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Ein Anwalt von Marco W. gibt sein Mandat auf - Streit um Buchveröffentlichung

Der im letzten Jahr acht Monate in der Türkei inhaftierte Marco W. aus Uelzen wird in wenigen Tagen ein Buch über seine Haftzeit veröffentlichen (SN berichtete). Aufgrund dieses Buches sah sich nun einer von Marcos deutschen Anwälten gezwungen, sein Mandat aufzugeben.

Matthias Waldraff erklärte, dass er mit dem Erscheinen des Buches und den darin veröffentlichten Details über die verhängnisvolle Nacht mit dem britischen Mädchen, keine Möglichkeit mehr sieht, Schaden von Marco abzuwenden.

Angeblich sind die Anwälte nicht über die beabsichtigte Veröffentlichung des Buches informiert worden. Ob Dr. Michael Nagel, Marcos zweiter deutscher Anwalt, und sein türkischer Verteidiger auch ihre Mandate niederlegen, soll am heutigen Donnerstag entschieden werden.


WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Streit, Anwalt, Mandat
Quelle: www.welt.de

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45 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.11.2008 09:53 Uhr von Chaoscats
 
+34 | -2
 
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ohje: ich glaube auch nicht, das es eine gute Idee ist, dieses Buch jetzt zu veröffentlichen.
Ich weiß ja nicht wie die Richter in der Türkei ticken, aber der Anwalt wird sicher berechtigte Gründe haben sein Mandat nieder zu legen.
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27.11.2008 09:53 Uhr von sluebbers
 
+45 | -3
 
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hmmm: die veröffentlich des buches zu diesem zeitpunkt ist gelinde gesagt unklug. dass er darüber offenbar nicht mit seinen anwälten gesprochen hat noch mehr.

wer dahinter steckt ist leicht herauszufinden: Neue Serie in BILD: Was wirklich geschah, heute Teil 1.

noch irgendwelche fragen?
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27.11.2008 09:55 Uhr von Chaoscats
 
+13 | -7
 
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@sluebbers: na dann ist ja alles klar, die Bild mal wieder.
Das war nicht sehr klug von Marco :-(
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27.11.2008 10:01 Uhr von Kamimaze
 
+14 | -3
 
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@sluebbers: Also, ich finde das auch etwas seltsam - nicht das Buch an sich, ich denke, es kann im helfen, die Erlebnisse aufzuarbeiten, aber das nicht mit den Anwälten abzusprechen, ist schon etwas eigenartig.

Es ist auch nicht der erste Anwaltswechsel, schon Ende August letzten Jahres gab es Überwerfungen mit den damaligen Anwälten und auch mit der Einmischung von Vural Öger waren die Anwälte nicht informiert worden, obgleich sich Marcos Vater damals aktiv an ihn gewandt hatte.

Naja, ich denke einfach auch, dass Marco und seine Familie mit dem ganzen Medienhype maßlos überfordert waren und sind...
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27.11.2008 10:04 Uhr von sluebbers
 
+13 | -1
 
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@kamimaze: dass er das buch schreibt war klar. hätte ich auch gemacht. aber ich hätte es veröffentlicht, wenn die geschichte abgeschlossen ist. dann kann man auch ein feines happy-end reinbringen.

und du hast recht, das ist nicht das erste mal dass der anwalt wechselt. hatte ich gar nicht mehr dran gedacht. überfordert - das trifft es wohl...
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27.11.2008 10:34 Uhr von Unrockstar
 
+9 | -7
 
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Nun die Frage ist doch, wenn der Anwalt sein Mandat niederlegt, weil er einen "drohenden Schaden" nicht mehr abwenden kann.Dann fragt man sich doch eigentlich, ob da wirklich nichts war, oder doch das ein oder andere...
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27.11.2008 10:56 Uhr von Kamimaze
 
+8 | -1
 
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Marcos Motivation: "Ich will nicht länger schweige: Hier mal ein ganz interessanter Artikel über Marcos Motivation, das Buch jetzt zu veröffentlichen: "Nun reicht es mir. Lange genug habe ich geschwiegen. Es ist an der Zeit, die Dinge auszusprechen, die mich belasten. Ich musste etwas tun, damit ich mich hoffentlich endgültig von meinen Albträumen befreien kann."

--> http://www.az-uelzen.de/...
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27.11.2008 11:01 Uhr von Scorpio76
 
+10 | -0
 
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Übersetzung: die Übersetzung des Buches geht bestimmt schneller ins türkische als das immer noch ausstehende Gutachten
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27.11.2008 11:14 Uhr von Motzpuppe
 
+7 | -5
 
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Ein Anwalt ist auch Berater: damit hat er sich sein eigenes Grab geschaufelt, so blöd im Verfahren ein Buch zu veröffentlichen ...

Selbst Schuld der Bengel, mein Mitleid hält sich in Grenzen.
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27.11.2008 11:48 Uhr von no_trespassing
 
+10 | -1
 
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Warum nicht? Er hat doch nichts mehr zu befürchten, kann nur gewinnen.
Der Prozeß, die Anwälte, usw. haben doch genug gekostet.
So besteht eine Chance, das wieder reinzuholen und wenn er die nutzen kann, würde ich da nicht lange zögern.

Der Prozeß in der Türkei wäre mir jetzt scheißegal.
An seiner Stelle hätte ich mir einen persönlichen Schwur fürs Leben gesetzt, nie wieder einen Fuß in die Türkei zu setzen.
Egal, wie der Prozeß ausgeht - selbst bei Freispruch.
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27.11.2008 11:55 Uhr von Hebalo10
 
+7 | -4
 
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@writinggale, "Marco hat sich ja öffentlich zu seiner Situation, die eigentlich keiner hier beurteilen kann, gut und sachlich geäußert."

Stimme Dir zu, aber warum kannst Du die Sache beurteilen,
es sollte doch jeder seine Meinung sagen dürfen?
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27.11.2008 12:07 Uhr von ThomasHambrecht
 
+6 | -3
 
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Normalerweise helfen Anwälte auch bei einem sehr eindeutigen Mordprozess, wo der Täter quasi noch mit dem Messer in der Hand da steht.
Auch dann wenn sich ein Angeklagter ungeschickt verhält und immer weiter belastet, ist es Aufgabe des Anwaltes das Strafmass zu mindern.
Es muss sich um einen Anwalt handeln, der offensichtlich nur bei Freispruch sein Geld bekommt, oder glaubt seine Kanzlei erleide Schaden, wenn er Marco nicht frei bekommt. Anwälte sollten mit dieser Situation umgehen können - Eine Empfehlung für diesen Anwalt ist dies nicht.
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27.11.2008 12:14 Uhr von Izzo62
 
+7 | -23
 
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27.11.2008 12:18 Uhr von Anywish
 
+5 | -20
 
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27.11.2008 12:26 Uhr von Heldentum
 
+9 | -14
 
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Das Böse böse böse böse Mädchen der Arme arme arme arme Marco und die fiesen fiesen fiesen fiesen Gefängnisse in der Türkei:-)
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27.11.2008 12:26 Uhr von LoneZealot
 
+6 | -2
 
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@ Kamimaze: Der Artikel ist schon interessant, vor allem diese Aussage von Marco: "Ich bin nicht länger bereit, aus taktischen Gründen den Mund zu halten, damit in einigen Jahren völlig unbeobachtet ein Urteil gesprochen wird und an mir der Makel hängen bleibt. "Das war doch der, der angeblich die junge Engländerin...""

Ich denke nicht das jemand das über Marco denke, im Gegenteil. Man sieht ja das die Massen hinter ihm stehen und nicht hiter der Engländerin, da braucht er sich keine Sorgen machen.

Es war sicher taktisch Unklug so ein Buch jetzt auf den Markt zu werfen, damit hätte er nach dem Urteil Zeit gehabt.

Gut, nun ist es sozusagen raus und man muss abwarten.
BILD wird Marco sicher einen guten Anwalt vermitteln falls noch mehr abspringen.
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27.11.2008 12:30 Uhr von fir3
 
+4 | -5
 
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Ich kann auch nicht glauben, dass er so ehrlich ist wie seine Sippe das immer behauptet. Es steht Aussage gegen Aussage, sie kann nicht beweisen dass er sie vergewaltigt hat, aber wenn das so wäre und der einfach damit davonkommen würde wäre das auch eine Schweinerei.
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27.11.2008 12:58 Uhr von Kacknoob
 
+5 | -4
 
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Ich bin auch verwundert dass hier alle so schnell von der Unschuld des Jungen überzeugt waren.

Das Buch wurde jetzt veröffendlicht weils gerade am besten über den Ladentisch geht. Vor Weihnachten, laufendes Verfahren, Pappa mit Blutkrebs. Ich sage ja nichtmal das da nicht ein paar Verleger das Zunglein an der Waage waren aber an nagenden Pdychischen Druck glaube ich hier sicher nicht.

Ausserdem hilft so ein Schinken ja sicher auch die Gemeinde der Verfechter seiner Unschuld zu vergrössern. Klar ist das mist wie das mit seinem Verfahren gelaufen ist. Das waren die Mühlräder der Politik aber mit Schuld oder Unschuld hat das nichts zu tun.

Wäre das in England ein türkischer Junge mit einem Deutsches Mädchen gewesen würden hier die Stimmen trotz besserem Englischen Knast GANZ ANDERS klingen, bei dieser "Beweis"-Lage.

Gruss
Kacknoob
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27.11.2008 13:01 Uhr von Iokaste
 
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Schuld und Sühne ich denke schon, dass Marco, das junge Mädchen nicht vergewaltigt hat. Eine sexuelle Nötigung will ich aber nicht ausschließen... demnach hat er bereits 8 Monate in Haft verbracht für dieses Verbrechen. Ich denke, dass ist für einen Jungen in seinem Alter genug.

Das Buch ist jetzt wieder eine andere Geschichte, über die man sich streiten kann. Auf der einen Seite ist es verständlich, auf der anderen Seite taktisch unklug.

Den türkischen Behörden kann man im übrigen die wenigsten Vorwürfe bzgl. der Verzögerung machen. Schließlich lag es ja zunächst daran, dass sich die Mutter des Mädchens und selbiges weigerten eine Aussage zu machen.

Und nur mal so nebenbei zu dem Kommentar "armes, armes Mädchen". Sorry, wenn eine 13jährige Göre im Urlaub in der Disco abhängt (zu einer Zeit, wo sie schlafen sollte) zudem auch noch Alkohol konsumiert und den Jungen auf ihr Zimmer lässt, da stelle ich mir doch ernsthaft die Frage, ob ihrer Erziehung vielleicht zuwenig Aufmerksamkeit gewidmet worden ist. Ich möchte damit die sexuelle Nötigung durch Marco nicht schönreden, aber beide Seiten haben sich schlecht verhalten.
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27.11.2008 13:01 Uhr von Buecherwurm
 
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@Anywish: Wieso vergewaltigt? Das Mädchen war nach der Tat nachweislich noch Jungfrau. Wie soll das gehen?

Es wurde Sperma gefunden - ja. Das passiert auch beim Petting. Da der Cousin von ihr auf dem Balkon stand hätte er ja wohl Schreie gehört.

Zudem hatte sie ein Alkoholarmband um. Sie hat sich älter dargestellt wie sie eigentlich war.

Ich gehe von Angst von ihr vor den Eltern aus. Oder warum werden die Gutachten immer weiter verschleppt?
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27.11.2008 13:47 Uhr von Lordmaster
 
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Der Junge hat Dreck am Stecken Wer immer noch glaubt, das Engelchen Marco W. hätte nichts mit der ihm zur Last gelegten Missbrauchsgeschichte zu tun, der ist nicht zu retten. Der Kerl hat jede Menge Dreck am Stecken.
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27.11.2008 13:48 Uhr von Floppy77
 
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Selber schuld, wenn er versucht aus der Situation Kapital zu schlagen. Soll er froh sein, wenn er frei gesprochen wird. Durch das Buch, weiss dann auch in 20 Jahren noch jeder dass er der war, der angeblich die junge Engländerin...naja aber erstmal Kohle Kohle Kohle...

Und egal was drin steht in dem Buch, die Leute die das lesen, werden doch immer noch denken, dass er vielleicht doch...
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27.11.2008 14:09 Uhr von Lordmaster
 
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Die Alpträume die wird Marco erst los, wen er seine Schuld zugegeben hat. Alles Lügen, alles Verdrängenwollen bringt nichts.Marcos eigenes Gewissen macht da nicht mit. Das heißt mich hoffen, daass er irgendwann wieder frei leben kann.
Wenn Marco W. sich einem Lügendetektor-Test unterziehen würde, würde die Wahrheit ans Tageslicht kommen und einige, die die Schuld bei dem englischen Mädchen und dessen Mutter suchen, würden ziemlich überrascht aus der Wäsche sehen.
Dem Vater von Marco wird kein Spender helfen können, wenn Marco das nicht selbst tut.
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27.11.2008 14:37 Uhr von Ulli1958
 
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Marco muss was tun: Es bringt nichts, den Sand in den Kopf oder umgekehrt zu stecken. Das Buch kann seine Absichten, die er mit dem Kind hatte, vielleicht erklären. Wenn man verliebt ist, ist der Altersunterschied nicht so wichtig, obwohl 4 Jahre in dem Alter schon ne Menge ist.

Mit dem Buch kann er Geld verdienen und für sich selbst sorgen.
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27.11.2008 14:47 Uhr von cep28
 
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...mein Gott, versteht ihr das denn nicht? <IRONIE>...habt Ihr denn garkein verständniss dafür, daß der Springer Verlag unbedingt vor Weihnachten noch seine Bilanzen für dieses Quartal aufbessern muß? Also wirklich, bitte versteht das doch. Da müssen jetzt noch ein paar Milliönchen in die Kasse, damit das da schöner aussieht. Was danach mit Marko W. passiert ist doch dabei völlig nebensächlich...</IRONIE>

...noch fragen zu der Unternehmenspolitik von Springer?

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