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PISA-Studie: Ost-West-Vergleich hinkt

Die Schüler Nordrhein-Westfalens hinken den anderen hinterher. Der Wissensvorsprung in Sachsen beträgt etwa ein Jahr in den Fächern Physik, Chemie, Biologie sowie in Mathematik. Ursachen für den Vorsprung sind u.a. historische Gründe: Bereits zu DDR-Zeiten wurden Naturwissenschaften vermehrt gefördert.

Zudem sei die Stundenzahl in naturwissenschaftlichen Fächern im Osten höher und der Unterricht beginnt auch schon ein Jahr früher. "Wenn man möchte, dass die Schüler in Mathematik und Physik besser werden, muss man ihnen auch mehr Unterricht geben", meint hierzu der Lehrer Matthias B..

Der Vergleich zwischen Ländern mit vollkommen anderen Bevölkerungszusammensetzungen sei laut Lehrer Franz-Josef S. zudem unsinnig, da der Westen zum Beispiel mehr Kinder aus Immigrantenfamilien hat, als der Osten.


WebReporter: P90Man
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Studie, Vergleich, West
Quelle: www.derwesten.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.11.2008 14:29 Uhr von P90Man
 
+0 | -0
 
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"Der pädagogische Alltag wird durch Tests wie die Pisa-Studie behindert", bestätigt Annemarie Ostermann-Fette, Leiterin des Mariengymnasiums. "Sie vernichten zu viel positive Energie von Lehrern und Schülern", fügt sie hinzu. Ullrich drückt es deutlicher aus: "Das ist ein Schlag ins Gesicht."

Ich finde das vollkommen richtig. Auch unsere Schule ist nicht ausreichend mit Unterrichtsmaterialien bestückt und die Lehrer sind zum Teil Total demotivierend.
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19.11.2008 14:54 Uhr von Ice_Cream_Man
 
+8 | -3
 
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Positive Energien von Lehrer? Wer kann sich an mehr als zwei motivierte Lehrer erinnern, die man so in seiner Schüler-Laufbahn hatte.

Ich nicht!
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19.11.2008 15:02 Uhr von KingPR
 
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Die Lösung: Raus mit Musik, Kunst, Literatur, Religion und Philosophie, Sport - diese Fächer haben keinen wirklichen Lehrwert und verschwenden viel Zeit. Je nach Stufe werden so bis zu 9 Stunden Unterrichtszeit frei die man durch je 3 zusätzliche Stunden Mathematik, Biologie und Chemie ersetzen könnte.
Dazu dann schnelleren Unterricht, so langsam wie der Unterricht zumindest in einigen Fächern ist gibt es da enormes Steigerungspotential. Dazu kleinere Klassen und mehr Disziplin im Unterricht, besonders an Haupt-, und Realschulen wo die Aufmerksamkeit teilweise ziemlich gering ist.
Man muss es nur wollen!
Der absolut falsche Weg wäre eine längere Schulzeit in undifferenzierten Klassen (z.B. 6 Jahre Grundschule) oder der Zusammenschluss von Haupt-/und Realschule da somit schwächere mit stärkeren Schülern gemeinsam unterrichtet würden und das Unterrichtstempo dementsprechend leiden würde. Eher sollten noch mehr Schulformen eingeführt werden (eine zwischen Realschule und Hauptschule und eine zwischen Gymnasium und Realschule, z.B)


P.S.: Bevor ihr mich "minust" ich bin selbst Schüler, mache
gerade Abitur und war bis vor 1 1/2 Jahren noch auf
der Realschule, trotzdem würde ich diese Änderungen
begrüßen.
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19.11.2008 15:05 Uhr von ConnySan
 
+3 | -2
 
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oh mein gott pisa: Wenn ich die vergleiche lese weis ich nicht ob ich das Teil nutzen muß was einen im Flieger vor sich befindet.

Aber nun mal im ernst.
Es gibt einige Dinge die solche Unterschiede klar zeigt, und das hat nicht mit den ausländischen Mitbürgern zu tun.

1. Fehlt ein einheitlicher Schulplan
2. Sollte man 1 Schulbuchverlag nutzen ( siehe DDR Bildungssystem) und nicht so, das jeder Lehrer sich sein Schulbuchverlag suchen kann.
3. sinnlose Fächer nicht als Pflichtfach sondern als frei wählbahres Fach anbieten ( Etik und Relegion als Beispiel), damit man auch abend als Schüler seine Freizeit hat und nicht wie es jetzt ist, das man einen 16 h Schultag hat.
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19.11.2008 15:06 Uhr von ZTUC
 
+13 | -6
 
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Das große Jammern: Da ist mal der Osten vorn und schon wird wieder was gesucht, damit das Weltbild wieder passt.

Im Osten lernen die Kinder mehr Mathe, Physik etc.pp., wir brauchen eben kein Jahr Schauspielunterricht und vielleicht wird sich diese Erkenntnis auch mal im Westen durchsetzen. Laberfächer machen den Bauch nicht voll. Statt sich das abzuschauen, wird sich drüber beklagt.

Dann gibt´s Migranten (vor allem Vietnamesen, Russlanddeutsche etc.) auch im Osten. In der Statistik werden aber Aussiedler wie andere Deutsche geführt obwohl viele mit der russischen Sprache aufgewachsen sind. Im Osten gibt man die aber nicht auf, indem man sie in die Hauptschule abschiebt, sondern die lernen Deutsch.

Im Osten ist die Arbeitslosigkeit deutlich höher als im Westen. Studien zeigen, dass der sozialer Hintergrund genau so ein Faktor ist, wie die ethnische Herkunft. Im Osten haben Kinder aus sozial schwachen Familien viel eher die Chance ein Gymnasium zu besuchen und dort Abitur zu machen als im Westen. Vielleicht sollte man sich das auch mal abschauen.

Statt aber aus PISA zu lernen, wird versucht das Ergebnis madig zu machen, schließlich steht man unten und es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.

Statt nach Ausreden zu suchen, sollte der Herr Lehrer sich lieber überlegen, was man besser machen könnte und was vielleicht in anderen (Bundes)Ländern besser läuft.
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19.11.2008 15:11 Uhr von chitah
 
+10 | -4
 
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ZTUC: Genau so ist es!
Als noch Bayern vorn lag hiess es alle sollten sich ein Beispiel nehmen und überall wurde begründet warum die Ossis ja so viel schlechter abschneiden.
Jetzt ist, OH GRAUS, ein ostdeutsches Bundesland vorn und schon geht die Debatte los mit welchen unfairen Mitteln denn das nur sein kann. Das in einem regulären und fairen Wettbewerb der Osten mal besser abschneidet verstösst ja schließlich gegen sämtliche Naturgesetze und die Erwähnung der DDR, egal wie unsinnig auch immer, darf natürlich nicht fehlen.
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19.11.2008 15:12 Uhr von rubberduck09
 
+3 | -2
 
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@ConnySan: Ethik ist mitnichten unwichtig, aber Noten in diesem Fach sind überflüssig wie ein Kropf. Genauso verhält es sich mit Sport und Musik. Wichtige Fächer ohne Notendruck sollten das sein.

Es gibt aber andere Fächer in denen wir Deutsche kläglich versagen, aber superwichtig wäre: Hauswirtschaft und Ernährung. Wir sollten mal wissen, wie man Nudeln richtig kocht und was in ner Dose Ravioli wirklich so alles drin ist (so als Beispiele). Viele Schulabgänger würden ohne Mami/Pizzadienst kläglich verhungern. So schauts aus - und vor allem in den höheren Schulen ist das zu beobachten. Ein Gymnasiast schaffts bisweilen doch glatt, Wasser anbrennen zu lassen.
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19.11.2008 15:18 Uhr von ConnySan
 
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@ KingPR: Sport kannst de nciht rausnehmen, sowie Kunst,Musik und so.
Denn da werden die Kids noch dümmer und dicker als sie jetzt schon sind.
Ich sage nur Flopstars, wo Mädchen im alter von 14-16 Jahren denken sie können singen, zum anderen will ich nicht das die Kassenlobby wieder was findet, das mit die Beiträge in die höhe schnellen.
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19.11.2008 15:20 Uhr von marcschulz999
 
+14 | -1
 
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Der Reine Grund: Der Grund warum der Osten diesmal besser dasteht sind folgende Gründe:
- Kinder im Osten kommen aus ärmeren Milieu und versuchen durch Wissenerlangung reicher zu werden
- Kinder im Westen waren schon reich und müssen sich nicht unbedingt anstrengen um einen Arbeitsplatz zu bekommen (Bequemlichkeit der Bildung), da in Westdeutschland durch Reichtum (der im Osten nun nicht da ist) eine Wissenserlangung nicht unbedingt erforderlich ist, und somit durch Reichtum "verblödete Jugend". Den die Eltern der Kinder mögen ja intellektuell ziemlich gut dastehen, aber die Kinder nicht, da sich die Kinder versucht haben aus den Lorbeeren der Eltern auszuruhen und somit gab es kein Bedarf an Verbesserungen im System.

Nun zu mir:
- ich war Realschüler
- ging auf die Berufsfachschule und danach auf die FOS
- jetzt bin ich Student der WiWi in einer FH
- ich komme aus Ostdeutschland und kenn mich mit Armut und Minderreichtum aus

D.h. in Ostdeutschland sind heutzutage Kinder begeisterungsfähiger zu lernen und dieses Wissen auch anzuwenden, um aus der Armut zu kommen. Denn aus Armut kann auch Wissen entspringen (siehe Marie Curie). Sie kam auch aus armen Verhältnissen (in Polen) und mit dem Willen aufzusteigen ist sie die bekannteste Chemikerin/Physikerin der Geschichte.

Und jeder Versuch heutige Erfolge mit der DDR-Vergangenheit zu verknüpfen ist Schwachsinn. Die Kinder lernen heute und nicht vor 20 Jahren. Die Lehrer mögen zwar die pädagogischen Voraussetzungen aus der DDR mitgebracht haben, aber die Kinder haben gelernt und nicht die Lehrer.

Deshalb kann Ostdeutschland auf sich stolz sein und das Ergebnis.
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19.11.2008 15:26 Uhr von Ki-Ba
 
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@KingPR: "Raus mit Musik, Kunst, Literatur, Religion und Philosophie, Sport - diese Fächer haben keinen wirklichen Lehrwert und verschwenden viel Zeit"

Sorry, aber das ist Quatsch! Aus jedem Fach ziehen die Kinder wertvolle Erkenntnisse für ihr späteres Leben, Stichwort Allgemeinwissen oder einfach Dinge, die ihnen später helfen, Probleme zu übertragen und nach Lösungsstrategien zu suchen. Gerade in Religion und Philosophie wird viel zwischenmenschliches transportiert, an anderer Stelle wird gemeckert, den Kindern fehle es an Kreativität und Entfaltungsmöglichkeiten, aber Musik und Kunst rausschmeißen wollen. Mal ganz davon abgesehen, wie viele Grundschüler nicht mehr auf einem Bein balancieren können weil Spiel- und Austobmöglichkeiten fehlen oder nicht genutzt werden.
Als Schüler habe ich Religion, Sport und Co. gehasst, im Nachhinein hat es mir viel geholfen, viel Überblick und auch Weitblick gegeben. Das wird einem erst hinterher bewusst. Grade wenn du jetzt noch Schüler bist - nimm das nicht pernönlich! - kannst du noch gar nicht abschätzen, was dir später etwas gebracht haben wird und was nicht. Sicher nicht alles, und vieles vergisst man auch wieder, aber für mich hat es dennoch SInn gehabt, obwohl es mir zugegebenermaßen nach 13 Jahren Mathemathik herzlich wenig gebracht hat, eine Ebene aus drei Punkten erstellen oder Integrale berechnen zu können.

"Je nach Stufe werden so bis zu 9 Stunden Unterrichtszeit frei die man durch je 3 zusätzliche Stunden Mathematik, Biologie und Chemie ersetzen könnte."
Und das bringt mir was? Noch mehr chemische Formeln? Noch mehr höhere Mathematik? Wofür? Solche pauschalisierenden Argumente haben keinen Sinn! Wenn, dann verschiedene Zweige mit unterschiedlicher Gewichtung je nach Fähigkeit und Interesse des Kindes (ähnlich der Niederlande beispielsweise). Es nützt nichts auf Teufel komm raus eine ganze Generation auf Naturwissenschaften zu drängen. Das bringt letztendlich niemandem was, denn Kinder mit anderen Talenten gehen unter und fehlen später in wichtigen, eben nicht auf Naturwissenschaften ausgerichteten Positionen, oder, so sie es doch schaffen, haben viel zu viel Zeit mit für sie Unnützem verschwendet.

"Dazu dann schnelleren Unterricht, so langsam wie der Unterricht zumindest in einigen Fächern ist gibt es da enormes Steigerungspotential."
Ist klar, Elitegesellschaft, was? Das ist ein völlig falscher Ansatzpunkt, sorry. Im Gegenteil: Kleinere Klassen, mehr Lehrer, mehr Individualförderung, Disziplin alleine ist Blödsinn. Außerdem, wo fängt sie an, wo hört sie auf? Zurück zum "disziplinierten" Frontalunterricht? Viele Kinder lernen nach neuen Methoden leichter und eigenständiger. Auch hier gilt es, ein gesundes Mittelmaß zu wahren, um möglichst vielen eine Chance zu geben, sich beweisen zu können.

"Der absolut falsche Weg wäre eine längere Schulzeit in undifferenzierten Klassen (z.B. 6 Jahre Grundschule)"
Jein. Es gibt sehr viele Spätzünder. Aber da würde eine höhere Durchlässigkeit zwischen den Schulen (abermals Beispiel NL) sicher auch einiges positives beitragen.

"oder der Zusammenschluss von Haupt-/und Realschule"
Die Gesamtschule schneidet im Schnitt schlechter ab als das Mehrgliedrige System, also ja.

"da somit schwächere mit stärkeren Schülern gemeinsam unterrichtet würden und das Unterrichtstempo dementsprechend leiden würde"
Es kann durchaus Sinn machen und soziale Kompetenz fördern etc, aber sicher nicht als dauerhafte Einrichtung.
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19.11.2008 15:40 Uhr von KingPR
 
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Ki-Ba: Naja, ich weiß das es mir nicht viel bringen wird im Kreis zu laufen (Literatur) oder mir Musikstücke anzuhören und irgendwas da reinzuinterpretieren (Musik), genauso wie es mir nicht besonders viel bringt einen Philosophen nach dem anderem abzuarbeiten nur um deren philosophischen Standpunkt zu kennen, obwohl ich sagen muss das das noch um Meilen sinnvoller ist als Relgion - aus diesen Kursen höre ich das sie Gedichte über Gott interpretieren sollen, wenn das nicht lehrreich ist :/

Mathematik ist vielleicht nicht so unheimlich sinnvoll, aber es ist logisch und die Fähigkeit zum logischem Denken ist doch wohl eine der wichtigsten Kernkompetenzen die man besitzen sollte - und Chemie und Biologie sind absolut sinnvoll, besonders in Zeiten in denen es an Naturwissenschaftlern mangelt, trotzdem gebe ich dir Recht, es sollte die Wahl bestehen auch Gesellschaftswissenschaften/ Wirtschaftswissenschaften /Sprachen zu wählen.

Ich finde auch es sollte leichter sein die Schule zu wechseln und das würde durch die neuen Zwischenschulen unterstützt werden. Und ansonsten (naja bis auf den schnelleren, disziplinierten Unterricht) sind wir ja einer Meinung :)
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19.11.2008 16:12 Uhr von Newbayerin
 
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Ich kann da nur schmunzeln wie sich ein paar aufregen das Sachsen gewonnen hat. Die Gründe mit der DDR ,herrlich.Denen sollte mal was mit Hand und Fuß einfallen und nicht immer die alten Kamellen.Also beim nächsten Test,falls die Sachsen,Thüringer usw. noch besser werden,werden wir wieder das gleiche Jammern hören.
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19.11.2008 16:59 Uhr von P90Man
 
+2 | -2
 
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Raus mit sport ? Ich würde sport nicht aus dem lehrplan nehmen. Was soll uns Schüler denn fit halten ? Schüler brauchen Bewegung und Spass zwischendurch um nicht zu veröden
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19.11.2008 17:01 Uhr von diehard84
 
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...lol: solange bayern an der spitze war hinkte der vergleich natürlich nicht?...aber wenn der osten durch geziehlte maßnahmen einen kleinen erfolg verbuchen kann auch unter anderem durch die ddr zeit und die entsprechend sehr guten lehrer in den naturwissenschaftlichen bereichen dann geht es gleich los von wegen kaum ausländeranteil etc. und das ganze stimmt hinten und vorn nicht...schon klar
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19.11.2008 17:10 Uhr von gzaal
 
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Erst einmal über die Hintergründe informieren: Ich find´s lustig, dass manche hier so tun, als wären alle Eklärungen völlig unsinnig und die Studie der einzig wahre Beweis für Schulsysteme.

Sachsen hat einen Anteil von Schülern mit Migrationshintergund von 3,7%. NRW beispielsweise hat 30. In NRW erreichen genau diese Schüler beim Lesen 486, was der höchste Wert in ganz Deutschland ist. Ginge man NUR hin und würde die Bevölkerungszusammensetzung der beiden Bundesländer tauschen, würden sie bei 502 und 492 landen.

Der Vorsprung wird also mehr als halbiert(!) in dem man schlicht die Ausländerquote tauscht.

Naturwissenschaften: NRWs Schüler erhielten zu diesem Zeitpunkt 21 Stunden. Sachsens Schüler 26. Im Schnitt wohlgemerkt.

Zudem hatten Sachsen Schüler zu dem Zeitpunkt der Studie eine Schulzeit von 12 Jahren bis zum Abitur, NRWs Schüler allerdings 13. Irgendwie nachvollziehbar, dass man im gleichen Alter somit im Schnitt weiter ist.

Auch im Verhältnis Lehreranzahl zu Schüleranzahl steht Sachen besser da. Und nicht zu vergessen: Gerade naturwissenschaftliche Lehrer verdienen in der freien Wirtschaft oft deutlich besser, als als Lehrer. Chemiker etwa kommen auf den höchsten bundesdeutschen Durchschnittslohn. Und für Chemiker beispielsweise gibt es in NRW verhältnismäßig zu Sachsen mehr Stellen in der freien Wirtschaft - folglich sinkt die Lehrermenge und -Qualität.

Um nur mal ein paar Gründe anzuführen. Anstatt sich also hier in billigem "Ha, wir sind besser" oder "Hört auf zu jammern" zu ergehen, sollte man sich vielmehr überlegen, wie Aussagekräftig eine solche Studie in Hiblick auf Faktoren ist, die tatsächlich im Rahmen einer Bildungsreform veränderbar sind oder wären.
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19.11.2008 17:35 Uhr von Benacus
 
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Emotionale Kompetenzen: Ich finde es schon bedenklich, wenn hier manche Leute finde, dass Fächer wie Philosophie, Kunst, Musik usw. aus dem Lehrplan verschwinden sollten.
Wenn diese Fächer verschwinden, verkümmern die Schüler zu Naturwissenschafts-Freaks.
Vielleicht sollten die Kommentarschreiber sich mal fragen, worin jede Wissenschaft begründet liegt: in der Philosophie.

Und überhaupt: Hat sich schonmal jemand über die emotionale Intelligenz der Jugend Gedanken gemacht? Das ist nämlich ein Faktor, der eine höhere Gewichtung im Berufsleben einnimmt als IQ und/oder Wissen.
Und ich finde, soetwas sollte den Schülern auch beigebracht werden. Das fehlt komplett im Lehrplan. Und ganz wichtig fände ich im Sportunterricht auch Yoga, Meditation usw. Gerade wo heutzutage alles sehr stressig ist und viele nachher an einem BurnOut leiden.

Überhaupt würde ich nichts am Schulsystem ändern sondern vielmehr an der Art, wie unterrichtet wird. Es muss den Schülern spannend verpackt werden und nicht trocken nach Lehrbuch. Da hat kein Schüler Motivation und wenn die Motivation fehlt, bleibt es auch nicht haften.
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19.11.2008 18:39 Uhr von Mac-the-Matchmaster
 
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Ich bin Kind einer Immigrantenfamilie: und gehe trotzdem mit Erfolg aufs Gymnasium. Die richtige Erziehung machts aus!
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19.11.2008 18:47 Uhr von Fomas
 
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Lol, wo ist das große Mysterium? Ok, sehen wir uns die News doch einmal genau an.

Ist es nicht LOGISCH, dass NRW ein Jahr hinterherhinkt, wenn folgendes zutrifft:

"die Stundenzahl in naturwissenschaftlichen Fächern im Osten höher und der Unterricht beginnt auch schon ein Jahr früher"

Wenn der Unterricht 1 Jahr früher beginnt, wo bleibt die Überraschung, dass dann auch 1 Jahr Vorsprung vorhanden ist?
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19.11.2008 23:22 Uhr von madpad
 
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Ach irgendwie hört man es doch jedes Jahr. Immer wieder sind die Missverhältnisse an deutschen Schule nicht wegzudiskutieren; es wird mehr als Zeit, dass sich das deutsche Bildungssystem verändert. Die Politik sollte sich dafür ein Bsp. an bspw. Finnland nehmen, die seit Jahren weit oben stehen und neue Pläne endlich durchsetzen!
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20.11.2008 09:03 Uhr von bommeler
 
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ich: lach mich schlapp, die besser wessis werden zu jammer wessis, rofl, sobald der osten in einer disziplin vorne liegt, fangen DIE an zu jammern, .......
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22.11.2008 02:37 Uhr von thejack86
 
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was für ein Titel: Pisa Studie hinkt.... das klingt nach einem Fehler in der Studie nicht aber am System!

aber Deutschland einig Vaterland - wieder mal wird es getrennt - auf die nächsten 20 Jahre, danke!


zum Thema:
Wenn es mehr Stunden im "Osten" für Naturwissenschaften gibt muss es wo anders weniger Stunden geben, also müsste da ja der "Westen" besser abschneiden. Schade das so was nicht erwähnt wurde.
Aber daraus ein Imigrationsproblem zu machen ist dazu noch eine Schande und gehört, da ausländerfeindlich, gestrichen!


Oje die quelle Besagt das der Osten insgesammt "intelligenter" ist!
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23.11.2008 21:24 Uhr von FanOfTheGoddess
 
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100 % Zustimmung @ marcschulz999 @ZTUC: Ihr hättet es echt nicht besser schreiben können. Ich selbst bin 23 komme ausm "Osten" habe n Einser Realschulabschluss und eine erfolgreiche Berufsausbildung mit 2. Lebe jetzt zwecks des Jobs im Westen. (Darmstadt). Und es stimmt im direkten Vergleich kann man nur sagen, dass Ost-Kinder wesentlich wissbegieriger sind als die verwöhnten Gören im Westen, die absolut talentfrei die Kohle ihrer Eltern verprassen und sich um nix kümmern müssen weil sie mit dem goldenen Löffel im Mund auf die Welt gekommen sind. Und wie gesagt, auch im Osten gibts Migranten, vorwiegend aus Russland; hatte ich in den 90 ern selbst zahlreich in der Klasse! Aber die waren alle auch lernwillig und einige davon sind sogar aufs Gymnasium gegangen. Wieso: Weil diese unserem kulturellen System wesentlich näher sind als die anderen Zugereisten, (mit den Goldkettchen und den BMWs, die "Ey Aldaaa ich mach disch Messer" Fraktion, wenn ihr wisst wen ich meine. Zudem kriege ich jedesmal das kalte Kotzen wenn ich im Radio immer die lustigen Umfragen unter Schülern zu den billigsten Allgemeinwissensfragen höre: Entweder die Schüler hier sind wirklich doof, oder die befragen nur Ausländer. Denn wer nicht mal weiß wer unser Bundeskanzler bzw. Kanzlerin ist oder meint Deutschland besteht aus 5 Bundesländern der kann echt in solch einer PISA Studie nur schlecht abschneiden!

Und @ rubberduck: Wir hatten übrigens Hauswirtschaft von der 7 bis zur 10 Klasse, und ich muss sagen es war wirklich lehrreich, Ich habe was fürs Leben gelernt, was mich als Mensch weiterbringt, und nicht meine Zeit mit brotlosen Fächern wie Religion oder Schauspiel verschwenden müssen. Von daher absolut richtig deine Aussage!

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