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Studie: Elf Prozent der Deutschen haben antisemitische Meinungen

Die Universität Leipzig hat im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Studie zu rechtsextremen Einstellungen durchgeführt. Diese ergab, dass jeder neunte Deutsche, also gut elf Prozent, antisemitische Meinungen vertritt. Der Anteil ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich.

In Bayern und Baden-Württemberg ist der Anteil am größten, im Saarland und in Brandenburg am geringsten. Es gab Zustimmung zu den Thesen, Juden würden "üble Tricks" benutzen, um ihre Ziele zu erreichen, oder Juden passen nicht zu unserer Bevölkerung.

Auch nationalistische und ausländerfeindliche Einstellungen sind weit verbreitet. Jedoch waren die Zahlen früher höher, so die Wissenschaftler Prof. Elmar Brähler und Oliver Decker. Dies könnte ein Erfolg der Projekte gegen Rechtsextremismus sein.


WebReporter: sluebbers
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutsch, Studie, Prozent, Meinung, Fremdenfeindlichkeit
Quelle: www.n-tv.de

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78 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.11.2008 12:49 Uhr von sluebbers
 
+0 | -0
 
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Antisemitischen Meinungen begegnet man immer wieder. Wenn man nach Begründungen fragt, kommt in der Regel kein Beleg einer Aussage, sondern weitere Vorurteile.
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27.11.2008 13:08 Uhr von One of three
 
+43 | -8
 
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Kaum noch ein Thema: In meiner Bekanntschaft ist Antisemitismus kein Thema - was jedoch in der letzten Zeit stark gewachsen ist ist die Ablehnung von Migranten und Ausländern.
Das ist kein Erfolg von "Projekten" sondern schlicht und einfach ein Ergebnis der Medienberichterstattung sowie dem viel zu laschen Umgang mit Straftätern aus dem Migrationsbereich.
Siehe Kölner Richter mit seinem Anti-Agressions-Urteil ...
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27.11.2008 13:13 Uhr von DerPepe
 
+29 | -6
 
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und da sag mir nochmal einer die im Osten sind die ganzen "Rechten"...
wenn ich lese das in Brandenburg die antisemitische Einstellung am geringsten ist, und in Bayern und B-W am höchsten, müssen alle Politiker doch nach dieser Studie Galle spucken da ihre "alle-im-Osten-sind-rechts-oder-kommunisten" Theorien nicht mehr aufgehen
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27.11.2008 13:17 Uhr von seehoppel
 
+41 | -6
 
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naja Viele Leute sehen halt den Zentralrat der Juden als repräsentativ. Und dessen Verhalten kann man nicht gerade als sozial bezeichnen. Die schlagen zwanghaft Vorteile aus einfach allem das irgendwie dazu genutzt werden könnte. Leider sehr zum Nachteil anderer Personen, Politiker, ...

Wenn Juden in den Medien erscheinen, sind es meist Persönlichkeiten aus dem ZdJ, verbunden mit politisch für die Allgemeinheit negativen Ereignissen. Wenn ich nur so an Hohmann zurück denke...

Letztens wurde auch vom ZdJ gerügt, dass Michel Friedman als "Jude" bezeichnet wurde. Das fand ich echt genial.

So lange der ZdJ solchen Mist baut, wird sich diese latente antisemitische Stimmung wohl nicht ändern, auch wenn die meisten Juden eine andere Meinung haben als der ZdJ.
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27.11.2008 13:19 Uhr von chitah
 
+14 | -5
 
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DerPepe: Wohl wahr. Ich denke in Brandenburg sind alles No-Go-Areas und alles ist sooo schlimm.
Wird wohl nicht lange dauern und in den Nachrichten werden wieder die gestellten und erfundenen Berichte über die allgegenwärtige rechte Bedrohung im Osten auftauchen. Man muss ja schließlich das Weltbild wieder geraderücken.
Oder wie bei der Pisa-Studie kommen wieder hanebüchene Erklärungen warum das so nicht sein kann.
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27.11.2008 13:22 Uhr von Bokaj
 
+17 | -7
 
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Religionsfreiheit: Kleiner Scherz, wirklich Scherz :-)

Viele der Ostler sind nach BW und Bayern gezogen. ;-)


Ich wohne in Bayern und bin mit Antisemitismus noch nicht in Berührung gekommen. In meinem Bekanntenkreis ist eine Jude nur ein Mensch jüdischen Glaubens, so wie ein Christ chritlichen Glaubens ist.

Gegen Ausländer gibt es zum Teil schon vorbehalte.
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27.11.2008 13:27 Uhr von JCR
 
+14 | -4
 
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@ Seehoppel: Nichtmal so sehr der ZDJ, obwohl dieser sich häufig alarmistisch verhält.

Es sind solche verbohrten Einzelkämpfer wie Broder, denen es nur um Provokation geht, die bei solchen Aktionen wie "Pro Köln" noch Öl ins Feuer gießen. Wer grundlegende Werte wie Toleranz und Religionsfreiheit in Abrede stellt, und ihre teils nationalistischen Interessen dann auch noch mit der "Nazikeule" durchzusetzen versuchen, muss sich nicht wundern, wenn er damit dem Ansehen der jüdischen Gemeinden schadet.
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27.11.2008 13:32 Uhr von OliausHH
 
+7 | -2
 
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was die Studie aber eigentlich aussagt: steht weder in der Quelle, noch hier. Die Zahlen sind seit 2002 rückläufig!
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27.11.2008 13:36 Uhr von sluebbers
 
+4 | -0
 
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@oliaushh: das 2002 steht da nicht, richtig. aber sowohl in der quelle als auch hier steht dass die zahlen niedriger wurden.
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27.11.2008 13:38 Uhr von DaffydT
 
+9 | -5
 
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Wie wären wohl die Zahlen, wenn Bayern die Arbeitslosenquote von Brb hätte???
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27.11.2008 13:40 Uhr von ohnehund
 
+26 | -16
 
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Wer mag schon Menschen die einen Jahrelang
und deren Nachkommen
und jeden Tag i
n jeder Stunde für viel Geld

alte Fehler aufs Butterbrot schmieren???
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27.11.2008 13:42 Uhr von Fornax
 
+20 | -7
 
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100%: des ZDJ haben Antideutsche Meinung und wollen uns Deutschen Einreden wir hätten antisemitische Meinungen.

Na und wen interessiert :) Sind eh alles Vollidioten :)
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27.11.2008 13:42 Uhr von DerPepe
 
+9 | -5
 
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interessant ist noch: das es weniger "judenhasser" als rechte in deutschland gibt.
wissen die rechten denn heutzutage netmal mehr für was sie stehen!?

*wer ironie findet darf se behalten*
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27.11.2008 14:11 Uhr von ***Dolly***
 
+9 | -3
 
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der antisemitismus sinkt anscheinend, aber die ausländerfeindlichkeit, vorallem gegenüber moslimischen bürgern wächst... kenne kaum jmd in meinem freundes- oder bekanntenkreis der garnichts gegen moslems hat.

Grund bei uns sind die meist türkischen judendlichen. auch wenn man nicht alle in einem sack packen sollte...
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27.11.2008 14:24 Uhr von sluebbers
 
+4 | -1
 
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hinweis zur news: die studie stellt fragen zu mehreren rechtsextremen thesen, vielleicht geht das etwas unter. auch übersteigerter nationalismus und ausländerfeindlichkeit werden thematisiert. das ergebnis im bereich antisemitismus ist nur der aufhänger (der spiegel stellt die studie z.b. anders dar: http://www.spiegel.de/... ).
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27.11.2008 14:27 Uhr von Alice_undergrounD
 
+12 | -3
 
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dem punkt "juden verwenden: üble tricks um ihre ziele zu erreichen" kann ich nur bestätigen^^


ALLERDINGS NICHT weil sie juden sind, sondern weil das so ziemlich alle machen^^
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27.11.2008 14:31 Uhr von Ulli1958
 
+7 | -4
 
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Erschreckende Zustände: http://www.politik.de/...

"Ein Rapsong, der derzeit unter Berliner Jugendlichen kursiert, zeigt, wie fort*geschritten die Verbindung von Islamismus, Antisemitismus und Jugendkultur ist"

Zitat aus dem "Song":
"?tötet jedes Judenschwein (…) Alle sollen sie hier krepieren?/?Araber werden hier regieren?/?Palästina dirigieren?/? (…) Allahu Akbar"


Der Antisemitismus in Deutschland wird langsam wieder ein Problem. Viele Jahrzehnte haben wir friedlich zusammen gelebt, jetzt steigt plötzlich wieder der Judenhass. Die Politik muss einschreiten, bevor es wieder eine bundesweite Reichsprogromnacht oder Anschläge wie heute Nacht in Mumbai gibt.
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27.11.2008 14:33 Uhr von sluebbers
 
+7 | -2
 
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und nochwas: antisemitismus ist nicht nur unter rechtextremen verbreitet.
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27.11.2008 14:40 Uhr von Hier kommt die M...
 
+6 | -5
 
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danke sluebbers: der neue link unterscheidet auch viel deutlicher zwischen rechtsextremen Tendenzen und Antisemitismus, der nämlich absolut nicht nur im rechtsextremen Spektrum zu finden ist, um das mal ganz klar zu sagen.

Dazu dieser offizielle Link der bpb

http://www.bpb.de/...

Und man darf, wie oben schon angesprochen, auch nicht den Antisemitismus vergessen, der im muslimischen Gedankengut durchaus verbreitet ist.

http://www.zeit.de/...

http://de.wikipedia.org/...


Es glaubt doch wohl niemand ernsthasft, dass fast 10% der Deutschen lt. Hochrechnung der repräsentativen Studie wirklich rechtsextreme Antisemiten sind? Dann hätte die NPD nämlich ganz andere Ergebnisse bei den Wahlen..wäre ja schrecklich.
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27.11.2008 14:47 Uhr von Illiana
 
+5 | -1
 
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naja, @n0n0: lt. mancher Meinungen schon ;)

Antisemitismus ist auch z.B. bei Moslems weit verbreitet. Wenn Moslems was gegen Amis haben, haben diese bekanntlich auch was gegen Juden...

Und die Meinung das Juden "üble Tricks" verwenden um weiter zu kommen ist ja auch so ein jahrhundertaltes Klischee aus der Zeit als Christen kein Geld verleihen durften und die Leute die nicht zahlen wollten/konnten und die Macht dazu hatten die einfach mit "üblen Tricks" ;) loswerden wollten...

Welche Art von Anfreidung ist eigentlich stärker, wenns um Juden aus der ehem. Sowjetuniun geht. Die Ausländerfeidlichkeit oder Antisemitismus?

ähm ja, ansonsten sag ich wie immer: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast ;)
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27.11.2008 15:04 Uhr von DaffydT
 
+4 | -12
 
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danke auch, sluebbers: der Spiegel läßt die Zahlen aus Bayern komplett weg - OH WUNDER ...

HkdM - Mit dem bpb-link hast du dich selbst übertroffen. Beim nächsten Mal kannst du ja gleich zur CSU oder den Republikanern linken.
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27.11.2008 15:08 Uhr von ohne_alles
 
+10 | -2
 
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antisemitismus wird immer als ausschließlich aus dem rechten eck kommend dargestellt.

dabei lassen sich bei vertretern aller politischen spektren derartige ansichten feststellen.

und wie israel und der zentralrat der juden sich in der öffentlichkeit präsentiert... ehrlich gesagt... wundert mich dieses ergebnis nicht! verwunderlich, dass die prozentzahl nicht noch höher liegt.
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27.11.2008 15:11 Uhr von GLX
 
+7 | -4
 
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Damals sagte schon Helmut Schmidt das die MIgrationsgeschicht eh nichts wird. Bin ich auch der Meinung.
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27.11.2008 15:42 Uhr von Darau
 
+5 | -2
 
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Interessanter Für mich wäre es weit aus interessanter wenn eine Studie in Auftrag gegeben würde wieviele Juden eine Anti-Deutsche Haltung (im kulturellen Sinne) haben.
Ich war selber längere Zeit in Israel und VOR Reiseantritt wurde mir vom damaligen Kultusministerium sogenannte "Verhaltensregeln im Umgang mit der jüdischen Kultur" nahegelegt, also was man sagen darf und was absolut Tabu als Gesprächsstoff zu sein hat. Da dachte ich mir damals: aha, die Juden haben den Deutschen gegenüber immer noch eine Antihaltung. Was sich auch im Gespräch herausstellte...
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27.11.2008 15:52 Uhr von gzaal
 
+3 | -0
 
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Schwer zu beurteilende Studie: Kann man pauschal nicht viel zu sagen. Interessant wäre zum Beispiel auch der religiöse Hintergrund der Befragten. (Ich könnte mir vorstellen, dass beispielsweise zwischen Christen und Muslimen deutliche Unterschiede in antisemitischen Tendenzen bestehen).

Zudem wäre interessant zu wissen, wie viele Menschen eine anti-christliche, anti-muslimische oder anti-atheistische/agnostische Haltung haben, um überhaupt einen Vergleich zu haben.

11% klingt natürlich schon recht viel. Wobei da auch wiederum zu fragen ist, ab wann genau ein Interviewergebnis als "antisemitisch" gewertet wurde.

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