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Deutsche Industrie meldet für September deutliche Umsatzrückgänge

Rechnet man die statistischen Saisoneffekte heraus, bleibt für den Monat September noch immer ein Minus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit gingen die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland so stark zurück, wie zuletzt 1990, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Allerdings räumten die Statistiker noch einen anderen Effekt ein. Weil der August in diesem Jahr so wenig Ferientage aufwies, stiegen die Umsätze in diesem Monat über Gebühr an. Die September-Zahlen seien somit eine Gegenbewegung, hieß es. Der Rückgang auf Jahresbasis betrug zwei Prozent.

Der Sachverständigen Rat unter Leitung von Bert Rürup geht in seinem neuen Jahresgutachten von einer Stagnation der Wirtschaftsleistung in 2009 aus. Die Bundesregierung rechnet derzeit noch mit einem Wachstum von 0,2 Prozent. Der IWF hatte sogar ein Minus von 0,8 Prozent prognostiziert.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Umsatz, September, Industrie
Quelle: www.ftd.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.11.2008 11:06 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Berg- und Talbahn Wirtschaft. Der befürchtete Abschwung scheint an Fahrt zu gewinnen. Möglicherweise erleben wir schon bald, dass wir uns in diesem Land nicht auf einer Insel der Glückseligen befinden. Deutschland ist dank seiner Exportwirtschaft einer der größten Gewinner der weltweiten Vernetzung. In der Krise heißt das folgerichtig, dass die deutsche Wirtschaft besonders hart vom weltweiten Nachfrageeinbruch betroffen ist.
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10.11.2008 11:16 Uhr von Travis1
 
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Warum: habe ich nur den Eindruck das der Realwirtschaft die Finanzkrise gerade recht kommt?
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10.11.2008 11:42 Uhr von phil_85
 
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Der perfekte Zeitpunkt für Streiks: Wirklich der perfekte Zeitpunkt um im öffentlichen Dienst (zumindest in Berlin) und in der Metallbranche (einer der wichtigsten, würde fast sagen die wichtigste deutsche Branche) zu streiken!

Die Talfahrt beginnt...ich hoffe, dass die Regierung etwas brauchbarere Konjunkturpakete schnüren wird als der KFZ-Steuererlass...ansonsten werden das ein paar harte Monate bzw ev sogar 2-3 Jahre :(
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10.11.2008 12:07 Uhr von Metal_Invader
 
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Bin mal gespannt: wer auf den Zug aufspringt und ins Ausland abwandert. Ist doch jetzt wieder der perfekte Zeitpunkt für die "WIR müssen den Gürtel enger schnallen" Fraktion nach weiteren Einschnitten und Lohnverzicht zu rufen. Wobei die Führungsetage mit WIR eigentlich ehr IHR meint :). Ich finde es schon richtig, dass die Arbeiter auch in dieser Zeit höhere Löhne fordern.
In der Zeit der Aufschwungs hat keiner von uns profitiert. Im Gegenteil die Löhne fallen ehr, als das sie steigen.

Mehr Geld in der Tasche heißt auch mehr Kaufkraft. Mehr Lohn wäre ein Zeichen von Zuversicht und würde die Kaufkraft enorm ankurbeln.

Ich bin ganz ehrlich im moment nicht bereit Geld auszugeben und spare alles was ich kann. Entweder kommt ein Zeichen der Besserung und dann geb ich mein Geld auch gerne wieder aus oder ich spare solange, bis ich auswandern kann *g*.
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10.11.2008 12:25 Uhr von phil_85
 
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Tja: @Metal_Invader: Wiedermal fundierte Unkenntnis. Die meisten in den Chefetagen müssen ebenso den Gürtel enger schnallen, schieben dicke unbezahlte Überstunden und kriegen Boni gekürzt/fallen weg. Nicht nur der kleine Mann leidet darunter...auch wenn es beim "großen" weniger auffällt...
Besonders das Rückrat vieler Unternehmen: Die Forschung leidet...total unterbesetzt werden sie von Unternehmen und Regierung gezwungen schnell neue Technologien marktreif zu machen. Krasseste Beispiel: Ein Bekannter bei BMW darf jetzt nen Monat Zwangsurlaub antreten, da er zuviele Überstunden hat...er muss aber trotzdem irgendwie weiterarbeiten, damit das Ziel erreicht werden kann...Und verdienen tuen die teilweise kaum mehr als nen Mitarbeiter am Band.
Aber über solche Menschen redet keiner: Denn diese sind in der Unterzahl. Die ganzen Ingenieure und Naturwissenschaftler, die deutlich mehr arbeiten als der "kleine Mann" dabei kaum mehr Lohn erhalten, haben keine Chance sich zur Wehr zu setzen...

Auswandern? Wohin denn? Anderen Ländern geht´s noch dreckiger als Deutschland...


Aber klar, die Kaufkraft der breiten Masse ist der Konjunkturmotor und der muss angeworfen werden...dummerweise wird das mit den falschen Mitteln versucht.

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