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Timmendorfer Strand: 57 Verletzte durch Vergesslichkeit

Bei Renovierungsarbeiten in einer Ladenpassage am Timmendorfer Strand wurde vergessen, einen Behälter mit einem Zweikomponentenkleber wieder zu verschließen. Das darin enthaltene Gas entwich und die entstandene Rauchwolke wurde von Anwohnern bemerkt und für einen Brand gehalten.

Die daraufhin alarmierte Feuerwehr konnte die Ursache des Unglücks zwar schnell beseitigen, aber als nach Beendigung der Arbeiten, die Feuerwehrleute ihren Atemschutz abnahmen kam es zu einem weiteren Vorfall.

Das hochgiftige Gas dampfte von der Schutzkleidung der Rettungskräfte und verletzte mehrere Personen. Insgesamt kamen bei dem Unglück 57 Personen zu Schaden, darunter elf Passanten, weiterhin wurden vorsorglich ein Restaurant und zwei Lebensmittelgeschäfte in unmittelbarer Nähe geschlossen.


WebReporter: Captain_Flint
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Verletzung, Verletzte, Strand, Vergesslichkeit
Quelle: www.abendblatt.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.11.2008 09:45 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+14 | -6
 
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Irre ich, oder nimmt man die Maske tatsächlich: erst ab, nachdem man die restliche, kontaminierte Kleidung abgelegt hat?

Ergo, selbst schuld...
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25.11.2008 10:20 Uhr von shriker
 
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@ Hexenmeisterchen: Kommt darauf an, ob sie noch einen Chemieschutzanzug oder ähnliches anhatten. Dieser würde anschließend dekontaminiert bevor er ausgezogen wird. Falls sie nur mit ihrer normalen Einsatzkleidung vorgegenagen sind, nicht.
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25.11.2008 10:25 Uhr von Hexenmeisterchen
 
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@shirker: Aber, wäre der Anzug dekontaminiert worden, hätte er doch keine Gase mehr absondern dürfen, oder? ;)
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25.11.2008 11:15 Uhr von Angel-Knight
 
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Demnach sind sie dann wohl in ihrer normalen Einsatzkleidung vorgegangen ^^
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25.11.2008 11:31 Uhr von mr_bob_dobalina
 
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timmendorfer feuerwehr: http://www.feuerwehr-timmendorfer-strand.de/...

gibt ein wenig mehr aufschluss (bissl ausführlicherer txt).
leider ist die seite mit der ausrüstung (schutzanzüge) im aufbau^^

ich geh davon aus das "normale" feuerwehr-schutzkleidung getragen wurde.
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25.11.2008 11:33 Uhr von mr_bob_dobalina
 
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schutzanzug "normalo": in der von mir angegebenen quelle (timmendorfer feuerwehr)
sieht man ein foto vom einsatz mit feuerwehr-helden drauf.
dort sind auch die "normalen" schutzanzüge gut zu sehen.
chemie-schutzanzüge waren das nicht.
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25.11.2008 11:50 Uhr von derSchmu
 
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hmm, sind doch wegen nem Brand gerufen worden wenn die dann rein sind, stellen fest, is ka Brand sondern nur so n Dampfzeugs, dann wars wohl schon zu spaet fuer das Ganzkoerperkondom...diese wuerden naemlich definitv erst in der Dusche dekontaminiert, bevor sie auch Atemschutz etc ablegen...
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25.11.2008 12:02 Uhr von karsten77
 
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Der Beschreibung nach: handelt es sich um einen Zweikomponeten Epoxikleber, der angemischt wurde. Ist die Menge zu groß, erzeugt die Härtungsreaktion sehr sehr viel Hitze und zerstört das Produkt, es entstehen die beschriebenen reizenden Gase.
Es hätte also nichts gebracht, den Deckel aufzusetzen, die Reaktion wäre noch heftiger gewesen. Die Verarbeiter hätten das Material in einer dünnen(!) Schicht auf Karton oder ähnliches gießen müssen. Es wäre dann ohne Personenschaden zu verursachen durchgehärtet.
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25.11.2008 12:39 Uhr von shriker
 
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Tja dann also sind sie mit der Normalen Einsatzkleidung rein, was im Bezug auf die Alarmierung wegen Feuer ja Sinn macht. Dann kann so was auch passieren. Die Kleidung kommt halt dann in eine Spezialreinigung.
Ich selbst war auch schon ein paar mal in Löscheinsätzen bei denen die Kleidung Kontaminiert wurde (Rauchgas sowieso, Asbest, usw.) aber man kann sich dann trotzdem erst wieder im Feuerwehrhaus umziehen. Dann halt gleich unter die Dusche!
Finde es aber krass wie giftig dieses Zeug dann wird!
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25.11.2008 13:37 Uhr von seehoppel
 
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@Hexenmeisterchen: Es kommt ganz auf den Schutzanzug an. Bei manchen kommt das Atemschutzgerät über den kompletten Rest der PSA, manchmal hast du noch eine Schutzlage oben drüber. Grundsätzlich wird bei Feuer (und sie wurden ja zu einem Feuer gerufen) aber wohl nur der normale Feuerwehr-Schutzanzug + Atemschutz getragen. Und die Schutzanzüge sind nicht groß genug um Pressluftflaschen darunter zu verstauen. Deshalb gibt es bei Einsätzen mit gefährlichen Chemikalien noch andere Anzüge, wo ggf die komplette Atemschutzausrüstung drunter passt. Schwierig wirds allerdings, wenn es Brände mit Austritt von giftigen Chemikalien gibt. Da hast du nämlich das Problem, dass Chemie-Schutzanzüge wenn überhaupt, dann nur sehr bedingt Hitzeresistent sind.
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25.11.2008 16:07 Uhr von Nickel
 
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Ich frage mich wo der giftige Dampf hin gegangen: ist, während das Zeug von den Arbeitern regulär verarbeitet wurde?
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25.11.2008 17:15 Uhr von karsten77
 
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@ Nickel: Das Material setzt bei der Verabeitung nur sehr wenig Dämpfe/Gase frei, da die Schichtdicke relativ gering ist und entsprechend langsam durchhärtet. Dafür enthält das Material z.B. einen Abbindeverzögerer. Problematisch wird es erst, wenn sich die Reaktion nach dem "Alleinlassen" nach einer bestimmten Zeit aufschaukelt
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25.11.2008 17:18 Uhr von karsten77
 
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@ Kooljo: In der News wird von "Behältern" gesprochen. Für den gewerblichen Gebrauch sind Eimer oder Hobboks bis 30 kg Standard.

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