28.11.08 12:59 Uhr
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Die "Toten Hosen" erteilten Religionsunterricht an einer Schule

Für das Jugendmagazin "Spiesser" gingen die Düsseldorfer Punkrocker in die Birkenwerder Regine-Hildebrandt-Schule und übernahmen für 45 Minuten den Religionsunterricht.

Die Bandmitglieder Campino, Andi und Breiti stellten den Achtklässlern Fragen zu ihren religiösen Ansichten. Campino wollte als allererstes wissen, wie viele denn gläubig wären, es war die Minderheit.

Campino: "Was mich auch immer nachdenklich macht: Egal wie verschieden die Kulturen sind - alle haben irgendwas, woran sie glauben. Das allein sollte einen stutzig machen, ob da nicht ein bisschen mehr dahinter steckt. Dass muss dann nichts mit evangelisch oder katholisch zu tun haben."


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WebReporter: Corazon
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Schule, Religion, Hose
Quelle: www.spiegel.de

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30 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.11.2008 12:50 Uhr von Corazon
 
+0 | -0
 
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Da wäre ich gerne dabeigewesen. Campino hat ziemlich gute Ansichten, man merkt in seinen Interviews, dass er sich sehr viel mit Philosophie beschäftigt.
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28.11.2008 13:22 Uhr von snake2006
 
+24 | -14
 
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Kirche: das wichtigste hat er (Campino) aber wohl vergessen:

die Kirche hat in der Geschichte die meisten Kriege angezettelt und Menschen aller Klassen sinnlos umgebracht.
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28.11.2008 13:30 Uhr von A1313
 
+29 | -6
 
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Seit wann Seit wann hat Glaube etwas mit der Kirche zu tun ? Die Kirche ist nur eine Institution. Der Glaube an sich ist mehr als nur die Kirche.
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28.11.2008 13:32 Uhr von Jerryberlin
 
+3 | -18
 
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28.11.2008 13:40 Uhr von skipjack
 
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Ergo: Sind die Toten Hosen gar nicht so tod...;_)

Respekt x wieder an Campino...
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28.11.2008 13:44 Uhr von Noseman
 
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Nicht schon wieder der Stuß: "Jeder hat irgendeinen Glauben"

Menno, jetzt bin ich von Campino enttäuscht.
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28.11.2008 13:50 Uhr von Dr.G0nz0
 
+12 | -18
 
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@A1313
vielleicht wäre es dir wohler wenn du das wort "kirche" im post von snake2006 durch "religion" oder "glaube" ersetzt.

@Jerryberlin
die stadt heisst mumbai. du willst doch auch nicht Jerrygermania genannt werden oder? ;)

@topic
campino ist ein idiot. unsympathisch und dumm.


und jetzt macht mich rot ihr lappen!
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28.11.2008 15:15 Uhr von stekemest
 
+6 | -1
 
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"ob da nicht ein bisschen mehr dahintersteckt": natürlich steckt da "ein bisschen mehr dahinter", nämlich dass Religionen überall dieselben Ursachen haben: Angst vor dem Tod, Ohnmächtigkeit gegenüber dem Schicksal, Versuch der Erklärung von Unerklärlichem etc... Es gibt ja auch überall auf der Welt Liebe und überall gibt oder gab es Kriege. So ist das eben mit menschlichen Emotionen.
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28.11.2008 15:19 Uhr von Nachtmensch
 
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@Noseman: Ich behaupte JEDER hat einen Glauben. Sogar du, da brauchst du gar nicht von Campino enttäuscht sein ;)
Auch zu sagen: "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt." ist ein Glaube - jeder Mensch glaubt an irgendetwas.
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28.11.2008 15:30 Uhr von Dr.G0nz0
 
+7 | -3
 
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@Nachtmensch: "Auch zu sagen: "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt." ist ein Glaube - jeder Mensch glaubt an irgendetwas."

atheism is to religion like bald is to hair color.

zu deutsch: atheismus verhält sich zu religion wie eine glatze zu haarfarbe.

im ernst, atheismus ist kein glaube. das ist totaler unsinn den du da schreibst!
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28.11.2008 15:34 Uhr von stekemest
 
+8 | -3
 
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Atheismus ein Glaube? Nein, denn beim Atheismus hat man es ja gerade nicht nötig, zu glauben - man hält sich an die wissenschaftlich belegbaren Fakten. Übrigens hat die Wissenschaft die einzigen Instrumente, um überhaupt objektive (oder für unsere Skeptizisten: intersubjektive) Tatsachen als solche zu erkennen. Mit dem Glaube erkennt man hingegen gar nichts, man "glaubt" nur. Nach Kant ist Glaube übrigens die "subjektive Überzeugtheit ohne objektive Begründbarkeit".
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28.11.2008 15:57 Uhr von Nachtmensch
 
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@Dr.G0nz0, @stekemest: @Dr.G0nz0: Danke, dass du meinen Kommentar unreflektiert als totalen Unsinn abtust. Ich stelle die Behauptung auf, dass es nicht möglich ist, an gar nichts zu glauben. Auch der Glaube an die Wissenschaft und die Nicht-Existenz Gottes ist ein Glaube. Etwas, was der betreffende Mensch glaubt.

@stekemest: Krass, wie stark du dich vor dem Begriff "Glauben" sträubst. Du glaubst doch, dass die Erkenntnisse der Wissenschaft korrekt sind - oder etwa nicht? WISSEN kannst du es nicht mit hunderprozentiger Sicherheit. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts glaubte man, dass sich das Auto nie durchsetzen wird. Heute glaubst du vielleicht, dass fliegende Autos Science Fiction sind. In 30 Jahren ist die Entwicklung vielleicht so weit, dass jeder so ein Ding hat. Aber du kannst es nicht wissen - daher glaubst du nur, dass es fliegende Autos nicht geben wird.


Leute! Es ging mir lediglich um den Begriff "zu glauben". Jeder glaubt irgendwelche Dinge, wo er nicht exakt sagen kann ob sie stimmen. Sträubt euch doch nicht vor einem Begriff. Ist doch nur ein Wort!
Im Übrigen würde ich nie auf die Idee kommen Atheismus als Glaube im religiösen Kontext zu bezeichnen. Auch auf die Gefahr hin, dass intolerante Atheisten meinen Text hier nicht mehr Ernst nehmen und auf das Minus drücken: Ich glaube an Gott. Aber ich glaube auch, dass die Evolution so stattgefunden hat, wie unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse das herausgefunden haben. Ein Widerspruch? Nein! Für mich ist Gott die Ursache, warum sich alles entwickelt hat. Einfach ausgedrückt der Schöpfer.

Steht natürlich jedem Atheisten frei mich dafür als dumm zu bezeichnen. Aber überlegt mal, seid Ihr dann wirklich tolerant? Das gebt Ihr ja immer vor zu sein.
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28.11.2008 16:06 Uhr von stekemest
 
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@Nachtmensch: Du fixierst dich hier auf einzelne Begriffe und versuchst damit die Tatsachen zu verwischen. Der "Glaube" an die Wissenschaft hat nicht das Geringste mit einem "Glauben" an Gott zu tun. Denn von Gott kannst du nix wissen - es gibt keine Möglichkeit, zu erfahren, ob es einen gibt oder nicht. Auch wenn es oft versucht wurde, z.B. durch "Gottesbeweise" oder das Bekunden von tiefen Verbundenheitsgefühlen, die aber immer nur subjektiv sind und auch anderweitig erklärt werden können. Wie sinnvoll ist es also, an etwas zu glauben, von dem man nichts wissen kann?
Die Wissenschaft hingegen geht ganz anders vor. Sie hat im Laufe der Jahrhunderte Methoden entwickelt, um Tatsachen als solche zu erkennen. Auf vielen dieser Tatsachen baut unser heutiges Leben auf (z.B. der Computer, auf dem du gerade geschrieben hast). Natürlich kann "die Wissenschaft" mal falsch liegen. Mir geht es auch nicht um blinde Wissenschaftsgläubigkeit, sondern darum, dass wir Menschen überhaupt nur etwas als wahr erkennen können, wenn wir gewisse Instrumente zur Veri- bzw Falsifizierung schaffen. Solche Instrumente hat der Gottesglauben nicht.
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28.11.2008 16:36 Uhr von Jerryberlin
 
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Mumbai - Bombay Bekannter erscheint mir und vielen anderen die Bezeichnung Bombay. Zumal da leider auch noch herum geBOMt wird1
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28.11.2008 16:39 Uhr von Nachtmensch
 
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@stekemest: "[...] oder das Bekunden von tiefen Verbundenheitsgefühlen, die aber immer nur subjektiv sind und auch anderweitig erklärt werden können." Hätte ich mir an dieser Stelle sowieso gespart.

"Wie sinnvoll ist es also, an etwas zu glauben, von dem man nichts wissen kann?"
Das Wissen über Gott sind Erfahrungswerte. Erfahrungen, die man selbst und die andere mit Gott gemacht haben. Aber als wissenschaftlicher Beweis ist das natürlich nicht zulässig. Aber um wissenschaftlich belegbare Fakten geht es beim Glauben nicht. Es kann keinen ultimativen Gottesbeweis geben. Das Gottvertrauen kann natürlich auch enttäuscht werden. Keine Frage. Ich glaube aber, dass es nicht so ist (ich verweise auf die nicht wissenschaftlich verifizierbaren Erfahrungswerte).
Die Frage "ist es sinnvoll?" ist in diesem Zusammenhang in meinen Augen deplaziert. Auch auf die Gefahr hin, dass du meinst, ich würde simplifizieren: Ich habe einen Gebrauchtwagen, den habe ich von der Werkstatt komplett habe durchchecken und einiges erneuern lassen. Jetzt muss ich natürlich, gerade im Winter, darauf vertrauen, dass alles in Ordnung ist. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ist es sinnvoll, dann überhaupt im Winter mit dem Gebrauchtwagen ohne Servolenkung zu fahren? Gerade, weil ich gerne das an Geschwindigkeit gebe was geht. Da ich selbst nichts von der Technik in Autos verstehe, kann ich nur auf meine Erfahrungen und auf Erfahrungen von anderen mit dem Autofahren und mit der entsprechenden Werksatt zurückgreifen. Wenn ich, weil irgendetwas nicht in Ordnung war, im Graben lande... pech. Ich vertraue darauf, dass es funktioniert. Da würde ich nicht auf die Idee kommen, die Frage zu stellen, ob es Sinn macht überhaupt damit zu fahren.

"Mir geht es auch nicht um blinde Wissenschaftsgläubigkeit, sondern darum, dass wir Menschen überhaupt nur etwas als wahr erkennen können, wenn wir gewisse Instrumente zur Veri- bzw Falsifizierung schaffen."
Schuldig, bis die Unschuld erwiesen ist.

"Solche Instrumente hat der Gottesglauben nicht." Naja... die Gelehrten der Antike haben ihre Umwelt durch Beobachtung und Erfahrungen entdeckt. Später stellten sich etliche ihrer Erkenntnise (in den Bereichen der Naturwissenschaften) als wissenschaftlich verifizierbar heraus. Ganz ohne wissenschaftliche Instrumente und Methoden.

Ich will keinen bekehren. Meinen Glauben will ich auch nicht verteidigen. Das habe ich nicht nötig.

"Du fixierst dich hier auf einzelne Begriffe und versuchst damit die Tatsachen zu verwischen." In meinen Augen eine Unterstellung. Mein ursprünglicher Kommentar zur News war lediglich, dass "zu glauben" nicht an den Glauben an die Existenz Gottes geknüpft sein muss. Außerdem unterstelle ich dir, dass du dich darauf fixierst, den Glauben (im Sinne "Glaube an Gott") als Unsinn darzustellen. Übrigens: Tatsachen habe ich an keiner Stelle bewußt verwischt! Wenn du allerdings meinst, dass meine Aussage, dass "Glaube" nur ein Wort ist, eine Verwischung von Tatsachen ist, dann ist dir dieses Wort wohl wichtiger als du durch deinen Text vorgeben willst ;-)
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28.11.2008 16:46 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@Nachtmensch: ok, dann erklär ichs dir mal ausführlicher ...

die aussage die ich von dir zitiert habe implizierte, dass theismus und atheismus zwei gleichwertige alternativen sind.

das ist aber falsch: der theismus stellt die behauptung auf, ein höheres wesen existiert und liefert dafür keinen beleg oder auch nur hinweis.
der atheismus sagt jetzt, das ist doch unsinn. mehr nicht. er stellt keine behauptung auf, sondern folgt nur der formalen logik => eine behauptung ohne beleg ist wertlos.

es ist natürlich klar, dass sich jeder mensch gewisse grundannahmen zueigen machen muss um sich inder welt zurechtzufinden. das bezweifele ich auch garnicht.
es ging mir nur darum, dass atheismus und theismus nicht zwei gleichwertige alternativen darstellen. und egal ob du das damit sagen wolltest, es klang jedenfalls so.

im übrigen gebe ich nicht vor tolerant zu sein. toleranz endet da wo sie auf intoleranz trifft, und religion ist die ausgeburt der intoleranz. religion funktioniert überhaupt nur, weil man in gut und böse, die und wir usw unterteilt ...

und ganz ehrlich ... wenn du an einen gott glaubst, der ziele und absichten hat, der gebete erhört und beantwortet, der wunder wirkt, DANN halte ich dich wirklich für dumm. aber das ist nur meine private meinung ... :)
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28.11.2008 16:54 Uhr von Nachtmensch
 
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@Dr.G0nz0: Gut deinen Standpunkt dargestellt. Gibt ein Plus von mir ;-)

"[...]es ist natürlich klar, dass sich jeder mensch gewisse grundannahmen zueigen machen muss um sich inder welt zurechtzufinden. das bezweifele ich auch garnicht.
es ging mir nur darum, dass atheismus und theismus nicht zwei gleichwertige alternativen darstellen. und egal ob du das damit sagen wolltest, es klang jedenfalls so."
Ich denke schon, dass wir uns in dem Punkt einig sind. Haben nur aneinander vorbeigesprochen.

"und ganz ehrlich ... wenn du an einen gott glaubst, der ziele und absichten hat, der gebete erhört und beantwortet, der wunder wirkt, DANN halte ich dich wirklich für dumm. aber das ist nur meine private meinung ... :) "
Ich wiederhole gerne nochmal: Ich glaube an einen Gott als Schöpfer. Als Grund für die Existenz. Nicht an einen alten Mann der auf seinem Thron schläft ;)
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28.11.2008 17:07 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@Nachtmensch: nun, wenn as so sit, bis da nämlich auch garkein theist, sondern ein deist. :)

vgl. http://de.wikipedia.org/...

danke für das plus ;) mfg
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28.11.2008 17:54 Uhr von stekemest
 
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@nachtmensch: Deine "Erfahrungswerte" sind nichts anderes als die von mir genannten "Verbundenheitsgefühle": beides sind subjektive Gefühle, die einwandfrei auch durch andere Umstände erklärt werden könnten. Was sind denn für dich "Erfahrungswerte"? Dass jemand gebetet hat und danach wurde alles besser? Sowas nennt man Zufall, es gibt genug Gegenbeispiele. Dass jemand ein "göttliches Erlebnis" hatte? Man beschäftige sich mit Neurobiologie. Es gibt kein Argument für den Glauben, das sich nicht widerlegen lässt, so sehr es dich auch ärgert. Was bleibt, ist die Frage: Warum soll ich an etwas glauben, über das ich nicht das geringste wissen kann? Und der einzige Ausweg für die Gläubigen aus dieser Frage heraus ist der Verweis auf irgendwelche Indizien, mit denen sie Gott nun eben doch "beweisen" wollen. Der Kreis schließt sich, leider zu Ungunsten der Gläubigen.

Dein Vergleich mit dem Wagen hinkt ganz gewaltig. Erstens weiß ich in diesem Fall, dass ich einen Wagen habe, zweitens weiß ich, dass er in der Werkstatt war und drittens weiß ich, dass eine Werkstatt in der Regel ordentlich arbeitet. Es ist das selbe, wie wenn ich mich in ein Flugzeug setze: vielleicht stürzt es ab, meistens passiert aber nichts. Das hat nichts mit Glauben zu tun, das ist das Risiko des täglichen Lebens. Im Fall von Gott vertraue ich auf eine Instanz, von der ich nicht einmal weiß (wissen kann!!) ob es sie gibt. Ich könnte also genausogut, wie im Schamanismus, meine Ahnen anrufen und sie im Hilfe bitten. Tust du das? Warum nicht? Für den Schamanismus gibts auch "Erfahrungswerte".

Was du mit "Schuldig, bis die Unschuld erwiesen ist" meinst, erschließt sich mir auch nicht so ganz, vielleicht kannst du das ja nochmal erklären.

Zu den Gelehrten der Antike: die Beobachtung der Natur ist ein wissenschaftliches Instrument und dient zur Aufstellung der Hypothese. Versucht man durch Beobachtung etwas über Gott herauszufinden, dann steht man leider mit leeren Händen dar. Ockhams Rasiermesser: bisher lassen sich alle Phänomene einwandfrei ohne Gott erklären. Und was sich nicht erklären lässt, das muss eben noch erforscht werden. Weit und breit keine Spur von Gott.
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28.11.2008 18:35 Uhr von Nachtmensch
 
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@Stekemest: "Was du mit "Schuldig, bis die Unschuld erwiesen ist" meinst, erschließt sich mir auch nicht so ganz, vielleicht kannst du das ja nochmal erklären."
Du hast geschrieben, dass etwas erst als wahr angesehen werden kann, wenn es nachprüfbar ist. Das ist das Prinzip von "Schuldig, bist die Unschuld erwiesen ist". Wenn jemand alleine in deinem Wohnzimmer ist und eine Vase ist zerbrochen und er sagt, es wäre nicht seine Schuld. Dann kannst du, nach deiner Aussage, ihm nicht glauben. Denn du kannst ja seine Aussage nicht nachprüfen.

"Was sind denn für dich "Erfahrungswerte"? Dass jemand gebetet hat und danach wurde alles besser? Sowas nennt man Zufall, es gibt genug Gegenbeispiele. Dass jemand ein "göttliches Erlebnis" hatte? Man beschäftige sich mit Neurobiologie."
Mit Erfahrungswerten ist nicht gemeint es wurde gebetet und dann wurde es besser. Diese Darstellung ist naiv. Solche Erfahrungen gehen um einiges tiefer. Aber macht es Sinn, dass ich beginne in diese Richtung etwas aufzuführen? Nein! Du wirst nichts als ernstzunehmend akzeptieren. Du kannst es ja nicht verifizieren. Ansonsten habe ich aktuell kein Interesse mich mit Neurolbiologie zu beschäftigen. Hatte in der Sekundarstufe 2 in einem einschlägigen Bildungsgang Psychologie als Prüfungsfach. Ich behaupte zu wissen, wie diese Erfahrungswerte schon aus psychologischer Sicht verneint werden können. Mit Neurobiologie kenne ich mich nicht aus - denke aber nicht, dass dadurch der Glaube "besser" oder "schlechter" verneint wird.

"Und was sich nicht erklären lässt, das muss eben noch erforscht werden. Weit und breit keine Spur von Gott."
Schonmal überlegt, dass das gewollt ist? Durch den Beweis, dass es Gott geben würde, wäre Gott nicht mehr Gott. Es ist schwer zu verstehen - ich sage nicht, dass ich es verstehe. Aber stell´ dir mal vor, jemand sperrt in Berlin eine große Kreuzung ab und stellt Schilder auf, auf denen steht "Bei Beschwerden dort anrufen:" drunter steht eine Handynummer. Wenn es nachprüfbar einen Verantwortlichen gibt, dann bekommt der auch die Beschwerden.

Aber, in diesem Punkt hinkt auch dieser Vergleich, bei dem Absperren der Kreuzung gäbe es auch einen höheren Grund dafür (Stadt will das Pflaster erneuern... was weiss ich...). Die die Menschen einen freien Willen haben, ist Gott in meinen Augen nicht verantwortlich für Kriege usw.
Ich komme gerade darauf, weil einige Atheisten gerne argumentieren: "Wenn es Gott wirklich geben würde, dann gäbe es die ganze Scheiße nicht." - im Umkehrschluss hätten wir dann auch keinen freien Willen.

Stekemest, unsere Diskussion stagniert. Du wirst meine Antwort zerpflücken und ich werde wieder deine zerpflücken. Bleiben wir mal bei dem Punkt wo wir uns einig sind: Wir sind beide der Ansicht, dass die Wissenschaft mit ihren Erkenntnissen Recht hat.

Der Unterschied ist, dass du sagst, dass sich alles ohne Gott erklären lässt. Aber ich sage: "Kann gerne sein. Aber ER ist der Grund warum es so ist."

An diesem Punkt sollten wir die Diskussion im gutem beenden. Habe keine Lust hier ganze Romane auf Shortnews zu schreiben ;)
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28.11.2008 20:09 Uhr von stekemest
 
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@Nachtmensch: Hast Recht, geht ja eigentlich eh nur um Campino. :D
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28.11.2008 20:42 Uhr von Nachtmensch
 
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@stekemest: Ja. Eigentlich geht´s in der News nur um Campino. Im diesem Sinne dann schönes Wochende ;)
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29.11.2008 00:31 Uhr von Tokata
 
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Vor langer langer Zeit fielen die Toten Hosen und damit auch Campino mal durch wirklich gute Musik auf....Lange ist es her....Heutzutage nur noch durch diese Schlagzeilen. Vielleicht hätte der Herr Campino mal später Pastor werden sollen? Um dann einen was von Religion erzählen zu können?
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29.11.2008 07:52 Uhr von snake2006
 
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@tokata: da fuhr er ja auch noch keine S-Klasse :-)
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29.11.2008 12:55 Uhr von guitar.gangster
 
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@snake2006: und selbst wenn er ne S-Klasse fährt. Die Herren machen diesen Job seit 26 Jahren. Willst du damit sagen, wenn man seit 26 womit auch immer seine Kohle verdient, dann darf man sich nicht auch mal ne S-Klasse kaufen?

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