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Hunger in Schwangerschaft überträgt sich auf Erbinformationen der Kinder

Bastiaan Heijmans arbeitet am Leiden University Medical Center in den Niederlanden. Nun hat der Wissenschaftler und sein Team insgesamt 60 Bürgerinnen und Bürger untersucht, die während oder kurz nach dem Hungerwinter 1944/1945 zur Welt kamen.

Im Zentrum der Untersuchungen stand dabei das Gen IGF2 ("insulin-linke-growth-factor 2"). Dieses Gen ist enorm wichtig für das Wachstum und die Entwicklung. Entscheidend ist dabei die Anzahl der Methylgruppen, die diesem Gen anhängen.

Die Forscher stellten fest, dass Kinder aus diesem Hungerwinter im Schnitt fünf Prozent weniger dieser Methylgruppen aufwiesen. Allerdings gilt dies nur für Menschen, die in der Frühphase ihrer Entwicklung im mütterlichen Bauch hungern mussten, so die Wissenschaftler abschließend.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Kind, Schwangerschaft, Schwan, Hunger
Quelle: www.n-tv.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.11.2008 12:25 Uhr von Morgwenna
 
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@saugerhasser: Evolution ist nichts anderes als ein Austesten verschiedener Genvarianten, die größtenteils als Mutationen und Defekte begonnen haben. Die praktischste Variante setzt sich dann halt durch, die anderen 99% sterben aus...

Es ist interessant zu lesen, dass es endlich eine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt, dass "Hunger-Kinder" häufig schwächer entwickelt sind. Aus der Tierzucht dürfte dieses Phänomen jedoch schon hinsichtlich bekannt (wenn auch bislang nicht erklärt) sein.
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10.11.2008 19:48 Uhr von Grott
 
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und was bewirkt es? wachsen die dann schneller, oder werden weniger schnell fett oder schneller? geht irgendwie nicht klar hervor, schade.
evolution funktioniert übrigens nicht nach dem prinzip: das beste wird genommen, sondern: alles was funktioniert bleibt. in der wildnis wirkt sich wohl beides in etwa gleich aus. bei den menschen sieht man aber dass es nicht so is ;)
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12.11.2008 18:40 Uhr von IchAufKlebstoff
 
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das ist ein sehr interessantes Thema. Ich habe mal eine BBC-Doku gesehen (Titel war glaube ich "Ghost in your Genes"). Da wird das Thema ausführlich behandelt.

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