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Auch Insekten führen ein "bewusstes" Leben

Nicht nur der Mensch, sondern auch Insekten wie Bienen oder Schaben verfügen möglicherweise über ein Bewusstsein. Diese Auffassung vertritt heute der renommierte Wissenschaftsjournalist Alun Anderson, der von 1992 bis 2005 Chefredakteur des Magazins "New Scientist" war.

Zuvor hatte Anderson selber eigene Forschungen an den so genannten Sensorien von Insekten durchgeführt. Als Sensorien werden in der Medizin Gebiete des Gehirns bezeichnet, in denen Sinnesreize bewusst werden.

Im Rahmen seiner Forschungen hat er Bienen so trainiert, dass sie zur Ansteuerung einer Nahrungsquelle durch eine kleine Öffnung fliegen mussten. Zu seinem Erstaunen stellte Anderson fest, dass die Tiere auch die Raumausstattung bewusst wahrnahmen und auf Veränderungen verwirrt reagierten.


WebReporter: GerdHarz
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Leben, Insekt
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.11.2008 16:50 Uhr von GerdHarz
 
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Ich denke, dass der Begriff "Bewusstsein" neu definiert werden muss. Dass Insekten offenbar über ein Bewusstsein verfügen, wundert mich nicht. In dem Buch "Unsterbliches Bewusstsein" von Klaus-Dieter Sedlacek wird eindrucksvoll dargelegt, dass selbst subatomare Teilchen wie Quanten über Eigenschaften verfügen, die an ein Bewusstsein erinnern.
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21.11.2008 18:01 Uhr von knubbze
 
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Bewußtsein: Daß sie auf Veränderungen der Raumausstattung verwirrt reagieren zeigt lediglich, daß sie ein Gedächtnis haben, das im Zusammenspiel mit deren Instinkt die Entscheidungen der Bienen beeinflußt.

Zu einem Bewußtsein gehört meines Erachtens viel mehr als lediglich verwirrtheit über die neue IKEA Kollektion. Einen Ich-Bezug, den Sinn des Lebens er- und hinter zu fragen sind elementare Eigeneschaften eines Bewußtseins.

Ich weiß jetzt halt nicht ob ne Biene sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigt.
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21.11.2008 18:27 Uhr von Smudo77
 
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War doch sowieso klar: nachdem bereits Quanten ein Bewusstsein haben.

Aber mal im Ernst: möglicherweise besitzen Spinnen eine rudimentäre Intelligenz, Fliegen noch nicht. Man beobachte doch mal, was eine Fliege macht, wenn man ihr die Flügel rausreisst und sie etwas transaliert. Die beginnt nach einiger Zeit sich zu putzen - wie sie es sonst auch tut. Sie ist nichts als triebgesteuert. Eine Spinne hingegen stellt sich tot, um der Gefahr zu entgehen. Das könnte man durchaus als ein Zeichen von Intelligenz verstehen.

Ob die nun aber Bewusstsein haben, mag ich nicht behaupten; dazu wäre das Spiegel-Experiment angebrachter, wie es schon für Delphine und Kleinkinder angestellt wurde. Aber das ist mit Bienen halt nicht so doll zu machen ...
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21.11.2008 18:31 Uhr von Smudo77
 
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Bravo Herr Harz: für eine gelungene, weil sinnvolle News.

Nur Ihren Kommentar hätten Sie sich natürlich wieder sparen können. Dieser Sedlaczek und dieser Froböse, ...

ach lassen wir das heute mal :-)
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21.11.2008 19:03 Uhr von ophris
 
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Klar, sehr schöne News, aber das ist doch eher Konditionierung auf bestimmte Schlüsselreize im Rahmen einer Versuchsanordnung welche umgestellt wurde. Ich würde es eher als Lernfähigkeit bezeichnen. Buwusstsein (Sartre:"Das Sein bestimmt das Bewusstsein") ist doch eher ein sich selbst Wahrnehmen (Reaktion auf das Spiegelbild).

LG,

ophris :-)
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21.11.2008 20:24 Uhr von Urbanguerilla
 
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Die Antwort ist 42: Also ich denke Bewusstsein entsteht durch die Reaktion von Teilchen und Kräften miteinander.

z.B. unser Gehirn besteht aus einigen hundert Millionen Synapensen die über eine Trillion Verbindungen im Laufe des Lebens bilden.
Ergo ensteht unser Bewusstsein durch die Verbindung von Synapsen. Also ganz einfache Chemie.

Das klingt jetzt vielleicht doof, aber nehmen wir mal als Beispiel eine großes Unternehmen das auch an der Börse ist. Dieses Unternehmen kann man einteilen in verschiedenste Arten von Angestellten wie die normalen Arbeiter, Vorstände, Betriebsrat usw. Alle diese Menschen handeln wie einzelne Nervenzellen und gehen Verbindung ein indem sie ihre Aufgaben erfüllen. Der einzelne Mensch ist dabei nicht wichtig. Wenn einer zu oft fehlt, schlechte Arbeit macht oder in Rente geht, wird er einfach erstetzt, ähnlich wie bei Nervenzellen(lassen wir mal außen vor das Nervenzellen sich schwer regenerieren).

So ensteht doch vielleicht durch diese Verbindungen eine Kollektive Intelligenz, die Ihre eigenen Ziele hat wie z.B. Profit, starke Position am Markt usw und ihr eigenes Überleben sichern will, unabhängig vom Willen einzelner Menschen. dies lässt eventuell darauf schließen das dieses Unternehmen ein Bewusstsein besitzt, vorausgesetzt es existiert sowas wie ein Bewusstesein aber da gehe ich mal von aus, da ich ja selbst hier sitze und an mir selbst erkenne das ich existiere.

Ich weiss das klingt sehr abstrakt, aber so ist meine Meinung über das Thema Bewusstsein.
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21.11.2008 22:35 Uhr von kleiner erdbär
 
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@ Urbanguerilla: klar ist 42 die antwort *g*, aber auch was du sonst noch schreibst finde ich garnicht so abstrakt... ich bin da absolut deiner meinung!

gab dazu mal nen recht interessanten artiken in der pm (die schreiben zwar auch viel scheiß, aber das war imo mal ganz einleuchtend) über schwarmintelligenz & die menschheit als "metamensch" - da wurde auch die theorie aufgestellt, dass wir alle teil eines "metamenschen" sind, ohne dass wir die existenz dieses "wesens" jemals erfassen können, so wie die zellen unseres körpers teile von uns sind, ohne von unserer existenz zu wissen...

is recht lang, der artikel, aber sind einige wirklich interessante punkte dabei:
http://www.freenet.de/...
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22.11.2008 01:52 Uhr von thejack86
 
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oja: Das errinnert mich an Star Trek
Wenn eine Amöbe ein Bewustsein hat sind alle Lebewessen die ein Bewustsein haben Amöben?

oder gibt es was uns als Amöbe darstellen lässt, also ein Inteligenz mit dem viel Fachen von uns im Vergleich zu einem Insekt.

Ich glaube aber nicht das Insekten ein Bewustsein haben, sonst würden sie nicht Stunden lang (bis zum eigenen Tod) gegen ein offenes Fenster fliegen und nicht raus kommen!
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22.11.2008 05:11 Uhr von StYxXx
 
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@knubbze: Damit sprichst du vielen Menschen ein Bewusstsein ab ;) *scnr*
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22.11.2008 07:03 Uhr von Mond-13
 
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Alles im Universum ist mit Bewusstsein durchdrungen. Und alles ist miteinander vernetzt. Wenn es kein Bewusstsein gäbe neben dem Menschen, könnte auch kein Leben entstehen.

Wie sagte schon Hoimar v. Dithfurt in seinem Buch "Im Anfang war der Wasserstoff":

"Es gibt Intelligenz auch ohne Gehirn"
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22.11.2008 11:40 Uhr von Smudo77
 
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Ihr müsst ein bisschen differenzieren: ich bin zwar nicht mit allem einverstanden, trotzdem sind interessante Beiträge dabei. Aber: man sollte ein bisschen mehr differenzieren zwischen Intelligenz und Bewusstsein. Ich meine, das sind zwei verschiedene Dinge. Ich meine z.B., dass Intelligenz kein Bewusstsein voraussetzt, Bewusstsein aber sehr wohl Intelligenz.

"Es gibt Intelligenz auch ohne Gehirn"

Genau: eine Intelligenz ´an sich´, wie ich das gerne bezeichne :-)

Das wird oft vergessen und die Intelligenz allzu gern mit hochentwickelten Lebewesen in Verbindung gebracht (witzig war eine Definition von corazon in einem anderen Thread). KI-Forscher haben die Hoffnung, Intelligenz ohne Leben in Computerprogramme zu giessen. Ich meine das kann gelingen. Wo ich eher meine Zweifel hätte, ist, dass es in absehbarer Zeit gelingen sollte, einem Computerprogramm Bewusstsein beizubringen.

Zunächst sollte es uns aber mal gelingen, Intelligenz etwas genauer zu definieren; da herrscht auch bei den Wissenschaftlern noch kein Konsens (wenn man mal von den Para-Fuzzis absieht, die wissen immer alles sehr genau).
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22.11.2008 12:17 Uhr von Mond-13
 
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@Smudo77: Was meinst Du mit Para-Fuzzis?...okay, man kann nicht alles nachweisen mit dem rationalen Verstand. Aber es gibt viele Dinge, die doch vorhanden sind, aber die man nicht mit Technik nachweisen kann. Um andere Bewusstseinsebenen wahrzunehmen und Dinge zu "wissen", muss man das Gefühl und die Intuition sprechen lassen. Klar, wenn man nur die Ratio gelten lässt, kann man auch sagen, ist nicht ´nachweisbar und somit angeblich nicht wahr.

Ich selber bin spirituell und selbst wenn man sich damit befasst, braucht man nicht "irgendwie mystisch abgehoben" erklären. Man kann auch viele Dinge, die als esoterisch gelten, in eine wissenschaftlich-analytische Sprache übersetzen. Dann hat Esoterik auch keinen zweifelhaften Ruf mehr. Denn der zweifelhafte Ruf kommt dadurch, weil Vieles nicht genauer erklärt wird. Da ist es klar, das Skepsis entsteht.

2. Du schreibst: Intelligenz setzt kein Bewusstsein voraus. Dies kann ich nicht gut nachvollziehen. Denn damit Intelligenz überhaupt vorhanden ist, benötigt man Bewusstsein als Grundbasis. Intelligenz und Bewusstsein drückt sich in vielen Nuancen aus, die weit über unsere Vorstellungskraft hinausgehen.

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