uhlenkoeper


P.S.: Hieß es nicht, nur getroffene Hunde jaulen ?
Die Hysterie rund um die Berichterstattung der Herzogin von York über türkische Waisenhäuser läuft ja nach einem ähnlichen Schema ab. Nur dass sich dort niemand traut, sich an einer Person aus dem europäischen Hochadel zu vergreifen. Bei einem kleinen Wicht aus der niederdeutschen Provinz sind da die Hemmschwellen schon weitaus niedriger.
Im Falle der Waisenhäuser scheint wenigstens endlich etwas Bewegung in die Sache zu kommen (wobei abzuwarten bleibt, inwiefern das nur "Vorzeigeprojekte" bleiben). Im Falle der türkischen Gefängnisse bewegt sich seit Jahren nichts !
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29.11.2008 11:35 Uhr von DerTuerke81
 
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News: soll er das schreiben ist doch ok
andere wie er werden so schnell kein petting mehr mit kindern in der Türkei machen

Türkischer knast ist kein 5 Sterne Hotel
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29.11.2008 11:37 Uhr von vostei
 
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Pikant - wohl wahr *g*: Springer schiebt sich da im Querpassspiel elegant den Ball zu - immer schön hin und her und....

Zum Buch:
http://www.sueddeutsche.de/...

Das Achte eines bislang kleinen relativ unbekannten Kinderbuchverlags...
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29.11.2008 12:10 Uhr von Really.Me
 
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@ sark: Jaja und dann kein Nokia Handy mehr, keinen BMW, nix mehr von Siemens, wir kaufen auch nicht mehr bei C&A...

Wünscht ihr euch nicht auch alle solche Gefängnisse in DE?
Wie oft lese ich hier deut. Gefängnisse sind wie Hotels. Doppelmoral hier in Deutschland ist an der Tagesordnung von Leuten die meinen sie haben eine Meinung aber sie ständig wieder ändern, je nachdem um wem es aus welchem Land geht.
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29.11.2008 12:21 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Really.Me: >>Wünscht ihr euch nicht auch alle solche Gefängnisse in DE?
Wie oft lese ich hier deut. Gefängnisse sind wie Hotels. Doppelmoral hier in Deutschland ist an der Tagesordnung von Leuten die meinen sie haben eine Meinung aber sie ständig wieder ändern, je nachdem um wem es aus welchem Land geht.<<


Nein, solche Gefängnisse wie sie in vielen Schilderungen ehemaliger Inhaftierter beschrieben werden, wünsche ich mir in Deutschland nicht. Wirklich nicht.
Zwischen Gefängnissen, die "kein Hotel" sein sollten und Zuständen wie in Antalya mit Essen, Matratzen & Bettdecken, Hygieneartikeln etc. , das man sich nur über Zwangseinzahlungen kaufen kann, besteht nun einmal auch ein himmelweiter Unterschied.

Übrigens denke ich, dass sich jeder, der meint, in Deutschland wären Knäste Luxushotels, mal an den Tagen-der-offenen-Tür, die es in vielen JVA´s hierzulande gibt, selbst ein Bild von den Anlagen machen sollte. Ich habe das letztes Jahr getan und da war von "Luxushotel" nun wirklich nicht viel zu spüren. "Jugendherbergscharme" trifft es eher.
Hingegen soll es in türkischen Gefängnissen durchaus "Luxuszellen" geben. Halt alles nur eine Frage, was man sich über das "Gefängniskonto" leisten kann. Und das wird nicht einmal von der türkischen Justiz bestritten, soweit ich weiß. Weil es ganz legal ist.
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29.11.2008 12:28 Uhr von Sir_Cumalot
 
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alles was mich interessiert: Ist der Anus von Marco nach dem Aufenthalt größer als vorher?
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29.11.2008 12:29 Uhr von Cosmopolitana
 
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@topnewsman & @DrTroy: "wenn die türken ihren stolz verletzt sehen, dann sollen sie doch einfach für humanitäre gefängnisse sorgen!"

"Anstatt sich darüber aufzuregen, sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen und die Zustände dort ändern!"

Womit? Mit Kabelfernsehen, Playstation spielen oder anderem Luxus? Wie wäre es mit einem riesen Flachbildschirm, frisch bezogenen Betten, einer kleinen Mini-Bar?

Das ist ein Knast und kein Luxus-Hotel wie hier in Deutschland, worüber sich auch hierzulande beschwert wird, dass es Gefängnisinsassen viel zu gut geht.
Nur weil da ein Deutscher in den Knast geht, bedeutet das nicht, dass ihm der selbe Luxus zugesteht, den er in Deutschland erleben würde. Er hat den selben "Luxus" erlebt, den jeder krimineller Türke in der Türkei auch bekommt.
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29.11.2008 12:33 Uhr von uhlenkoeper
 
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Anwaltskarussell: Nachdem Nagel und Waldraff die Brocken hingeschmissen haben, haben die Eltern von Marco jetzt wieder die Anwaltskanzlei Jürgen Schmidt, die Marco schon in den ersten Monaten vertreten hat, mit der Interessenwahrung beauftragt. http://www.welt.de/...

Marco hatte in den letzten Monaten 6 verschiedene Anwälte :

1. Jürgen Schmidt, Anwalt der Familie , Uelzen
2. Nikolaus Walther, Sozius in der gleichen Kanzlei ; diese wurden im August (?) 2007 durch die mediengewohnten Waldraff und Nagel ersetzt, als der Druck durch die Medien zu groß zu werden drohte. Zudem hatten Waldraff und Nagel Kontakte zu Anwaltssozietäten in der Türkei, die Schmidt/Walther nicht besaßen.

3.. Matthias Waldraff , Hannover, kann seinen Mandanten nicht vor dem türkischen Gericht vertreten ;
4. Michael Nagel , Hannover, kann ebenfalls seinen Mandanten nicht vor dem türkischen Gericht vertreten ;

5.. Ahmet Ersoy, Antalya, der von Beginn an sein Verteidiger war ;
6. Mehmet Iplikcioglu , Istanbul, der von Waldraff und Nagel als beratender Fachanwalt aus Istanbul Mitte letzten Jahres zum Fall hinzugezogen wurde ;

Nach Waldraff hat jetzt auch noch Nagel hingeschmissen. Nicht aus Zweifel an ihrem Mandanten, sondern weil der durch dritte Berater schlecht beraten wurde und Kontrakte abgeschlossen hat, die der anwaltlichen Strategie des "Stillschweigens bis zum Urteil" zuwiederlaufen. Auch wenn ich es nicht gutheiße, dass sie ihren Mandanten jetzt im Stich lassen, so ist ihre Haltung leider nachvollziehbar: Marco und seine Familie haben das Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Mandant unterlaufen, indem sie beide nicht über dieses Buch und seine Konsequenzen in Kenntnis setzten. Da ist schlicht das anwaltliche Verhältnis zerrüttet und so kann man als Anwalt nicht arbeiten. Entweder man hält sich an eine abgesprochene Linie, oder man arbeitet nicht zusammen.

Und jetzt wieder Schmidt/Walther ? Junge, ist das ein Chaos ...

Und ein weiterer, offener Hinweis darauf, dass es zwischen
der Familie Weiss und den hannoveraner Anwälten scheinbar schon länger heftig gekrieselt hat.

Sicher: stillhalten dürfte im Moment extrem schwer fallen, aber ich persönlich denke auch, dass die extreme mediale Öffentlichkeit kontraproduktiv ist.

Nicht gegen Jürgen Schmidt, aber ob der dem Mediengerassel standhalten kann ?
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29.11.2008 12:46 Uhr von Cosmopolitana
 
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@Minusse: Danke für die Minushunde!

Wie hieß es noch etwas weiter oben? Getroffene Hunde bellen? :o)))
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29.11.2008 12:59 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Cosmopolitana: Gaaaanz ruhig bleiben. Die Plus- und Minuszeichen einfach ignorieren hilft den Blutdruck im Lot halten. ;-))

Du schriebst oben :
>>Nur weil da ein Deutscher in den Knast geht, bedeutet das nicht, dass ihm der selbe Luxus zugesteht, den er in Deutschland erleben würde. Er hat den selben "Luxus" erlebt, den jeder krimineller Türke in der Türkei auch bekommt.<<

Damit hast Du ausgesprochen recht. Der Skandal ist nicht, dass es einen deutschen Jugendlichen trifft. Der Skandal sind die Zustände in den Gefängnissen. Egal, ob die Inhaftierten Deutsche, Türken, Aserbaidschaner, Georgier oder sonst einer Nationalität sind.

Die Zustände in den Knästen sind der Skandal. Also mach daraus bitte auch keine Nationaltitätenfrage der Inhaftierten. Auch wenn Jugendliche aus Deutschland vermutlich unter den Zuständen subjektiv betrachtet noch mehr leiden, als Menschen, die diese Zustände akzeptieren gelernt haben. Was sie aber nicht richtiger macht.

Also: nutzt dieses Buch doch dazu, die Zustände anzuprangern, an ihnen etwas zu ändern. Um ALL den Inhaftierten dort zu helfen, diese unwürdigen Zustände hinter sich zu lassen. Um ein Minimum an Menschenwürde zu gewähren.
Und fangt nicht damit an, mit dem (nationalen) Finger auf das Gegenüber zu zeigen und zu schimpfen "Bei Euch ist es doch auch nicht besser" oder "ihr wünscht Euch doch insgeheim auch solche Zustände".
Damit helft ihr den Menschen, die u.a. auch unschuldig dort auf ihren Prozeß warten, absolut nicht !!!

Ach ja: übrigens handelte es sich in Marcos Fall um ein Untersuchungsgefängnis und nicht um eine Justizvollzugsanstalt ! Er was als unschuldig bis zum Urteil zu geltender U-Häftling dort. Das sollte schon noch ein Unterschied sein, es sei denn, man betrachtet jeden U-Häftling immer schon als verurteilt, bevor noch ein Urteil gesprochen ist !
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29.11.2008 14:07 Uhr von Kamimaze
 
+4 | -1
 
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@ Cosmopolitana: "Er hat den selben "Luxus" erlebt, den jeder krimineller Türke in der Türkei auch bekommt."

Die Frage ist nur, ob Marco ein "Krimineller" ist? Auch nach 1½ hat es das Gericht nicht vermocht, ihn zu verurteilen, weil es dafür offenbar keine Beweise gibt.
Alle objektiven Indizien (med. Gutachten, Zeugenaussagen) sprechen für ihn, einzig belastend ist die mehrfach geänderte Aussage des angeblichen Opfers - nur genau dieses hat sich nicht getraut, diese Aussage auch vor Gericht zu wiederholen, Zeit wäre dafür in 7 oder 8 Verhandlungstagen mehr als genug gewesen.

Und genau HIER liegt der Kernpunkt der Kritik an der türkischen Justiz: Marco wurde bereits bestraft mit einer Freiheitsstrafe, die umgerechnet auf deutsche Bedingungen knapp 3 Jahre betragen würde - ohne, dass es dafür ein Urteil gab und gibt.
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29.11.2008 14:09 Uhr von Kamimaze
 
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..nach 1½ JAHREN muss es natürlich heißen... ;)
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29.11.2008 18:17 Uhr von tutnix
 
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@Pr00z3: beweise sind doch da, sperma auf dem mädchen heisst bei unter 14jährigen immer sexueller missbrauch und man glaubt es kaum, das ist sogar in deutschland strafbar.
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29.11.2008 19:41 Uhr von uhlenkoeper
 
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@tutnix: >>beweise sind doch da, sperma auf dem mädchen heisst bei unter 14jährigen immer sexueller missbrauch und man glaubt es kaum, das ist sogar in deutschland strafbar.<<

Nur schade (oder gottseidank), dass die Welt nicht so schwarz-weiß funktioniert, denn auch im türkischen Strafrecht gibt es den sog. Verbotsirrtum. Und der besagt ganz klar, dass Marco nicht zu bestrafen ist, wenn er nicht wußte, dass das Mädchen jünger als 15 (ist in der Türkei die Grenze) ist.

Und dem hat auch ein türkisches Gericht dann Rechnung zu tragen.

Ich weiß nur, dass ich selbst , als ich die Bilder des Mädels sah, ungläubig gezwinkert habe. Als 13jährige hätte ich die niemals eingestuft. Und ich bin immerhin eine kleine Latte älter als Marco und bilde mir ein, durchaus die "Kinder" unter den aufgebrezelten Teenie-Girls erkennen zu können. Aber ob das ein ziemlich unbedarftes Landei mit 17 Jahren hinbekommt, wage ich etwas zu bezweifeln.
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29.11.2008 20:44 Uhr von 102033
 
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Kindesmissbrauch um Buchautor zu werden? Das Buch ist der Beweis, das er es getan hat.

Vielleicht war es mit dem Mädchen abgesprochen, und sie werden sie die Millionen teilen.
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30.11.2008 01:05 Uhr von Pelle_Pelle
 
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verständlich was regt sich die türkei bitte so auf?
die sollten sich lieber mal an den eigenen ohren ziehen und sich gedanken machen was ihn ihren gefängnissen so abgeht..
und unter was für bedingungen dort gefangen ´´leben´´
wobei man das wohl eher hausen nennt..

der ganze prozess ist sowieso ne voll verarsche..
ewig wird alles vertagt.. dann kommen ewig die unterlagen net bei.. dann will sie net aussagen... usw usw
bin ja mal gespannt bis die türkei merkt das sie sich durch den prozessverlauf in eigene bein schiessen..

und dann wollen sie in die EU? Oo
+ans hirn lang+
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30.11.2008 09:37 Uhr von tutnix
 
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@uhlenkoeper: trotzdem bleibt es immer noch ein sexueller missbrauch von minderjährigen, ob mit oder ohne verbotsirrtum. wenn jemand zu blöd ist, nach dem alter zu fragen, gehört einfach bestraft. anders wäre es, wenn sie bewusst bei der frage nach dem alter gelogen hätte, nur darüber liegen keine informationen vor.
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30.11.2008 11:14 Uhr von uhlenkoeper
 
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@tutnix: Nein, bleibt es eben nicht. Ein sexueller Mißbrauch wäre es nur dann, wenn Marco das Alter des Mädchens bekannt gewesen wäre !

Schlagen wir doch mal das Stichwort "Verbotsirrtum" nach :
>>Fehlt dem Täter bei Begehung der Tat die Einsicht, Unrecht zu tun, so handelt er ohne Schuld, wenn er diesen Irrtum nicht vermeiden konnte. Konnte der Täter den Irrtum vermeiden, so kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 StGB gemildert werden.“ << (§ 17 StGB )
Ein Verbotsirrtum lässt die Schuld des Täters im Falle des §17 StGB nur dann entfallen, wenn der Irrtum unvermeidbar war. Vermeidbar ist der Irrtum über die Widerrechtlichkeit dann, wenn das Unrecht für den Täter wie für jedermann leicht erkennbar war oder wenn sich der Täter mit den einschlägigen Vorschriften nicht bekannt gemacht hat, obwohl er seinem Beruf, seiner Beschäftigung oder sonst den Umständen nach dazu verpflichtet gewesen wäre (Beschaffung der erforderlichen Kenntnis z.B. durch Befragung eines Rechtsanwaltes).Die Einrichtung des "Verbotsirrtums" gibt es zudem z.B. nicht in schweren Fällen wie einer Vergewaltigung (also gegen den Willen des Opfers), sondern nur bei sog. "minderschweren Delikten".

In Marcos Fall hat das mutmaßliche Opfer ein Armband des Clubs getragen, das sie als über 15jährige kennzeichnete. Auch der erstuntersuchende Gynäkologe hatte das Mädchen auf weitaus älter eingeschätzt (und er hat in der Regel beruflich durchaus auch mit jungen Mädchen zu tun). Hinsichtlich der Aussage, welches Alter das mutmaßliche Opfer dem mutmaßlichen Täter genannt hat, gibt es unterschiedliche Aussagen. Auffällig daran ist nur, dass Marco W. durchgängig bei seiner Aussage blieb, das Opfer diese aber im Laufe des Prozesses mehrfach änderte.


Drehen wir doch den Spieß mal um und betrachten einen ganz profanen Vorfall, um diesen Paragraphen mal anschaulich zu machen :
Nehmen wir an, Du hilfst einem Arbeitskollegen beim Umzug. Er verschweigt Dir, daß z.B. ein wertvolles Mobelstück, das er als Erbmasse der verstorbenen Großmutter ausgibt, in Wirklichkeit Diebesgut ist, für das Du vielleicht sogar (unwissentlich) einen Käufer vermittelst, weil einer Deiner Bekannten alte Mobelstücke sammelt.
Du wärest also ohne Wissen um die Existenz einer strafbaren Handlung zum Mittäter geworden. Dennoch ist der allzu gerne zitierte Satz "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" eben keineswegs immer das gültige Maß. Du könntest sehr wohl auf Straffreiheit hoffen, wenn Dir die Strafbarkeit Deines Handelns schlichtweg nicht bekannt sein konnte. Das funktioniert aber natürlich nicht in jedem Fall. Wenn Du z.B. maskiert und mit Pistole eine Bank betreten würdest, um Geld "abzuheben", könnest Du kaum auf einen Tatbestandsirrtum hoffen.

Wenn Marcos Version also stimmt und sich das Mädchen als älter ausgab (und nach sehr vielen Aussagen von Augenzeugen auch so aussah), dann kann man ihm unter dieser Prämisse nicht unterstellen, VORSÄTZLICH mit einem Kind sexuellen Kontakt aufgenommen zu haben.
Wenn dann auch noch die Aussage stimmt, dass Charlotte aktiv tätig geworden ist, die Initiative von ihr ausging (was sich mit ihrer Aussage beim Gynäkologen deckt, bevor die Mutter die Anzeige schaltete), dann liegt nun wirklich absolut KEIN sexueller Mißbrauch vor und der Verbotsirrtum MUSS zwingend zum Tragen kommen !


Abgesehen vom Verbotsirrtum gibt es auch noch den sog. Tatbestandsirrtum. (§16StGB). Auch diesen gibt es ähnlich formuliert im türkischen Strafrecht. Dieser tritt ein, wenn sich der Täter hier nicht über Umstände (Tatsachen und Rechtsvorschriften), welche einem Tatbestandmerkmal gehören, sondern über deren rechtliche Bewertung durch die Strafnorm irrt. Auch dieser könnte zum Tragen kommen, da Marco zwar nach eigenen Aussagen davon ausging, dass das Mädchen 15 (also in unserem Rechtssystem ein sexueller Kontakt mit ihr für einen 17jährigen nicht strafbar ist) war, was in der Türkei immer noch eine strafbare Handlung impliziert.


Und über die Altersangaben liegen durchaus Informationen vor :
Marco hat das Mädchen gefragt, wie alt sie ist. Das haben beide übereinstimmend ausgesagt. Sie hat sich definitiv älter gemacht, als sie ist (völlig normal, wer tut das in dem Alter nicht, v.a. wenn er eine Discobekanntschaft nicht abschrecken will ?). Und über ihre wechselnden Aussagen zu ihrem Alter gibt es durchaus diverse Belege.


Ich würde empfehlen, sich die entsprechenden Informationen zu besorgen, bevor man solche Unwahrheiten behauptet. Der ganze Fall ist nun wirklich derartig medial ausgebreitet worden, dass dafür hinreichend Quellen zur Verfügung stehen. Sehr gut dafür geeignet ist u.a. der Bericht im Spiegel vom November letzten Jahres.
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30.11.2008 11:22 Uhr von uhlenkoeper
 
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Der Spiegel-Artikel: zum "Fall Marco" mit dem Titel "Der Gefangene von Antalya" findet sich u.a. hier : http://wissen.spiegel.de/...


Dieser Artikel ist zudem gut geeignet, um sich die ganze "Geschichte" mitsamt ihren Seltsamkeiten rund um die Ermittlungen wieder ins Gedächtnis zu rufen.
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01.12.2008 19:33 Uhr von idomsa
 
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Wo ist das Problem ? Der eine kann nicht schreiben, schreibt ein Buch und verdient Kohle.

Ein anderer kann nicht spielen, spielt Mundharmonika und verdient Kohle.

Das nennt man freie Marktwirtschaft. Wer den Rotz kauft, ist selber schuld. Wird ja keiner gezwungen.
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01.12.2008 22:07 Uhr von metin2006
 
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Was hat er denn erwartet??? Einen Sommerurlaub auf Staatskosten oder was??? Die gerechte Strafe für Straftäter sage ich da nur. In Deutschland werden Häftlinge zu gut behandelt, so dass diese nicht davon abgehalten werden, neue Straftaten zu begehen. Marco hat dank der Türkei eins für sein Leben gelernt: Vergewaltige nie eine Frau, oder befummle kein Kind. Diese Lehrstunde hat er gratis erhalten. Der sollte lieber der Türkei dankbar sein, denn die haben vielleicht seine animalischen Triebe, ein Kind zu Missbrauchen, vielleicht eingedämmt.

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