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Managergehälter künftig begrenzt?

Deutsche Managergehälter sollen in Zukunft nach oben begrenzt werden. Dies gilt vor allem für erfolgsabhängige Zahlungen. So planen es CDU und SPD im Bundestag. Einzelheiten betreffen unter anderem Aktienoptionen und die Zahlung von Boni, wie zuletzt für den Bahn-Vorstand beim Börsengang geplant.

Auch ist eine vorgeschriebene Gehälterkürzung als Folge von Fehlentscheidungen angedacht. Bislang ist dies nur optional. Auch sollen bestehende Haftungsbestimmungen strenger umgesetzt werden. Besondere Beschränkungen sollen für Manager von Unternehmen gelten, die staatliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Steuerliche Vorteile sollen ebenfalls abgeschafft werden. Die CDU plant, dass Managergehälter vollständig steuerlich anrechenbar werden sollen. Darüber hinaus sollen Unternehmen und Vorstände auch in die soziale Pflicht genommen werden. Dies ist eine Reaktion auf die aktuelle Wirtschaftskrise.


WebReporter: Morgwenna
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Manager, Managergehälter
Quelle: www.spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.11.2008 20:57 Uhr von Morgwenna
 
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Eine willkommene Idee - alleine von der Größenordnung mancher Summen kann einem schon schwindlig werden. Besondere Leistungen sollen zwar besonders honoriert werden, aber es geht meiner Meinung nach nicht, dass Vorstände und Manager sich selber belohnen, auch wenn sie lediglich ein mittleres Desaster angerichtet haben.
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11.11.2008 21:14 Uhr von dustz33
 
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Sehr: sinnvoll wird aber wohl leider nicht durchgezogen werden...
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11.11.2008 21:25 Uhr von anderschd
 
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Das hätten wir mit: den Diäten schon vor 20 Jahren machen müssen.
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11.11.2008 21:30 Uhr von de_waesche
 
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da merkelmonster und andere politiker: sollen den planungen gegenüber äusserst skeptisch sein. aber allen anderen (v.a. wähler) werden soetwas natürlich begrüßen. ich denke jedoch, dass dieser in manchen augen sehr gewagte plan nicht leicht durchzusetzen ist. unter anderem könnte es wohl an den bossen der großen konzerne und deren lobby scheitern.
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11.11.2008 21:53 Uhr von KingPR
 
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Jaja: Da sieht man mal wieder wie dumm unsere Politiker sind.
Statt der Finanzkrise sinnvoll zu begegnen wird Geld an Landesbanken verliehen (naja, irgendwo müssen die Politiker ja hin wenn sie nicht mehr gewählt werden) damit die nicht endgültig Pleite gehen und damit das Volk seine Genugtum bekommt begrenzt Frau Chefin die Managergehälter und schafft die Steuer"vergünstigungen"(Man achte auf das Wort das den Hintergrund hat es so darzustellen als würden diese Personen bei den Steuern "günstig" wegkommen, was aber sicher nicht so ist). Außerdem verstehe ich nicht wie eine steigende Steuerlast für Unternehmen (Stichwort: Soziale Verantwortung) eine angemessene Reaktion auf eine Krise sein kann die den Gewinn sämtlicher Banken bereits geschmälert hat.

Und @Autor: Manager und Vorstände belohnen sich nicht selbst, dass tun die Aktionäre - und wieso sollten die nicht ihr eigenes Geld an eventuell unfähige Vorstände verschenken wenn sie es denn unbedingt wollen?
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11.11.2008 22:01 Uhr von Captain_America
 
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Begrenzung = Blöd: Jeder soll so viel verdienen dürfen, wie er wert ist. Manche mehr, andere... überhaupt nichts. C´est la vie!
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11.11.2008 22:07 Uhr von Bleifuss88
 
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Hmmm: Machts denn dann noch Sinn einen Managerposten anzustreben?
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11.11.2008 22:22 Uhr von maegashira
 
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brilliante idee, um die wirtschaft und die konkurrenzfähigkeit deutscher unternehmen völlig gegen die wand zu fahren!
diejenigen, die so ne deckelung treffen wird, werden stumpf abwandern... die kleben nicht an deutschland, nicht was die arbeit angeht, nicht wg. der umgebung/heimat und nicht mal wg. der familiensituation o.ä.. die können sich überall ein entsprechendes leben (haus, gute ausbildung der kinder, gesundheitssystem usw.) leisten!
warum sollen die hier malochen, viel steuern zahlen und nur nen bruchteil dessen verdienen, was woanders üblich ist?
entsprechend bleiben hier nur die manager über, die woanders nicht unterkommen... entsprechend wird sich dann hier auch die qualität des management entwickeln!
leute, die wirklich was drauf haben, arbeiten nicht für nen butterbrot! müssen sie ja auch gar nicht...
für´s mittlere management bleibt alles beim alten!
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11.11.2008 22:23 Uhr von Slaydom
 
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Tja: wenn das durchkommt sind wir nicht mehr Konkurenz fähig, da die Top Manager alle ins Ausland wechseln werden.
Was sinnvoller wäre, wäre sie härter zu bestrafen, wenn sie scheisse bauen, aber Kürzungen bringen rein Garnichts.
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11.11.2008 23:39 Uhr von artefaktum
 
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@maegashira: "..um die wirtschaft und die konkurrenzfähigkeit deutscher unternehmen völlig gegen die wand zu fahren!"

Zunächst mal: Ich bin auch dagegen, dass sich die Politik da einmischt, das ist in meinen Augen Sache der Privatunernehmen. Das kann man bedauern, aber letzlich ist es nicht unser Geld. Und wenn die Unternehmen so klug (oder häufig auch so dumm sind) ihr Geld so rauszuschmeissen, sollen sie es tun.

Aber bitte fall doch nicht auf diesen von vielen Managern selbstgestrickten Mythos des "Managers von Gottes Gnaden" herein, der, wenn man bitteschön nicht alles genauso macht wie er will uns hier zurückläßt, weil er seine göttliche Gabe nicht jedem schenkt und wenn er geht, werden wir hier alle verhungern und ins Elend stürzen ....

Klappern gehört zum Handwerk. Gerade in der Wirtschaft und gerade im höheren Management. Hab ich kein Problem mit, aber deshalb muss man nicht jeden Unsinn glauben, der so verbreitet wird.

Diese "Top"-Manager sind Menschen wie andere auch. Und wenn sie nicht mehr da sind, werden andere ihre Jobs machen. Diese Leute erfüllen einen Job (mehr oder weniger gut, wie in anderen Berufen auch) und tätigen keine Wunder. Jeder ist ersetzbar, in jedem Beruf (hör ich persönlich zwar auch nicht so gern, aber ist so).
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11.11.2008 23:43 Uhr von shadow#
 
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Schöne Ideen in der Quelle: Viel Leistung führt zu viel Vergütung, allerdings nur wenn der Erfolg nachhaltig ist. Es haben sich schon zuviele schwarze Schafe ihre Strohfeuer vergolden lassen.
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12.11.2008 01:50 Uhr von 102033
 
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Von mir aus können sie 10 Milliarden verdienen: solange ich es nicht bezahlen muss.

Wenn die meinen, das dieses Übermaß sie glücklich macht.

Ich hab jedenfalls andere Interessen als zu kaufen kaufen kaufen....
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12.11.2008 10:15 Uhr von ZTUC
 
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Staat soll sich nicht einmischen: Diese Vorschläge beschneiden die Vertragsfreiheit. Wenn ein Unternehmen seine Manager üppig vergüten möchte, so soll es dies tun. Da hat sich niemand einzumischen.

Ich kann höchstens den Punkt akzeptieren, wo Managergehälter gedeckelt werden, wenn staatliche Hilfe angefordert wird.
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12.11.2008 11:37 Uhr von phil_85
 
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Hmmm: ich denke es reicht, wenn die Topverdiener (dies ist nicht immer mit Manager gleichzusetzen! Es geht hier um die Vorstände, Manager ist allerdings jeder, der irgendwelche Abteilungen leitet) volle Steuern zahlen...eine zusätzliche Besteuerung, da sie mehr verdienen, halte ich für unsinnig...damit vertreibt man fähiges Personal nur aus Deutschland!

Wenn schon soziale Gerechtigkeit, dann bitte auch hier!

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