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Mutmaßlichem KZ-Wächter droht Prozess

Der 88-jährige John Demjanjuk wird beschuldigt, sich 1943 als Wächter des KZ' Sobibor in Polen der Beihilfe zur Ermordung von mindestens 29.000 Juden schuldig gemacht zu haben. Dies gab die zentrale Fahndungsstelle für NS-Verbrechen in Ludwigsburg bekannt.

John Demjanjuk flüchtete 1953 in die USA. Bereits in den 70er Jahren lieferten diese ihn an Israel aus, wo er 1988 bereits zum Tode verurteilt wurde. Da seine Identität jedoch nicht abschließend bewiesen werden konnte, wurde er 1993 von den Vorwürfen wieder freigesprochen.

Nach erneuten Ermittlungen der Fahndungsstelle für NS-Verbrechen in Israel gibt sich diese zuversichtlich, Beweise für Demjanjuks Mitwirkung an den Verbrechen in Sobibor beibringen zu können. Daher gab sie das Vorermittlungsverfahren an die Staatsanwaltschaft München ab.


WebReporter: ToH
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, KZ, Wächter
Quelle: www.tagesschau.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.11.2008 11:51 Uhr von TR_OSMANLI
 
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Andere Länder sollten sich ein Beispiel: daran nehmen, wie Israel selbst nach 50 jahren diese Leute verfolgt und stellt. Wie es uns bekannt ist, sind zahlreiche ehemaligen Nazis durch den Israelischen Geheimdienst verfolgt und erschossen wurden.
Warum machen zum Beispiel die deutschen das nicht auch so ?
es gab auch viele Tschechen die an Deutschen Verbrechen ausübten.
oder Bosnier, die könnten auch mal so langsam mit den Serbischen Nazis abrechnen.
Das ist in der Geschichte bis jetzt einmalig und verdient bewunderung. Wenn nur jeder Staat so darauf bedacht wäre, sein Volk zu rächen, gebe es vielleicht keine Kriege oder zumindest kein Völkermord mehr.
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10.11.2008 12:00 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Dein: Vorschlag gilt ja dann sicher auch für den Völkermord an den Armeniern..und den türkischen Mördern?
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10.11.2008 12:12 Uhr von vostei
 
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Warum Klageerhebung in Deutschland? Das war die erste Frage, die ich mir gestellt habe.

Demjanjuk ist ja Ex-Ukrainer und seine derzeitige Situation in den USA ist die, dass er von Abschiebung in eben die Ukraine "bedroht" ist - der Knackpunkt, dass Deutsche Ermittler nun nachhaken ist der: Demjanjuk soll bei seiner mörderischen tätigkeit in Sobibor für den Tod von mindestens 29.000 Juden verantwortlich sein - darunter 1.900 deutsche Juden - letzteres ist der Grund für die Zuständigkeit der Münchner Staatsanwaltschaft...

http://www.spiegel.de/...
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10.11.2008 12:17 Uhr von Hier kommt die M...
 
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och: da fehlt der "nette" post, auf den ich mich bezogen hatte..
Nicht wundern.

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