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USA: Amish klagen gegen "Zeichen des Teufels" für Nutztiere

Um Tierseuchen wie der Maul- und Klauenseuche oder BSE besser kontrollieren zu können, will die US-Regierung Nutztiere mit einem RFID-Chip ausstatten. Eine Gruppe von sieben Amish aus Michigan klagt deswegen gegen die US-Regierung. Sie wollen lieber die Viehzucht aufgeben als die Chips einzusetzen.

Die strenggläubigen Amish, bekannt für buchstabengetreue Bibelauslegung und einfachen Lebensstil, halten die Markierung ihrer Rinder mittels RFID-Chip für das biblische Zeichen des Teufels und einen Widerspruch zu ihrem religiösen Anspruch auf "die Herrschaft über Rinder und alle lebenden Tiere".

Das Landwirtschaftsministerium hält sich für nicht zuständig, es sei der Bundesstaat Michigan, der die an sich freiwillige Markierung verpflichtend einführen wolle. Außerdem würden auch jetzt schon alle Tiere, auch die der Amish, mit Ohrmarken versehen.


WebReporter: veggie
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Zeichen, Teufel
Quelle: www.telegraph.co.uk

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.11.2008 10:23 Uhr von veggie
 
+0 | -0
 
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Man mag sich über diese strenggläubigen Menschen lustig machen - aber die Markierung von alles (und bald Jedem?) mit RFID-Chips würde dem Satan (nämlich dem Überwachungsstaat) tatsächlich ungeahnte Mittel in die Hand geben.
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18.11.2008 10:44 Uhr von dnbCommander
 
+5 | -3
 
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@autor: ja genau.sie wissen jederzeit, wo sich alle kühe befinden und was sie tun ;)
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18.11.2008 10:45 Uhr von sluebbers
 
+8 | -1
 
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rfid-wahn: ich bin kein amish und habe trotzdem was gegen den rfid-wahn.

die amish an sich sind zwar streggläubig, aber doch recht harmlos. die meisten lassen ihren kindern jedenfalls die freie wahl ob sie diesen lebensstil ebenfalls pflegen wollen.
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18.11.2008 10:49 Uhr von Jaecko
 
+5 | -1
 
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Bin ja schon mal neugierig wann ich mal den ersten RFID in nem Burger find...
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18.11.2008 10:53 Uhr von theG8
 
+4 | -1
 
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@Jaecko: Na ja... bei den ersten Bürgern (USA) dürftest du schon fündig werden ;)
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18.11.2008 11:56 Uhr von Loewebln
 
+1 | -3
 
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Hmmmm....denke, denke Meint Ihr nicht, dass man zunächst einmal JEDES Mittel einsetzen sollte, um den Menschen vor Krankheiten zu schützen??? Und dieser elektronische Chip ist wenigstens keine chemische Keule. Ausserdem geht es doch um Nutztiere.... Unser Grundwasser und auch die Ozeane werden immer stärker belastet mit chemischen Stoffen aus Arzneimitteln, die auch von den Tieren ausgeschieden werden.
Da ist doch dieser Chip vergleichsweise eher harmlos.
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18.11.2008 12:21 Uhr von theG8
 
+3 | -2
 
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Wir basteln uns einen "virtuellen Aus-Knopf" für den RFID-Chip:

Wir nehmen ein "gechiptes" Objekt (also etwas, was NICHT lebt) und einen Mikrowellenofen.
Jetzt stellen wir den Mikrowellenofen auf eine recht hohe Stufe ein, legen das Objekt (welches von den Ausmaßen her natürlich in den Mikrowellenofen passen sollte) in selbigen und stellen eine relativ kurze Zeit ein.
Jetzt kommen wir zum eigentlichen Aus-Knopf des Chips: Er befindet sich nun an unserem Mikrowellenofen und sollte die Bezeichnung "START" tragen.

Ich übernehme keinerlei Verantwortung für eventuelle Schäden und übernehme auch keine Schadensersatz-Ansprüche.
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18.11.2008 12:33 Uhr von theG8
 
+1 | -2
 
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UPS: "Jetzt kommen wir zum eigentlichen..." sollte besser "DANN kommen wir zum eigentlichen..." heißen. (Mit "Jetzt" beginnt ja schon der vorhergehende Satz.)

Da ich sonst immer solche Texte kritisiere denke ich, sollte ich das bei mir auch machen.
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18.11.2008 14:53 Uhr von Hawkeye1976
 
+1 | -1
 
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Mal eine kurze Info: Hier wird immer wieder lamentiert, dass sich ausländische Mitbürger hier doch gefälligst zu integrieren hätten und das sofort und postwendend.

Die Amish stammen mehrheitlich von Deutschen und Schweizern ab (Täuferbewegung) und sprechen bis heute eine auf pfälzischen Dialekten aufbauende Sprachvariante des Hochdeutschen, die man Pennsylvania Dutch oder German nennt. Sie zahlen keine Steuern, verweigern sich eigentlich kommplett dem US-Staat, leben in ihrer eigenen Parallel-Gesellschaft, sind religiös äußerst konservativ (harmlos formuliert) und bleiben lieber für sich, als mit der "modernen Welt" in Kontakt zu treten.

Nimmt man es ganz genau, sind es deutschstämmige Imigranten, die sich seit 300 Jahren einfach nicht in die Mehrheitsgesellschaft der USA einfügen wollen, sprich integrieren.

Übrigens sind die Amish nicht die einzigen Deutschen, die in den USA alles andere als integrationswillig waren.

Das gebe ich mal zu bedenken, wenn mal wieder lautstark nach "Integration oder Rauswurf aus Deutschland" skandiert wird.
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20.11.2008 07:43 Uhr von veggie
 
+1 | -0
 
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@ Hawkeye1976: Mir sind religiös motivierte Pazifisten allemal lieber als pekuniär motivierte Kriegstreiber!
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23.11.2008 15:12 Uhr von Borgir
 
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dann sollen: sie halt aufhören vieh zu züchten...wie kann man so verbohrt und rückständig sein?

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