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Zentralrat der Juden legt Beschwerde gegen "FAZ"-Bericht ein

Der CDU-Politiker Christian Wulff hatte mit der Äußerung, es herrsche "Pogromstimmung" gegen Manager, den Protest des Zentralrats der Juden hervorgerufen. Nun hat der ZdJ beim Presserat Beschwerde gegen einen Bericht der "FAZ" zu diesem Zusammenhang eingelegt.

Der Vorwurf lautet, dass Blatt bediene "antisemitische Reflexe". Die "FAZ" berichtete über die Entschuldigung Wulffs und schrieb, er habe die umstrittene Äußerung "in der von Michel Friedman, einem Juden, moderierten Talkshow" getätigt.

Der Generalsekretär des ZdJ begründete die Beschwerde damit, die Formulierung sei "völlig untragbar", die Religionszugehörigkeit Friedmans stehe in keinem Zusammenhang zu dessen Arbeit. Der verantwortliche Redakteur der "FAZ" äußerte bereits sein Bedauern über die "unglückliche Wortwahl".


WebReporter: sluebbers
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bericht, Jude, Beschwerde, Zentral, Zentralrat, Zentralrat der Juden
Quelle: www.sueddeutsche.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.11.2008 09:37 Uhr von sluebbers
 
+0 | -0
 
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Ich habe ja durchaus Verständnis für die Intention des ZdJ. Es kommt jedoch entscheidend auf das Was und das Wie an. Und hier schießt der ZdJ weit über das Ziel hinaus. Ich finde es bedenklich, wenn man gewisse Formulierungen, die eigentlich harmlos sind, bewusst so darstellt, das es die eigene Meinung rechtfertigt, und dabei andere Interpretationsmöglichkeiten schlichtweg ignoriert.
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11.11.2008 10:33 Uhr von dogdog
 
+8 | -4
 
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irgendwie mag ich keine leute die austeilen aber weinen sobald sie was einstecken müssen.. (egal welcher religion diese angehören)..

Dauert nicht mehr lange, da werden dann die leute vom Zentralrat dJ verklagt, weil diese Blähungen haben...
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11.11.2008 10:53 Uhr von JCR
 
+14 | -5
 
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Und was soll die FAZ jetzt darauf antworten?

"Okay, wir nehmen alles zurück, Michel Friedman ist kein Jude".
lächerlich...
___________


Obwohl, man kann´s verstehen. Wenn ein Verein jedes Jahr Millionen durch bloßes Jammern verdient, dann wird er dieser Tätigkeit auch gewissenhaft nachgehen ;-)
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11.11.2008 11:15 Uhr von korem72
 
+7 | -4
 
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es reicht so langsam wirklich !!!! seit Jahren kassieren sie ab und das nicht wenig - und jetzt verbieten sie einem auch noch das "freie" Reden . Es kommt der Tag da darf in der Schule nur noch mit "Pieps" über den zweiten Weltkrieg, seine Schuld und die Folgen geredet werden. Die heutige Generation hat schon kaum noch Verbindungen zu den geahndeten Wörtern- teilsweise ist nicht mal die Bedeutung bekannt- aber sie dürfen nicht ausgesprochen werden
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11.11.2008 11:31 Uhr von Kanalritter
 
+9 | -3
 
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langsam reichts ich lese nur noch ZDJ beschwert sich hier, ZDJ beschwert sich dort...
Meckern kann jeder... aber irgendwann ist das Fass voll!!
Hab nichts gegen Juden... aber ihr Zentralrat stinkt.
Warum suchen sie immer Streit?
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11.11.2008 11:50 Uhr von Hell_and_Back
 
+6 | -3
 
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Lächerlich: Der ZdJ bewegt sich wirklich immer mehr davon weg eine ernsthaft anzusehende Interessenvertretung zu sein.

Mit solchen inhaltlich total lächerlichen Anschuldigungen schaden die sich und der jüdischen Bevölkerung im Generellen in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend immer mehr.

Aber das ist ja keine punktuelle Entwicklung: Die Interessenvertretungen der meisten Minderheiten oder vermeintlichen Minderheiten sind zurzeit ja in einer solchen Klage und Anschuldigungswut, dass praktisch kein Tag mehr vergeht ohne dass eine solche Meldung auftaucht.

Somit erreicht man nicht die gewünschte Sensibilisierung der Bevölkerung sondern erntet im Gegenteil immer mehr Kopfschütteln.
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11.11.2008 12:01 Uhr von anderschd
 
+3 | -2
 
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Nein, natürlich: steht die Arbeit nicht in Zusammenhang mit seiner Religion. Wohl aber mit der Äußerung des Herrn Wulff. Dem ZDJ muss doch auffallen, das die FAZ damit sagen will, dass Herrn Wulffs Äußerung so nicht gemeint sein kann, wie die es verstehen wollen. Sonst hätte er es sicher nicht in Gegenwart von Friedman los gelassen.
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11.11.2008 12:18 Uhr von LoneZealot
 
+2 | -8
 
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@Fang di Katz: "Deren Anliegen ist in allererster Linie Deutschland das Gewissen schlecht zu reden und über irgendeine Schiene wieder Geld in deren gierigen Hals zu bekommen."

Ja, dafür bekommt der ZdJ sicher viel Geld (lächerlich!).

Die Deutschen sollen ein schlechtes Gewissen bekommen weger der Forderung? Weshalb denn?
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11.11.2008 13:41 Uhr von Andreas-Kiel
 
+2 | -1
 
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@Lonezealot: Blöde Frage, die Du ganz genau selbst beantworten kannst:

Weil zur Zeit unserer Ureltern bei uns Juden verfolgt und getötet wurden und sie zuwenig gegen einen Diktator unternommen haben.

--- Genau deshalb gibt es doch den Zentralrat der Juden, oder etwa nicht????

Den gibt es doch nur in Deutschland, oder irre ich mich da???
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11.11.2008 14:06 Uhr von LoneZealot
 
+4 | -4
 
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@Andreas-Kiel: "--- Genau deshalb gibt es doch den Zentralrat der Juden, oder etwa nicht????"

Nein, das ist nicht der Grund. Der Zentralrat der Juden in Deutschland, die größte Dachorganisation der jüdischen Gemeinden und Landesverbände in Deutschland, ist die politische Vertretung der jüdischen Gemeinschaft im Land.

"Den gibt es doch nur in Deutschland, oder irre ich mich da???"

Es gibt in nahezu jedem Land jüdsche Interessenverbände.
Genauso gibt es christliche oder moslemische Interessenverbände.

Der ZdJ gibt der heutigen Generation keinerlei Schuld an den NS-Verbrechen. Auch gibt es keine sog. Kollektivschuld. Leider geht sowas in die Köpfer vieler Leute nicht rein.
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11.11.2008 14:21 Uhr von Andreas-Kiel
 
+4 | -3
 
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@lonezealot: Dass der ZdJ der heutigen deutschen Generation keine Schuld an NS Verbrechen bzw. Kollektivschuld gibt ist mir nicht bekannt und kommt vom ZdJ meines Erachtens auch überhaupt nicht so rüber.
Man hat immer das Gefühl, dass bei jeder noch so kleinen Andeutung der Nazizeit (Symbole, Abkürzungen, Begriffe) der Zentralrat sich gleich berufen fühlt, etwas zu bemängeln und selbst bei Kleinigkeiten, die wirklich nichts mit Hitler, Dem Judentum oder Israel zu tun haben, sich angegriffen zu fühlen.

Der jetzt aktuelle Bericht von Christian Wulf, der von einer Progromstimmung gegen Manager spricht, greift doch in keinster Weise die Juden an. Man könnte vielleicht sagen, daß er die Pogromstimmung damit verharmlost, aber es sagt doch auch keiner etwas, wenn z.B. "Endzeitstimmung" oder Ähnliches gesagt wird.

Bei solchen meiner Meinung nach Kleinigkeiten verstehe ich die Aufregung des ZdJ überhaupt nicht. Die hatten am Anfang ja sogar den Rücktritt von Wulff gefordert und das ist doch nun wirklich übertrieben, oder wie siehst Du das?
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11.11.2008 14:36 Uhr von LoneZealot
 
+3 | -6
 
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@ Andreas-Kiel: "Man hat immer das Gefühl, dass bei jeder noch so kleinen Andeutung der Nazizeit (Symbole, Abkürzungen, Begriffe) der Zentralrat sich gleich berufen fühlt, etwas zu bemängeln und selbst bei Kleinigkeiten, die wirklich nichts mit Hitler, Dem Judentum oder Israel zu tun haben, sich angegriffen zu fühlen.
"

Ja und? Dasist das gute Recht des ZdJ. Mich wundert eher warum es andere Organisationen NICHT AUCH bemängeln. sind die mittlerweile so abgestumpft oder lassen die lieber den ZdJ die Drecksarbeit machen um hinterher nicht als die Dummen da zu stehen?

"Der jetzt aktuelle Bericht von Christian Wulf, der von einer Progromstimmung gegen Manager spricht, greift doch in keinster Weise die Juden an."

Nicht direkt, aber das der Begriff suggeriert einen Vergleich von Managern mit Juden, darum geht es. MAnager werden aber nicht wie Juden damals verfolgt.

"Bei solchen meiner Meinung nach Kleinigkeiten verstehe ich die Aufregung des ZdJ überhaupt nicht. "

Dich betrifft es ja auch nicht.

"Die hatten am Anfang ja sogar den Rücktritt von Wulff gefordert und das ist doch nun wirklich übertrieben, oder wie siehst Du das?"

Kann ich nicht beurteilen. Ohnehin ist solches Gedankengut längst wieder salonfähig.
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12.11.2008 08:02 Uhr von korem72
 
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Man hört in letzter Zeit öfter: das dieser oder jener Begriff nicht benutzt werden darf, da er mit der Judenverfolgung in Zusammenhang gebracht werden kann.
Mein Vorschlag, damit es nicht mehr vorkommt:
Stellt eine Liste ins Netz, die sich jeder ausdrucken kann und bevor er/sie einen Satz sagt, wird erst einmal nach geguckt ob das Wort nicht auf der verboten Liste steht...

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