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Im Osten fehlen Lehrlinge

"Machts gut!"Hörte man diesen Satz noch vor Jahren bei vielen ostdeutschen Lehrlingen zu Beginn der Ausbildung, könnte sich das Blatt nun wenden. Mittlerweile werden die Schulabgänger nicht mehr aufgefordert in den alten Bundesländern freie Lehrstellen zu besetzen, jetzt sucht der Osten selbst.

Laut Otto Kentzler, dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), beklagen viele Firmen Fachkräftemangel. Dies habe inzwischen solch dramatische Auswüchse erreicht, dass Firmen bereits im Westen oder in angrenzenden Ostländern um geeignete Lehrlingen werben.

Ist die Zahl der Schulabgänger bereits im Jahresvergleich 2006 zu 2007 um 13.000 zurückgegangen, sind es in diesem Jahr mit 23.000 ungleich mehr. Für das Jahr 2009 wird gar mit einem Rückgang um 26.000 gerechnet. Diesem Fehlen geeigneter Bewerber entgegenzuwirken, seien nun die Schulen aufgefordert.


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WebReporter: chitah
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Osten, Lehrling
Quelle: www.moz.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.11.2008 10:51 Uhr von chitah
 
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Komisch, immer wieder wird gesagt das es keine Fachkräfte gibt. Wieso suchen dann so viele Jahr für Jahr nach einem Ausbildungsplatz? Die können doch nicht alle zu schlecht sein.
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27.11.2008 11:34 Uhr von Algar-official-
 
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Ich: bin 16 Jahre und hab bammel das ich für 2009 keine Lehrstelle krieg. Allerdings wohn ich auch nicht im Osten. Mich würd interessieren wo leeren Ausbildungsplätze sein sollen. Können mir gleich die adresse geben. So wie ich die sache einschätze, werd ich nach der Schule mein Fachabitur machen und dann studieren. Allerdings im Ausland. Hier ist das ja leider durch die überteuerten studien gebühren unmöglich gemacht worden. Und wenn mir dann ein anderes land asyl gewährt hat, und ich dort studiert habe, bleib ich auch gleich da, schließlich braucht sich dann wegen mir dortdrüben keiner über die schmarotzenden deutschen ausländer zu beschweren, wie es bei uns immer der fall ist.

gz algar
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27.11.2008 11:53 Uhr von ohne_alles
 
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@Algar-official-: wo willst du denn mit nem deutschen fachabitur im ausland studieren? kann ich mir gerade nicht erschließen.

die leeren ausbildungsplätze sind dort, wo sich keine GEEIGNETEN leute finden. wenn man sich die jugendlichen heutzutage anschaut, kann ich die ein oder andere personalabteilung da schon verstehen.
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27.11.2008 12:49 Uhr von Hallo 2400
 
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haben vor Jahren sogar: Ein fette Prämie gekriegt vom Arbeitsamt wenn sie den Osten verlassen haben und sind in die Alten Bundesländer gegangen ,ich glaube an die 5000 Euro
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27.11.2008 12:54 Uhr von Sonnflora
 
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Das haben sich die Firmen aber auch selbst eingebrockt. Ich erinnere mich an eine Zeit, da wollten Firmen nur Leute mit möglichst langjähriger Erfahrung (= Fachkräfte), bloß keine Berufsanfänger. Irgendwann sind die erfahrenen Leute aber auch mal alt, und dann? Wo sollen bitteschön erfahrene Leute herkommen, wenn keiner Erfahrungen machen darf?
Dazu kommt, daß die Leute aber bitteschön nicht älter wie 30 sein durften. Wie das allerdings funktionieren sollte (viele Jahre Berufserfahrung + nicht älter wie 30), ist mir bis heute noch ein Rätsel.
Vielleicht sollten die Firmen auch ihre Anforderungen ein wenig runter schrauben. Auch einer, der schlechte Noten in der Schule hat, kann handwerklich sehr geschickt sein.
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27.11.2008 13:38 Uhr von Really.Me
 
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Ich bin selber "Ossi" und mir fallen locker 20 Jugendliche ein die ich selber kenne die entweder keinen Bock auf Ausbildung haben oder einfach zu blöd sind!

Aber ich denke auch das der Azubi Mangel eher in den Zentren wie Dresden und Leipzig ist. Ich komme aus der Oberlausitz wo es wirklich schwer ist für seinen "Traumberuf" eine Stelle zu finden!
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27.11.2008 16:35 Uhr von Sonnflora
 
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Mal noch was zum drüber Nachdenken: "...und mir fallen locker 20 Jugendliche ein die ich selber kenne die entweder keinen Bock auf Ausbildung haben oder einfach zu blöd sind!"

Sowas ist leider meist das Resultat, wenn man schon Kindern einredet, daß die zu dumm sind und nichts können (es gibt leider Lehrer in Schulen, die machen sowas mit Vorliebe). Irgendwann glauben diese Kinder das nämlich und trauen sich nichts mehr zu. Und das bleibt meist auch so, wenn das Kind erwachsen wird. Vielleicht sollte man mal anfangen, das zu loben und zu huldigen, was jemand kann und nicht immer nur darauf herumhacken, was man alles nicht kann. Niemand kann alles, aber jeder hat irgendeine Begabung und genau die sollte man fördern. Wer weiß, was bei diesen 20 Jugendlichen für Begabungen schlummern...
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27.11.2008 21:08 Uhr von Nachtmensch
 
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@ohne_alles: Im Ausland gibt es die Unterscheidung zwischen Abitur und Fachabitur nicht (höchstens Österreich kennt neben dem Matura noch das Berufsmatura - eventuell auch die Schweiz, da bin ich mir aber nicht sicher).

Dank dem Abkommen von Bologna über einheitliche Studienabschlüsse (Bachelor und Master) in Europa, kann man mit Fachabitur ohne Probleme im Ausland studieren. Jetzt auch vermehrt in Deutschland. In Hessen kann man zum Beispiel in ALLE Bachelor-Studiengänge an Universitäten mit dem Fachabitur. Natürlich beim entsprechenden Notenschnitt ;)
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28.11.2008 10:07 Uhr von Slippy01
 
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Naja, >>"Diesem Fehlen geeigneter Bewerber entgegenzuwirken, seien nun die Schulen aufgefordert."

Ich finde ehr, dass Erziehung immer noch Aufgabe der Eltern ist. Meist ist nämlich nicht das mangelne Wissen schuld, sondern ehr das Auftreten.
Außerdem kann man "fehlende Intelligenz" (im Sinne: anderen fällt es nicht so leicht) zumindest teilweise durch Fleiß ersetzen.
Und Allgemeinbildung, finde ich, erhält man auch durch Nachrichten lesen.
Nicht immer ist die Schule und deren Lehrer schuld.
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02.12.2008 21:16 Uhr von vampyrella
 
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Azubis: habens auch nicht immer leicht. Wer von seinen älteren Freunden hört, dass man dort als billige Arbeitskraft ausgenutzt wird, hat sicher keinen so großen Anreiz dafür.

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