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Hamfelde: Mädchen saß irrtümlich im falschen Bus und wurde im Wald aus Bus geworfen

In der Umgebung von Hamfelde (Kreis Herzogtum Lauenburg) kam es jetzt zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall. Bedingt durch Bauarbeiten setzte der Busunternehmer zwei Schulbusse für die Linie 564 ein, die aber nicht extra gekennzeichnet waren.

Dies hatte Julia (9) jedoch nicht gewusst und setzte sich in den verkehrten Bus. Als sie den Irrtum bemerkte, rief sie Mutter mit ihrem Handy an. Sie empfahl ihr, dies dem Fahrer zu melden. Darauf forderte er sie auf, den Bus zu verlassen und sie musste die zwei Kilometer zur Haltestelle zurückgehen.

Der Bürgermeister von Köthen (Lauenburg) hörte davon und stellte Strafantrag wegen Aussetzung von Schutzbefohlenen beim zuständigen Staatsanwalt in Lübeck. In letzter Zeit waren bereits einige Fehlverhalten gegen das Busunternehmen bekannt geworden und man will im sogar das Beförderungsentgelt versagen.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mädchen, Bus, Wald
Quelle: www.ln-online.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.11.2008 17:20 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
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Erst die vier Vorfälle mit den Fahrkarten und jetzt noch der Bus - obwohl das Mädchen eine gültige Fahrkarte hatte. Langsam reichts mit dem "Service"...
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22.11.2008 18:10 Uhr von Noseman
 
+10 | -0
 
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Krass: Da fällt einem nix mehr zu ein.

Die ganzen Schaffner und Busfahrer, die sowas machen, sind ja schon quasi von allein doof genug, aber nach all den Vorfällen, die medienpräsent waren muss man doch mal was draus lernen.

Swlbst wenn man weder fernsieht, Zeitung liest oder Shortnews liest (höhö) unterhält man sich doch mal mit Kollegen, Vorgesetzten oder anderen Menschen, die einen dran erinnern, dass sowas ja wohl gar nicht geht.
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22.11.2008 18:21 Uhr von Flocke20
 
+6 | -0
 
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Als ich als Busfahrer bei nem Unternehmen hier vor Ort eingesprungen war, hatten meine Kollegen und ich eher alles versucht gut mit den Kindern umzugehen und fürsorglich zu denken.
Wenn dann Kinder in den falschen Bus eingestiegen sind, dann wurde eher noch alles menschenmögliche unternommen die Eltern zu erreichen oder die Seniorchefin hat das Kind dann mit ihrem Wagen nach hause gefahren.
Wir leben zwar hier sehr ländlich und man "kennt sich"... aber nach anonymer Großstadt klingt Hamfelde ja nicht.
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22.11.2008 19:06 Uhr von Haecceitas
 
+8 | -0
 
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ich finde: es toll, dass der bürgermeister das angezeigt hat!

sowas ist mir auch schon passiert, in eile, den falschen bus erwischt... aber ich hatte das glück, immer verständnisvolle busfahrer zu haben, die mich an einer belebten haltestelle rausließen und mir auch sagten, wann der richtige bus wo abfährt oder mir anboten, dass ich zuhause anrufen kann... ich kann die reaktion des busfahrers nicht verstehen, zumindest bis zur nächsten haltestelle hätte er sie mitnehmen können!
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22.11.2008 19:38 Uhr von anderschd
 
+8 | -0
 
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Ist der irgendwie: mal gegen den Bus gelaufen? Sind denn nur bekloppte unterwegs? Ich kann es nicht verstehen. Erklär mir das doch mal einer. Was geht in so einem Kopf vor?
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22.11.2008 21:34 Uhr von Nepenthes
 
+2 | -0
 
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also schauen die keine Nachrichten? Wenn mir die Kinder schon scheiss egal sind, würde ich aus Angst vor meinen Job nach all den Negativschlagzeilen keines mitten in der Pampa rausschmeissen.
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22.11.2008 23:20 Uhr von hlars
 
+5 | -0
 
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Der muss doch nicht ganz sauber sein oder?
Eine 9 (!!) Jährige!
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22.11.2008 23:47 Uhr von Reizhirn
 
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das lief bestimmt so "Hallo Fahrer, Mutti hat gesagt, dass ich im falschen Bus sitze. Können sie eventuell einen Umweg fahren?"
Busfahrer:" Nein, das kann ich nicht, das verbietet mir mein Arbeitgeber, da fliege ich raus, die anderen 30 Fahrgäste wollen pünktlich ankommen und außerdem ist das nicht versichert, d.h. ich werde für deinen Fehler voll in Regress genommen wenn ich das mache." - Busfahrer denkt: 2:1 für die Vorschrift, auch wenn das Mädel sicher nach Hause muss ... achwas sicher, ohne Gurt und Anschnallerei ist hier sowieso nichts sicher, zum Glück ist sie jung und gut zu Fuß ...musternder Blick ... keine Gehhilfe .... Blick über die Schulter ... Bus voll. Bis zur nächsten Haltestelle sind es noch 5 km, aber das wäre ineffizient ... auf ein Taxi oder die Mutter warten ... negativ, zu zeitraubend. Denk ... "Vorschlag, ich lasse dich jetzt raus (darf er eigentlich auch nicht, ist ja keine Haltestelle, selbst Ein/Aussteigen an einer Ampel ist eine Pflichverletzung) und du gehst einfach schnell mal zurück, sind doch nur 3 Busminuten (zu Fuß etwa 20, aber das weiß der Busfahrer nicht, weil er ja immer Bus fährt, aber selber schon als Kind auch mal 20min gehen musste und ihm das auch nicht geschadet hat.)
Das Kind sagt ja, weil 2km ist es ja auch schon oft gegangen, nur nicht allein, im Wald (nettes Bild übrigens ;)).

Lange rede, kurzer Sinn, der busfahrer steckt in einem Dilemma, und das hat er nicht zu veranworten, aber er hat auch nicht richtig reagiert - Systemversagen.

Rictig wäre gewesen, dass sich die Busfirma gegen diese Eventualitäten absichert: unmissverständliche Auszeichnung der Linien, Handlungbefugnisse (Möglichkleit der Individualbeförderung im begründeten Einzelfall, z.B. Mittels Taxi-Verabredung, ohne persönliche konsequenzen für den Fahrer ...).
Da werden zwei Menschen in Bedrängnis gebracht, weil ein System seinem Mitarbeiter keine Handlungsbefugnis einräumt, die er braucht, um seinen Job gewissenhaft und ordentlich, sowohl menschlich als auch funktionell zu erfüllen.

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