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Werbebrief-Versand bald nur noch bei vorheriger Zustimmung erlaubt

Die Bundesregierung plant eine Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, steht eine mögliche Neuregelung beim Versand so genannter Werbebriefe an. Die sollen zukünftig nur noch denjenigen zugeschickt werden, die vorher ihr Einverständnis dazu gaben.

Insgesamt 337.000 Unternehmen setzen nach Angaben der Deutschen Post auf diese Art der Direktwerbung. Ihre Ausgaben dafür belaufen sich auf elf Milliarden Euro. Nach Kritik an der bisherigen Praxis des Adresshandels könne sich das bald ändern.

Auch bei Gewinnspielen im Internet könnte sich Gravierendes ändern. Vorgesehen ist, dass statt der "Opt-out" zukünftig eine "Opt-in"-Regelung eintritt. Der Kunde muss dabei aktiv sein Einverständnis zur Weitergabe geben. Das Kabinett soll die Vorlage im November beschließen.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Zustimmung, Versand
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2008 22:13 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
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Na endlich wurde auch Zeit. Ich kann allerdings nicht ganz glauben, dass sich der Einzelhandel das so ohne Weiteres bieten lässt. Möglicherweise hören wir sie schon morgen trommeln. Vielleicht auch schon zum Frühstücksfernsehen.
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09.11.2008 22:30 Uhr von Katzee
 
+5 | -0
 
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Wem soll man denn wo zustimmen? Es gibt zig Unternehmen, die Daten von angeblichen Interessenten verkaufen. Und wer selbst die Kosten der Datenbank-Verkäufer sparen will, schreibt einfach die Telefonbuch-Daten ab. Call-Center verdienen Millionen mit illegalen Anrufen - Anrufen bei Leuten, deren Telefonnummern sie illegal erworden haben.

Nur ein Beispiel: Bis vor 2 Jahren hatte ich eine eigene Firma mit einer eigenen Telefonnummer. Offinziell war die Nummer nie gelistet - die Telekom hat das mit dem Telefonbuch auch nach 7 Jahren nicht auf die Reihe bekommen. Auf meiner Homepage war die Nummer aber gelistet - die Homepage wurde vor 2 Jahren bei Geschäftsaufgabe gelöscht.

Heute wird die Telefonnr. privat genutzt. Nach wie vor ist sie nirgends gelistet. Trotzdem erhalte ich Werbeanrufe. Nachdem ich einen Anrufer wiederholt darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er diese Nummer widerrechtlich anruft, hat er mich angebrüllt: "Ich darf das, ich habe für die Telefonnummer bezahlt."

Zustimmung oder nicht - Werbebrief, Werbeanrufe, Werbemails - die Schmeißfliegen der Werbeagenturen werden auch weiter ihr Unwesen treiben. Was interessieren die schon die Gesetze?
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09.11.2008 22:47 Uhr von Fleischor
 
+2 | -1
 
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Man müsste den Spieß einmal umdrehen!
Würde die Nummer bei jedem Unternehmen mitgesendet werden (sollte sie afaik ja eigentlich auch, aber wie oft passiert das leider nicht), müssten sich einige einmal einige Stunden ans Telefon setzen und diese Firmen solange mit Anrufen bombardieren, sodaß die entweder irgendwann entnervt aufgeben oder soviel Personal fürs Telefon aufwenden müssen daß es sich nicht mehr rentiert und diese Asseln Pleite gehen.

Viva la Datenschutz! ;)
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09.11.2008 23:36 Uhr von Katzee
 
+2 | -0
 
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Die Rufnummernanzeige: soll erst mit einem neuen Gesetz Pflicht werden. Noch sind die Wildcaller hierbei auf der sicheren Seite.
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09.11.2008 23:51 Uhr von Ken Iso
 
+3 | -1
 
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Faber und Co. bekommen das Klo: Inzwischen sammle ich leidenschaftlich gerne diese Antwortbriefe, die immer beiliegen und Portofrei sind. Konfetti, McDonalds-Coupons, Werbung von anderen Firmen und Hundekot werden einmal im Jahr zurückgesendet. Schade, dass man das öffnen nicht miterleben kann :-(
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10.11.2008 08:35 Uhr von MBGucky
 
+0 | -0
 
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Auch bei <Zitat>
Auch bei Gewinnspielen im Internet könnte sich Gravierendes ändern. Vorgesehen ist, dass statt der "Opt-out" zukünftig eine "Opt-in"-Regelung eintritt.
</Zitat>

Das ist schon längst so. Wer per Email Werbung verschickt, muss beweisen, dass eine Erlaubnis vorliegt UND kein Tipfehler. Dies geht nur mit dem Opt-In Verfahren.
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10.11.2008 09:22 Uhr von Sje1986
 
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Endlich machen die Faulen Säcke in Berlin mal was richtig.
Mich persönlich nerven die Werbeanrufe gewaltig.
Obwohl weder meine Festnetz, noch meine Handynummer Nirgendwo gelistet sind kriege ich bis zu 3 Anrufe pro Nummer am Tag.
Hoffentlich hört das dann mal Bald auf.
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10.11.2008 11:33 Uhr von korem72
 
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Lasst euch auf: die Robinson Liste setzen, dann wird es etwas weniger. Und alle die dann trotzdem noch unerwünscht anrufen können getrost weggedrückt werden... irgendwann hören sie tatsächlich freiwillig auf. Annehmen- fragen wer+ was- unerwünscht? einfach ohne Vorwarnung auflegen. Wenn dann das Telefon trotzdem wieder mit dem selben"Anbieter" klingelt gleich wieder auflegen- irgendwann schnallt es auch der letzte arme Idiot eines CallCenters

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