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Neurowissenschaftler decken Ursachen der Geldgier auf

Forscher der Stanford University gingen den neuronalen Wurzeln der Geldgier auf den Grund. Sie stellten fest, dass das vorhandene Geld der Versuchsteilnehmer ihnen weniger bedeutete, als ein ins Haus stehender Vermögensgewinn. Die Aussicht darauf sorgt für eine kräftig verstärkte Neuronenaktivität.

Diese neuen Erkenntnisse zeigen auf, warum Menschen trotz massiven Verlustrisikos im Rahmen der globalen Wirtschaftskrise Geld in nicht vorhersehbare Wertpapiere investieren. Ungewissheit in Kombination mit dem Verlangen nach mehr bewirkt gemäß Forscherangaben ein unstillbares Bedürfnis.

Forschungsergebnisse der University of Michigan-Dearborn belegen allerdings, dass Geldgier widersinnig wäre. Ein größeres Geldvermögen macht trotz des vorausgegangenen Verlangens danach, in der Realität nicht glücklicher.


WebReporter: hostmaster
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Ursache
Quelle: www.welt.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.11.2008 14:59 Uhr von q.fuchs
 
+7 | -0
 
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Macht Sinn: Ist schließlich genauso wie beim Sammeln anderer Dinge: Die 20 Autos die man schon hat, sind zwar alle klasse, aber trotzdem ist das 21. und 22. nochmal echt geil.

Oder Frauen mit ihren Handtaschen und Schuhen... :-D
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23.11.2008 15:14 Uhr von kumulus2
 
+1 | -4
 
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wow: die wissenschaft hat die gier entdeckt,es handelt sich um eine verstärkte neuronenaktivität,aha.
ein paradebeispiel dafür das wir immer mehr erkennen zu glauben und eigentlich alles das gleiche mit neuem namen ist.
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23.11.2008 17:48 Uhr von ophris
 
+4 | -2
 
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@hostmaster: tolle News und super schön geschrieben.

5*

LG,

ophris :-)
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23.11.2008 17:50 Uhr von Pumpskin
 
+6 | -0
 
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Ich bin völlig anderer Meinung: Meiner Meinung nach ist Geldgier und die selbsterfundene geistige Überlegenheit der Menschen eine psychische Störung und sollte behandelt werden, jegliches Geld verstärkt diesen Effekt und muss abgeschafft werden, Börsen unterstützen das alles auchnoch und sollten komplett geschlossen werden.

Das ist meine Theorie dazu und gleichzeitig warum der Kapitalismus zur Niederlage verdammt ist^^
Natürlich in Kurzfassung
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23.11.2008 18:09 Uhr von heliopolis
 
+3 | -0
 
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nicht genug: Die Studie geht mir nicht weit genug. Klar mag man eine bestimmte Wechselwirkung erkannt haben, aber das beweist nur wie etwas unter bestimmten Voraussetzungen im Gehirn reagiert. Das Bewusstsein hat seine Wurzeln in tieferen Quantenschichten und ist nicht einmal annähernd erforscht.

Es ist eine Frage der Perspektive. Ist das Bewusstsein ein Resultat des Gehirns oder bedient sich nur dem selbigen. Erst wenn dieser Umstand zweifelsfrei geklärt ist, kann man von Beweisen reden.

Die Summe aller Erkenntnisse eines Lebens ist der Grund dafür warum man etwas tut und welche Neigungen man hat. Wer seine Existenz auf einer monitären Welt aufbaut, der hat auch keine andere Möglichkeit als danach zu leben. Klar, dass dies messbar wird, wenn es sich äußert. Und das es in gleichen Gehirnregionen ablaufen wird, ist auch klar. Es wird sicher keiner gefunden werden, bei dem das am Ende im Fuß gemessen wird.
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23.11.2008 18:25 Uhr von veggie
 
+1 | -1
 
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neu Neue Erkenntnisse?
Schon unsere Großeltern wußten, daß am begehrenswertesten ist, was man noch nicht hat.

Die Beschreibung klingt jedenfalls stark nach der eines Spielsüchtigen. Im Kasino gelten die Spielsüchtigen halt als krank, in der Finanzwelt je nach Lage als Superhelden oder als nimmersatte Gierschlünde.
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23.11.2008 18:54 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -0
 
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Alles aber sehr relativ ein Selbständiger, der kein monatliches Regeleinkommen erhält, sieht einen bald kommenden Gewinn aufgrund eines erledigten guten Auftrags anders als ein Angestellter der sich darauf verlässt, dass sein Gehalt kommt.

Und ich kenne da einige die seit Wochen mit ihren Miet- und Stromzahlungen im Rückstand sind und sich dran erfreuen, dass endlich wieder ein höherer Gewinn reinkommt, damit sie ihre Verpflichtungen zahlen können.
Mit übertriebener Wohlstandsvermehrung hat das allerdings sehr wenig zu tun - bei vielen nämlich auch mit Überleben.
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23.11.2008 19:45 Uhr von kumulus2
 
+2 | -0
 
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Relativ: Wenn "Überleben" dass guggen von Wetten Dass!,das komfortable Erhitzen von Fleisch oder das Wohlfühlklima von exakt 21Grad im Winter sowie im Sommer heisst, dann verliert es sehr viel von seinem existentiellen Wert.
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23.11.2008 23:01 Uhr von lollo13
 
+2 | -0
 
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oder die Werbung: die uns glauben machen will, dass wir den ganzen Schrott auch brauchen oder der Kapitalismus der von unserer Dummheit lebt oder einfach nur geistiger Durchfall den mittlerweile einige haben.

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