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Uni Bremen will Recht auf Affenversuche Gerichtlich einklagen

Wie bereits im Oktober bei SN berichtet wurde, hat die Bremer Gesundheitsbehörde einen Antrag der Universität Bremen auf Fortführung des Tierversuchsvorhabens mit Affen abgelehnt. Die geltende Genehmigung läuft Ende November diesen Jahres aus.

Jetzt hat der Hirnforscher Andreas Kreiter von der Universität Bremern einen Widerspruch gegen den Entscheid der Gesundheitsbehörde, sowie einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung beim Verwaltungsgericht Bremen eingereicht.

Der Widerspruch ist Voraussetzung für eine spätere Möglichkeit, Klage zu erheben, falls der Widerspruch ohne Erfolg bleibt. Tierschützer kritisieren die Forschung von Kreitner, bei der Makakenäffchen Sonden ins Gehirn eingeführt werden, als ethisch nicht vertretbar.


WebReporter: Venomous Writer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Gericht, Recht, Bremen, Uni, Affe
Quelle: www.welt.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.11.2008 15:21 Uhr von anderschd
 
+5 | -2
 
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Tierversuche! Ein ganz heißes Eisen.
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15.11.2008 15:34 Uhr von hausherr
 
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Vielleicht schon hilfreich auf lange Sicht betrachtet. Aber man muss halt auch immer berücksichtigen, wie es wär wenn eine "höhere Intelligenz" existieren würde, und uns zu Versuchszwecken in Käfige stecken würde. Nur weil Affen nicht sprechen / mit uns kommunizieren können, heißt das ja noch lang nicht, dass uns das dazu berechtigt mit ihnen zu machen was wir wollen.

Meine Meinung, soll jeder selber urteilen.
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15.11.2008 17:15 Uhr von DER_BERATER
 
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Heisses Thema: Klar, wenn wir bisher auf Tierversuche verzichtet hätten, wären wir medizinisch nicht auf unserem jetzigen Stand.

Aber haben wir das Recht, andere Lebewesen für unseren Vorteil zu missbrauchen? Was wäre, wenn nicht der Mensch, sondern der Affe ganz oben in der Kette stehen würde? Würde die Spezies Affe sich genauso verhalten? Alles Fragen, auf die wir keine Antworten haben. Was ich aber total verurteile, sind Tierversuche, zu kosmetischen Zwecken!! Das ist für mich "unterste Schublade"...

Aber wisst ihr, was unser grösster Irrglaube ist?

"Wir stehen in der Evolution ganz oben" ...

Wenn wir Menschen alle weg sind von dieser Welt, wenn wir alles kaputt gemacht haben, den Planeten für uns unbewohnbar, ......dann werden auf jeden Fall noch die Schaben und Skorpione hier rumwuseln ;-)

Vieleicht machen die es dann mal besser...
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15.11.2008 17:24 Uhr von inept_aider
 
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15.11.2008 17:57 Uhr von Captain_America
 
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Alternative: Medizinische Forschung ist nötig. Ohne sie wäre Krebs heute wohl nicht heilbar. Durch Tierversuche können wir vielleicht einen Impfstoff gegen HIV/AIDS entwickeln.

Es gibt eine Alternative zu Tierversuchen, die allerdings noch unpopulärer sein dürfte. Es wurde in der Vergangenheit oft gemacht und hat unser heutiges sicheres und komfortables Leben erst möglich gemacht. Wovon ich schreibe sind Menschenversuche.

Viele totkranke Menschen wären dazu bereit, Schmerzen und andere Nebenwirkungen auf sich zu nehmen, um eine Chance auf Heilung zu haben. In Staaten der Dritten Welt würden Menschen ihren Körper verkaufen, wenn ihre Familie dafür eine Überlebenschance hätte. Haben wir das Recht, den Menschen und der Menschheit diese Chance vorzuenthalten?
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15.11.2008 19:34 Uhr von Leeson
 
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Wiederlich Das die überhaupt eine Genehmigung haben die erst noch ausläuft.

Sollen die sich doch die Sonden ins Hirn bauen und nicht armen Tieren die sich nicht wehren können.


@ DER_BERATER
"Aber wisst ihr, was unser grösster Irrglaube ist?
"Wir stehen in der Evolution ganz oben" ..."

Ist es ein Irrglaube?
Was macht einen Evolutionsmeister aus?
Wir übervölkern die Welt, weil wir uns in kürzester Zeit angepasst haben.
Gut Haie und Quallen gibt es auch viele und lange. aber die sind immer noch da wo sie vor Millionen von Jahren waren.

Ich denke schon das wir, hier auf unsere Welt, auf der Evo Leiter oben stehen.
Was uns aber keineswegs zum Optimum macht oder das gutheißen lässt was manche Menschen(Fanatiker) anstellen.
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16.11.2008 14:08 Uhr von Ingwer
 
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Eine Frage an alle: die industrienationen forschen im bereich des genoms, der immunologie, der neurowissenschaft, der inneren medizin, gefäßbiologie, kardiologie etc., investieren milliarden von euros/dollars, streben nach perfektion der medizinischen behandlung durch medikamente und vorsorge etc.
uns wird die ganze zeit erzählt:
"bei mäusen wurde ein neues gen gefunden, das für alzheimer/krebs/diabetes verantwortlich sein könnte"
mittlerweile werden täglich mehrere tausend paper (wissenschaftliche publikationen) veröffentlicht, also so viele, dass es keiner mehr überschauen kann und dass datenbanken allein terabyteweise wissen in form dieser publikationen nur speichern und analysieren, damit man darauf zugreifen kann, ohne dass man das "große ganze" bild der erkenntnis hat.
wir sollen den forschern glauben, dass sie bald den dreh raus haben mit der bekämpfung dieser zivilisationskrankheiten.

aber da frage ich mich und euch:

wenn man die annahme, dass jeder einmal sterben muss akzeptiert (wir sind ja vergängliche lebewesen), was bringt es dann, diese krankheiten zu beseitigen und was ist dann das eigentliche ziel dieser art von forschung?

würde mich interessieren, was ihr so dazu zu sagen habt...
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16.11.2008 16:06 Uhr von Leeson
 
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@ Ingwer: Ziel ist es jedem Menschen das Recht auf ein gesundes langes Leben zu ermöglichen.
Sicher Krankheiten gehören zum Leben dazu, aber wenn man den technischen Fortschritt hat um Krankheiten zu heilen, warujm sollte man es dann nicht machen.

Ob es bei allen Menschen ankommt ist eine andere Sache.
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17.11.2008 15:59 Uhr von fuerTiere
 
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gegen Tierversuche: Versuche an Affen sind aus ethischen Gründen zu verbieten. Es gibt keine Rechtfertigung für diese Experimente. Versuche an Affen liefern keine Ergebnisse, die vorbehaltlos auf den Menschen übertragen werden können. Versuche an Affen führen in der Forschung nicht weiter und müssen deshalb auch aus methodischen Gründen abgeschafft werden. Denn die falschen Rückschlüsse, die aus Tierexperimenten gezogen werden, dienen nicht selten der Rechtfertigung, für den Menschen schädliche Produkte oder Technologien auf den Markt zu bringen. Wir brauchen nicht mehr Tierversuche, sondern neue, intelligente Lösungsansätze. Tierversuchsfreie Forschungsmethoden bieten solche Möglichkeiten. Deshalb müssen finanzielle und personelle Mittel, die bisher ganz selbstverständlich in Tierexperimente geflossen sind, für eine tierversuchsfreie Forschung freigegeben werden.

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