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Schüler sollen Mitspracherecht am Gehalt der Lehrer bekommen

Das Kölner Wirtschaftsinstitut hat nun einen gewagten Vorschlag gemacht: Lehrer sollen künftig nach ihren Leistungen bezahlt werden. Ein Teil dieses Einkommens soll auch von den Schülern mitbestimmt werden dürfen. Die Höhe der Summe soll durch eine anonyme Wahl ermittelt werden.

So sollen Lehrer, die einen guten Unterricht bieten, besser bezahlt werden als die, die den Unterricht uninteressant und schlecht gestalten. Jeder Lehrer soll am Anfang seiner Karriere ein Grundgehalt bekommen, welches er durch Zulagen und Prämien erhöhen kann.

Älteren Lehrern, welche bereits den höchsten Bildungssold erhalten, soll der Lohn jedoch nicht gekürzt werden. Die Lehrerverbände fordern jedoch, dass die leistungsbezogene Zulage zusätzlich zu den derzeitigen Gehältern gezahlt wird.


WebReporter: Kenji|M
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schüler, Lehrer, Gehalt
Quelle: www.rp-online.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.11.2008 18:02 Uhr von nippongirl
 
+8 | -6
 
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ich kann dem autor nur zustimmen: ich bin zwar kein schüler mehr, aber manche lehrer haben weder das doch recht gute und vor allem sichere gehalt, noch den beamtenstatus verdient. und wer kann besser über die lernatmosphäre im unterricht entscheiden, als die schüler selbst?!?
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12.11.2008 18:21 Uhr von In extremo
 
+23 | -2
 
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Ich hab da meine bedenken. Während meiner Schulzeit hab ich bemerkt, dass doch die beliebtesten Lehrer die sind, bei denen man die Noten geschenkt bekommt.

Ich weis, wo immer bewertende Menschen sind, da sind auch immer subjektive Meinungen. Und ich denke einige(wenn nicht gar viele), werden diese Methode dann benutzten um den Lehrerern eins rein zuwürgen.


Vieleicht nehmen die Schüler das ganze auch ernst und es entpuppt sich als genialste Idee der letzten Jahre. Aber aus meiner Schulzeit die dieses Jahr endetet weis ich, Subjetivität ist ein doch sehr rar gesätes Gut.
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12.11.2008 18:21 Uhr von Schwertträger
 
+16 | -1
 
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Naja, so klingt das erstmal gut, aber es reicht ja bisweilen schon eine Antipathie des Klassenwortführers gegenüber dem Lehrer, um nach und nach alle Schüler stimmungsmässig gegen einen Lehrer kippen zu lassen, selbst wenn der ansonsten noch so gut ist.

Das wäre dann das Missbrauchspotential einer solchen Regelung.

Auch zu bedenken wäre, dass ausgebrannte Lehrer dann wegen des zusätzlichen Leistungsdrucks noch nervöser werdenund deren Leistung noch stärker einbricht.


Viel wichtiger fände ich, die Zugangskontrollen und psychischen Leistungsbeurteilungen schon bei der Lehrerausbildung VIEL strenger zu handhaben.
Wenn man da nämlich sieht, was zum Lehrer ausgebildet wird, aber schon aus Erwachsenensicht NIEMALS Lehrer werden dürfte, weil sie weder natürliche Autorität, noch ausreichend Fachverständnis und -wissen, noch ein Sendungsbewusstsein haben, dann ist so ein Vorschlag bloß wieder ein herumdoktern an Symptomen, denn loswerden tut man solche Lehrer ja nicht wieder.

Verglichen mit anderen Studiengängen ist die Lehrerausbildung in den meisten Fachrichtungen eine der leichtesten. Und psychologische Eignungstests gibt es gar nicht.
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12.11.2008 18:24 Uhr von artefaktum
 
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@Kenji|M: Es gibt gute und schlechte Lehrer genau so wie es gute und schlechte Schüler gibt (und damit meine ich jetzt nicht die Noten sondern den Respekt vor den Lehrern). Die Frage, wer guten und schlechten Unterricht verdient hat muss also auch mal in Hinblick auf einige Schüler gestellt werden. Von einer grundsätzlichen Anspruchshaltung bei der ausschließlich Lehrer eine Bringeschuld bringen müssen, halte ich gar nichts.

Der Wind bei dieser "Studie" dieses Kölner Instituts weht zudem aus einer ganz anderen Richtung. Hier sollen schlicht und einfach mal wieder Gründe gefunden werden, Gehälter zu kürzen. Am Ende sollen dann natürlich unter dem Strich alle(!) Lehrer weniger kriegen, verkleidet als Belohnungssystem.

Über schlechte (und sehr schlechte Lehrer) hab ich mich übrigens zu meiner Schulzeit auch sehr geärgert. Andererseits gab es aber auch gute und sogar sehr gute Lehrer.
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12.11.2008 18:28 Uhr von maexchen21
 
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ja also: ich find das das eine wirkliche schwachsinnige idee ist schüler entscheiden zu lassen, dann gibts nämlich keinen richtigen resonazkörper mehr weil die lehrer die guten noten verteilen wie noch was!
und kein schüler kann subjektiv zu einem lehere stehen, das haut einfach nciht hin!
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12.11.2008 18:52 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@In extremo
lehrer die zu gut bewerten und deren schüler nicht durch prüfungen kommen, werden aber früher oder später auch nicht mehr so beliebt sein, oder?
und dass schüler subjektiv bewerten wäre ja klar. genauso wie lehrer subjektiv bewerten. jeder bewertet subjektiv, das geht garnicht anders.

@Schwertträger
also wenn der klassenwortführer (ein phänomen das mir übrigens noch nie untergekommen ist und ich war in einigen klassen :P) einen lehrer nicht mag, dann muss der lehrer nicht hungern.
er kriegt immernoch sein normales gehalt, nur ohne prämie. weil eine klasse ihn schlecht bewertet heisst das nicht, dass alle das tun. und ausserdem wäre die wahl geheim und jeder kann wählen wie er will ohne ärger vom klassenwortführer zu kriegen.

und wenn die armen nervösen lehrer mit dem druck von leistungsoriebntierter bezahlung nicht klar kommen, dann würde ich mal ganz stark vermuten, sie haben sich leider im job geirrt.

über zugangskontrollen und psychische leistungsbeurteilungen (hä?) kann man im übrigen eh keine schlechten lehrer aussortieren, sondern höchstens ein paar freaks.

@artefaktum
schlechte schüler haben schlechte lehrer verdient. eine erwartungshaltung lehrern gegenüber ist falsch. die studie ist teil einer verschwörung lehrergehälter zu kürzen. es gibt gut und schlechte lehrer, und das sollte so bleiben.

ich habe mal zusammengefasst, was ich für deine standpunkte halte. und ich hoffe ich hab dich falsch verstanden ... ?!

@maexchen21
erstens entscheiden die schüler nur über einen teil der premien, nicht über das ganze gehalt. und zweitens bewerten lehrer genauso subjektiv, und die entscheiden mitunter über die zukunft des kindes. sollte man da nicht etwas höhere anforderungen an lehrer stellen dürfen?
ausserdem verwechselst du subjektiv mit objektiv.
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12.11.2008 19:11 Uhr von snake2006
 
+1 | -3
 
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nach Leistung: einen Lehrer nach Leistung zu bezahlen führt nur zu noch mehr Sozialfällen. 3 Monate Urlaub im Jahr bei einem Halbtagsjob, was soll da noch ausgezahlt werden. Das werden dann ja alles Minijobs.
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12.11.2008 19:16 Uhr von Andy3268
 
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Dann kriechen die Lehrer den: schülern in den Arsch um mehr geld zu bekommen und die Bildung bleibt auf der Strecke.
Warum nicht?
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12.11.2008 19:29 Uhr von Schlomo Raffzahn
 
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Unfug: Lehrer sind Beamte und werden nach Tarif bezahlt, und das ist auch gut so.
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12.11.2008 20:04 Uhr von mariandl
 
+1 | -4
 
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Super Idee: Ja warum nicht? Diese Maßnahme würde sicher dazu führen, dass noch weniger Lehrer werden wollen. Eigentlich brauchen wir die Lehrer ja auch nicht. Meistens sind es eh nur Lehrerinnen. Das Lernen aus den Medien und von meinen Kumpels ist doch völlig ausreichend.
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12.11.2008 20:17 Uhr von Valmont1982
 
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Das ist der grösste Schwachsinn den ich heute gelesen habe !!!
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12.11.2008 20:27 Uhr von Schwertträger
 
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@erw: Wieso ist das Gesetz für Kopfnoten un- menschlich??

Nur weil man einem Schüler jetzt wieder in die Beurteilung schreiben kann, dass er mehr leisten könnte, wenn er nicht so faul und renitent wäre, findest Du das unmenschlich??

Was denkst Du denn, was Du später in der freien Wirtschaft für Zeugnisse bekommst? Das sind reine Kopfnotenzeugnisse!
Da steht dann drin, dass Du zuviel erzählst, zu oft Kaffeetrinken gehst und zu oft die dem Chef nicht genehme Meinung hast.

Besser, die Schüler gewöhnen sich früh genug dran.

Es ging ja in früheren Zeiten auch. Da gab es eine Benehmensnote, und die wirklich richtig rebellischen Geister, die es sich auch wirklich erlauben konnten (das sind wenige), die waren trotzdem rebellisch. Aber dem Möchtegern-Rest hat es nicht geschadet, wohl oder übel ein bisschen mehr auf Sparflamme zu kochen. Und auch die Fleissnote gab es, die all denen eine gute Chance gab, die sich zwar bemühten, aber nur auf den unteren Ast kamen.

Kann also so schlecht nicht sein, diese Kopfnote.
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12.11.2008 20:47 Uhr von Schwertträger
 
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@Dr. G0nz0: Ich habe ja auch nicht gesagt, dass die Idee prinzipiell schlecht ist.
Aber ich sage, dass es ein sehr prächtiges Missbrauchsinstrument ist, das man in seinen Regularien schon wieder sehr kompliziert (oder zumindest, wenn einfach, dann genial) gestalten muss, um den Missbrauch zu verhindern.


> @In extremo
lehrer die zu gut bewerten und deren schüler nicht durch prüfungen kommen, werden aber früher oder später auch nicht mehr so beliebt sein, oder?<

Das hilft dann aber den Schülern, die durch jenes Jahr nicht durchgekommen sind, auch ncihts mehr.


>...und ausserdem wäre die wahl geheim und jeder kann wählen wie er will ohne ärger vom klassenwortführer zu kriegen.<

In Zeiten, wo Schüler erpresst werden und sich nciht trauen, dass den Elten zu erzählen, beruhigt mich eine geheime Wahl diesbezüglich(!) nicht wirklich.


>und wenn die armen nervösen lehrer mit dem druck von leistungsoriebntierter bezahlung nicht klar kommen, dann würde ich mal ganz stark vermuten, sie haben sich leider im job geirrt.<

MEIN Reden im letzten Absatz meines letzten Postings, dessen Sinn Du ja in Frage stellst.


>über zugangskontrollen und psychische leistungsbeurteilungen (hä?) kann man im übrigen eh keine schlechten lehrer aussortieren, sondern höchstens ein paar freaks.<

Das kommt auf die ART der Zugangskontrollen an.
Meine Partnerin hat beruflich oft mir Lehramtspraktikanten zu tun, und kann mittlerweile recht gut sagen, wer psychisch geeignet ist, später Lehrer/Lehrerin zu werden und wer nicht.

Selbstverständlich kann man mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit voraussagen, wer später ein guter Lehrer wird, und wer nicht. Und man kann auch mit realtiv hoher Wahrscheinlichkeit sagen, wer früher oder später mit dem Druck nicht mehr klar kommt. Das kann man schon früh sehen.
Nur werden die heute nicht ausgesiebt, weil wir dann nicht mehr genug Lehrer hätten.
Die wirklich fähigen Leute wollen erst gar nicht Lehrer werden, weil die Bezahlung mies ist. Die gehen in die Erwachsenenbildung und machen dort wesentlich mehr Kohle. In der Lehrerausbildung bleiben zum großen Teil die substanzlosen Idealisten, oder eben die von Dir erwähnten Freaks, hängen.

>.... er kriegt immernoch sein normales gehalt, nur ohne prämie.....<
Tja, und an der Höhe dieses Gehalts liegt es dann, wer sich überhaupt entschliesst, den Berufswunsch Lehrer zu verfolgen.
Mit einer Prämie kannst Du kein Leben, keinen Hausbau, keinen Autokauf, keine Familie planen. Wenn das Grundgehalt nicht attraktiv genug ist, ist´s der ganze Job nicht. Und ein gutes Ansehen hat er außerdem nicht.

Alos ich würde kein Lehrer werden, wenn meine neue Waschmaschine vom Wohlwollen einiger pubertierender Interessenloser abhängt, für deren zukunft ich mir den Ar..h aufreisse, was die aber evtl. nicht sehen wollen. Und mit dem Trost "naja, vielleicht ist die nächste Klasse objektiver" geht dann ein Jahr mit dem anderen ins Land, während mein ehemaliger Klassenkamerad in der freien Wirtschaft vielleicht nicht unbedingt ´ne goldene Nase, aber wenigstens ein bronzenes Lenkrad verdient. Toll.


Ich würde wenn, dann eher Abzüge einführen, die aber von einem unabhängigen Gremium verhängt werden müssten, nachdem von Eltern und Schülern verschiedener Klassen entsprechende Anträge bezüglich schlechter Leistungen eingegangen wären.


Und sicher soll man höhere Ansprüche an Lehrer stellen.
Aber wenn, dann schon von Anfang an! In der Ausbildung.
Solange zum Beispiel eine psychologische Schulung nicht obligatorisch ist, werden auch Lehrer weiterhin hilflos vor pubertären Chaoten stehen. Und das ist nur ein Beispiel, was in der Ausbildung schief läuft.
Mit den Kursen einer Lehrerausbildung bekäme man in der freien Wirtschaft nicht mal einen gehobenen Vertreterposten, ...weil der Rhetorikkurs fehlt.
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12.11.2008 21:01 Uhr von Hawkeye1976
 
+2 | -0
 
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Mal ehrlich wie war das bei euch in der Schule? Waren es nicht die größten Nieten, Schnarchsäcke und Luftnummern, die nach dem Abi postwendend auf Lehramt studiert haben?

Das Problem in der deutschen Lehrerschaft sind die 30-50% als Lehrer getarnten Vollidioten, die unser Bildungssystem ruinieren und Schüler fürs Leben versauen.
Die müssen erstmal entsorgt und durch qualifizierte Lehrpersonen ersetzt werden. Dann kann es wieder aufwärts gehen.

Und wenn euch ein Lehrer sagt, er kenne keine Vollidioten unter seinen Kollegen, dann kennt der aus einem ganz bestimmten Grund keine .......

Der Gedanke, Lehrer nach Leistung zu bezahlen ist längst überfällig! Die guten Lehrer können ihr Gehalt aufbessern und die Schmalspur-Pestalozzis reißen sich entweder am Riemen, wechseln den Beruf oder gehen vor Kohldampf die Wände hoch .....
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12.11.2008 21:11 Uhr von menschenhasser
 
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fragt man sich doch von wem das kölner wirtschaftsinstitut ihre gelder erhalten bei so einem absolut sinnlosem vorschlag? so viel schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
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12.11.2008 21:28 Uhr von Timido
 
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... alle sollten sich ihr Gehalt verdienen. Schüler mischen beim Lehrergehalt mit, Diebe bei den Polizisten, Steuerzahler bei den Finanzbeamten, Autokäufer bei den Autobauern, Köche bei den Bauern, Freier bei den Nutten, ...

Und ganz zum Schluss legen wir dann das Gehalt der Wirtschaftsforscher fest.

Mal sehen, wer dann was verdient.
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12.11.2008 21:32 Uhr von bollermichel
 
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ich würde es besser finden nach einem Jahresabschluss einer Klasse, einen bestimmten Bonussatz für Lehrer festzulegen.
Schlechter abschluss keine extraleistungen
guter abschluss ---- Bonus
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12.11.2008 21:33 Uhr von Dohnny
 
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Lehrer: Einen kurzen Denkanstoß an diejenigen, die nicht an ein gerechtes Bewertungssystem durch Schüler glauben

Können Lehrer nicht durch ihre Subjektivität die berufliche Laufbahn eines Schülers massiv beeinträchtigen? Wieso sollen Schüler nicht über mögliche Bonis entscheiden bzw. zumindest mitentscheiden können?

Natürlich ist ein solches Vorgehen in Grundschulen oder niedrigen Klassenstufen nicht wirklich zu empfehlen, aber vor allem in der Oberstufe auf Gymnasien sind doch Schüler reif genug um solche Entscheidungen zu treffen.
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12.11.2008 21:37 Uhr von Timido
 
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@Hawkeye1976: Na dann mal los. Mit diesem Kommentar würdest du dich aber auch für das Lehramt qualifizieren - wenn man deine Maßstäbe annimmt.

Wenn du dann mal eine klevere Minute erwischst, dann erläutere mal, wie du eine objektive Bewertung auf der Basis subjektiver Einschätzungen umsetzen willst. Wie gesagt, der Angeklagte sollte dann dem Richter sein Strafmaß auch vorschlagen können und dieses auch erhalten. Er weiß schließlich am Besten, wie böse er war.

Und nein, an meiner Schule war es nicht so. Vielmehr sind es zum Teil diejenigen, von denen man es nun gar nicht erwartet hat.
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12.11.2008 21:45 Uhr von Timido
 
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@Dohnny: Und ein Chef kann auch die Laufbahn eines Auszubildenden und Angestellten massiv beeinflussen.

Schlag doch mal Piech vor, dass die Arbeiter am VW-Band sein Gehalt mitentscheiden können.
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12.11.2008 21:50 Uhr von Schwertträger
 
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@Timido: Mit den 30% hat hat Hawkeye aber nicht Unrecht.
Diese Zahl würdest Du wohl auch von den Elternräten durch die Bank zu hören bekommen.

Allein in meinem Bekanntenkreis könnte ich die Zahl stützen (auch wenn das nicht repräsentativ wäre). Ein junger Mann mit gutem Allgemeinwissen und ganz gutem Sendungsbewusstsein und förderlichem Auftreten, ein taffes Mädel mit guten Fähigkeiten zum Näherbringen komplizierter Inhalte, und eine Beinahe-Lehrerinnen-Lusche mit Legasthenie(!), die es zum Glück wegen einer ernsthaften psychischen Störung nicht durch die Prüfung schaffte.



Ansonsten finde ich den Vorschlag Bollermichels vernünftig.
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12.11.2008 22:02 Uhr von Timido
 
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@Schwertträger: Hört sich gut an, aber: was ist ein guter Abschluss.

1. An meiner Schule wurde die Klassen entsprechend der 1. Fremdsprachbelegung. Die Lateiner waren im Schnitt besser als die Franzosen. Die Schuld lag aber nicht bei den Fachlehrern.

2. Gibt es eine Regression zum Mittelmaß. Also nach einem Durchgang, der über dem statistischen Mittelmaß (Durchschnitt) liegt, ist der nächste Jahrgang eher schlechter als besser. Sonst müssten irgendwann alle Schüler 1.0 stehen. Klar ist doch wohl auch, das das nicht gehen kann/soll.
Und: Wer legt dieses Mittelmaß fest?

Zum Thema: Es gibt in jeder Berufsgruppe fachliche Unterschiede bei den Arbeitskräften. Wir Deutschen kriegen es noch nicht einmal hin, Bedienungskräfte ausschließlich übers Trinkgeld leistungsgerecht zu bezahlen. Aber auch in anderen Ländern klappt das nicht. Da wird dann halt festgelegt, wie viel Trinkgeld man zu geben hat, um nicht unhöflich zu sein. ;-)
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12.11.2008 22:02 Uhr von Timido
 
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2. Fremdsprache - nicht die 1. Sorry!
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12.11.2008 22:08 Uhr von claeuschen
 
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Genau: Lasst das Volk entscheiden.
Selten ein so dämlichen Vorschlag wie diesen gehört. Schon vor 30 Jahren haben wir die Lehrer geliebt, die uns gute Noten gegeben haben. Heute weiß ich, es waren die strengen Lehrer, von denen man am meisten gelernt hat.

Was mich an diesem Vorschlag am meisten erstaunt. Wir gewähren Kinder unter 18 (mit Ausnahmen unter 16) nicht das allgemeine Wahlrecht, wollen aber auf der anderen Seiten, dass unsere Jugend über das Gehalt eines Lehrers bestimmt. Wie schon gesagt, selten einen größeren Schwachsinnsvorschlag als diesen gehört.

Wie wäre es denn dann, wenn Kinder unter drei Jahren über das Gehalt von Erzieherinnen entscheiden oder noch besser. Ungeborene sollten über das Gehalt des Gynäkologen entscheiden. Das wäre die natürliche Fortsetzung dieses Schwachsinns.

Aber wenn ein Bankenvorstand mit einem Gehalt von mehreren Millionen Euro in seine Villa im Hochtaunuskreis fährt, dann ist das ok? Wie wäre es denn, wenn die Kunden, denen man Lehman-Aktien aufs Auge gedrückt hat, das Gehalt des entsprechenden Bankenvorstands bestimmen. Solch einen Vorschlag hört man nicht vom arbeitgebernahen Institut der Wirtschaftsschlauen. Warum mich das nicht wundert, hmmmm ... keine Kommentar dazu, sonst würde es ausfallend werden.
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12.11.2008 22:41 Uhr von Schwertträger
 
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@Timido: Ich sage nicht, dass es ein einfaches System wäre.
Das hatte ich aber in meinem ersten Beitrag schon gesagt.
Ich stehe dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber. Aber wenn überhaupt, sehe ich ich das am ehesten in Form einer Negativzahlung nach Leistungsbeurteilung durch ein mehr oder weniger unabhängiges Gremium aus Eltern, Schülern und Externen. Da kann man dann Fälle abstrafen, die trotz Hinweisen das Jahr über nichts an ihren Methoden geändert, oder keine Vermittlungsleistungssteigerung hinbekommen haben.

Und um es nochmal zu wiederholen. Man bräuchte gar nicht solche Riesenunterschiede beurteilen, wenn man nicht die ganzen Unfähigen durch die Lehrerausbildung kommen lassen würde.

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