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Berlin: Studie greift Mangel an Kultur des "Vorlesens" bei Kindern auf

Am heutigen Montag wurde in der Bundeshauptstadt das Resultat der Studie "Vorlesen im Kinderalltag 2008" vorgestellt. Danach würden 37 Prozent der Kinder zu keiner Zeit etwas vorgelesen bekommen. Davon wären sowohl der Kindergarten, die Eltern oder später die Grundschule betroffen.

Nur acht Prozent der Väter würden den Kindern vorlesen, wogegen die Mütter dies achtmal häufiger machen.

Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Zeitung "Die Zeit", Deutsche Bahn AG und der Stiftung Lesen ermöglicht.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Berlin, Kind, Studie, Kultur, Mangel
Quelle: www.wdr.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.11.2008 21:59 Uhr von jsbach
 
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Da geht es nicht nur um die gute Nachtgeschichten, sondern auch um Märchen oder andere Kindergeschichten, die dann neugierig „auf mehr machen“ könnten.
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17.11.2008 22:13 Uhr von ophris
 
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Erschreckend, vorallem bezogen auf die Einrichtung wo dies eigentlich geschehen sollte.

Bei Eltern kann ich mir gut vorstellen weshalb das nicht der Fall ist: Beide berufstätig und abends ist man dann einfach zu müde.

Aber anders herum gefragt - wie "in" ist Lesen bei Kindern überhaupt? Kommt es eventuell zu einer Verschiebung des Medieninteresses von Büchern zu Bildschirmen - konkurieren Bücher und Computer?
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17.11.2008 22:23 Uhr von Pr00z3
 
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Wie wärs mit: E-Book? ;)

Nein,Scherz. Also,ich bin jetzt 17,werde in etwas mehr als 3 Monaten 18 und habe als kleines Kind auch sehr viel vorgelesenbekommen von meiner Mutter speziell. Mir hat sie auch manchmal Lieder vorgesungen etc. Dann habe ich selber angefangen Kinderbücher und Bilderbücher zu "studieren" und ja. Ich möchte jetzt nicht sagen,dass aus mir was geworden ist. Das wäre viel zu früh um das zu sagen,und ich bin auch nicht in der Position dazu. Aber ich merke auf jeden Fall schon einen sehr krassen Unterschied gegenüber anderen in meinem Alter.

Man sollte wirklich eine Alternative zum Vorlesen finden. Im Moment ist es nicht gerade gut bestellt,was die Intelligenz der Jugendlichen betrifft.

Grüße,Pr00z3.
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18.11.2008 02:02 Uhr von CRK277
 
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@Carancha: Da muss ich dir leider widersprechen: das Vorlesen hat absolut nichts mit der korrekten schriftlichen Ausdrucksweise zu tun.
Ich habe in meinem ganzen Leben niemals etwas vorgelesen bekommen und kann trotzdem von mir behauptet, sehr gut Deutsch in Schrift und Sprache zu können.

Trotzdem finde ich es sehr gut, wenn Kinder etwas vorgelesen bekommen. Ich werde es auf jeden Fall bei meinen später machen :)
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18.11.2008 08:19 Uhr von BerndS.
 
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@ ophris: Ich bin auch Berufstätig und komme zweimal die Wochen nicht vor halb sieben nach Hause, Trotzden nehme ich mir die Zeit meiner Tochter (3 Jahre) was Vorzulesen, denn genau in dieser Zeit, wenn du einem Kind etwas vorliest, es auf deinem Schoss sitzt, genau dann baust du eine gute Bindung auf, die die meisten Männer aufgrund der Berufstätigkeit gerade in der ersten 3 Jahren vermissen. Wenn ich dann als Vater die Müdigkeit "vorschieben" würde, dann hätte ich gar keine Bindung zu meinem Kind. Mal davon abgesehen, dass ich der Meinung bin, dass es für die Kinder extrem wichtig ist viel vorgelesen zu bekommen, ist es auch das Verhältnis zwischen dem Berufstätigen Elternteil und dem Kind was sehr gefördert wird.

Aus deinem Kommentar lese ich, dass du keine Kinder und auch keine Ahnung von Kindern hast.

"Aber anders herum gefragt - wie "in" ist Lesen bei Kindern überhaupt?"

Das kann ich dir im Falle meiner Tochter erklären, die findet es super toll, wenn sie was vorgelesen bekommt, eine Verschiebung des Medieninteresses, wie du es nennst, gibt es immer dann, wenn die Kinder auch mit Computern, Computerspielen, Fernsehen usw. großgezogen werden.
Als Eltern muß man einfach versuchen eine Ausgelichenheit zwischen "neuen" Medien ( TV, Computer usw.) und den Büchern, bzw. Spielen (z.B. Memory) finden.
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18.11.2008 08:31 Uhr von Lapetos
 
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Bequemlichkeit: Wofür vorlesen?

Es gibt doch Fernsehen und Playstation 3
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18.11.2008 18:24 Uhr von ophris
 
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@Bernd und @Carancha: Die von Lapetos geschilderten Phänomene der PS3 und des Fernsehens als Ersatz zum Vorlesen drängen sich mir als Eindruck auf.

In Bezug auf die in der News geschilderten Daten stellt Ihr Ausnahmen dar.

Meine Bemerkung hat mit Ahnung von Kindern überhaupt nichts zu tun, da ich mich in eine Erwachsenenperspektive versetzt habe.

Die Schaffung einer Ausgewogenheit zwischen Vorlesen und Bespassung durch moderne Technologien scheint ja offensichtlich in vielen Elternhäusern, Kindergärten und Schulen gescheitert zu sein.

LG,

ophris :-)
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18.11.2008 19:09 Uhr von CRK277
 
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@Carancha: Hat bei mir auch alles von alleine funktioniert ;-)

Aber wie ich schon sagte: ich würde das auf jeden Fall bei meinen Kindern machen :)

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