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BW: Bürgerinitiative gegen Heizkraftwerk schreibt sarkastischen Brief an Merckle

In Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) soll ein Müllheizkraftwerk errichtet werden. Gegen die Errichtung durch den Energieversorger Vattenfall und das Unternehmen HeidelbergCement wurde die Bürgerinitiative "Pro Schelklingen" gegründet.

Der Vorstand der BI, Stefan Auer, hat jetzt einen fundierten und teilweise sarkastischen Brief an Ludwig Merckle, der auch im Aufsichtsrat der HeidelbergCement sitzt, geschrieben. Dieser war durch angebliche Spekulationen mit VW-Aktien im Milliardenbereich in die Schlagzeilen geraten.

Mit ungeschönten Worten an Merckle bat Auer diesen, das Votum der Bürger gegen das Heizkraftwerk anzuerkennen. Ein Auszug: "Spielen und spekulieren Sie nicht mit der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger so wie Sie es mit ihrem Vermögen bereits getan haben".


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bürger, Brief, Heizkraftwerk
Quelle: www.kanal8.de

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18.11.2008 21:28 Uhr von jsbach
 
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Eine klare und offene Aussage der Bürgerinitiative und deren Vorsitzenden Stefan Auer. Ob es was hilft und bei den Verantwortlichen ankommt...(Bild zeigt Fotomontage des geplanten Müllheizkraftwerks Schelklingen)
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18.11.2008 21:47 Uhr von anderschd
 
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Ich befürchte, dass sind die: letzten Zuckungen, bevor das EBZ gebaut wird.
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18.11.2008 23:28 Uhr von xenonatal
 
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18.11.2008 23:58 Uhr von TrangleC
 
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Einer meiner Professoren wird oft in Kommissionen berufen die die Umweltverträglichkeit von neuen Großanlagen prüft und der meint dass heutzutage viel zu viel Panik wegen sowas gemacht wird. Moderne Filteranlagen sind so gut dass die Luft die bei einer modernen Müllverbrennungsanlage hinten rausgeblasen wird, sauberer ist als die Luft die vorne angesaugt wird.

Er hat uns auch erzählt wie ein Anwalt einer Bürgerinitiative ihn mal vor einer öffentlichen Anhörung beiseite genommen hat um sich im Voraus bei ihm zu entschuldigen. Der Anwalt meinte sinngemäß: "Nehmen sie mir nicht persönlich übel dass ich sie und die anderen Sachverständigen gleich zu Anfang abschiessen muss. Wenn die Sache so lange geht dass wirklich über Fakten und Zahlen geredet wird, wird schnell klar werden dass ich hier nur Unsinn zu erzählen habe, aber ich will mir ja mein Honorar verdienen."
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19.11.2008 02:38 Uhr von usambara
 
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bei uns wurde eine Verbrennungsanlage als direkter Energielieferant für eine Fabrik durchgesetzt, indem man einfach die Schließung
der Fabrik bei Nichtgenehmigung androhte.
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19.11.2008 07:51 Uhr von maki
 
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@TrangleC: Der "Dreck" ist doch Nebensache - das CO2 ist das Problem.

Solange die solche CO2-Schleudern genehmigt bekommen, ist es mir absolut scheissegal, wieviel CO2 mein Auto hinten rausbläst.
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19.11.2008 08:35 Uhr von RockRebell
 
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Es wäre: schön, wenn diese "Verantwortlichen" Entscheider mal genausoviel Einsatzbereitschaft und Erfindungsreichtum zeigen würden, wenn es darum geht, der Verpackungsindustrie die Wucherungen wegzuschnippeln, damit nicht mehr 5 Gramm Ware in 10 Gramm Verpackung steckt.

Zur News: Bürgerinitiativen sollten viel öfter mal das Maul aufmachen und solche Typen ans Licht zerren.
Ich meine jetzt wirklich "zerren", damit man sieht, wohin faule Eier und Tomaten geworfen werden müssen, bevor solche Spekulanten wie Merkel (äh, Merckle) mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt werden, nicht ohne vorher ein Ohr zu schlitzen, damit jeder weiss, was das für ein Subjekt ist (soll mit uns als "Konsumentenmasse" ja auch gemacht werden - RFID-Implantate).

Jaja... *grummel*
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19.11.2008 09:25 Uhr von Carry-
 
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mal wieder typisch: jeder will strom, wärme und den müll loswerden, aber kraftwerke und müllverbrennungsanlagen will keiner. ist das gleiche wie beim handyempfang. jeder will überall perfekte empfangsqualität, aber funkmasten will keiner in der nähe haben.
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19.11.2008 09:26 Uhr von RockRebell
 
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@berti058: Das ist die eine Seite und scheint eine bessere Lösung zu sein, als einfach alles auf die Deponie zu karren.
Natürlich können dadurch viele gesundheitsschädliche Stoffe neutralisiert, und ein Teil der Energie, die für die Herstellung gebraucht wurde, wieder zurückgewonnen werden.

Aber es gibt noch eine andere Seite:
http://www.vero-online.info/...

Es scheint, dass die Messtechniken in den Abgaskaminen zwar "rechtens", aber zum Teil unbrauchbar sind.
Es scheint, dass niemand so genau weiss, was in der Hitze der Müllverbrennung an Reaktionen abläuft, ob nicht irgendwelche hochtoxischen Substanzen dadurch erst aktiviert werden usw.

Wer mal gezielt googelt, findet noch mehr Unstimmigkeiten.

Meine Meinung: Trotz anderslautender Aussagen ist die Technik der Müllverbrennung nicht ausgereift. Wie sovieles, was lukrativ ist - wenn die erste Kohle fliesst, wird gescheffelt und nicht mehr verbessert.
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19.11.2008 09:44 Uhr von phoqueman
 
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@rockrebell: natrürlich kannst du müll nicht so sauber verbrennen wie kohle oder erdöl.
die "saubersten" ergebnisse (wenig CO, NOx und Schwefelverbindungen etc. - CO2 ist hierbei ein gewünschtes ergebnis) erreicht man wenn man die genau zusammensetzung des brennstoffs konnt und die brenner darauf optimiert.
Wenn ein Kraftwerk von Ruhrkohle auf brasilianische Kohle umstellt dann sinkt die Qualität der abgase..
Bei Müll ist das natürlich noch extremer... Da kann man nur auf die chemischen und mechanischen Filtermechanismen für das Rauchgas setzen. und die sind heute besser als vor 10 jahren, auch wenn da evtl noch spielraum nach oben ist, so ist dein letzter satz nur billige polemik...


aber wie carry schon sagte? was wollen wir machen mit dem müll. er wurde von uns geamcht, und verbuddeln ist sicherlich die schlechtere alternative. produzieren...
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19.11.2008 10:21 Uhr von maki
 
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Hmmm Was würde denn an Müll verbrannt werden, wenns sauber sortiert wäre?
Eigentlich doch nur noch "Hygieneartikel"?

Plaste --> gehört raussortiert und recycelt
Metalle --> gehören raussortiert und recycelt
Lebensmittelreste --> gehören in ne Extratonne zum Verfüttern oder Kompostieren (gilt eigentlich auch für Hygieneartikel wie "Always und Tempos")

Somit wüsst ich nicht, was bei konsequenter Nutzung der Möglichkeiten da noch an "unkalkulierbaren" Toxien aus dem Schornstein kommen soll bzw. warum überhaupt Müll verbrannt werden muss (vom Abarbeiten bereits gezahlter Schmiergelder mal abgesehn).
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19.11.2008 11:27 Uhr von anderschd
 
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Im Falle EBS Schelklingen: geht es um Industrieabfälle, wie z.B. Ölige Handschuhe und getränkte Putzlumpen usw. Soweit ich weis. Die Bevölkerung wurde hier halt schlecht und falsch informiert.
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19.11.2008 12:26 Uhr von maki
 
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Na dass brüllt doch geradezu nach: *sichnenKoppmachen*, wie man daraus "Rohöl" zurückgewinnt. Wenns sich lohnt, dafür extra ne Verbrennungsanlage aufzusetzen, enthält das genügend verwertbares Material.
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19.11.2008 13:10 Uhr von TrangleC
 
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@ maki: Leider ist besagte Vorlesung eine Weile her und ich erinner mich nicht mehr an die Zahlenwerte, aber es ist inzwischen wirklich so dass moderne Verbrennungsanlagen weniger Schadstoffe (einschliesslich CO2 und Feinstaub) ausstoßen als den Durchschnittswert der Atemluft. Da muss man sowas auch nicht studieren (so wie ich) um das nachvollziehen zu können. Eine Müllverbrennungsanlage hat ein Filtersystem das millionen Euro kostet und den Raum eines zweifamilienhauses einnimmt. Die millionen von Autos die rumfahren, was haben die für CO2 Filter? Richtig, garkeine.

So verrückt es sich für den Laien auch anhört, aber es ist wirklich so dass die Luft die wir atmen immer sauberer würde, um so mehr moderne Verbrennungsanlagen wir bauen würden.
Das beste wäre natürlich die Filtersysteme ohne die Anlagen zu bauen und sie einfach so die Umgebungsluft durchfiltern zu lassen, aber damit würde eben niemand Geld verdienen.

Aber die Welt der Richtlinien und Verordunungen und Schadstoffhysterie ist generell ziemlich verrückt. Zum Beispiel gibt es für Wandfarben und Lynoleum gewisse Grenzwerte für ausdunstende Lösungsmittel (vorallem Tulole) die zehn oder zwanzig mal niedriger liegen als das was frisches Holz an diesen Stoffen ausdunstet. Das Zeug ist zwar defakto nicht besonders gesund, aber bei einem einzigen Waldspaziergang atmet man mehr davon ein als wenn man stundenlang an einer Farbdose rumschnüffeln würde.

Das sind eben Fakten die kaum einer ausserhalb der Fachwelt kennt und leider sind es meist schlecht informierte Leute die dann hysterisch werden und auf die Barrikaden gehen wegen Sachen die sie einfach nicht verstehen. Und die die es verstehen und ihnen erklären könnten werden als technokratische Umweltsünder abgetan und kommen garnicht zu Wort.
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19.11.2008 13:51 Uhr von maki
 
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CO2 kann man NICHT rausfiltern. :-D: Dann könnte man nämlich die Schornsteine gleich weglassen.

Gibt zwar paar Träumer, welche die Abgase eines Verbrennungskraftwerks in die Erde pressen oder von Algen fressen lassen wollen, aber naja - Träumer halt.

CO2 ist das zwingend entstehende Hauptprodukt bei der Verbrennung von C-haltigem wasauchimmer.
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19.11.2008 15:01 Uhr von TrangleC
 
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Man kann CO2 binden und hohe Verbrennungstemperaturen (die eben in einem PKW nicht erreichbar sind) helfen auch.

Schornsteine braucht man auch um Wasserdampf loszuwerden. Das ist auch so eine Sache über die sich besagter Professor gerne aufregt, dass von Gegnern von Großanlagen gerne Bilder von rauchenden Schornsteinen verwendet werden um Stimmung zu machen, obwohl es sich bei den Wolken die da oben raus kommen meist nur um reinen Wasserdampf handelt (nicht nur bei Atomkraftwerken).
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19.11.2008 16:27 Uhr von phoqueman
 
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@TrangleC: hohe Temperaturen sind so eine sache, da ab einer gewissen stelle der NOx Ausstoß exponentiell anwächst.


zu den sachen mit den schornsteinen:
die großen, bauchigen türme aus denen die fetten wolken kommen, beinhalten nur wasserdampf, immer. diese sind einfach nur mit den kondenstoren gekoppelt in denen der prozessdampf verflüssigt wird.
rauchgas wird über dünne, hohe schornsteine abgeblasen und ist dank filterung fast unsichtbar.

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