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Burma: 28-jähriger bekannter Blogger wird zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt

Wie jetzt gemeldet wurde, hat am gestrigen Montag ein Gericht in Burma den 28-jährigen Nay Phone L. und vier weitere Mitglieder der "Partei Nationale Liga für Demokratie" zu langen Haftstrafen verurteilt. Auch ein Dichter wurde bestraft, sagte ein Oppositionssprecher am heutigen Dienstag.

Der Autor des Blogs, Nay Phone L., muss seine 20-jährige Freiheitsstrafe im gefürchteten Insei-Gefängnis verbüßen. In seinem Tagebuch hat er die Schwierigkeiten im Alltag, die ständigen Stromausfälle oder die hohen Kosten für den Lebensunterhalt kritisch beschrieben.

Das Militärregime hat den Blog Anfang des Jahres verboten und ihn verhaften lassen. Auch 200 Parteikollegen wurden bei den Protesten danach festgenommen. Den Höhepunkt erreichte der Widerstand im September 2007 mit fast 100.000 Menschen. Das Regime ließ daraufhin das Internet abschalten.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Gefängnis, Blog
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.11.2008 10:13 Uhr von jsbach
 
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In Burma ist zwar etwas ruhiger geworden, aber auf Dauer werden sie wohl fast 50 Millionen Einwohner nicht unter der Knute regieren können. (Bild zeigt den Verurteilten)
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11.11.2008 10:58 Uhr von KingPR
 
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Halma: Seit 59 Jahren, die VR wurde 1949 gegründet. Allerdings ist die "Diktatur" in China heutzutage gar nicht mit dem Regime in Myanmar (Birma) zu vergleichen.

Und @Autor:
Doch, wenn die Militärs klug sind und sich nicht gegenseitig stürzen um an die Macht zu kommen dann werden sie das Volk so lange unterdrücken bis vom Ausland "Hilfe" kommt.
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11.11.2008 11:00 Uhr von Carbonunit
 
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@Autor: Ruhiger in Burma: Ich halte das eher für Friedhofsruhe. Und um Aufzumucken müssen die Leute ja auch wissen wie es anders sein könnte. Sonst stolpern sie nur von einer Diktatur in die nächste weil sie es gar nicht anders kennen. Siehe China: Erst zwei Jahrtausende Kaiserreich, dann Kommunismus. Woher sollen die Chnesen die Demokratie kennen?
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11.11.2008 11:08 Uhr von korem72
 
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Es hieß doch immer - ein Blog ist: so etwas wie ein Tagebuch - nur im Internet... Sch..ß., dass auch die Regierung sich für so etwas interessiert zumindest in Myanmar. Ob wir das hier auch hin bekommen könnten? Einen Blog, der sich mit den steigenden Lebenshaltungskosten und ähnlichem beschäftigt und dann auch noch von Regierungsmitgliedern gelesen wird...? Wäre ja fast zu schön um wahr zu sein- hier sind wir ja geschützt durch die Meinungsfreiheit, eines der grundlegenden Menschenrechte die in Myanmar nicht zur Kenntnis genommen werden
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11.11.2008 11:25 Uhr von Blitzeis
 
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oh menno: hab gehofft der blogger wäre smash gewesen...
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11.11.2008 11:54 Uhr von Analycer
 
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hmm wäre das nicht was für die weltpolizei usa?
ein bisschen demokratisierung würde den sicher nicht schaden...
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11.11.2008 12:17 Uhr von derSchmu
 
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auch wenn die sache ernst is hab eben ne news vom poetti gelesen...hier wuenscht ich mir daher manchmal so ne vorgehensweise...okok in solchen laendern, wie auch in china, ist das echt ne katastrophe....wenn man nich mal was sagen darf, ohne gleich pruegel oder dergleichen zu bekommen
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16.11.2008 13:47 Uhr von GenerX
 
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Angeblich soll: der Auslöser für seine Verhaftung eine von ihm veröffentlichte Komik-Skizze des Diktators gewesen sein. Eine faule Aussage mehr oder weniger hat in solchen Regimen keinen Sinn mehr, die Menschenrechte sind (unter anderem) aus Myanmar schon längst verbannt.

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