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Köln: Güterzug fuhr führerlos, Lokführer waren abgesprungen

Nahe des Bahnhofs Köln-Frechen ist am Montagabend ein Güterzug etwa sechs Kilometer weit ohne Lokführer gefahren. Erst die Brandschutzmauer an einem Bahnhof stoppte die Fahrt.

Die Lokführer des Güterzuges hatten diesen verlassen, indem sie vom fahrenden Zug abgesprungen waren. Die Bremsen des Zuges hatten nicht funktioniert.

Die 31 Waggons des Zuges waren mit Braunkohle beladen. Auf der Irrfahrt war der Zug teilweise etwa 70 Stundenkilometer schnell. Es entstand hoher Sachschaden.


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WebReporter: rudi68
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Köln, Lokführer, Güter, Güterzug
Quelle: www.express.de

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25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.11.2008 10:38 Uhr von Carbonunit
 
+23 | -3
 
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Seltsam nach allem was ich über Sicherheitstechnik bei der Bahn weiss führen defekte Bremsen eher dazu dasss der Zug stehenbleibt anstatt haltlos weiterzurollen. Ausserdem sollte es auf der Lok eine Sicherheitsfahrschaltung (SiFa oder auch Totmannknopf) geben, den der Lokführer alle 30 Sekunden drücken und auch wieder loslassen muss, um der Maschine mitzuteilen, dass er noch reagieret. Tut er das nicht, gibts eine automatische Zwangsbremsung.
Andererseits sind Falschmeldung in der Lokalzeitung für die Leser leicht nachprüfbar (allerdings nicht für mich, bin nicht aus Köln)
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11.11.2008 10:48 Uhr von eagle55
 
+25 | -4
 
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@Carbonunit: Wie sieht denn ne "Zwangsbremsung" aus wenn die Bremsen versagen?

Allerdings ist das schon seltsam dass die schon 6km vorher abgesprungen sind. Gäbe es nicht die Möglichkeit den Motor einfach auszumachen und ausrollen zu lassen?
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11.11.2008 11:04 Uhr von ciller
 
+16 | -2
 
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action jackson oder was: die news ließt sich grad wie so ein film.

rausgesprungen und dann kabum, alles kaputt
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11.11.2008 11:06 Uhr von vostei
 
+19 | -1
 
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@eagle: in der hydraulik bzw pneumatik kann man die steuerung so schalten, dass man mit dem druck die bremsbacken OFFEN hält - fällt der Druck gehen sie von alleine zu - so ist das normalerweise, ich vermute, auch bei Zügen...
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11.11.2008 11:09 Uhr von whitechariot
 
+12 | -5
 
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Brandschutzmauer am Bahnhof? Steht zwar auch so ähnlich in der Quelle, ist aber nicht ganz den Tatsachen entsprechend. Tatsächlich ist der Zug durch ein geschlossenes Tor eine Lagerhalle, in der auch Menschen arbeiteten, reingefahren und kam dort dann zum stehen, wie man hier in einer neueren Meldung auch lesen kann:

http://www.welt.de/...

Dass die Lokführer irgendwo vorher abspringen finde ich im übrigen sehr verantwortungslos und nicht wirklich verständlich.
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11.11.2008 11:10 Uhr von Zebraei
 
+20 | -0
 
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hehe Ich hab von meinem Bürofenster gerade den besten Blick auf das Geschehen. Der Zug steht direkt "in" einer Fabrik gegenüber^^ Die Story stimmt also.
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11.11.2008 11:11 Uhr von xgeierx
 
+7 | -1
 
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Zuug: Ausrollen ist da bestimmt nicht, ein Güterzug hat selbst mit Bremsen einen wahnsinnigen Bremsweg. Wenn 1000 Tonnen rollen dann rollen sie.
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11.11.2008 11:13 Uhr von Zebraei
 
+7 | -1
 
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@whitechariot: Was hätten die Zugfüher denn tun sollen?
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11.11.2008 11:14 Uhr von Carbonunit
 
+6 | -0
 
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@vostei: Genau das meine ich: ausserdem gibts neben der Zugbremse auch eine Lokbremse. Die hilft nicht wirklich wenn 31 vollbeladene Braunkohlewagen Talwärts wollen. Aber in der Ebene sollte der Zug so zum Stehen kommen und nicht 70km/h schnell werden
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11.11.2008 11:21 Uhr von derSchmu
 
+38 | -4
 
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es wird langsam Zeit, dass die Schaffner Handlungsanweisungen bei Leuten ohne Fahrschien bekommen...nun schmeissen sie schon Lokfuehrer aus dem Zug...
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11.11.2008 11:38 Uhr von Hebalo10
 
+7 | -2
 
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Diese: Spekulationen einer SN-Experten finde ich immer herrlich, gespickt mit "wenn" und "aber", "hätte" und "könnte"!

Es ist nunmal passiert, dieser Unfall wird untersucht, die Ursachen werden gefunden, niemand wurde verletzt und es werden im Anschluss ein paar Arbeitsschutzbestimmungen mehr zu beachten sein.

Übrigens, auch ich würde als Lokführer abspringen, wenn die Situation es erfordert. Ein Kapitän ging früher mit seinem Schiff unter, ein Lokführer gehört jedoch zu einer anderen Zunft!
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11.11.2008 11:40 Uhr von Hebalo10
 
+3 | -1
 
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Spekulationen: "einiger", nicht "einer"
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11.11.2008 12:27 Uhr von bigpapa
 
+7 | -1
 
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Ist doch alles logisch: Ein Lokführer in seinen Führerstand drückt Knöpfchen und dreht an Rädern.

Eine Elektronik setzt diese Befehle um und betreibt dann irgendwie mechanische Elemente (Bremsen z.b.).

Wenn nun besagte Elektronik eine andere Meinung hat als der Lokführer, kann der arme Kerl da stehn und Knöpfchen drücken wie ein Weltmeister. Da passiert NIX. Nicht einmal Totemannschaltungen (die ja wenn er abspringt reagieren hätte müssen !! ) .

Wisst ihr was, als Lokführer hätte ich versucht meine Zentrale zu erreichen, entweder wenn der Lokfunk noch geht damit, oder notfalls mit mein Privathandy. Ich hätte den gesagt, Leute das Mistding reagiert nicht mehr, ich kann nix machen also sorgt dafür das die Menschen aus den Weg kommen, und notfalls muss halt ein Zug im schlimmsten Fall zwangsentgleist werden.

Und dann ganz ehrlich, wäre ich (in Absprache mit meiner Zentrale) auch abgesprungen vermutlich (was bei ca 60-70 km/h) auch kein pures Vergnügen ist.

Gruß

BIGPAPA
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11.11.2008 13:19 Uhr von Lustikus
 
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@Bigpapa: ich vermute mal, das werden sie vorher gemacht haben - sonst wären die Gleise wohl kaum aus Versehen so geschaltet worden, daß der in die Fabrik fährt... zudem wenn dort Leute arbeiten, dann sind die mit Sicherheit zur Wegräumung beordert worden...

Mir macht viel mehr Sorge, daß sich die Meldungen der Bahn letzte Zeit häufen...
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11.11.2008 14:12 Uhr von mcSteph
 
+3 | -2
 
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bei der "echten" Bahn wäre das: so nicht passiert. Da dürfen Züge, bei denen die Bremsen nicht vorher gecheckt worden sind, garnicht auf die Strecke. Auch Loks ohne funktionierende Totmannschaltung (SiFa) dürfen nicht los fahren. Ich gehe davon aus, dass bei dem Zug, der von der RWE war, die SiFa ausgeschaltet war und die Bremsprobe vor der Abfahrt entweder garnicht, oder unzureichend ausgeführt wurde. Wenn die Bremsen vorher sauber fuktioniert haben und "ausfallen" wie es in der Quelle steht, bekommt der Zug genau DANN eine Zwangsbremsung, wenn die Bedingungen für einen nachfolgenden Ausfall der Bremse (z.B. Abfall des Druckes in der Hauptluftleitung) erfüllt sind.
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11.11.2008 14:15 Uhr von mcSteph
 
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NOCHMAL DER WICHTIGE HINWEIS: DAS wr KEIN Zug der DEUTSCHEN NBAHN - das war ein PRIVATER Zug der RWE, der ein Stück auf den Gleisen der DB unterwegs war, um dann in einen privaten Gleisanschluss einzufahren.
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11.11.2008 14:22 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Die Millionenbeträge die man dringend zur Reparatur der Gleise, Räder und Achsen sowie zur freundlichen Ausbildung der Schaffner braucht - jetzt sogar schon für die Instandhaltung der Bremsen - hat die Bahn vorsorglich nicht ausgegeben - um sich für ihre hohen Herren die Millionenprovisionen für den Börsengang zu zahlen.

Diesen Kalauer musste ich losweren - keine Ahnung ob der Güterzug überhaupt der Bahn gehört.
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11.11.2008 14:23 Uhr von Lustikus
 
+2 | -0
 
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@mcSteph: Was alles NOCH schlimmer macht... für die müßten dieselben Standards gelten wie für alle anderen Züge - schließlich könnten sie ebenfalls mit anderen Zügen kollidieren!
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11.11.2008 14:43 Uhr von Northshoes
 
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Ausrollen: Wenn der Bremsweg eines Zuges schon deutlich über 1km lang ist, wie lang wird dann wohl der ungebremste Ausrollweg sein?

Weiß jemand, ob der Lokführer den Rückwärtsgang einlegen und damit den Zug abbremsen kann?

Ich wäre auch abgesprungen. Für die Medaille, als Kapitän mit dem sinkenden Schiff untergegangen zu sein, kann man sich nichts mehr kaufen.
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11.11.2008 15:17 Uhr von Darknostra
 
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Ich: hatte bei der Bahn zwar nur mit Gleisen zutun aber trotzdem ist das unverständlich. Nachdem was ich von meinem Vater und meinem Schwager weiss(beide Lokführer) ist das so ohne weiteres nicht ganz möglich. Selbst wenn nur ein Teil des Zuges oder der ganze Zug ohne Bremse ist, so kann ich wie beim Auto noch immer mit dem Motor bremsen (die Fahrstufen nach und nach runterschalten). Die Lok dürfte dann zwar hin sein,aber immer noch besser als den Zug irgendwo rein donnern zulassen.

Ok reden kann jeder viel was er gemacht hätte, aber in Panik reagiert jeder anders.
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11.11.2008 15:40 Uhr von Wasserstofffanatiker
 
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Nicht ganz ernst gemeint: Bei der Lok wäre ich auch abgesprungen, auch wenn die Bremsen noch in Ordnung gewesen wären.... *gg* Die RWE hat doch wohl Geld genug sich was Moderneres anzuschaffen, das ist ja glatt peinlich, was man auf den Bildern sieht.
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11.11.2008 21:09 Uhr von coolzero.v65
 
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@darknostra: bei einer abschüssigen Strecke, wie im Artikel beschrieben, hättest du die Lok auch quer stellen können und die 1500t hätten dich bis ins Nirvana geschoben. Wenn solche Tonagen erst mal rollen hällst du die nicht mehr so ohne weiters, schon gar nicht bergab. Ich möchte den Ermittlungen nicht vorgreifen, aber so wie sich das liest haben die Kollegen wohl einen Fehler bei ihrer Bremsprobe gemacht (so sie denn an dieser Stelle vorgeschrieben ist). Da es sich wohl um eine Rangierfahrt handelte ist eine volle Bremsprobe, wie von anderen SN Usern erwähnt, nicht zwingend erforderlich. Zum Glück ist keinem was schlimmeres passiert und so wird schon irgendeine Versicherung für den Schaden aufkommen.
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11.11.2008 22:47 Uhr von Sachsenwolf
 
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Na ja, wo gehobelt wird tatsächlich geschehen auf den Industriebahnen häufiger Unfälle als bei den personenbefördernden Bahnen. Bei den Industriebahnen gibt es auch nicht so viele Sicherungseinrichtungen. Also haben alle Leute richtig gehandelt, die Lokführer und die Stellwerker die den Zug in die Halle geschickt haben. So kann die Lok in Ruhe unterm dach untersucht werden.

Bedenklicher sind mir die zwei ICE, die heute und gestern in Stuttgart und München auf den Prellbock gefahren sind.
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14.11.2008 21:24 Uhr von Mullax
 
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Das kommt davon, wenn Leute mit der Eisenbahn "spielen", die nix davon verstehen! Zu meiner Zeit war auch beim Rangieren mit luftgebremsten Gruppen eine volle Bremsprobe vorgeschrieben. Das die "Lokführer" kilometerweit vor dem Aufprall abgesprungen sind, zeugt nur davon, dass sie keine ausgebildenten Eisenbahner waren!
Ich kann darüber nur den Kopf schütteln, aber nicht meinen sondern am liebsten den, der die Privatisierung der Bahn eingeleitet hat!!!
Hut ab jedoch vor dem Stellwerker. Jede Wette, dass der seinen Job noch bei der "richtigen" Eisenbahn gelernt hat.
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15.11.2008 00:15 Uhr von Wasserstofffanatiker
 
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@Mullax: Der Fahrdienstleiter war ja auch von der Bahn...... Die sind ja schließlich auch auf Bahn-Gelände in die Halle gerauscht......

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