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Leipzig: Porsche lässt Luxuswagen von Billigkräften zusammenschrauben

Im Leipziger Porschewerk werden ca. 140 Arbeiter der Schnellecke-Unternehmensgruppe beschäftigt. Sie produzieren einen der teuersten Geländewagen Deutschlands und bekommen nach "Focus"-Angaben 6,61 Euro Brutto in der Stunde dafür. Nun sorgt sich Porsche um sein Image als Premiumhersteller.

Erst ein Schreiben des Betriebsrates von Schnellecke an Porsche ließ die Führungsspitze des Autokonzerns aufhorchen. In dem Brief wird von fehlender Motivation der Arbeiter vor allem durch zu geringe Löhne gesprochen. Porsche-Chef Wiedeking soll von "einer Schande für das Land gesprochen" haben.

Mitarbeiter, die direkt bei Porsche angestellt sind, verdienen das zwei- bis dreifache. Porsche hat eine schnelle Änderung der Situation versprochen, jedoch noch keine genauen Angaben zur Vorgehensweise gemacht.


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WebReporter: andreaskrieck
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Porsche, Leipzig, Luxus
Quelle: www.focus.de

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59 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.11.2008 23:29 Uhr von andreaskrieck
 
+0 | -0
 
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Nix neues eigentlich, aber das Wiedeking nicht weiß was seine Arbeiter verdienen, ob nun Leiharbeiter oder nicht, ist meines Erachtens sehr betrüblich...
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23.11.2008 10:29 Uhr von xjv8
 
+79 | -4
 
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DAS: Problem heisst nicht Porsche, nein, das Problem liegt bei den SCHEI** Zeitarbeitsfirmen die den Leuten 6,15 Euro bezahlen, und sich mit der Differenz die Taschen vollstecken. Wer kann denn von 6,15 Euro die Stunde leben, wenn er eine Familie zu versorgen hat?
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23.11.2008 10:38 Uhr von Valmont1982
 
+39 | -6
 
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Ich muss da "xjv8" Recht geben. Wie sehr oft sind nicht die Auftraggeber die Verbrecher, sondern die Zeitarbeitsfirmen. Denn die bekommen beispielsweise vom Auftraggeber 15.- Euro brutto die Stunde, reichen aber nur bspw. 8.- Euro brutto weiter. Die Differenz wird in die Tasche dieser, fast schon kriminellen, Herrschaften gesteckt !!!

Komisch finde ich auch, dass die Zeitarbeitsfirmen recht häufig Jobs anbieten können, aber die Agentur für Arbeit findet nicht. Wirklich merkwürdig...
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23.11.2008 11:07 Uhr von maki
 
+43 | -11
 
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Nein, Porsche ist absolut mitschuldig, man bräuchte nur wieder die Leute richtig bei Porsche einstellen - denn dass die Sklaven von den Sklavenhändlern ausgebeutet werden ohne Ende, ist dem Musterknaben Wiedeking selbstverständlich bewusst. (so weltfremd kann man in so einer Position nicht sein, darüber nicht Bescheid zu wissen)
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23.11.2008 11:14 Uhr von s8R
 
+33 | -1
 
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Wann hört ihr endlich auf zu glauben, dass Unternehmen im Sinne der Menschen arbeiten?

Ich bin gewiss das passierte Wissentlich, und wurde nur "so aufgedeckt" ..
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23.11.2008 11:16 Uhr von Severnaya
 
+13 | -3
 
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sind 30, weitergegeben werden zwischen 6 und 8, ich hab einfluss auf die geschäftsführung meines arbeitgebers der sich auch immer mehr mit zeitarbeit anfreundet, mir stellt sich immer öfter die frage ob ich die "herren" davon überzeugen sollte das zeitarbeit einfach nicht richtig ist, geht es den leuten dann nicht noch beschissener???
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23.11.2008 11:21 Uhr von Sobel
 
+13 | -1
 
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genau das ist das Problem. Ich musste notgedrungen auch bei einer Zeitarbeitsfirma anfangen. Doch ich hatte Glück und wurde nach einem Monat von der Firma übernommen die mich gebucht hatte.Der Nettolohn der Zeitarbeit betrug 800 Euro -150Euro Fahrtkosten, wenn man dann noch Miete und alles abrechnet ist man im Minus.

Leider ging dann die Firma wo ich angefangen habe nach 3 Jahren Pleite. Die Jobangebote danach vom Amt waren alle Zeitarbeitsfirmen mit einem Std.Lohn von 6-7 Euro als Maler-Geselle. Bei der Nachfrage warum so wenig: "Sie haben keine Berufserfahrung" Ok, dann Auf Wiedersehen.

Ich befragte danach einige Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitarbeitsfirmen in meiner Branche. Die meisten bekamen 6.50 Eus die Std. Warum? Weil die Zeitarbeitsfirmen bei der jeweiligen Firma sie als Fachkräfte vermitteln, aber den Angestellten nur den Helferlohn zahlen. Einfach kriminell.
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23.11.2008 11:35 Uhr von Babalou2004
 
+12 | -0
 
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ja und nein zu Zeitarbeit.
Ja, weil es die Möglichkeit bietet kurzfristige Spitzen abzufedern. Ebenso Arbeitern die Chance bietet sich vorzustellen, zu zeigen, was sie könne.
Nein, weil zu viele Unternehmer diese an und für sich gute Einrichtung brutal auszunützen.
Die negativen Seiten überwiegen, leider!
Babalou
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23.11.2008 11:40 Uhr von ToSar
 
+8 | -8
 
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Das so viele Ahnung von Wirtschaft haben Das Phänomen Zeitarbeit wird immer grösser weil der Kündigungsschutz zu unflexibel ist. Firmen können Ihre Belegschaft nicht schnell genug der Marktlage anpassen. Deshalb greifen Sie auf Zeitarbeitsfirmen zurück welche natürlich mitverdienen. Wäre der Kündigungsschutz lockerer würden die Firmen die Zeitarbeitsfirmen nicht benötigen. Man kann aber nun nicht beides haben. Top Lohn und Kündigungsschutz.
Zu schreien, dass Porsche mit schuldig ist halte ich für voreilig. Man hat ja keinerlei Fakten. Laut Focus News wurde Wiedeking vom Betriebsrat unterrichtet und will handeln.
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23.11.2008 11:44 Uhr von ToSar
 
+10 | -10
 
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und nochwas: Die News ist miserabel. Schon bei Focus. Hier erst recht (ist man ja gewohnt).

Diese Zeitarbeiter sind nämlich nur in der Logistik tätig. Zusammenbauen tut da niemand etwas.
Hier wird Porsche zu unrecht in ein schlechtes Licht gerückt. Aber das will man ja haben... möglichst sensationsgeile News schreiben auch wenn diese an der Wahrheit ziemlich vorbei gehen
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23.11.2008 11:46 Uhr von echologic
 
+6 | -0
 
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Schnellecke hat die Finger überall drin! Es geht ja noch weiter. Nicht nur in Leipzig sitzt Schnellecke. Bei Audi, VW, und auch bei BMW ist in jedem dieser Zuliefererparks Schnellecke stark präsent. Gekratzt hat es bis jetzt nur Porsche...
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23.11.2008 11:52 Uhr von maretz
 
+6 | -0
 
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@autor: Es betrübdich das die Führungsebene nicht weiss was der einzelne am Band verdient? Kleiner Tipp: Das dürfte bei allen Betrieben mit mehr als 100 Beschäftigten der Fall sein. Denn dafür sind normalerweise die Abteilungsleiter da - nicht nur um der "unteren" Schicht die Arbeit aufzulegen sondern auch um nach Oben hin für ein vernünftiges Arbeitsverhältnis zu sorgen...

Leider is es aktuell mal wieder "hire-and-fire"-Politik -> so das jeder Angst um seinen Job hat wenn er nach oben hin nicht nur den Bückling macht - und daher ist es normal das die oberen nicht mehr wirklich wissen was in den Arbeitsbereichen so abgeht...

(Das Problem ist übrigens nicht auf Betriebe begrenzt... Glaubst du das eine Frau Merkel u. ihre Minister wirklich noch wissen was ein normaler Handwerker/Angestellter im Monat zur Verfügung haben - und was die so im durchschnitt als Kosten haben?)
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23.11.2008 11:55 Uhr von Sobel
 
+5 | -2
 
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Tostar: Ich glaube nicht das eine Firma Zeitarbeiter nimmt, weil man sie, wenn richtig eingestellt nicht kündigen kann. Dafür gibt es die Probezeit von 3 Monaten.

Zeitarbeitsfirmen sind dazu da, wenn eine Firma sehr viele Aufträge hat, sich für die Zeit zusätzliches Personal zur Bewältigung der vielen Arbeit zu leihen.

Und in vielen Firmen wird die Auftragslage eher geringer, und die Leiharbeiter werden mehr. Was da wohl schief läuft?
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23.11.2008 11:57 Uhr von skandale
 
+7 | -2
 
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@ tosar: du liegst völlig falsch ... es bauen auch leiharbeiter die autos zusammen ... der größte teil bei porsche is leiharbeiter hier in leipzig
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23.11.2008 11:57 Uhr von maki
 
+7 | -3
 
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Abteilungsleiter? Quatsch: HR ("Human Ressources") (früher Personalabteilung genannt), und diese Abteilung ist eng verzahnt mit der "Führung".
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23.11.2008 12:00 Uhr von artefaktum
 
+12 | -1
 
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Wer 6,61 Euro die Stunde zahlt, sollte auch eine Arbeit erhalten, die 6,61 die Stunde wert ist.

Sprich: Alle sollten entsprechend schlampig arbeiten. So würde sich das Problem (ganz ökonomisch) von alleine lösen.

Wenn ich einem Unternehmer für sein Produkt einen schlechten Preis zahle, wird er mir (wenn überhaupt) ein Produkt verkaufen, das entsprechend schlecht ist.

Warum solte das bei der "Ware" Arbeit anders sein?
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23.11.2008 12:10 Uhr von KillA SharK
 
+10 | -2
 
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ist das nicht überall so? so funktioniert Ausbeutung.

Turnschuhe werden in Korea und Indonesien
für ein paar Dollar die Stunde zusammengenäht,
kosten hier im Laden dann 100-200 Euro.

h&M Klamotten werden in Kinderarbeit in Rumänien
und Bulgarien produziert, und das iPhone bauen
chinesische Kinder zusammen.

So läuft der Laden.
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23.11.2008 12:13 Uhr von Sobel
 
+3 | -1
 
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Killa: So ist es. Nur wird es gekauft und somit unterstützt.
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23.11.2008 12:21 Uhr von beXzecher
 
+2 | -0
 
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hmmm: ich bin auch als zeitarbeiter bei schnellecke... hab aber das glück bald übernommen zu werden... regional gabs hier auch schon einige zeitungsberichte und sogar einen clip mit einem Interview eines "Lohnsklaven" der bei einem lokalen Nachrichtenprogramm lief... ist leider gelöscht.

Aber nirgendwo wird darauf hingewiesen...

Herr OB Rolf Schnellecke ... http://de.wikipedia.org/...
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23.11.2008 12:28 Uhr von beXzecher
 
+2 | -0
 
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ups wird ja doch in der quelle genannt... naja... kann man nicht oft genug erwähnen
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23.11.2008 12:30 Uhr von andreaskrieck
 
+3 | -2
 
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@maretz: Genau das ist unter anderem die Aufgabe eines Geschäftsführers, auch wenn er diese Aufgabe an andere weitergibt. Ich jedenfalls kenne keinen Abteilungsleiter der Löhne verhandelt. Ausserdem kann mir keiner erzählen, dass die Führungsriege von Porsche keine Ahnung von der Lohnstruktur der Schnellecke-vermittlung haben.... Die haben jetzt nur Schiss das ihre Firma in Veruf gerät, das ist alles.
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23.11.2008 12:33 Uhr von Babalou2004
 
+3 | -0
 
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Hallo ToSar: schon richtig.
Doch wie wird die eigentlich gute Idee Zeitarbeit ausgenützt?
Als Gewinnmaximierung!
Unterbezahlte Arbeitskräfte.
Würden die Zeitarbeiter genaus viel verdienen wie die Festarbeiter, also als Schnelleinsatz bei Arbeitsanfall, dann wäre dagegen nichts zu sagen.
Doch werden sehr viele Zeitarbeiter ausgebeutet, manchmal fast wie Sklaven.
Die Sklavenfirmen (wie z.B. Schnellecke) erhalten einen Stundenlohn für ihre Sklaven von etwa 60 % des normalen Stundenlohns, der Arbeiter selbst so wenig, dass er damit nicht leben kann.
Beide Arbeitgeber machen den Reibach. Der Arbeiter selbst hat davon nichts.
Das ist das Anzuprangenrde.
Babalou
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23.11.2008 12:38 Uhr von vostei
 
+5 | -1
 
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lol - und der Wendelin weiß das nicht???????? Glaube das wer das will - aber der Mechanismus ist ganz einfach:

Nehmen wir ein Facharbeitergehalt der ERA-Stufe von ca 2.200 Euro. Das kostet also ein fest eingestellter FA den Arbeitgeber. Ein Leiharbeiter (FA) bekommt ca 1.000 bis 1.200 - das kostet den Arbeitgeber aber ca 3.000 bis 3.4000 Euro - dafür ist dieser Leiharbeiter allerdings stets verfügbar und auch schnell wieder entsorgbar aus Sicht des Arbeitgebers...

Und unter normalen Verhältnissen - wenn die Leute vom Fach sind und die Option auf Übernahme bekommen, sind gerade diese Leiharbeiter extrem motiviert, Helfer für lau hingegen alles andere...

Aber, dass der Chef davon nichts gewusst haben will, halte ich für lächerlich.
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23.11.2008 12:39 Uhr von vostei
 
+3 | -1
 
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eine Null weniger: bei den 3.400 Euro

*ein Königreich für eine editfunktion*
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23.11.2008 12:43 Uhr von artefaktum
 
+5 | -0
 
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@ vostei: "Aber, dass der Chef davon nichts gewusst haben will, halte ich für lächerlich."

Falls in der Führungsetage das wirklich keiner wußte (was ich aber nicht glaube) würde das heißen, das sie ihren Laden nicht im Griff haben. In leitender Position muss ich Überblick über meine Kosten haben.

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