13.11.08 13:20 Uhr
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Scheinakupunktur bei künstlicher Befruchtung erfolgreicher als echte Akupunktur

Wissenschaftler der University of Hong Kong haben in einer Studie mit 370 Frauen festgestellt, dass eine Scheinakupunktur die Schwangerschaftsrate am Tag der Embryoübertragung positiv beeinflusst.

Dazu hatten sie die Probandinnen vor und nach der Übertragung des Embryos jeweils entweder einer 25-minütigen normalen Akupunktur oder einer Scheinakupunktur unterzogen. Bei beiden Gruppen veränderte sich die Uterusschleimhaut und stellte sich eine Cortisolspiegel-Senkung im Blut ein.

55 Prozent der Scheinakupunktierten und nur 44 Prozent der tatsächlich akupunktierten Frauen wiesen hinterher eine positive Schwangerschaft auf. Jetzt soll eine Folgestudie mit einer unbehandelten Kontrollgruppe die Ergebnisse verfeinern.


WebReporter: Corazon
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Schein, Befruchtung, Akupunktur
Quelle: www.wissenschaft-aktuell.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.11.2008 12:54 Uhr von Corazon
 
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Das ist etwas merkwürdig, das ein Placebo hier geholfen hat.

Umkehrschluss wäre ja, das die traditionelle Akupunktur den Placeboeffekt sogar unterdrückt hätte. Wenn es eine psychosomatische Verflechtung wäre, hätte die normale Akupunktur doch auch wie ein Placebo wirken müssen.
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13.11.2008 18:00 Uhr von DerBibliothekar
 
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Oder die andere deutung, Corazon: Akupunktur hilft (hier) generell nicht, der Rest ist einfach der übliche Statistikfehler.
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14.11.2008 00:11 Uhr von GenerX
 
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Was mir gleich negativ in der Nachricht auffiel, ist das unübersehbare Versäumnis, eine Testgruppe in die blinde Studie hineinzuziehen. Als ich bei ESHRE nachschlug, fand ich heraus, nicht der einzige mit diesem Gedanken zu sein:

"However, we cannot draw a firm conclusion about this from our current study as we did not compare the two groups with a third control group patients who received neither forms of acupuncture."
heisst es bei der Forschergruppe selbst. Somit weiss man nicht ob sich beides (Akupunktur und Placebo, das der Akupressur ähnelt) positiv oder negativ vom Normalverfahren differenziert.

Der Katecholamin-Ausschuss als Fruchtbarkeitsstörender Faktor wurde öfter erforscht, im Versuch dem 30% der unfruchtbaren Fälle näherzukommen, denen keine körperlichen Defizite nachweisbar waren und als psychologischbedingte Sterilität galten. Dass mit Placebo der Kortisolspiegel fällt und der Stress abgebaut wird, ist mit etlichen Scheinmedikamenten bei diversen Krankheiten nachgewiesen worden.

Aus meinem persönlichen Erfahrungskreis kenne ich mehrere Paare, die nach langjähriger Unfruchtbarkeit zur IVF zurückgriffen, nur um nach der Geburt dieser Kinder baldige Spontanschwanerschaften zu erleben, die zu weiteren Geburten führten. Auch eine Indiz, dass der seelische Faktor hier nicht zu unterschätzen ist.

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