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Hamburg-Urteil im Stalker-Prozess: Zwölf Jahre Haft für "Hinrichtung"

Vor den Augen des gemeinsamen Kindes hatte Ali U. seine ehemalige Freundin ermordet, dafür muss der Mann nun wegen Totschlags für zwölf Jahre hinter Gitter, so lautet das Urteil des vorsitzenden Richters Wolfgang Backen vom heutigen Donnerstag. Er folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Über Jahre durchlebte Aysin T. ein regelrechtes Martyrium der Gewalt, sie wurde übelst von ihrem Lebensgefährten misshandelt. Ahmed T., Bruder des Opfers, meinte dazu: "Der Angeklagte hat ihr jahrelang das Recht abgesprochen, ein freier Mensch zu sein. Für uns als Familie war es ein Mord mit Ankündigung".

Die Familie der Frau ist über das Urteil entsetzt und prüft eine Revision des Verfahrens, hatte Ali U. doch bereits seine erste Frau beinahe zu Tode geprügelt. Fünf gezielte Schüsse aus nächster Entfernung beendeten das Leben von Aysin T., der Richter nannte die Vorgehensweise "eine Hinrichtung".


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WebReporter: poseidon17
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Hamburg, Prozess, Urteil, Haft, Hinrichtung, Stalker
Quelle: www.spiegel.de
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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.11.2008 21:31 Uhr von midnight_express
 
+12 | -2
 
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Vor den Augen des gemeinsamen Kindes: tötet er die Mutter/Frau.
Was ist das für ein Mensch?
Nein, ein Mensch ist das nicht. Das ist ein Schwein.
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13.11.2008 21:54 Uhr von Schlaumi
 
+14 | -2
 
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12 Jahre!!!! Das ist jawohl ein Witz. Da bekommt ja jeder Steuerbetrüger mehr....
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13.11.2008 22:09 Uhr von dapeppi
 
+11 | -0
 
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jau das denke ich auch. 12 Jahre sind echt nen Witz. Ich verstehe das Rechtssystem aber eh nicht. Warum ist es Totschlag und nicht Mord, wenn er 5 mal gezielt auf sie abgefeuert hat? Die Waffe wird er ja wohl nicht zufällig dabei gehabt und deswegen im Affekt gehandelt haben.
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13.11.2008 22:17 Uhr von anderschd
 
+4 | -0
 
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Versteh ich nicht. "ehemalige Freundin ermordet, dafür muss der Mann nun wegen Totschlags für zwölf Jahre hinter Gitter"
Sind Mord und Totschlag nicht was völlig anderes? Waren sich Richter und Staatsanwalt nicht einig? 12 Jahre sind ein Witz für Mord.
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13.11.2008 23:31 Uhr von Janina 2000
 
+5 | -1
 
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Unsere Hamburger Justiz-Gutmenschen: haben sich für Totschlag entschieden. Somit kann der Verbrecher wegen guter Führung nach 8 Jahren freigelassen werden. Unter Umständen auch bereits nach 6 Jahren (in Hamburg möglich).
Und er kann bereits weit vor seiner vorzeitigen Haft-Entlassung Freigänger werden.
Ich denke DAS ist der Grund, weshalb man dieses bösartige Verbrechen nicht als Mord eingestuft hat. Obwohl es eine eiskalte geplante Tat war = Mord.
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13.11.2008 23:33 Uhr von Arbitrarius
 
+6 | -1
 
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12 Jahre: für einen kaltblütigen Mord??
Was ist bloß mit dieser Justiz los, wie kann man hier auf Totschlag pledieren? Das ist selbst für die verweichlichte Brd Justiz eine Schande...
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13.11.2008 23:42 Uhr von Multikultiforever
 
+4 | -2
 
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Ich kanns nicht glauben: Das ist kulturelle Bereicherung!
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14.11.2008 00:00 Uhr von Michi1177
 
+6 | -0
 
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Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht für die Angehörigen des Opfers! Nicht nur, dass die Frau tot ist, nein, mit diesem Urteil hat man ihr auch noch die Würde genommen! Für Betrügereien und Finanzdelikte landen Täter auch jahrelang im Knast, aber wenn ein Betrüger z.B. sechs Jahre hinter Gittern landet und ein dreckiger Mörder nur für zwölf, dann ist das Recht hier in ein abartiges Verhältnis gesetzt. Justitia ist in Deutschland nicht nur auf beiden Augen blind, sondern auch blöd!
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14.11.2008 00:52 Uhr von gerndrin
 
+6 | -0
 
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@Frank Zahn: Lieber Frank,
nicht unser Rechtssystem ist an einigen Stellen sanierungsbedürftig, sondern das gibt genug her.
Sanierungsbedürftig sind ein paar gutmenschliche, verklärte 68erRichter... die heute jedem "ich f.. deine Mudder" einen Migrantenbonus einräumen...
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14.11.2008 09:39 Uhr von GenerX
 
+2 | -0
 
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Der Täter war ein Türsteher, also noch einer von dieser noblen Untergattung, die dem Menschen so - fast verwechselbar - nahe steht.

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