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Deutschland soll in den 60er Jahren über Nuklearwaffen verfügt haben

Der Historiker Detlef Bald behauptet, dass in den 1960er Jahren amerikanische Atombomben in Deutschland gelagert waren, die bei einem russischen Angriff gezündet hätten werden sollen.

Nur ganz wenige Menschen wussten über dieses Arsenal, das etwa 700 Atombomben mit einer Sprengkraft von 0,2 bis 45 Kilotonnen umfasste, Bescheid. Die Verfügungsgewalt über das Nukleararsenal lag Bald zufolge allein beim Militär, weder deutsche noch US-Politiker hatten darüber Befehlsgewalt.

Bisherige Berichte über Atomwaffen in Deutschland waren als Spinnerei der Friedensbewegungen diffamiert worden, aber Bald beruft sich auf Geheimdokumente aus Schmidts Privatarchiv. Erst 1973 sollen die Nuklearwaffen aus Deutschland abgezogen worden sein.


WebReporter: veggie
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Jahr, Nuklear
Quelle: diepresse.com

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.11.2008 15:15 Uhr von veggie
 
+1 | -0
 
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Wenn schon in Deutschland solche Geheimnisse über so lange Zeit geheim gehalten werden können, wie wird es da erst in den USA aussehen?

Barack Obama wird sicher sehr gestaunt haben, als der Geheimdienst ihn in die Staatsgeheimnisse der USA eingeweiht hat.
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16.11.2008 16:43 Uhr von DerBibliothekar
 
+24 | -3
 
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WOW: Das habe ich überhaupt nicht gewusst ^^

Im Ernst, dass die Amis in Ram(m)stein etc. Atomwaffen "rumliegen" hatten weiß man doch schon lange.
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16.11.2008 16:51 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+9 | -11
 
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Nunja, wenn es denn so sein sollte, wäre es ein handfester Skandal. Denn das Militär ist in Deutschland strikt dem politischen Primat untergeordnet, so etwas darf nicht sein. Ich habe an der Darstellung allerdings meine Zweifel.

Zum einen sind Atom-Minen per se eine Verteidigungswaffe, die erst als "ultima ratio", also im Falle eines bewaffneten Angriffs der (konventionellen) Sowjettruppen auf (west)deutsches Staatsgebiet verlegt worden wären. Da sah die damals gültige NATO-Strategie ohnehin die Kombination verschiedener taktischer atomarer Gegenschläge vor (z.B. FOFA - Follow on Forces Attack durch die Luftwaffe).

Was mich stutzig macht, ist, dass der Artikel den Eindruck erzeugt, die Verfügung solcher Waffen obläge alleine den Militärs. Das, bei allem Respekt, will ich nicht glauben. Oder sollten wir aus der Geschichte nichts gelernt haben. Wo doch Militärs immer vom "worst case" ausgehen müssen.
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16.11.2008 16:53 Uhr von cluster5020
 
+6 | -7
 
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Anscheinend soll es in Österreich ein ähnliches Lager gegeben haben. Aber sind alles nur Gerüchte.
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16.11.2008 17:04 Uhr von veggie
 
+7 | -2
 
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@cluster5020 - @DerBibliothekar: @cluster5020
Das kann ich mir nicht vorstellen - als Neutraler und Nicht-NATO-Mitglied war Österreich sicher nicht vertrauenswürdig genug, um mit Atomwaffen ausgestattet zu werden.

@DerBibliothekar
Es geht hier um eine geheimes Arsenal, das nicht der Kontrolle der Politik unterlag. Und bei einem Angriff auf deutschem Gebiet gezündet werden sollte. Das wußte man auch schon lange?
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16.11.2008 17:15 Uhr von wrigley
 
+22 | -7
 
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Das Wort heißt nukular, nukular! xD
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16.11.2008 17:21 Uhr von libertin
 
+6 | -2
 
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@veggie: Also das in Deutschland taktische Atomraketen gelagert waren, die gerade mal bis nach Polen kamen, ist doch hinlänglich bekannt, und nicht nur ein Gerücht.

Und dass das amerikanische Militär darüber selbst die Kontrolle behielt, klingt für mich ebenso logisch - nichtmal Christdemokraten hätten die doch abgeschossen in dem Wissen, dass West-D damit auch verstrahlt wird.
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16.11.2008 17:21 Uhr von Nachrichtenleser
 
+8 | -1
 
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Wir nicht... aber die Amis: In den 80gern bewachte ich als Soldat ein amerikanisches Waffenlager in Norddeutschland, es wurde kein Hehl daraus gemacht das dort Atomwaffen gelagert sind.
Aufgrund unserer Ausrüstung und Ausbildung waren es atomare Sprengköpfe für Kurzstreckenraketen.
Ich fuhr selber entsprechende Attrappen (hoffentlich) auf Übungen zu nächtlichen Verladepunkte.
Einzig seltsam war das ich (bzw. meine Ladung) ständig von einem amerikanischen Soldat begleitet wurde.

Wir Deutschen bewachten das Lager, wir stellten die Transporteinheiten, aber den Amerikanern gehörte es... offiziell.
Es reichte, wenn auch nur ein einziger Amerikaner anwesend war...
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16.11.2008 17:21 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+3 | -7
 
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@veggie: Dein Artikel ist hochinteressant und gut wiedergegeben, nicht dass wir uns da missverstehen.

Ich bezweifel aber weiterhin, dass die Politik keine Kontrolle darüber hatte. Immerhin wusste der Verteidigungsminister darüber Bescheid. Leider ist die Quelle in diesem - für mich entscheidenden Punkt - auch nicht konkret. Von alleiniger Verügbarkeit durch (deutsche) Militärs ohne politische Kontrolle steht dort nichts drin. Und genau das kann und will ich mir nicht vorstellen. Wenn es denn so sein sollte, wäre es - das meinte ich mit meinem ersten Post - ein handfester Riesen-Skandal. Aber wie gesagt, ich habe begründete Zweifel.
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16.11.2008 17:28 Uhr von henglert
 
+7 | -0
 
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..ist aber nichts neues bei einem Angriff des Warschauer Paktes sollten auf deutschem Gebiet Atombomben gezündet werden um zu verhindern das Europa überrollt wird. Durch den Atomschlag auf Natogebiet sollte ein Nuklearer-Gegenschlag verhindert werden da kein fremdes Teritorium angegriffen würde.
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16.11.2008 17:29 Uhr von veggie
 
+4 | -0
 
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@alle: Also - erstens mal mußte ich die News auf hartnäckiges Bestehen des Checkers auf die Möglichkeitsform abschwächen, weil er es als unbewiesene Behauptung betrachtete und sich partout nicht umstimmen ließ.
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Zweitens wiederhole ich mich nur ungern, aber es geht hier um ein Arsenal, das NICHT der Kontrolle der Politik unterlag.
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Und drittens - @ Ralph - also konkreter als - Zitat aus Quelle: "Laut Bald hätte "allein das Militär" über den Waffeneinsatz entschieden. "Kein deutscher, kein amerikanischer Politiker hätte zustimmen müssen."" Zitat Ende - gehts wohl nicht??
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16.11.2008 17:53 Uhr von veggie
 
+2 | -1
 
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@K_GUNI: Also wenn, dann aber wohl kaum unter alleiniger Kontrolle des Militärs. Und sicher auch nicht mit dem Plan, die Bomben auf eigenem Gebiet hochgehen zu lassen.

Ein BISSCHEN hat man inzwischen wohl doch hinzugelernt.
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16.11.2008 18:10 Uhr von henglert
 
+5 | -0
 
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@veggie bei einem massiven konventionellen Angriff des Warschauer Paktes war die NATO-Planung Atombomben entlang des Rhein-Maingebietes zu zünden und den Angriff damit zu stoppen.
Die fest stationierten französischen Kurzstreckenwaffen hatten auch nicht die Reichweite das Gebiet des Warschauer Paktes zu erreichen. Durch den Einsatz der A-Bomben auf NATO-Gebiet sollte kein atomarer Gegenschlag provoziert werden da kein fremdes Staatsgebiet angegriffen wird.
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16.11.2008 18:16 Uhr von veggie
 
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@henglert: Klingt nach einem guten Plan!

/ironie off/
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16.11.2008 18:32 Uhr von henglert
 
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@veggi ein guter Plan für diejenigen die weit weg sind ;-)
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16.11.2008 21:58 Uhr von usambara
 
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Atom-Minen: Den Bewohnern des Grenzgebietes zur DDR sind die Kanaldeckel mit dem Kreuz bekannt. Die Mini-Bomben wären im Kriegsfall fern/zeit gezündet worden, um den Vormarsch
der Roten Armee zu stoppen.
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16.11.2008 23:00 Uhr von Il_Ducatista
 
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verpasste Chance: das ist echt eine verpasste Chance. Man hääte das späztestens 1957 zünden sollen dann hätten wir heute das Problem mit der unsäglichen DDR nicht. wein ...
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17.11.2008 04:40 Uhr von nituP
 
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USA DIE BESTEN FREUNDE! DIE USA HÄTTEN DEUTSCHLAND ALS NUKLARE SELBSTMORD SERVIERSCHEIBE GENUTZT! Sowjetischte truppen wäreen in den großstaeten samt zivilisten durch US atombomben vernichtet worden. US GO HOME! UND NIMM DIE GANZE SCH*** MIT!
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17.11.2008 08:35 Uhr von McMurdock
 
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@Il_Ducatista: Unsäglich ist dein dummer Kommentar. "Man hääte das späztestens" - Ab der 3.Klasse nicht mehr im Unterricht gewesen? Tja, Chance verpasst...
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17.11.2008 09:17 Uhr von Hady
 
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Die Überschrift ist etwas unglücklich gewählt denn so wie ich das verstehe, hat nicht Deutschland über diese Atomwaffen verfügt, sondern die Amis hatten sie hier gelagtert. Da hatte wohl kein Deutscher den Finger auf dem Knopf, sondern die Besatzer.
Und dass die Amis im Notfall Deutschland pulverisiert hätten, um den Russen aufzuhalten, scheint mir wirklich nicht abwegig...
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17.11.2008 10:06 Uhr von maki
 
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Na soooooowas aber auch - *grosseaugenmach* Hatten die alten Nazis doch taaatsächlich Atombomben zur Verfügung?

Was für ne Neuigkeit...

*ROFL*
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17.11.2008 14:36 Uhr von :raven:
 
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Auch heute noch liegen in keinem anderen europäischen Land mehr Atomraketen als in Deutschland. Man braucht nur danach zu googlen....
Nicht nur das andere europäische Staaten ihren Atommüll bei uns lagern, Deutschland ist auch das größte europäische Atom-Waffenarsenal. Natürlich alle unter ausländischer Befehlsgewalt...

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