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Australien plant tausende Internetseiten zu blockieren

Um den Zugriff auf Webseiten, die "ungewünschte Webinhalte" enthalten, zu verhindern, will Australiens Regierung die Internetprovider zwingen, ein Filtersystem einzurichten. Bislang hat die australische Telekommunikationsbehörde ACMA dazu etwa 1.300 Internetadressen in eine Blacklist eingetragen.

Im Dezember soll ein Testlauf beginnen. Stephen Conroy, australischer Kommunikationsminister teilte mit, 10.000 Websites sollen von der Blockade betroffen sein. Und es gehe überwiegend um Seiten, die kinderpornografisches Material enthalten. Man wolle die Blacklist der ACMA auf Tauglichkeit testen.

Colin Jacobs, die der nationalen Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontiers von Australien angehört, kritisierte, die Kriterien für die Blacklist seien unbekannt. Angeblich soll nach Regierungsangaben nur "ungewolltes und illegales Material" geblockt werden.


WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Internet, Australien
Quelle: www.zdnet.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.11.2008 18:02 Uhr von veggie
 
+8 | -2
 
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Zensur: "Ungewolltes und illegales Material"

Das ist ja sehr weit gefasst, vor allem, wenn die genauen Kriterien geheim bleiben.

Unter "ungewollt" fällt sehr schnell mal alles, was ein bißchen nach regierungskritisch klingt. Siehe auch den wikipedia.de Zensurversuch dieses Linken-Politikers.
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16.11.2008 19:19 Uhr von monky
 
+5 | -1
 
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Internetseiten zu blockieren´: das find ich gut, vielleicht könnte man das bei uns auch einführen, dann wäre mein Postfach nicht immer mit Spam
zugemailt.
Nun Spaß beiseite, kann mir einer erklären was das bringen soll, schnell mal einen Proxy zwischen hängen und das wars oder Leitung kündigen, neue anmelden fertig.
Man sollte lieber die Einsteller von KiPo ausfindig machen und aus den Verkehr ziehen.
Die ganze Aktion zielt wieder einmal auf polit. Aktivität ab, bei uns heißt das eben Vorratsdatenspeicherung, ist doch immer wieder ein und das selbe.
Steigt man Politbonzen zu nahe an die Zehen, kommt eben so was.
Langsam glaube ich an die Aussage eines Internetexperten, das dass Internet den Bach runtergeht.
Wo bleibt eigentlich Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Datenschutz, alles nur leeres Gefassel.
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16.11.2008 19:56 Uhr von nickdesignz
 
+1 | -1
 
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Irgendwie... erinnert mich das

Ob da nicht "Lutz Heilmann" seine Finger im Spiel hat?

Solang es aber bei den Kinderporno Seiten geht, haben se meine vollste Unterstützung, allerdings bleibt zu bezweifeln, ob das auch wirklich so bleibt?

In was für einer Welt lebe ich nur...
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16.11.2008 19:57 Uhr von Andy3268
 
+2 | -1
 
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Warum nicht? Einer muss uns ja vor der bösen gemeinen Welt beschützen.
Wir sind dumm und hilflos und dankbar das der staat uns das Denken abnimmt. [/ironie]
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16.11.2008 22:53 Uhr von CHR.BEST
 
+2 | -1
 
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"ungewolltes und illegales Material"

Also nicht nur illegales Material sondern auch (von wem?) ungewolltes Material soll gesperrt werden.

Das ist ein Freibrief zu hemmungsloser Zensur, praktisch ein Guantanamo Bay für Internetseiten.
Ich fürchte, da ist der Schritt zur Vorratsdatenspeicherung und einem Down-Under-Trojaner nicht mehr fern ...

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