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Bulgarien: Streitwagen in einem Thrakergrab entdeckt

Ein bronzener Streitwagen aus dem zweiten Jahrhundert, dessen Erhaltungszustand als gut zu bewerten ist und der über reichhaltige Verzierungen verfügt, wurde im Grab eines adeligen Thrakers entdeckt. Sogar die Reste der Pferdegeschirre waren vorhanden. Die Tierskelette befanden sich in der Nähe.

Vor drei Monaten war in der Umgebung ein vergleichbarer Fund, nämlich der des ersten vollständig erhaltenen thrakischen Streitwagens, gemacht worden. Grabräuber setzen den Archäologen in Bulgarien stark zu. Vollständige Funde sind selten geworden, da neun Zehntel der Fundstätten geplündert wurden.

Das Grabräubertum wird durch technisch hochwertige Geräte der Diebe geschürt, über die die Archäologen nicht verfügen. Das Volk der Thraker lebte 4.600 Jahre lang, bis zum sechsten Jahrhundert, im Gebiet des Balkans. Es kannte keine Schriftsprache, nur Gegenstände sind erhalten geblieben.


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WebReporter: hostmaster
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Streit, Entdeckung, Bulgarien
Quelle: www.spiegel.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.11.2008 12:23 Uhr von preistoria
 
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Nicht schlecht: Toller Fund, da schlägt das Archäologenherz höher :-) Aber was ich nicht verstehe ist, wie man auf diese utopischen Jahresangaben kommt. Soweit ich weiß, sind die Thraker erst so ab 1.600 v. Chr. aufgetaucht und im 3. Jh. n. Chr. wieder verschwunden. Das an sich ist schon eine sehr lange Zeit, aber noch einmal 3.000 Jahre draufzulegen - ich glaub, das ist nur ein Wunschtraum der Bulgaren...
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23.11.2008 12:24 Uhr von MaxRawner
 
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wie kann es sein das Grabräuber über technisch hochwertigere Geärte verfügen als die Archäologen?^^
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23.11.2008 12:52 Uhr von preistoria
 
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@MaxRawner: Das ist doch immer so, auch hierzulande. Die Raubgräber buddeln das Zeugs aus und verkaufen es gewinnbringend an Privatsammler usw. Die Archäologen werden meist staatlich finanziert (muß ich mehr sagen?) und verkaufen ihre Funde ja zum Glück nicht, sondern arbeiten damit. Das ist also für die Finanzierenden in den meisten Fällen ein "Verlustgeschäft", in das man möglichst wenig investiert. Geht eben immer nur ums Geld, Kultur ist Nebensache :-(

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