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Bundeswehrverband fordert für den Afghanistan-Einsatz bessere Koordination

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, kritisierte in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" die Arbeit der Bundeswehr in Afghanistan als weit hinter den gesteckten Zielen verblieben. Es fehle ein Koordinator für die Zusammenarbeit der involvierten Ressorts.

Es habe sieben Jahre gedauert, bis im Norden Afghanistans überhaupt eine Polizeischule eröffnet wurde. Ein stärkeres ziviles Engagement in Afghanistan hätte mehr bewirken können. Laut Bundesinnenministerium sei das zivile Engagement in Afghanistan sehr erfolgreich.

24.000 afghanische Polizisten seien seit 2002 von Deutschland ausgebildet worden. Weitere 3.000 sollen im nächsten Jahr ihre Ausbildung beginnen. Die 36 Mio. Euro, die der deutsche Steuerzahler jedes Jahr in Afghanistan in die Ausbildung der Polizei investiere, seien gut angelegt.


WebReporter: Katzee
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Afghanistan, Einsatz, Bundeswehr
Quelle: www.n-tv.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.11.2008 00:12 Uhr von Katzee
 
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Für die Afghanen sind wir Eindringlinge, die von uns ausgebildeten Polizisten Verräter. Sowohl Afghanistan als auch der Irak wurden in ihrer Geschichte nie von ausländischen Mächten unter Kontrolle gebracht. Auch wenn es uns nicht gefällt: Afghanistan und der Irak müssen ihre Probleme selbst lösen. Als die Taliban als "Waffe" gegen die russische Besatzung Afghanistans noch die Unterstützung der US-Regierung hatten, waren sie die "Heilsbringer". Nun sind sie die Geißel der Welt?
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10.11.2008 08:25 Uhr von Captain_Flint
 
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Deutschland löst diese Probleme auf eigene Art und führt erstmal einen Tapferkeitsorden ein! :-))
Ist ja auch viel billiger, als vernünftige Ausrüstung und Führung. ;-)
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10.11.2008 08:59 Uhr von arielmaamo
 
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Aussage nicht korrekt: Zur Meinung des Autors. Die Kämpfer gegen die sowjetische Besatzung waren die Mudjaheddin, welche von den Amerikanern unterstützt wurden. Aber die Mudschahedin sind nicht die Taliban. Diese haben sich erst Anfang der 90er Jahre mit Hilfe von Pakistan gebildet. Und viele von ihnen stammen aus den Koranschulen Pakistans.
http://de.wikipedia.org/...
Einige der Mudjahedinhaben sich dann den Taliban angeschlossen.
Aber ist falsch zu sagen die Taliban haben gegen Sowjettruppen gekämpft.
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10.11.2008 09:09 Uhr von lieberBiber
 
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Wen wunderts? Wo bleibt auch der Druck auf die Regierung?

Afghanistan geht den Meisten doch am Arsch vorbei.
Wenn sich wer beschwert, sinds doch "nur" die Soldaten oder die Angehörigen Gefallener.

Bis heute hat die Bundeswehr nichtmal eine eigene Justiz, Soldaten werden im Ernstfall vor Zivilgerichte gestellt.
Zivile Gerichte sind aber für solche Ausnahmesituationen weder geeignet noch geschaffen.
Jedes ordentliche Militär hat ihre eigene Gerichtsbarkeit.

Wenn solche Grundbausteine für ein ordentlich funktionierendes Militär fehlen, muss es nicht verwundern wenn sich auch niemand um die Ausrüstung kümmert, oder?

Man darf nicht vergessen, wir meckern auf hohem Niveau.
Amerikaner sind nicht so ausgerüstet wie wir aber die kompensieren diesen Umstand mit einer sehr guten Logistik.

Wird ein Konvoi von denen angegriffen, sorgen die dafür das an der Stelle innerhalb von 5Minuten die Hölle los is...

Auch eine Sache die bei der Bundeswehr undenkbar ist...
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10.11.2008 09:30 Uhr von think_
 
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wer von euch hat schon gedient?! die bw hat 2 ehren kreuze

http://www.bundeswehr.de/...
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10.11.2008 09:46 Uhr von Katzee
 
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@ arielmaamo: Über das "Wer sind" scheint es bei den Taliban unterschiedliche Meinungen zu geben. Laut einem BBC-Artikel gibt es den Begriff der Taliban zwar erst seit 1994, aber die Gruppe bestand damals aus Afghanen vom Stamm der Pashtunen, die in den Koranschulen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebieten ausgebildet wurden, und Teilen der früheren Mujaheddin. Sie diente Pakistan damals als Schutztruppe für einen Konvoi, der eine Handelsroute durch Afghanistan öffnen sollte. http://news.bbc.co.uk/...

Man sollte auch nicht vergessen, dass Teile der Mujaheddin durch Osama Bin Laden ausgebildet wurden - finanziert und unterstützt durch die CIA. Kaum waren die Sowjets aus Afghanistan vertrieben, endete die US-Unterstützung für Afghanistan. Das Land rutschte ab in einen blutigen Bürgerkrieg, weil sich die unterschiedlichen Volksgruppen (wie heute auch im Irak) die Macht nicht teilen wollten. Dadurch ist der ganze spätere Schlammassel erst entstanden.
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10.11.2008 12:58 Uhr von Bleifuss88
 
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@Autor: Ich weiß nicht woher du die Meinung hast, dass die Afghanen uns durch die Bank als Eindringlinge sehen. Hast du jemals einen Bundeswehrsoldaten befragt der dort gedient hat oder Afghanen selbst?

Die meisten Afghanen hassen die Taliban und sind froh von deren Zwängen befreit worden zu sein. Es gibt genug die sich dort für den Wiederaufbau einsetzen, nur wollen die taliban genau diesen verhindern, um selbst wieder - gegen den allgemeinen Willen des Volkes - an die Macht zu kommen und ihre menschenverachtende Ideologie durchzusetzen. Und ich glaube nicht, dass sich das in den 4 Monaten, seit ich aus dem Bund raus bin, wo ich die Story her habe, geändert haben soll.

Warum hat arielmaamo ein Minus bekommen? Der sagt doch einfach nur die Wahrheit, nur scheint das einigen nicht ins Weltbild zu passen. Die Taliban haben zur Zeit des Russland-Afghanistan-Krieges nur in Pakistan existiert. Nach Afghanistan sind sie erst mit dem noblen Ziel gekommen, den Bürgerkrieg zu beenden, was in einer Terrorherschaft geendet ist.

Nochmal @Autor:
Es ist zwar richtig, dass bin Laden von der CIA unterstützt wurde, nur was ist das für ein Argmuent? Damals haben sie gegen einen gemeinsamen Feind gekämpft, und das ist doch völlig legitim. Und ich finde es nicht sonderlich dankbar von Herr bin Laden, sich bei seinem Unterstützer mit einer Kriegserklärung (1998) zu bedanken.
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10.11.2008 22:51 Uhr von Katzee
 
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@ Bleifuss88: "Die meisten Afghanen hassen die Taliban und sind froh von deren Zwängen befreit worden zu sein. "

Deshalb steigt auch die Unterstützung der Taliban in Afghanistan.

"Und ich finde es nicht sonderlich dankbar von Herr bin Laden ..."

Für den Kommentar sollte man Dir den goldenen G.W.Bush-Orden verleihen. LOL
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11.11.2008 00:18 Uhr von Bleifuss88
 
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@Katzee: Warum die taliban-Unterstützung steigt? Nun, zunächst mal ´kann ich nicht beurteilen, ob sie überhaupt, aber wenn wir das mal als wahr voraussetzen müssen wir schauen wo die Unterstützung her kommt.

Die Taliban-Unterstützung kommt größtenteils von außen; Hauptsächlich aus Pakistan. Das wundert nicht sonderlich, schließlich ist dort die Heimat der Taliban-Ideologie. Dort werden die Taliban-Rekruten ausgebildet, und denen wird sowas eingetrichtert was du im Kommentar geschrieben hast.

Die Afghanen selbst sind ja nicht dumm und wissen größtenteils über die Situation bescheid. Seit 2001 sind über vier Millionen Afghanen in ihr Land zurückgekehrt, die entweder vor den Russen oder dem darauf folgenden Bürgerkrieg geflüchtet sind. Warum wohl sind die unter der Taliban-Herrschaft nicht zurückgekommen?

Deinen Diffarmierungsversuch im letzten Satz brauch ich wohl nicht zu kommentieren. Versuchs mal mit nem Argument.

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