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Vaginalgel gegen HIV entwickelt - Pharmakonzerne haben kein Interesse

Wissenschaftler der medizinischen Fakultät an der Universität Genf haben ein Vaginalgel entwickelt, das Frauen möglicherweise vor der Infektion mit dem HI-Virus schützen könnte.

Zur Prüfung dieser These wären noch klinische Tests am Menschen notwendig. Allerdings möchte kein Pharmakonzern diese Tests durchführen. Dabei wäre das Anti-HIV-Mikrobizid billig herzustellen und in Gelform einfach anzuwenden.

Genau da sehen die Forscher das Problem. Die Zielgruppe eines solchen Vaginalgels wären die Menschen in den ärmsten Ländern der Erde. Diese haben allerdings nicht genug Kaufkraft um für Pharmakonzerne interessant zu sein.


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WebReporter: RecDC
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Interesse, HIV, Pharma, Vagina
Quelle: www.focus.de

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45 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.11.2008 09:43 Uhr von RecDC
 
+1 | -0
 
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Diese Nachricht stützt meine These, dass Pharmakonzerne keine Interesse in der Heilung von Aids haben. Das Geschäft mit den teuren Medikamenten, die ein Leben lang eingenommen werden müssen ist einfach zu profitabel. Und Profit geht vor Menschenleben.
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11.11.2008 10:29 Uhr von Fireproof999
 
+49 | -8
 
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@Kommentar: Hier gehts aber nich um die heilung sondern um die vorbeugung wie bei kondomen
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11.11.2008 10:31 Uhr von KingPR
 
+18 | -4
 
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Patentrechte: Ohne Patentrechte wird kein Konzern das produzieren, denn im Wettbewerb mit anderen Konzernen dürfte der Preis zu niedrig sein als das es sich lohnen würde.

Außerdem sind Kondome die einfachere und vermutlich billigere Variante, warum sollte ein Pharmakonzern noch mehr vorsorgliche Mittel produzieren? Um es die armen Leute die Kondome für Teufelswerk halten zu verschenken?

Und nein, es geht ihnen nicht unbedingt darum ihre Medikamente zu verkaufen, denn gerade mal dreißigtausend Afrikaner (2006) nehmen antiretrovirale Mittel, also hier bekommen sie kaum bis keinen Profit her (viele der wenigen Mittel befinden sich da in der Testphase und werden gratis an die Kranken abgegeben).
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11.11.2008 10:47 Uhr von marshaus
 
+11 | -8
 
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die intresse liegt am umsatz und da kann man nur verdienen wenn die leute krank werden.....schaetze deswegen werden sie wohl kein intresse haben
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11.11.2008 10:51 Uhr von BitteBrigitte
 
+28 | -3
 
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Ich denke, es wird am Mangel an Versuchspersonen: liegen.

Das ist, als wenn jemand ein unerprobtes Gegenmittel gegen Zyankali anbietet. Nun, Kleeene, schluck mal erst das und dann das und dann guggn wir mal, was passiert .... Oo, ich glaub, da müssen wir noch ein bissel forschen ....
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11.11.2008 11:10 Uhr von Smudo77
 
+9 | -2
 
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@BitteBrigitte: und ich habe mich noch gewundert, dass erst der 5. Kommentator diesen Gedanken hegt. Da hätte ich selbst als grosszügiger Pharmakonzerninhaber auch kein Interesse, wenn ich das erst noch testen muss.
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11.11.2008 11:28 Uhr von NetCrack
 
+4 | -2
 
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Stimme BitteBrigitte zu wie testet man sowas denn bitte? Sagt man "Hey, wenn´s nicht funktioniert bist du zwar HIV-Positiv, aber du hast der Menschheit einen großen Dienst erwiesen?" Na schönen dank. Mal davon abgesehen kann ich mir auch vorstellen das die Anwendung etwas schwieriger ist. Ich mein bei Kondomen kannst man nicht viel falsch machen, aber bei nem Gel kann man zuviel oder zu wenig nehmen, es an die falschen Stellen schmieren usw. Nichts desto trotz sollte es in irgend einer Form getestet werden denn einen Meilenstein im Kampf gegen das HI-Virus stellt es wohl auf alle Fälle dar.
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11.11.2008 11:54 Uhr von bigpapa
 
+11 | -1
 
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Es gibt eine Lösung: Man schmiert das Kondom mit den Gel ein.
Dann flutscht es besser :) und wie meine Mutter immer sagte "Doppelt hält meist besser".

Gruß

BIGPAPA
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11.11.2008 12:27 Uhr von Smudo77
 
+13 | -5
 
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@angelthevampyr: "in afrika sind die teilweise noch so wild das die keine gummis benutzen selbst wenn sie welche da haben. die sind halt so"

Aha. Das tut nicht weh, wenn man Dir auf´n Kopf haut oder?
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11.11.2008 12:31 Uhr von Morgwenna
 
+1 | -1
 
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Interessante Argumentation: Die Argumentation, so ein Produkt würde nicht genügend Gewinn einbringen, ist teilweise nachvollziehbar (auch wenn das jetzt hart klingt). Ein Pharmakonzern, der Unsummen in die Entwicklung von Produkten steckt, die er dann nicht verkaufen kann, richtet sich ja selbst zugrunde.

Allerdings denke ich, dass es auch in anderen Ländern einen Markt für ein solches Gel gäbe - zum Beispiel bei all den jungen Leuten, die trotz hüfig wechselnder Geschlechtspartner keine Kondome benutzen, weil sie andernfalls "Feeling" vermissen. (Nein, weder Pille noch CI noch Beten helfen gegen Krankheiten.)

Wie man solche Mittel testet, wäre mir allerdings auch schleierhaft. Man könnte höchstens Leute, die bereits mit einem Stamm des HIV infiziert sind, einem anderen Stamm aussetzen. Aber sogar dann ist noch nicht sicher, ob das Mittel bei Gesunden genau so wirkte. Und ich persönlich würde mich für solche Versuche nicht zur Verfügung stellen - andererseits, wenn man entsprechende Summen und Nachversorgungsgarantie gäbe, würden sich schon Willige finden...

Und
@angelthevampyr: Dir ist schon bewusst, dass die Zustände in Afrika (wie bei den Wilden???) auf mangelnde Information und Bildung zurückzuführen sind, oder?
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11.11.2008 12:33 Uhr von Morgwenna
 
+6 | -1
 
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@angel: Es geht wohl mehr um die Art und Weise, wie du argumentierst... "die sind halt so". Nein, "die" WISSEN ES NICHT BESSER. Kaum Möglichkeiten schulischer Bildung, kaum zugängliches Informationsangebot - und wenn dann doch mal "Aufklärer" dort auftauchen, glaubt man aus Unsicherheit lieber den lokalen Autoritäten, die als "Heilmittel" gegen die HIV-Infektion Sex mit einer Jungfrau empfehlen...
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11.11.2008 12:54 Uhr von skipjack
 
+1 | -1
 
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Mehr Gewinn: bringt denen offensichtlich erst der Erkrankte...

Obwohl es ein Grundsatz der Medzin ist:
>>Prävention kommt vor Rehabilitation...

Solange es bei HIV überhaupt eine Rehabilitation gibt...
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11.11.2008 13:16 Uhr von ravne182
 
+1 | -2
 
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Medizin: Mir hat ein Mitarbeiter aus der Marketing Abteilung von Novartis mal erzählt, dass die Heilmittel gegen HIV schon länger zurückhalten würden, weil eben die Kaufkraft in den entsprechenden Ländern zu niedrig ist.
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11.11.2008 13:18 Uhr von Zebraei
 
+4 | -2
 
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@ angelthevampyr: Ist das dein Ernst????? Oh man!
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11.11.2008 14:04 Uhr von hujiko-san
 
+5 | -1
 
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Zum Thema von angelthevampyr: Den originalen Post konnte ich nicht lesen, dennoch:

Zu einem Teil steckt da leider eine gewisse Wahrheit dahinter. Ich kenne da persönlich so eine Anekdote von jemandem der es "live" miterleben durfte. Ich glaube es war Somalia, wobei ich mir da aber keineswegs sicher bin.
Es wurden kostenlos Unmengen Kondome verteilt, welche sich wenig später auf "Stöcken" in die Ecke gestellt wiederfanden. Hintergrund war, dass man vergaß über die genaue Anwendungsweise aufzuklären und die Einheimischen nun nach hergebrachtem "magischen Bräuchen" damit verfuhren.

Spätere Aufklärungsversuche scheiterten im Ansatz, da das Thema Sexualität in der dortigen Region einem absolut unumstößlichen Tabu unterlag (-liegt?). Aufklärungsversuche über das Wesen und die Ursachen von Kranheiten scheiterten, weil dies nach deren Verständnis quasi blasphemisch ihrer Glaubenswelt gegenüberstand.

Sicher ist das Ganze auf Unbildung zurückzuführen. Letztlich ist das Ganze aber oft ein schier unüberwindbares Hindernis. Ich finde es auch enorm schwer sich in diesen Bildungsgrad einzudenken. Informationen welche für uns Standardwissen repräsentieren, und wissenschaftliche Erkenntnisse von denen ein jeder von uns hier in D wenigstens eine rudimentäre Vorstellung hat, fehlen in diesen Regionen teilweise gänzlich.

Ist halt die Frage, wie man an solchen Stellen wirklich adäquat und nachhaltig helfen könnte? Oft bleibt eben nur, dem ganzen Elend schweigend zuzusehen und sich zu sagen "Die sind halt so! Was will man machen!"

@topic
Ich glaube auch, dass ein Haupthindernis wohl die ausstehenden Testreihen sein könnten. Dieses Gel wäre auch ein Verbrauchsprodukt, daher prinzipiell schon geeignet langfristig Gewinne zu erzielen. Nicht jeder der es kaufen würde, hätte anderenfalls eine Infektion bekommen und daher Medikamente benötigt. Auch hätte man den Kondomproduzenten etwas von ihrem Umsatz streitig machen können.
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11.11.2008 14:15 Uhr von DonUdo
 
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Das kann ja wohl nich angehen Da kommen die Jungs aus Genf und entwickeln praktisch eine Art von "Impfstoff" (nur dass er öfter erneuert werden muss) und die Pharma konzerne scheissen drauf, weil sie da nich genug Geld mit verdienen wüden?!?
In was für einer Gesellschaft leben wir eig. dass Firmen nur anhand des möglichen Profits millionen von Menschen einfach so dem tod überlassen können?
Für mich haben die manager und Entscheidungsträger dieser Unternehmen nun auch noch den letzten rest möglicher Menschlichkeit verloren.
Ich würde es ihnen nicht wünschen, aber ich glaube echt dass diese Menschen erst persönlich betroffen sein müssten um aufzuwachen und selbst dann würden sie s nur in geringen Mengen herstellen...
sowas kotzt mich einfach nur an.
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11.11.2008 14:17 Uhr von xerxes100
 
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Medikament gegen HIV: An diesem Beispiel ist klar zu erkennen, das es den Verantwortlichen überhaupt nicht um das Wohl der Menschen geht. Es kann kaum etwas verdient werden und das will hier niemand. Alle Spendenaufrufe zum "Kampf gegen HIV" sind nur Augenwischerei.Vor Jahren ist bereits ein Medikament gegen Malaria entwickelt worden das in der Herstellung nur wenige Cent kostet. Sogar die WHO hat die Produktion nicht befürwortet weil zu billig.
Wann endlich merkt auch der Dümmste das"DIE da OBEN"
ohne Ausnahme,überhaupt nicht daran interessiert sind das die Völker glücklich sind.
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11.11.2008 14:27 Uhr von Bender_Unit22
 
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Manchmal glaube ich Ihr seit wirklich schon etwas zu sehr mit Vorurteilen behaftet. Nicht jeder Pharmakonzern ist gleich boese und haelt Mittel zurueck um an anderen zu verdienen. Ganz nebenbei gibt es auch in der sogenannten "Modernen Welt" einen grossen Markt fuer Mittel gegen AIDS und den wuerde sich kein Pharmakonzern entgehen lassen. Das solche mittel erst nach langer Zeit auch fuer die dritte Welt erschwinglich werden wuerden ist allerdings leider eine Tatsache.

Und hier noch ein paar News fuer jeden der da glaubt, es wuerde nicht geforscht werden:

http://english.people.com.cn/...

In Canada (genauergasagt in Edmonton wo ich wohne) ist naemlich vor einigen Monaten ein grosser Fortschritt im Kampf gegen AIDS gemacht worden.

<Sarkasmus>
Aber das wird hier wohl nicht berichtet werden, weil dabei ja keiner getoetet wurde, Britney Spears dabei nicht involviert war, und mann auch sonst nichts darueber in irgend ner Klatschpresse findet.. Also ist das dann wohl auch keine richtige News fuer diese Plattform. </Sarkasmus>
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11.11.2008 14:49 Uhr von LowBob
 
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war ja klar: wieso heilmittel? was wenn alle(od. ein großer Teil) geheilt werden? = Riesenverlust für die Pharmaindustrie!

mann sollte den Vorstand der Pharmaindustrie mit HIV infizieren, damit diese endlich nen Anreiz für die Produktion dieses Mittels haben...
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11.11.2008 14:53 Uhr von tcctkb
 
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Flop bei der Zielgruppe? Die Leute, die es seit Ewigkeiten nicht auf die Reihe kriegen, Kondome zu verwenden, werden sich also voller Begeisterung auf so ein komisches Gel stürzen, ist ja klar.

Und dann wird auch noch gegen die Pharmaindustrie gewettert, als ob das deren Schuld wäre. Autsch.
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11.11.2008 15:49 Uhr von Rainer080762
 
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Da mit kann man ja keine gewinne einfahren wenn es in der Herstellung so billig ist.Es konnten ja die armen Leute in der 3 Welt ja kaufen.
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11.11.2008 15:56 Uhr von mohinofesu
 
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Zitat: Sagt man "Hey, wenn´s nicht funktioniert bist du zwar HIV-Positiv, aber du hast der Menschheit einen großen Dienst erwiesen?"

Musste bei diesem Satz irgendwie an Achmed the dead terrorist denken.
"Und wo bokommt ihr eure Rekruten her?"
"Von der Selbstmordhotline"
^^
Wer das Video kennt (das tun sicher einige) wird wissen was ich meine :P
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11.11.2008 16:12 Uhr von KingPR
 
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LowBob: Das wäre vielleicht so wenn es nur ein großes Pharmaunternehmen gäbe. Aber wieviele gibt es ? Hundert? Wenn eines davon, insbesondere ein Kleines, den Durchbruch schaffen würde, würde es das Heilmittel sofort patentieren lassen um den Markt für sich alleine zu haben und nicht riskieren das ein anderes Unternehmen den Durchbruch ebenfalls schafft während man wartet und das dieses Unternehmen ihn dann patentiert.
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11.11.2008 17:35 Uhr von beidl
 
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@Autor: So ein Schwachsinn!

"Zur Prüfung dieser These wären noch klinische Tests am Menschen notwendig."

Diese Tests fordern ebenfalls Menschenleben, klar dass sich da keine Pharmafirma darauf einlassen wird! Mal nachdenken bevor man wieder die Schuld den ganzen "bösen profitgeilen" Pharmafirmen in die Schuhe schiebt!
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11.11.2008 17:38 Uhr von frederichards
 
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Erinnert mich an den Film: Johnny Mnemonic

Da gings darum, dass eine billiges Medikament eine extrem lukrative langjährige Behandlung ersetzt hätte. Das wollte dieser jedoch nicht.

...........Die konzernbelastete Zukunft hat schon längst begonnen.

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