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Studie: Cannabis-Süchtige sind oftmals emotional instabile Personen

Wissenschaftler des Greifswalder Evangelischen Krankenhauses Bethanien haben bei fast 90 Prozent von 99 marihuanasüchtigen Forschungsteilnehmern multiple Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert. Die untersuchten Personen waren zwischen 17 und 30 Jahre alt.

Dabei wurde festgestellt, dass die vom Cannabis abhängigen Männer zu antisozialen Verhaltensweisen neigen, wie es auch bei Patienten, die unter dem Borderline-Syndrom leiden, beobachtet wurde. Die drogenabhängigen Frauen wiesen dagegen Depressionen und Selbstunsicherheiten auf.

Bei mehr als einem Drittel der süchtigen jungen Leute wurden drei und mehr verschiedene Persönlichkeitsstörungen ermittelt. Die Probanden halten sich wenig an soziale Regeln, zeigen gegenüber anderen Menschen kaum Mitleid oder sind nicht der Selbstkritik fähig.


WebReporter: FredII
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Studie, Person, Cannabis
Quelle: www.onmeda.de

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81 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.11.2008 12:38 Uhr von NetCrack
 
+49 | -21
 
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Das kann ich nur bestätigen. Ich hab in meinem Bekanntenkreis diverse Cannabis-Dauerkonsumenten und mit denen ist absolut nichts anzufangen, aber auch gar nichts. Lassen sic auf keiner Feier blicken, kommen nicht mal mit n Bier trinken oder bzw. bewegen sie sich überhaupt net aus der Bude, außer vieleicht um Nachschub zu organisieren. Gegen mal n Joint is sicher nix einzuwenden, aber wenn der Konsum zum Lebensmittelpunkt wird, wird´s kritisch.
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27.11.2008 12:48 Uhr von Morgwenna
 
+17 | -6
 
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Missverständlich: Als ich "multiple Persönlichkeitsstörungen" las, dachte ich erst an MPO ("multiple personality disorder"). Da ist das aus der Originalquelle mit "mehrere Persönlichkeitsstörungen gleichzeitig" besser formuliert. Oder "an verschiedenen Persönlichkeitsstörungen, die oft auch parallel auftreten". Und der letzte Satz in der Quelle ist WICHTIG!!!
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27.11.2008 12:48 Uhr von mr_bob_dobalina
 
+34 | -15
 
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studie, klar
nu hamse ne statistik damit erstellt - tollo
von den evangelen gesponsort. nuja, ich glaub denen kein wort.

(zumal meine laienhaften beobachtungen anderes ergeben)
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27.11.2008 12:48 Uhr von Dr.G0nz0
 
+56 | -7
 
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studie: die studie wurde ja nur an menschen durchgeführt die sich bereits in medizinische behandlung begeben haben. keine wunder, dass fast alle irgendwelche zipperlein haben.

wollte man so eine studie auf ein ordentliches fundament stellen müsste man einen repräsentativen schnitt aller kiffer untersuchen und nicht 100 leute die im krankenhaus sind.

ich kenne im übrigen auch einige dauerkonsumenten und von denen wirkt kein einziger emotional instabil.
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27.11.2008 12:58 Uhr von floridarolf
 
+22 | -9
 
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thc statt cdu: die kranken wissen es halt cannabis ist die beste medizin
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27.11.2008 13:04 Uhr von Ajnat
 
+8 | -4
 
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@ Dr.G0nz0: wo steht denn, dass sich die Probanten bereits in Behandlung befinden? Habe in der Quelle nichts darüber finden können.
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27.11.2008 13:05 Uhr von Kingkollo
 
+38 | -6
 
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hmm weil man keinen Bock mehr hat, sich auf Partys sinnlos zu besaufen und oberflächliche Gespräche mit oberflächlichen Menschen zu führen, ist man antisozial oder wie jetzt?

Ich kenne etwas was auf jeden Fall eine große Gefahr birgt, antisozial zu werden: Religionen!
Oder waren Inquisitionen etwas gutes? Und die Haltung gegen Schwule... das sind natürlich soziale Eigenschaften, die es zu haben lohnt. rofl


Und was ist mit der Gegenfrage: Inwiefern konsumieren vielleicht genau diese Menschen Cannabis um dem "psychischen Druck" zu entgehen?
Wenn jemand von seinen Eltern z.B. nie für voll genommen wurde und in der Schule immer geärgert wurde, ist klar das er eine soziale Unzulänglichkeit entwickelt. Und wenn er dann pafft, ist bestimmt nicht das Paffen an der Störung schuld. Aber dafür umgekehrt.
Vielleicht ist er ja schwul, und fühlt sich dadurch vor Gottes Augen unwürdig weil die gute Kirche ja so menschenfreundlich ist. ;)

Aber einer religiös motivierten Umfrage glaube ich eh nicht. Als ob die überhaupt in der Lage wären die Wahrheit zu sagen... ne ne ne ;)
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27.11.2008 13:05 Uhr von nurichweißbescheid
 
+30 | -15
 
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Die unkritischen Kommentare: sind der Beweis, dass die Studie uneingeschränkt die Wahrheit aufzeigt.
Das schwierige, was viel Disziplin und Vernunft erfordert, ist es unter der Suchtschwelle zu bleiben, das gelingt den wenigsten, ich kenne nur vereinzelt Leute die dies über einen längeren Zeitraum schaffen. Ist man erstmal süchtig, verändert man sich selbst und sein denken enorm, und Kiffen dominiert das Denken dabei ganz klar.
Absolut traurig und verharmlosent, wie viele mit der Droge umgehen. Kommt man selbst damit klar, heisst es die Droge ist uneingeschränkt zu empfehlen und kann nichts böses anrichten. Ist man selbst erstmal als süchtig einzustufen, will man die negativen Folgen nicht wahrhaben.
Die Studie bezieht sich ganz klar auf abhängige, und für diese Gruppe treffen die Ergebnisse uneingeschränkt zu. Und Dope macht es sehr schwer, auf Dauer sich selbst als nicht abhängig betrachten zu können.
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27.11.2008 13:10 Uhr von sluebbers
 
+16 | -15
 
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@nurichweißbescheid: einer der besten kommentare, die ich seit langem zu dem thema gelesen habe! auch wenn der ohne ende minus bekommen wird, von mir ein dickes plus.
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27.11.2008 13:13 Uhr von El Indifferente
 
+11 | -2
 
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Naja, Das etliche Leute die exzessiv Drogen nehmen Probleme haben stimmt schon. Es kommt halt darauf an, ob man es als Genussmittel nimmt oder ob man es nimmt um seine Probleme niederzubügeln. Wobei die Leute, die ihre Probleme vergessen wollen, früher oder später meistens bei harten Drogen landen, die sind zum Bewusstsein zubetonieren einfach besser geeignet..

Ansonsten schliesse ich mich der Meinung an, dass eine Studie an 99 Personen, die sich in einem evangelischen Krankenhaus zu "Gott weiss" was für einer Behandlung befunden haben bestimmt nicht repräsentativ ist. Man kann denke ich bei mindestens einer halben Millionen Menschen in Deutschland davon ausgehen, dass sie zumindest gelegentlich einen Joint rauchen.
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27.11.2008 13:14 Uhr von usambara
 
+21 | -12
 
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Cannabis-Verdammer sind oftmals faschistoide Personen.
Nikotin hat ein deutlich höheres Abhängigkeitspotential
als das THC im Cannabis.
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27.11.2008 13:15 Uhr von floridarolf
 
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Hanf statt politik: cannabis ist medizin und keine droge merkt euch das!
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27.11.2008 13:20 Uhr von Leftfield
 
+10 | -4
 
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Macht nicht jede Droge emotional instabil?
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27.11.2008 13:22 Uhr von Kingkollo
 
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@nurduhastkeineAhnung: oh mann, du tust mir schon ein wenig leid. ;)

Das Problem sind nicht "verbotene Substanzen"!
Das Problem ist der gessellschaftliche Umgang mit Drogen jeder Art!
Hast du leichtes Kopfweh, erstmal ne Aspirin. Haste n bissl Schnupfen, erstmal Antibiotika. Kannste nicht schlafen, Schlaftablette nehmen. Kriegste keinen hoch.... Haste keinen Appetit...
Der "anständige" Mensch der keine Drogen nimmt, ist meist abhängiger als der "gemeine Paffer".

Also wie gesagt, aber du hast zwar schon irgendwo recht. Aber das Problem ist der Umgang mit etwas. Nicht die Substanz selbst!
Warum gibt es in Deutschland mehr Alkoholiker als z.B. in Frankreich wo die Menschen schon mittags Wein trinken?
Für die Franzosen ist das Glas Wein ein Genuss. Für uns deutsche ist das Bier die Grundlage um überhaupt gesellig zu werden!

Und so mehr die Politik eine Realität schafft, der man entfliehen möchte, umso mehr Probleme wird es geben.
Da hilft kein Verbot oder keine Propaganda. Das Problem wird bleiben. Mit oder ohne Cannabis!

Wieviele Schlägereien pro Jahr gibt es, weil die beteiligten besoffen waren? Macht Alkohol nicht in einem viel höheren Maße antisozial? Ich finde Alkohol viel viel gefährlicher als Cannabis! Warum?

Alkohol bekommt man überall.
Wenn man säuft, gehört man dazu.
Alkohol kann definitiv abhängig machen.
Alkohol schädigt massiv die Leber und andere Organe.
Alkohol kann aggressiv machen.
Alkohol ist die Nr. 1 Ausrede bei Gewaltverbrechen. (Mittlerweile schon fast ein Freifahrtschein!)
....

Cannabis hingegen stumpft emotional ab. (Vielleicht auch nicht mehr als Konsum von Aktionfilmen.
Cannabis dämpft Motivation.
Cannabis kann dem Kurzeitgedächtniss zu schaffen machen.

Im Gegensatz zu eventuellen Leberschäden des Alkohols, sind diese "Symptome" beim Cannabis reversibel.

Aber egal, lasst uns ruhig weiter gegen diese Kiffer wettern und uns zu Karneval wieder sinnlos besaufen und die Birne einhauen. ;)
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27.11.2008 13:22 Uhr von El Indifferente
 
+6 | -1
 
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@floridarolf: "Dosis sola fecit venenum"

Auch Morphium kann eine sehr potente Medizin sein.
Nichts desto trotz ist es eine der verherendsten Drogen, die es gibt.
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27.11.2008 13:31 Uhr von nurichweißbescheid
 
+16 | -11
 
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@sluebbers: Danke, ich komme damit klar von den vielen Stonernerds die jede News wo Cannabis im Titel auftaucht eifrig mit Kommentaren bearbeiten, negativ bewertet zu werden. Ich hab selbst lange Zeit ausgeibige Erfahrungen mit Marihuana sammeln können / dürfen. Positiv dabei ist, was auch hier bei einigen Kommentatoren durchscheint, ist die Anregung zu kritischem Denken und das Hinterfragen von Standards, Regeln, Autoritäten etc., oben zum Beispiel an der Reaktion auf den Ursprung der Studie in einem evangelischen Krankenhaus bezogen. Natürlich ist jedem der ein wenig Ahnung hat klar, das hier wissenschaftlich gearbeitet wurde und "die Kirche" bzw. "die Religion" nicht irgendeine manipulative Studie gesteuert hat um einen Feldzug gegen Drogen durchzuführen. Aber die Kehrseite der Medaille ist nunmal die Affinität zu Verschwörungstheorien. Man fühlt sich als Kiffer im Untergrund der Gesellschaft, stets einen kleinen Guerillakrieg führend gegen alles Etablierte, gegen Wochenendalkoholiker, Schützenfeste, CDU, Kirche, und alle Spiesser die so auf den Straßen rumlaufen. Was dieses Denken für soziale Folgen hat, kann man sich leicht ausrechnen. Feststeht, dass in der Regel der Bekanntenkreis, der Zirkel der sozialen Kontakte in den meisten Fällen (nicht in allen!) auf andere Kiffer zusammengestrichen wird. Alle anderen sind Spiesser, die den Obrigkeiten kritiklos hinterherlaufen, oder einfach nur Proleten die die falsche Musik hören und daher einfach nicht als cooler Umgang betrachtet werden.
Die Marihuana-Konsumenten, den diese Zeilen zu bösen Kommentaren und Beschimpfungen provozieren kann ich nur sagen, ich hab nichts gegen kontrollierten, disziplinierten und vernünftigen THC-Konsum, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass THC eine Droge ist, die sehr leicht zu einem gefährlichen Konsumverhalten verführt. Und man verliert die Fähigkeit kritisch über sich selbst nachzudenken, man sieht alles und jeden kritisch, nur sein eigenes Leben wird sehr schwer in Frage zu stellen. Man kann sich nicht mehr kritisch mit der Droge auseinandersetzen, der eigene Konsum entzieht sich jeder Kritik, und überhaupt haben alle anderen Unrecht und sind nur manipulierte Lakeien des Systems, der Religion, des Geldes, der Konventionen etc.
In vielen Fällen kehrt aber mit zunehmendem Alter, so ab 25, je nach Bildungsstand auch schon früher,Vernunft ein und man erkennt, dass man nur pubertären Denkstrukturen gefolgt ist. Und wer es geschafft hat genug Konzentration aufzubauen um diesen langen Text zu lesen verdienht ohnehin meinen tiefen Respekt :)
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27.11.2008 13:38 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@Ajnat: hm, ja .. du hast recht, das steht da tatsächlich nicht. ich hab sogar mal auf der webseite des krankenhauses geschaut, aber auch dort nix zu der studie finden können.

wenn einer die studie findet, ruhig mal den link posten!

aber ich bleibe dennoch dabei, dass höchstwahrscheinlich die studie nur menschen umfasst die sich in behandlung begeben haben.
das besagte krankenhaus verfügt über eine suchtstation und das mindestalter zur aufnahme beträgt 17 jahre. stimmt soweit überein.
ich glaube einfach nicht, dass ein kleines krankenhaus anfängt leute zu befragen (und dann auch genau 99) die sich dort nicht haben behandeln lassen.

ansonsten aber guter einwand, ich hatte das irgendwie angenommen, ohne es zu überprüfen ... ;)
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27.11.2008 13:51 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@nurichweißbescheid: hallihallo, wir schwingen aber heute die verallgemeinerungskeule, nicht wahr?

es mag sein, dass einige kiffer ihr umfeld auf andere kiffer reduzieren, aber ob das die mehrheit tut und vor allem ob das am kiffen liegt, sei doch mal dahingestellt.
ich denke auch nicht, dass alle kiffer sich als eine art underground-avantgarde begreifen. ich kenne durchaus ein paar dauerkonsumenten und die allermeisten sind angepasst und keineswegs zwanghaft nonkonformistisch.

ich würde auch gerne wissen, was du mit "kontrollierten, disziplinierten und vernünftigen THC-Konsum" meinst.

und deine eigenen erfahrungen haben in einer sachlichen diskussion nix zu suchen. man kann anhand von beispielen etwas verdeutlichen, aber nicht erklären oder gar beweisen.

ich finde generell mals du ziemlich schwarz, als ob alle kiffer einsame in ihren kaputten denkweisen gefangene trottel sind. es mag ja sein, dass du diese erfahrung gemacht hast und jetzt mit mitte 20 dein leben wieder in die spur bringst, aber das heisst nicht, dass dies der regelfall ist. ;)

im übrigen ... absätze helfen! nicht nur kiffern ...
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27.11.2008 13:53 Uhr von Kingkollo
 
+7 | -1
 
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@nurdu gute Art zu schreiben. ;)

Gegenfrage (und bitte kommt nicht immer mit Verschwörungstheoriescheiß!)
Glaubst du die evangelische Kirche hätte irgendwelche positiven Aspekte veröffentlicht?
Ich unterstelle der Kriche keine gezielte Propaganda in dem Sinne!
Aber jede Statistik und Studie kann beiflusst werden. Man lässt an der einen Stelle etwas weg (Das die "Patienten" vielleicht schon VOR dem Konsum von Cannabis psychisch auffällig waren) und hebt anderes einfach ein wenig hervor.

Wenn Cannabis so übel ist, warum wird dann Weihrauch nicht verboten? Da ist ebenfalls THC drin. Natürlich nur in kleinen Mengen. Aber ich darf ja auch kein Heroin haben, nur weil es eine kleine Menge ist.

Deine Argumente bezüglich der Absplittung sind zwar gut, aber meines Erachtens nur zum Teil richtig.
Ich war früher "Metallmäßig" unterwegs. Ohne Paffen. Aber da waren auch alle anderen für mich Spießer und jede Musik außer Deathmetal war scheiße! ;)

Hat diese Einstellung vielleicht also eher etwas mit pubertären Verhalten zu tun? (Hast du ja am Ende auch erwähnt)

Deinen zweiten Absatz finde ich ebenfalls sehr gut und objektiv. Aber dennoch muss ich dir teilweise widersprechen.
Glaubst du wirklich die "Kritiklosigkeit" entsteht durch Cannabis? Ok, vielleicht die Kritiklosigkeit gegenüber dem eigenen Umgang mit der Substanz.
Aber ich behaupte das Kiffer gesellschafftkritischer sind als andere Menschen. Jemand der nur auf die Medien hört und sich so seine Meinung bildet ist "schwach" und kein Individuum. Man wird nicht zu einem kritischen Menschen in unserer Gesellschaft erzogen. Kritik wird von den oberen ungerne gesehen. Wie soll man da noch selbstkritisch sein?

Mich stört auch oft das Wort Drogen, welches mittlerweile sehr behafftet ist. Vor ca hundert Jahren hieß die Apotheke noch Drugstore (zumindest in den USA). Warum?
Weil auch Aspirin, Antibiotika, Beruhigungsmittel und der ganze Scheiß auch Drogen sind.

Um mich zum Teil im Einklang mit den Worten des "Bescheidwissers" zu verabschieden:
Der kritische Umgang mit JEDER sich zugeführten Substanz ist unerlässlich!!
Das gilt für Cannabis und Aspirin, aber auch für Lebensmittel!
Wer immer zum goldenen M geht, brauch sich nicht wundern warum er fett ist und körperliche Probleme hat...

Verantwortungsbewusstsein ist wahrscheinlich der goldene Schlüssel.... Nicht nur zum Umgang mit Drogen, sondern auch im Umgang mit anderen Menschen. Tolleranz ist ebenfalls so ein Zauberwort....
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27.11.2008 13:55 Uhr von nurichweißbescheid
 
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Umgang: Ihr habt Recht wenn ihr sagt, der Umgang mit der Droge ist für den Schaden verantwortlich. Ich kenne einige die vernünftig sind und nur hin und wieder (das kann sogar jeden Abend sein!) einen Joint rauchen. Klar ist auch, dass Alkohol gefährlich ist, für Schlägereien und Vergewaltigungen und was auch immer verantwortlich ist. Das sind die typischen Argumente, die ich mit 17 Jahren auch immer wieder den Anti-Kiffern an den Kopf geworfen hab. Das Problem bei Marihuana ist ja, es macht sehr süchtig und man neigt dazu, täglich zu kiffen, unter Umständen nicht nur Abends, sondern auch schon vor der Arbeit / Schule etc. Wenn jemand mit Alkohol sich derart oft wie ein durchschnittlicher Kiffer einen Rausch zuführt, ist er verloren. Gesundheitlich und psychisch. Aber wieviele kiffen täglich und fügen sich dadurch nur schleichend und nicht so offensichtlich wie ein Alkoholiker schäden zu, die keineswegs immer reversibel sind? Man kann täglich 5 Bongs rauchen und immer noch ein scheinbar normales Leben führen. Mit 1-2 Pullen Wodka am Tag ist das nicht drin. Doch zeig mir einen der vielen Kiffer, die täglich kiffen (wiegesagt sehr verführerisch wenn man n Beutel Gras zu Hause hat, den nicht täglich anzurühren...) und nicht irgendwann Denkstörungen entwickeln, Depressionen (aufgrund der Antriebslosigkeit kann man die eigenen Ziele nur schwer erreichen, was einen schon sehr runterziehen kann...) und schwerwiegendere Störungen wie Psychosen. Alkohol ist ein Downer des Denkens, ein Tranquilizer, macht oft aggressiv, dumm, stumpf, was auch immer. Aber THC ist die Kinderversion von LSD, ist psychoaktiv und wirkt nicht immer nur entpsannend. Es ist einem nicht immer nach chillen zu Mute, man kommt immer öfter auf unvorteilhafte und unangenehme Denkachterbahnen etc. Der Alkoholrausch ist ungesünder für den Körper, aber nicht so gefährlich für die geistige Gesundheit wie der tägliche Joint. Alkohol verändert das Denken nicht dauerhaft, ist er erst einmal abgebaut, ist man wieder so "normal" wie vorher. Aber wer regelmässig kifft, ist in einem Dauerrauschzustand, den man erst durch monatelange Abstinenz loswird.
Wer als Kiffer in der Lage ist, die von mir genannten Nachteile zuzugeben, der ist weiter als diejenigen, die einfach nur rumpöbeln, ich hätte keine Ahnung. Eins ist allen Kiffern klar, es macht im Laufe der Zeit immer wenige Spaß, der erste Joint, die ersten Erfahrungen sind uneingeschränkt positiv (häufig), aber das Gefühl stellt sich nie wieder ein, der Rausch wird zur Gewohnheit, irgendwann zum Zwang.
Wer in der Lage ist, vernünftig mit den Substanzen die er sich zu führt umzugehen, den kann ich nur beglückwünschen. Wer abstreitet, regelmäßiger THC Konsum sei ungesund (vor allem psychisch), der soll mal noch 2 Jahre weiterkiffen und gucken, wie es sich entwickelt...
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27.11.2008 14:01 Uhr von sluebbers
 
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naja: @nurich...
2 jahre reichen nicht. ich habe 15 jahre durchgekifft, und um die scheinwelt, die ich mir aufgebaut habe zu durchschauen, musste ein antrieb von außen - in meinem fall die mpu - her. seit einem guten halben jahr habe ich nichts mehr geraucht und bin entsetzt, wie ich mir meine welt jahrelang passend zurechtgedacht habe, damit ich auch ja nicht mit dem kiffen aufhören muss.
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27.11.2008 14:03 Uhr von cuilster
 
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@ALLE: Also ich kiffe seit sieben Jahren. Hab Crystel, Heroin und Ecstasy "ausprobiert" und bin deswegen froh das ich nur noch Canabis konsumiere. Dennoch hat die Studie Recht. Man benimmt sich wirklich wie ein Bordeliner.
Für mich selbst kann ich behaupten, mitlerweile einen bewussten Umgang mit der Droge zu pflegen. Für mich ist Canabis wie Medizin und deshalb sollte man auch in der Lage sein sie so zu dosieren. Die Studie ist keine Überraschung für mich. Aber ich muss auch gestehen das mir mein Konsum einige Möglichkeiten in meinem Leben verbaut hat.
Aus dieser Erfahrung herraus weiss ich, das neben THC, welches phsychoaktiv wirkt, noch ca. 300 andere Canabiole in Mariuhana vorkommen. Leider werden die meisten Studien nur zum Thema Symptome gemacht und nicht zu den Ursachen. Es gibt extreme Unterschiede zwischen den Sorten der Planze und somit auch enorme Unterschiede bei den Anteilen an (Achtung!) unerforschten Canabiolen. Von Streckmitteln und Düngern ganz zu schweigen. Also weiß keiner wie was, bei wem, wann wirkt...
Leider wird Geld ausgegeben um Studien über die Süchtigen zu machen, aber die Stoffe ansich werden nicht genau genug untersucht. Vergleichbar wäre das mit einem Glass Rotwein und einer Flasche Wodka, in beiden ist Alkohohl, aber es gibt ja "kleine" Unterschiede wenn ich beides auf "ex" austrinke. So ist das mit Canabis-Produkten auch, nur leider wissen die meisten nicht was sie da grad rauchen und erforschen kann es auch keiner.
Ergo: Kiffen ist wie Medizin schlucken bei der es keine Packungsbeilage gibt, also lasst es!!!
Ich für meinen Teil Kiffe lieber einen, als Migräne Tabletten zu schlucken, mit einer gespaltenen Persönlichkeit kann ich leben. Ich auch. Und ich erstrecht... ;-)

@nurichweißbescheid
Danke für deinen objektiven Kommentar, gibt nicht viele die sich so eine Mühe machen...
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27.11.2008 14:13 Uhr von Kingkollo
 
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@nurdu hehe... mit 17...also vor 12 Jahren habe ich anders argumentiert. ;)

Guter Text auf jeden Fall. Bis auf die fehlenden Absätze. ;)
Ich denke mir aber, es wäre erstrebenswerter den Menschen geistig zu stärken und mental aufzubauen als alles verbieten zu wollen.
Viele der Menschen sind nicht allein deppressiv durch Konsum irgendwelcher Substanzen. Die Unzufriedenheit und in den meisten Fällen auch der Selbtszweifel sind, m. E., die Gründe warum z.B. Cannabis missbraucht wird.
Und wie ich schon sagte, umso durchgeknallter die Politik wird, umso mehr Menschen werden versuchen dem zu entfliehen. Das ist das Gefährliche!

Ich habe mehr Probleme damit, das das Land welches ich durch meine Steuern finanziell unsterstütze, versucht mir meine Freiheit zu nehmen und sich an Kriegen beteiligt.

Der falsche Umgang der Menschen mit Drogen ALLER ART ist nicht das Problem unserer Gesellschaft, sondern nur das Symptom! Und es bringt nichts, Symptome verbieten zu wollen, oder ihnen mit Vorurteilen entgegenzutreten.

Um so mehr man Menschen "entmündigt" umso weniger sind sie in der Lage qualitative und kritische Entscheidungen zu treffen! Und das finde ich gefährlicher als den Konsum jeder Droge. Denn eine Entmündigung führt meines Erachtens ebenso zum Selbstverlust (Verlusst des Individuums) wie der unkontrollierte Umgang mit Drogen.
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27.11.2008 14:15 Uhr von floridarolf
 
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Info für alle: Hanf (Cannabis sativa L.) wurde in China schon seit langem genutzt. Ma, wie die Chinesen den Hanf nannten, lieferte ihnen nicht nur wohlschmeckende und nahrhafte Samen, auch die Stängel mit ihren besonders langen und nahezu unverwüstlichen Fasern wusste man schon früh zu schätzen. Bereits im Shen nung pen Ts´ao king, einem vermutlich ungefähr zu Beginn unserer Zeitrechnung verfassten chinesischen medizinischen Text, beschreibt der Autor, wie Hanf als Heilmittel gegen Malaria, Rheuma und viele andere Unpässlichkeiten eingesetzt werden kann.
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27.11.2008 14:15 Uhr von floridarolf
 
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Hanf: Dank seiner Eigenschaften konnte Hanf in vielen Bereichen der Wirtschaft wieder Fuß fassen. Er eignet sich zum Hausbau ebenso wie als Basis für Farben, Lacke, Waschmittel und vieles mehr. Die Hanffaser ist der Baumwollfaser in vielerlei Hinsicht überlegen und auch für die Herstellung bestimmter Papiere geeignet.

Hanferzeugnisse zeigen eine sehr gute Widerstandsfähigkeit gegen Verschleiß, so dass die Fasern oft recycelt werden können und auch frühe, geschichtliche Druckerzeugnisse eine gute Haltbarkeit aufweisen.

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