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Erbschaftssteuerreform: Immobilienerben sollen stärker entlastet werden

Die steuerrechtlichen Erleichterungen im Rahmen der derzeit in der parlamentarischen Beratung befindlichen Erbschaftssteuerreform soll vor allem Immobilienbesitzern zugute kommen. Die große Koalition sieht dies in gemeinsamen Änderungsanträgen vor, die demnächst im Plenum diskutiert werden.

Neben den bereits verabredeten steuerlichen Verbesserungen kommen nun weitere Änderungen zum Vorschein, wie Focus Online berichtet. So können die Erben einer übertragenen Immobilie Wertminderungen steuerlich absetzen. Eine solche Steuergestaltung wurde in den 70er Jahren abgeschafft.

Die Bundesregierung und die große Koalition steht unter Zeitdruck. Bis zum 1. Januar muss das Gesetz in Kraft treten, sonst könnten den Bundesländern Steuereinnahmen in Höhe von vier Milliarden Euro entgehen.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Erbe, Immobilie
Quelle: www.focus.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.11.2008 23:53 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Auch Politiker "schieben" gerne. In diesem Falle unangenehme Themen in die nächste Sitzung, dann in die nächste Sitzung und schließlich in die nächste Sitzung. Bis sie auf einmal vor lauter "Schieberei" feststellen, dass nur noch noch wenig Zeit bleibt. Und schon wieder schieben sie, in diesem Falle ein Gesetzeswerk an. Ein Optimist, wer behaupten will, das Gesetz wäre absolut "gerichtsfest" und "verfassungstauglich". Mal schauen, welche Erben nachher wegen Ungleichbehandlung klagen werden.
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17.11.2008 10:53 Uhr von RockRebell
 
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Reicht es nicht, dass bei fast allen Produkten, die auf den Markt kommen, nachgebessert werden muss und die Kunden als zahlende Versuchskaninchen missbraucht werden?

Muss das auch bei Gesetzen so sein?

Ein Grund, warum ich nicht mehr wählen gehe ist, dass sich "die da Oben" nicht mehr ausreichend Zeit nehmen, um Vorlagen auszuarbeiten und UNS als Versuchtkaninchen missbrauchen, um Gesetze und Regelungen zu testen.

Das führt zu solchen tollen zivilisatorischen Errungenschaften wie HARTZ IV. Ein kleiner Teil macht sich richtig fett daran, aber der grösste Teil kommt vor lauter 1-Euro-Jobs nicht mehr dazu, sich um einen Arbeitsplatz zu kümmern, DER FÜR DEN ANGESTELLTEN AUCH WIRTSCHAFTLICH TRAGBAR IST!

Jedes Unternehmen stösst verlustreiche Sparten sofort ab und schert sich einen Dreck, ob die Leute ihren Arbeitsplatz verlieren oder nicht, Subventionen werden nochmal hinterhergeworfen, damit das Unternehmen jetzt auch wirklich stabil bleibt.

Wenn ICH meinen Job kündige, weil ich 400 Euro im Monat verdiene, aber jeden Tag für 2 Stunden 60 km ZUM Arbeitsplatz und 60 km nach Hause fahre und NICHTS dabei herauskommt, kriege ich eine Sperre.

Ich hoffe, dass sie mit diese Reform endlich mal wieder eine ausgereifte Regelung hinlegen, die nicht jahrelang kaputtgebessert werden muss, damit sie endlich wieder gekippt werden kann.

GRUMMEL!
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17.11.2008 14:29 Uhr von ZTUC
 
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parlamentarischer Prozess: Das Gesetzesvorschläge im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens noch geändert werden ist ganz normal und ich finde auch richtig.
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17.11.2008 17:08 Uhr von Slippy01
 
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Die Erbschaftssteuer: stellt noch nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Beamten dar.
Aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht gehört diese Steuer sofort abgeschafft, da die Kosten größer sind als die Einnahmen.
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17.11.2008 17:27 Uhr von RockRebell
 
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@ZTUC: Das ist ja auch OK.
Dass etwas, egal was, im nachhinein noch angepasst werden muss (und kann), weil nicht jede Kleinigkeit bedacht werden kann, halte ich auch für normal und auch wichtig.

Was ich NICHT normal finde ist, dass in aller Hast irgendwas hingeschustert wird (egal, wie komplex oder kompliziert es auch aussehen mag).

Und das kann es nicht sein, oder?
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17.11.2008 18:05 Uhr von marktwirtschaft
 
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@Slippy01: so ein Quatsch, die Erbschaftssteuer bringt derzeit ca. 4 Mrd. Euro. Leztens war in einer Großen Tageszeitung mal eine sehr schöne Übersicht nach Bundesländern gestaffelt. Einfach mal googlen.
Ich bin absolut für eine vernüftig ausgestalltete Erbschaftssteuer. Auch wenn ich selbst gerne was erben würde. Denn eins ist klar, Erben ist Leistungslos. Kann doch nicht sein das ich von dem mit meiner Hände Arbeit erwitschafteten Einkommen bis zu 45% Steuer zahle und wenn ich etwas Erbe nichts. Da muß schon eine Art Gleichbehandlung der verschiedenen Einkommesarten stattfinden. Wenn ich dann immer höre, das ist ja schon versteuert. In dem Fall nicht den der Erbe hat es ja eben noch nicht versteuert nur der der etwas zu vererben hat. Da regt mich die Doppelbesteuerung bei z.B. Karftstoffen schon mehr auf. Noch was, Steuern sind dazu da etwas zu Steuern. Das sollte jedenfalls der Sinn dahinter sein und nicht nur zum Einnehmen. Ohne eine Erbschaftssteuer konzentriert sich das Vermögen immer weiter. Man muß doch nur mal schauen wie die Entwicklung seit dem letzten Reset 1945 war. Auch Erben kann eine Geselschaft spalten in die einen die Glück haben und vielleicht sogar vom Erbe leben können und die Anderen die Pech haben und für das Erbe bzw. die Zinsen Arbeiten dürfen.
Die Linke hatte hierzu eine wirklich überlegenswerten Vorschlag. Da ja immer angeführt wird, das durch Erbschaften Betriebe vernichtet werden. Das einfachste wäre es den Erben vor die Wahl zu stellen die Steuer zu bezahlen oder aber seine Mitarbeiter entsprechend am Unternehmen zu beteiligen. So erzieltman die gewünschte steuernde Wirkung und kein Unternhemen wird Vernichtet. Die Wahlmöglichkeit gibt dem Unternehmer Flexibilität. Selbstverständlich sollte man in der Erbschaftsteuer großzügige Freibeträge für direkte Angehörige schaffen. Insbesondere Ehepartner und Kinder.
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17.11.2008 19:24 Uhr von Slippy01
 
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@marktwirtschaft: >>"Absehbar ist auf jeden Fall jetzt schon, dass das neue Erbschaftsteuergesetz sehr kompliziert, sehr streitanfällig und die Erhebung dieser Steuer sehr teuer sein wird. Trotz den nun angestrebten Verbesserungen hinsichtlich der Übertragung von selbstgenutztem Wohneigentum und weitergeführten Betrieben wird es zu außerordentlich hohem bürokratischem Aufwand kommen und es wäre daher das einzig Sinnvolle gewesen, komplett auf die Erbschaftsteuer zu verzichten."
Zitat von der Homepage des Bund der Steuerzahler. Besseren Beleg fand ich auf die Schnelle nicht.

Nach Steuersytematik (Intertemporalen Korrespodenzprinzip) sollte es eine Erbschaftssteuer geben, da hast du recht.
Aber nach Systematik hat der Gesetzgeber nie geschaut, warum sollte er aufeinmal jetzt damit anfangen...

>>"Steuern sind dazu da etwas zu Steuern. Das sollte jedenfalls der Sinn dahinter sein und nicht nur zum Einnehmen."
Das ist Quatsch. Laut §3 AO: Steuern sind zur Einnahmenerzielung des Staates gedacht. D.h. Steuern müssen einen so genannten Fiskalzweck IMMER erfüllen. Einen Lenkungszweck darf es geben.
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17.11.2008 23:38 Uhr von marktwirtschaft
 
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@Terrorstorm: Also erst einmal muß ich, glaube ich, klarstellen das ich alles andere als begeistert von unserer Regierung bin!
Ich habe ja auch bereits geschrieben das eben nicht der Erbauer des Hauses nun noch einmal Steuern zahlt sondern der Erbe der mit dem Bau in der Regel ja nun rein Garnichts zu tun hat, wenns z.B. der Enkel oder Urenkel ist. Außerdem sollte es selbstverständlich erhebliche Freibeträge geben, die natürlich, wie jetzt umzusetzten, Für alle Erbformen gleich sein müssen. Um mal eine Zahl zu nennen, sehe ich als Freigrenze min. 500.000Euro für die 1. Erbline als sinnvoll. Damit sollte für jeden das Einfamilienhaus Steuerfrei sein. (Mich würde mal interessieren wieviel überhaupt von den Schreiben hier potentiel von einer Erbschaftssteuer betroffen sind)
Diese Argumente prallen aber eh ab und wenn man Steuern allgemein als ungerecht emfindet sowieso.
Ich für meinen Teil finde andere Steuern weitaus ungerechter. Wie beispielsweise 19% MwSt. auf Babyartikel aber 7% auf Tiernahrung. Ebenfalls wie erwähnt die doppelbesteuerung auf Kraftstoff. Erst Mineralölsteuer und dann auf alles MwSt.
Steuer ist ein endloses Thema und gibt sich 80 Mio Meinungen über das was nortwenig ist in unserem Land.

@Slipppy01
Eben, einen Lenkungszweck darf es geben und sollte es auch geben. Die Politik sollte weg kommen von, wie kann ich noch mehr Einnehmen, hin zu, wie kann ich sinnvoll lenken.
Was ja Scheinheilig z.B. mit der Öko-Steuer versucht wurde. Die nun wieder aber gar nichts mit Öko zu tun hat. Wie oben schon erwähnt sehe ich dieses bürokratische Monster genauso. Bei einer Erbschaftssteuer könnte man ja nun wirklich mit dem "Bierdeckel" auskommen. Aber dafür sind in einer großen Koalition mal wieder zuviele Interessen beieinander. So kommt wie beim Gesundheitsfond nur murx raus. Das ist aber wieder ein anderes Thema
Klar geworden was ich in wenig Worte gefasst habe?

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