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"Reichtum 2" hat eröffnet - Es ist das "schönste Obdachlosenheim der Welt"

Ein Projekt der Konzeptkünstlerin Miriam Kilali wird heute in Berlin eröffnet. "Reichtum 2" ist ein Wohnheim für Obdachlose. Doch anstatt der üblichen Tristesse, findet man hier ein Wohnstil der gehoben Art.

Teure Fußböden und Tapeten, Kronleuchter, Goldbordüren und Designermöbel erhellen das Haus und nicht wie üblich ein abgewetztes Sammelsurium aus dem Sammellager. Das villenähnliche Haus hat nichts mehr von einer Notunterkunft. 130.000 Euro hat der aus Spenden finanzierte Umbau gekostet.

Miriam Kilali möchte damit ein Zeichen gegen die "totale Hoffnungslosigkeit" setzen. Den Leuten, die "liederlich behandelt und ausgegrenzt werden" soll damit ein wenig Würde zurückgegeben werden. Der Vorwurf des Zynismus prallt an ihr ab, es sei" zynisch, Menschen auf der Straße leben zu lassen"


WebReporter: Gutmensch
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Welt, Reich, Obdachlos, Reichtum
Quelle: www.zeit.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.11.2008 14:16 Uhr von inept_aider
 
+19 | -7
 
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Prima! Daumen hoch!
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20.11.2008 14:26 Uhr von korndi
 
+13 | -8
 
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Luxus!! Warum sollen Obdachlose nicht auch ein wenig Luxus haben??
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20.11.2008 15:28 Uhr von ohnehund
 
+7 | -4
 
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Das wird sie bestimmt antiobdachlos machen!!!!!!!!

und Frau Kilali die Konzeptkünstlerin ist durch Armut reicher geowrden!!!
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20.11.2008 16:26 Uhr von Obscyre
 
+9 | -5
 
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Ich weiß nicht so richtig was ich davon halten soll.

Es gibt Menschen, die ein Leben lang hart arbeiten und sich das nicht leisten können. Das hat auch nichts mit ´nicht gönnen´ zu tun. Um jemandem ´Würde zurückzugeben´ braucht es andere Dinge. Aber es muss kein Luxus in dem Sinne sein. Zumal in diesem Staat niemand auf der Straße leben muss, solange er sich kümmert.
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20.11.2008 16:33 Uhr von mr_shneeply
 
+13 | -3
 
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eine Frage der Zeit: bis das Haus genauso runtergekommen sein wird wie ein herkömmliches Obdachlosenheim..
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20.11.2008 18:49 Uhr von Antipas
 
+5 | -1
 
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auch wieder so ein publicity-ding von der "Künstlerin"
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22.11.2008 00:42 Uhr von Kunstfreund
 
+0 | -0
 
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Reichtum des Lebens: Ich hab mir die Homepage von Miriam Kilali angeschaut.
Was ihr vorschwebt ist wesentlich mehr als nur materieller Reichtum. Sie meint vielmehr den Reichtum des Lebens. Den Leuten soll wieder Mut gemacht werden, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Sie sollen in einer schönen Umgebung Energie tanken, um den rauhen Alltag besser zu bewältigen. Mit dem Begriff "Reichtum" will sie offensichtlich irritieren. Denn in unseren Köpfen passt das ja angeblich nicht zu Obdachlosen. Ich finde das Projekt super. Wenn man im Web über Reichtum2 liest, sind die Bewohner offensichtlich auch begeistert. Klasse!
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22.11.2008 11:14 Uhr von designkey
 
+1 | -2
 
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Die 130.000 EUR: hätte man auch weit sinnvoller anlegen können, mit einem luxeriösen Obdachlosenheim ist den Obdachlosen wohl kaum geholfen!
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23.11.2008 22:30 Uhr von Kunstfreund
 
+0 | -1
 
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Reichtum2 sollte Vorbild für andere sein! Mensch, was sind schon 130.000 Euro Spendengelder(!) für 21 Obdachlose. Dafür bekommen sie ein tolles, warmes, luxuriöses Haus. Wer, wenn nicht Obdachlose, die auf der Straße vegetieren mussten, haben Reichtum verdient. Was kriegst du sonst für 130.000 Euro, noch nicht mal EINE vernünftige Eigentumswohnung. Und - das Geld anders anlegen - klar, jedem von uns bleibt es überlassen andere tolle Projekte auf die Beine zu stellen. Nur zu! Aber das eine gegen das andere auszuspielen ist absurd! Was ist Dir wichtiger - Obdachlose, Straßenkinder, Krebskranke, Drogensüchtige, Arbeitslose...??? Also los gehts, Sponsoren ansprechen und ein eigenes Projekt auf die Beine stellen.
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26.11.2008 18:16 Uhr von RockRebell
 
+0 | -0
 
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Aber es ist: OK, wenn jährlich das Milliardenfache für Rüstung, Waffen und TOD ausgegeben wird, ja?

Leute, es geht hier NICHT um Menschen, die im Berufsleben stehen und ein Dach über dem Kopf haben.

Es geht hier um Menschen, die WIR AUSGEGRENZT haben.
Menschen, denen auf der Strasse nachgespuckt wird, die als Fussabtreter benutzt werden und so, wie sie jetzt leben, fast keine Chance haben, wieder ein normales Leben zu führen.

Bevor jetzt jemand meckert: Geht auf die Strasse, redet mit den Obdachlosen, beobachtet, wie diese Menschen teilweise behandelt werden, und schaut, wie diese Menschen drauf sind - sie sind verzweifelt, ohne Hoffnung, deprimiert.

Jeder Kranke muss sich erholen, bevor er wieder loslegen kann, und sich wieder an die Arbeit gewöhnen (je nach Krankheit/Unfall), bekommt noch eine Reha usw.

Aber die dummen Obdachlosen sind ja selber schuld. Die sollen sich selber kümmern, vielleicht noch Bewerbungen schreiben?
Und am besten sofort anfangen zu arbeiten, nachdem sie möglicherweise JAHRELANG auf der Strasse leben mussten?

Natürlich MUSS niemand auf der Strasse leben. Aber wer von Euch kennt die Obdachlosenheime? Wer war schonmal in einem? Hat vielleicht schonmal dort geschlafen?

Diese Obdachlosen kosten uns Geld, ja. UNSER Geld.
Schlimm, schlimm, am besten alle abschieben oder verg***sen.

Ach ja - der Schaden, der durch geldgeile Manager und Spekulanten angerichtet wird, ist ein Vielfaches von dem, was Arbeits- und Obdachlose kosten.

Aber das ist ja OK, wenn uns Mr. Manager millionenschwer in die Tasche greift und "seine" Firma soweit vor die Wand fährt, dass einige tausend Leute entlassen werden müssen.
Er kann ja nichts dafür. Die Arbeitslosen, die da produziert werden, sind ja alle selber schuld.

Manchmal möchte ich einigen Leuten einfach nur ins Gesicht spucken, wenn ich die Kommentare lese.

Her mit dem Rot, interessiert mich eh nicht.
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27.11.2008 12:22 Uhr von Big_Mama_Sue
 
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Also mal ehrlich @RockRebell - wenn diese +/- Geschichte mein Ding wäre, hättest Du das rote - von mir bekommen! Wieso?

1. WIR haben die Menschen ausgegrenzt?
Also ICH nicht!

2. Ich war auf der Straße, ich habe mit Obdachlosen gesprochen, ich kenne Obdachlosenheime. Die meisten bieten mittlerweile (zumindest das in München) 2-Bettzimmer. Das ist komfortabler als ich es als Kassenpatient im Krankenhaus habe. Trotzdem hörte ich immer wieder von dem ein oder anderen Obdachlosen, daß er lieber auf ner Parkbank als neben "so einem anderen Assi"
schläft. Merkwürdig, oder hab ich mir unter allen Münchner Pennern die größten Idioten rausgeklaubt?

3. Ich habe sogar einen Obdachlosen 3 Wochen bei mir wohnen lassen, danach rausgeworfen, weil ihm weder die
Getränke noch das Essen nicht gut genug waren, die Luftmatratze nicht komfortabel genug und es gab noch nicht mal den "Versuch" sich im Gegenzug irgendwie nützlich zu machen.

4. "Ach ja - der Schaden, der durch geldgeile Manager und Spekulanten angerichtet wird, ist ein Vielfaches von dem, was Arbeits- und Obdachlose kosten.
Aber das ist ja OK, wenn uns Mr. Manager millionenschwer in die Tasche greift und "seine" Firma soweit vor die Wand fährt, dass einige tausend Leute entlassen werden müssen.
Er kann ja nichts dafür. Die Arbeitslosen, die da produziert werden, sind ja alle selber schuld."

Was ist das denn für ein Vergleich? Was hat das im Zusammenhang mit einer Luxusvilla für Obdachlose zu tun?

@ Topic: Grundsätzlich finde ich es toll, allerdings überlege ich halt, ob mit weniger Luxus mehr Obdachlose in den Genuß eines warmen Heims hätten kommen können.

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