28.11.08 09:48 Uhr
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Deutsche Reedereien: Doppelmoral sorgt für harte Worte

Der VDR (Verband Deutscher Reeder) hatte vor wenigen Tagen einen Brief an die Bundeskanzlerin geschrieben und darin nochmal eindringlich auf die Wichtigkeit einer klaren Entscheidung der Regierung, in der anstehenden Anti-Piraterie Diskussion des Bundestages, hingewiesen.

Dieses Verhalten sorgt bei einigen anderen Reedereien für Kopfschütteln, denn seit Jahren werden Schiffe ausgeflaggt und fahren unter Flaggen der Billiglohnländer. Erst wenn sie von Piraterie bedroht werden, wenden sie sich an den Staat und schreien lautstark nach Schutz durch die Deutsche Marine.

Zwar weisen die kritisierten Reedereien darauf hin, dass die Schiffe deutsches Eigentum sind, nicht genug Personal in Deutschland verfügbar ist und es um die Sicherheit aller Nationen geht, aber trotzdem sei die Einstellung moralisch fragwürdig, so ein Seerechtsexperte.


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WebReporter: Captain_Flint
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Wort
Quelle: www.ndrinfo.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.11.2008 09:52 Uhr von onkelbruno
 
+31 | -1
 
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Wenn Schiffe nicht unter deutscher Flagge fahren: sollen die Reeder nicht erwarten dürfen, dass Deutschland ihnen hilft. Natürlich sollte und wird sich Deutschland dafür einsetzen, dass sich die Situation am Horn von Afrika bessert. Aber Schutz zu fordern, obwohl man als deutscher Reeder nicht unter deutscher Flagge fährt, nur weil das Schiff einem deutschen Reeder gehört ist hinterfotzig.
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28.11.2008 10:03 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+34 | -0
 
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Aber so ist es doch oft... :(: Nicht´s geben (alles auslagern) bis das einem die Kacke bis zum Hals steht, und dann sagen, aber ihr müsst mich retten...

*argh*
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28.11.2008 10:11 Uhr von Carry-
 
+10 | -23
 
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28.11.2008 10:57 Uhr von vmaxxer
 
+19 | -0
 
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tjaja: hier kaum was zahlen an Abgaben, aber dicke Leistungen fordern... das ham wa gerne.

Sollen sie doch die Länder um Hilfe bitten unter deren Flagge sie fahren....

@ Carry: Auf den Schiffen ist auch kaum deutsches Personal ;o)




(Allgemein zur Situation da: Konvoifahrten wären da wieder angebracht...)
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28.11.2008 11:07 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+4 | -7
 
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zur allgemeinen Situation. Die sollte da einfliegen, die Piraten versenken und wiede rabschwirren...
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28.11.2008 11:45 Uhr von Videofreak1
 
+12 | -0
 
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wie immer! :-(: gewinne privatisieren und verluste (rettung von entführten schiffen und gezahltem lösegeld) dem staat überlassen. :-(

der hammer ist jedoch, daß die reeder, die vorher zu billigländern gewechselt sind, trotzdem von deutschland hilfe erwarten (!).

kapitalismus olé! :-(
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28.11.2008 12:17 Uhr von Ulan
 
+14 | -0
 
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Die Ausflaggung: Die Ausflaggung ist eine Jahrzehntelang geübte Praxis.
Im Anbeginn der Ausflaggungswelle sind etliche deutsche Matrosen arbeitslos geworden weil es billigere Philipinnen u.s.w. gab die ihren Job übernahmen.
Und jetzt beschweren sich die Reeder darüber das es nicht genug deutsche Matrosen gibt.
Warum wohl ?
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28.11.2008 12:48 Uhr von chitah
 
+9 | -0
 
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Tja: hätte die Regierung an den richtigen Stellen einen Arsch in der Hose würde sie denen jetzt mitteilen das Schiffe unter deutscher Flagge geschützt werden. Punkt!
Genauso dann bei Banken, Konzernen etc.
Hilfe nur unter strengen und straff regulierten Bedingungen.
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28.11.2008 12:59 Uhr von gift.zwerg
 
+11 | -0
 
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Nicht genug Personal? Wenn die Reedereien ihre Gewinne mal in die Ausbildung von Personal gesteckt hätten, wäre ein Mangel an deutschen Kräften wohl kein Problem - oder meinen die Reeder etwa, ausgebildetes Personal fällt so einfach vom Himmel oder man findet es im Champagnerglas?

Aber wie so oft im vorherrschenden Wirtschaftssystem wurde hier zu kurz gedacht.

Man hat abgesahnt, billige Auslandskräfte unter "falscher" Flagge beschäftigt und sich einen Dreck um den Arbeitsmarkt im eigenen Land gekümmert - und solchen Unternehmen soll man mit staatlichen Mitteln gegen Piraten helfen? Ist das wirklich Sache des deutschen Staates?

Wenn überhaupt, dann nur gegen Inrechnungstellung des Aufwands! Ansonsten sollen sie doch ne Versicherung finden, die dumm genug ist!

Wer unter deutscher Flagge fährt, soll gern unseren Schutz auch in nicht-deutschen Gewässern genießen - alle Anderen dürfen sich gern an gewisse Staaten wenden, die sich von jeher als Weltpolizei aufspielen.
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28.11.2008 13:33 Uhr von skipjack
 
+1 | -1
 
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Wer hier nicht mitspielt: braucht auch nicht auf unseren Schiedsrichter zu pochen...

Sollen die doch bei der Weltpolizei USA anklopfen...

>Früher haben Piraten angegriffen, weil sie kein Geld und Hunger hatten...

-Ich vermute x, es ist heute, bis auf die Board-Technik, nix anderes...
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28.11.2008 13:40 Uhr von Lordmaster
 
+2 | -0
 
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In Rechnung stellen! Wenn geholfen wird, sollten die Reeder, die nicht unter deutscher Flagge fahren, für die Hilfe bezahlen. So sehe ich das.
Aus humanen Gründen muss natürlich allen geholfen werden.
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28.11.2008 14:43 Uhr von Klecks13
 
+2 | -0
 
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@ skipjack: früher haben Piraten angegriffen, weil sie von ihren Heimatländern mit Kaperbriefen ausgestattet wurden. Diejenigen, die ihre Beute lieber selbst einstecken statt brav zuhause abzuliefern, haben sich dann "Selbstandig" gemacht. Aus Hunger und Not wurde damals wie Heute keiner zum Piraten, dafür war und ist die Ausrüstung zu teuer!
Piraterie ist kein Raubüberfall mit ´ner Spielzeugpistole. Da müssen erst mal hohe Summen in Material, Planung und Logistig investiert werden, bevor man das erste Schiff kapern kann. 1988 (die letzten bekannten Zahlen) lag das pro-Kopf-Einkommen bei 188,- $. Frag doch mal, was ein Schlauchboot kostet, von einer Panzerfaust mal ganz zu schweigen..
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28.11.2008 17:33 Uhr von emulgator
 
+2 | -2
 
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Doppelmoral: Ich habe seit der Bankenkrise, Managergehälter und Politikerfehlentscheidungen einen neuen Leitspruch:

"Banker, Manager und Politiker, alles Verbrecher!"
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28.11.2008 19:58 Uhr von MattenR
 
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@onkelbruno: Die deutsche Flagge ist sehr teuer, dass kann sich nicht jeder Reeder leisten, wenn er konkurrenzfaehig arbeiten moechte (je nach dem Markt).
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28.11.2008 20:19 Uhr von MattenR
 
+0 | -4
 
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@onkelbruno: Die deutsche Flagge ist sehr teuer, dass kann sich nicht jeder Reeder leisten, wenn er konkurrenzfaehig arbeiten moechte (je nach dem Markt).
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28.11.2008 20:57 Uhr von Dracultepes
 
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Es gibt auch Flaggen die sind billiger haben aber höhere Sicherheitsstandards als die Deutsche.

Und die Besatzung ist meistens ausländisch, aber auf deutschen Schiffen ist oft alles ab Offizier(heisst das so?) Deutsch.

Merkt man wenn man auf den Schiffen arbeitet, die meisten kennen doch Container und andere Schiffe nur aus dem Fernsehen.

Und es ist auch Ultra Intelligent zu sagen:" Nur deutsche Schiffe schützen" kann super nach hinten losgehen wenn die Inder oder Amis gerade in der nähe unserer Schiffe sind und nicht wir.

Deutschland lebt vom Ex und Import und behaupte einfach mal deswegen sollte Deutschland ein ureigenes Interesse an der Sicherung der Seewege haben. Egal unter welcher Flagge die Schiffe fahren.

Aber soweit können viele Bildleser sicher nichtmehr denken.
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29.11.2008 14:10 Uhr von xerxes100
 
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Piraten - Deutsche Reedereien: Seit Monaten liegt das Problem den Verantwortlichen vor und es geschieht nichts. Verteidigungsminister Jung verbiegt sich wie ein Wurm und schwätzt dummes Zeug, faselt von einem "robusten Mandat". Ich habe den Eindruck, dieser Mensch weiß gar nicht um was es geht und was los ist. Wenn die Piraten Waffen nach dem Nahen Osten schmuggeln würden, hätte die Bundesrepublik schon längst reagiert.
Mich wundert nur, das die Reeder keine Söldnerkommandos an Bord haben um die Piraten abzuwehren. Das wäre wesentlich billiger als die hohen Versicherungsprämien für Lloyds zu zahlen.
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29.11.2008 17:31 Uhr von MattenR
 
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@xerxes100: Erstens verbietet es das internationale Recht und Zweitens kannst du nicht schwer bewaffnet in den Haefen fremder Laender anlegen. Die denken doch, du willst Krieg.. ^^

Das Problem ist ausserdem, die Piraten haben ja teilweise Raketenwerfer dabei. Und .. Tja.. Wenn dann so ein Kampf eskaliert, ist das nicht gut fuer das Schiff und die Besatzung....

Aber ja, mich wundert es, dass es noch keine privaten bewaffneten Begleitboote gibt, zumindest fuer bestimmte Passagen.

Und nochmal: Die deutsche Flagge ist wirklich teuer. Kleine Reedereien koennen sich das garnicht leisten, wenn Sie Gewinn machen wollen... Und der ist ja auch wichtig fuer die Beschaeftigten an Land! =)
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29.11.2008 17:50 Uhr von xerxes100
 
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MatternS: Du hast ja recht. Aber ist es nicht schon eine Art Krieg?
Wenn bei einem Supertanker oder Containerschiff 1o Söldner mit den entsprechenden Waffen an Bord wären, gäbe es keine Piratenüberfälle mehr. Die Piraten wissen sehr gut das wir uns an unsere - teilweise überholten - Gesetze halten und deshalb agieren sie so dreist. Übrigens, könnte man diese Schutzmannschaft als Seeleute mitfahren lassen und kein Hafenmeister oder Lotse würde es bemerken.
Solange diese Leute mit Samthandschuhen angefasst werden, wird sich nichts ändern.

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