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Waren chinesische Dynastien wetterabhängig?

Dieser Frage ging ein chinesisches Forscherteam um Pingzhong Zhang nach und kam nach dem Studium der verfügbaren Wetterdaten in den jeweiligen Epochen zu einer klaren Aussage: Ja, waren sie. Je stärker die Monsunregen ausfielen, umso höher die Ernte. Blieb es trocken, gab es Hungersnöte.

Das hatte einen maßgeblichen Einfluss auf die Macht und Stabilität der entsprechenden Dynastien. So geschehen in der Zeit vor 650 Jahren. Zwar eroberten die damaligen Rebellen der "Roten Turbane" die Macht zurück. Aber ihre Herrschaft fiel in eine solche Trockenzeit und so ging sie unter.

Ähnliches stellten die Wissenschaftler auch in anderen Epochen der eigenen Geschichte fest. Die Wetterdaten haben die Wissenschaftler aus einer Tropfsteinhöhle. Je stärker die Monsunregen, umso dicker die abgelagerten Sedimentschichten. Auch eine Klimaveränderung im 20. Jahrhundert ist erkennbar.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: China, Abhängigkeit
Quelle: www.wissenschaft-online.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.11.2008 00:20 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Eigentlich logisch. Wenn die Basis (Verpflegung, Wasser, gesunder Nachwuchs usw.) für ein mittelalterliches Reich fehlte, mussten seine Herrscher schwach sein. Ging es allen gut, konnte auch der Herrscher kräftig zur Tat schreiten. Es mag Ausnahmen geben, aber der Grundtenor dieser Hypothese klingt irgendwie logisch. Faszinierend auch, dass die ermittelten Wetterdaten aus der Höhle eine markante Veränderung haben. Mehr dazu in der Quelle.
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10.11.2008 12:27 Uhr von stekemest
 
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Chinesische Kaiser: hatten nach chinesischer Vorstellung das "Mandat des Himmels"; ihre Herrschaft war von den Göttern legitimiert, sie konnten aber bei schlechter Herrschaft jederzeit vom Volk abgesetzt werden. Fiel in die Regierungszeit eines Kaisers z.B. eine Hungersnot, wurde das als Zeichen dafür verstanden, dass der Himmel nicht mehr auf Seiten des Kaisers stand - dieser lief Gefahr, das "Mandat des Himmels" zu verlieren und ein neuer Herrscher/Demagoge konnte sich etablieren.
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10.11.2008 15:43 Uhr von Der Reisende
 
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das ist das Schicksal des Priesterkönigs.
Wenn die Legitiamation der götter durch Hungersnöte entzogen wird, ist es vorbei mit dem Königstum.
So auch im Zweistromland und bei den Kelten gab es den Opfertod vom Häuptling oder einer durch Losverfahren ermittelten Person.

ich grüße euch

Jürgen

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