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Schweizer Armee: Aids-Patienten und Veganer künftig dienstuntauglich

Die Schweizer Armee will Drogenkonsumenten, Untergewichtige, Aids-Patienten und Veganer nicht mehr an der Waffe dienen lassen. Auch Menschen, die an Zöliakie (chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut) leiden, sind vom Dienst ausgeschlossen.

Bislang mussten Aidspatienten, die sich in einer antiretroviralen Therapie befanden, den Dienst an der Waffe leisten, solange die Krankheit nicht ausgebrochen war. Neu ist auch, dass selbst gelegentliche Drogenkonsumenten nun dienstuntauglich geschrieben werden.

Wehrpflichtige mit einem Body Maß Index (BMI) unter 18 werden ebenfalls ausgemustert, können allerdings den Zivilschutz ableisten. Veganer müssen nachweisen, dass sie seit längerer Zeit keine tierischen Produkte zu sich nehmen, um ausgemustert zu werden.


WebReporter: pirata
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schweiz, Armee, Patient, AIDS
Quelle: www.sonntagszeitung.ch

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2008 18:04 Uhr von pirata
 
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Das Gratisblatt "20 Minuten" titelte einen entsprechenden Bericht mit den Worten "Armee grenzt Minderheiten aus". Zweifelsohne steckt in der neuen Richtlinie eine Diskriminierung. Aids-Patienten müssen ja nicht grundsätzlich dienstuntauglich sein. Die Armeeführung begründet den Ausschluss (wie auch bei den Veganern) mit dem angeblich großen Aufwand für die Sonderbehandlung.
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09.11.2008 18:36 Uhr von pirata
 
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Zunächst dachte ich ja, warum nehmen die denn noch Vegetarier an? In der Meldung sind ja nur die Veganer ausgeschlossen. Wenn die aber eh schon extra fleischfrei kochen, können sie doch gleich noch vegan das Essen zubereiten, also auch auf Milch und Kaese verzichten. Dann viel mir aber ein, dass ordentliche Veganer natürlich auch keine Kleidungsstücke aus tierischen Produkte an sich lassen. Und Springerstiefel aus Textilien zu schneidern ist dann wohl doch schon etwas aufwendig. ;-)
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09.11.2008 18:44 Uhr von weg_isser
 
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Ich kanns nachvollziehen.
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09.11.2008 20:16 Uhr von pirata
 
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@DrTroy: als nen Doktor in Medizin hast du sicherlich nicht, willst es hoffentlich durch deinen Namen auch nicht vorspiegeln.
Aber zum Thema HIV: Es gibt viele durch Blut uebertragbare Krankheiten. Soll man jetzt auch alle mit Hepatitis etc Infizierten ausschliessen?
Mal davon abgesehen, dass die Schweizer meines Wissens letzmals gegen Napoleon gekaempft haben. Wo ist da ein durch "Schusswunden viel zu großes Risiko für ihre Kameraden"???
fraegt sich
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09.11.2008 20:45 Uhr von pirata
 
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@DrTroy: Wahrscheinlich helfen dann auch so Leute wie Du nicht bei nem Verkehrsunfall.
Wissen wir nicht alle, dass man sich immer ueber Blut infizieren kann und man sich deshalb einfach Handschuhe ueberstreift? Das lernt jeder Fuehrerscheinsneuling und hoffentlich auch Soldaten in ihrer Ausbildung. Dein Argument ist kein Grund irgendjemand grundsaetlich auszuschliessen.
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09.11.2008 23:10 Uhr von pirata
 
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@DrTroy: lieber DrTroy,

vielen Dank fuer Deine Antwort. Ich versuche es nochmals, diesmal etwas plastischer, Dich mit Argumenten zu ueberzeugen, auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob bei Dir ueberhaupt etwas ankommt. Aber ein Versuch ist es Wert:
Also: Ich bin Chef. Ich habe ein Restaurant und einer meiner Koeche ist ein sogenannter Aids-Patient. Glaub mir, dass in meiner Kuche weit mehr Blut fliesst, als beim Schweizer Militaer. Hier wird zwar nicht schnell geschossen, aber schnell geschnibbelt. Aber wo ist das Problem, wenn man aufpasst, dass sich andere nicht infizieren?
Als Chef gebe ich meinem Koch alle sechs Wochen fuer ein paar Stunden frei, damit er in die Klinik geht und sich dort seine Medis holt. Die nimmt er taeglich (jeweils eine Pille) morgens um 10 Uhr, abends um 22 Uhr und nachts um 24 Uhr ein. Das ist ne Sache von Sekunden und haelt meine Kuechenschlacht auch nicht auf. Ich weiss beim besten Willen nicht, warum ich keinen HIV-positiven Menschen beschaeftigen sollte?
Und nochmals: Bei mir in der Kueche wird haerter gearbeitet, als bei irgendeinem Militaer dieser Welt. Und nochmals: Blut fliesst hier auch. Davon abgesehen sind Leute in ner retroviralen Therapie kerngesund und mir entstehen keinerlei Kosten als Arbeitgeber, wenn Du schon so argumentierst. Verstanden? Ich bin mir nicht sicher.
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10.11.2008 00:30 Uhr von nituP
 
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RItig so: Ich hätte leine lust als sanitiäter jemandne mit AIds zu behandeln. Nix gegen die kranekn aber ich hätte einfach angst vor einer ansteckung. Und zu den restlichen, jeder der einaml gedient hat weißt sein leben haänden der anderen. ALso kranke und schwache haben beim wehrdienst nichts verloren. das ist ein gefahr für den trupp und für gesammte zusammenhaengende Strategische entscheidungen!
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10.11.2008 01:52 Uhr von Summersunset
 
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@NAO2K2: Das bezweifel ich ganz stark. Es ist heute problemlos möglich Produkte aus feinster ökologischer Tierhaltung zu erwerben und trotzdem bleiben diese Leute vegan. Ihnen geht es nicht um die Tierhaltung, sondern um den ethischen Diskurs und die Tatsache, dass sie es nicht mit sich vereinbaren können Dinge von anderen TIeren zu essen. Daher psychisch geprägt (+)

Es gibt vllt ein paar Vegetarier, die so reden, aber ich habe noch keinen Veganer mit (nur) dieser Argumenation erlebt.
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10.11.2008 18:37 Uhr von sgaechter
 
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@ [KaY] Dark-Z: Kennst du überhaupt einen Veganer beim Militär? Nein? Dann lass bitte solche Kommentare.

Du bist ja noch nicht mal selber dabei...
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11.11.2008 17:40 Uhr von sorgechind91
 
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vegan: aha, veganer sind also immer schwach?!
komisch, dass alexander dargatz weltmeister im bodybuilding war...

PS: ignoranz ist heilbar, ausser du bist gegen bildung schon immun...
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11.11.2008 19:07 Uhr von sgaechter
 
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@[KaY] Dark-Z: Du brauchst ein Beispiel? Ich bin eins.

Und jetzt klär mich bitte auf, wieso du dich vor dem Militär drückst, merci...
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20.11.2008 14:40 Uhr von Psychonaut999
 
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Veganer alle schwach? Veganer sind alles andere als generell schwach und unsportlich. Beispiele gefällig?
Alexander Dargatz, Weltmeister im Natural Bodybuilding
Dave Scott, einziger 6facher Sieger des Iron Man
Mac Danzig, einer der besten Kampfsportler im Ultimate Figthing
Carl Levis (war nur vegan während der Wettkampfszeit, weil er sagt, das steigere die Leistung)
Martina Navratilova, eine der besten Tennisspielerinnen aller Zeiten

Veganer leben meistens deutlich gesünder als sich omnivor ernährende Menschen und sind genauso leistungsfähig.
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20.11.2008 15:49 Uhr von Psychonaut999
 
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Finde ich schön, dass du sachlich reagierst. Ich bin positiv überrascht.
Nun, das mit dem Zulegen an Gewicht kenne ich. Ich habe bzw. hatte selbst Mühe damit. Ich habe aber (für mich damals auch überraschend) zugenommen bei der Umstellung auf vegan, und zwar nicht wenig (insgesamt ca. 10 kg, ein Teil davon nur durch die Ernährungsumstellung, der Rest durch Sport).

Zu deinen Fragen:
Ja, ich bin Veganer. Noch nicht allzulange, seit ca. 2 Jahren.
Ich esse ziemlich "normal", aber mit starkem Fokus auf gesunde Sachen. Morgens esse ich meistens Müsli, Brot, Früchte, Haferflocken o.ä. Mittags und abends esse ich meistens Reis, Nudeln, Tofu, Gemüse usw. (mit verschiedenen Saucen).

"schafft das einer, mit zwei mahlzeiten täglich und einem
kleinen frühstück die masse zu halten...? "
Nun, das kommt auf den Energiebedarf an, welcher sich in erster Linie nach Grösse, Gewicht und körperlicher Betätigung richtet. Zwei Mahlzeiten und ein kleines Frühstück sind aber so oder so (zu) wenig, wenn jemand körperlich aktiv ist, ganz egal ob jemane Fleisch, Milch usw. isst oder nicht. Ein Sportler zum Beispiel sollte am besten mindestens 5 Mal was essen (das muss nicht immer ne grosse Sache sein, aber mehr als ein Apfel sollte es schon sein).

"PS: zweimal täglich nüsse, hülsenfrüchte, vollkorngetreide,
gemüse und obst im militär...? frag mal nach, als antwort
gibts 500 liegestütze... *g*"
Da hast Recht. Gesund zu essen ist im Militär sowieso praktisch nicht möglich.

"PPS: den beitrag 12.11.2008 10:42 Uhr mit einem minus zu
bewerten ist unterste schublade... darf man nichtmal nach-
fragen...? tses... "
Ich kann grad nicht schauen, welcher das ist, sollte die Bewertung von mir sein und ungerechtfertigt, dann entschuldige bitte.

"ich entschuldige mich für meinen ersten eher
schockenden beitrag... stell dir vor, du kennst 4-5 veganer...
(knochen und haut wie ich sie kenne...) und dann stelle man
sich diesen in voller militärmontur vor... das muss einen
schockieren... "
Schon OK. Kann ich irgendwie auch verstehen, viele haben dieses Bild.
Das mit dem dünnen Veganer habe ich auch schon oft gehört. Ich kenne sehr viele Veganer, aber von denen hat keiner Untergewicht. Aber wenn du nur solche Leute kennst, ist es schon verständlich, dass du dann so ein Bild hast.
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20.11.2008 18:25 Uhr von Psychonaut999
 
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naja: "sie kennt welche, die nen
mundschutz tragen, damit sie keine bakterien essen... oder
mit nem besen durch die gegend laufen... und mit höchster
vorsicht, damit ja keine tiere getötet werden... "

Also das mit dem Mundschutz habe ich noch nie gehört. Und die mit dem Besen kennt sie persönlich? Oder hat sie bloss mal irgendwo von denen gehört? Falls sie solche persönlich kennt, ist sie schon ganz schön herumgekommen. Solche Leute gibt es meines Wissens nur in Indien, und auch dort eher selten.

Das hat mit "normalem" Veganismus nichts zu tun. Die hiesigen Veganer (zumindest alle die ich kenne) verzichten nur auf tierische Produkte, keine Bakterien essen zu wollen oder dergleichen wäre imho schlicht Unsinn.

Joa, geht klar mit der PN. Dir auch einen schönen Abend.
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21.11.2008 18:52 Uhr von Psychonaut999
 
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jepp " hast du echt für diesen beitrag nen account gemacht...??
und das noch 10tage, nachdem die news längst im
shortboden versunken ist..(?!)"
Ja, ich hab den Beitrag (leider) erst jetzt entdeckt. Ich habe die Sache zwar mitbekommen (bin selber aus der Schweiz), aber nicht hier gelesen.

"und mit hertuntergekommen muss das nichtmal was
zu tun haben... "
Ich habe doch gar nichts geschrieben bezüglich "heruntergekommen"?

Das mit der Milch siehst du ganz richtig. Die geben nur Milch, wenn sie (künstlich) geschwängert werden. Meist wird ihnen das Kalb am ersten Tag entrissen.
Was die Eier anbelangt: Auch absolut richtig, die Hühner geben nur deshalb so viele Eier, weil man sie ihnen jeden Tag wegnimmt und weil sie hochgezüchtet sind. Diese (Über)züchtung führt unter anderem auch dazu, dass die Küken gesext werden:
http://veg-tv.info/...

"aber wenn tiere gleichberechtigt werden sollen... wieso
würdest du keine milch trinken, wenn du dich im gegenzug
um die kuh und deren junge kümmerst...?"
Nun, Kuhmilch ist für das kuhjunge gedacht, genauso wie Menschenmilch das beste für Menschenbabys ist. Hinzu kommt, dass sich eben nicht wirklich um das Junge fürsorglich gekümmert wird. Das Junge wird der Kuh meist am ersten Tag entrissen (oft ein Kampf, der Schläge u.ä. braucht, wer lässt sich schon gerne das Kind wegnehmen...), oft darf sie es nicht mal mehr sehen danach. Und das Junge erhält meist minderwertigen Milchersatz. Die Überzüchtung führt zudem dazu, dass ein grosser Anteil der Kühe unter Mastitis (Euterentzündung) leidet.

"was passiert, wenn kein mensch mehr tierprodukte
konsumieren würde...? wird der mensch verdängt...? "
Warum sollte er? Der Mensch würde doch deswegen nicht verdrängt. Wie stellst du dir das vor?

"ich bin ein freund der
evolutionstheorie und der meinung, dass der stärkste
überleben muss "
Ich bin Biologe und glaube auch an die Evolutionstheorie, aber die geht eben über das "der Stärkste überlebt" hinaus, es geht auch um Zusammenarbeit (Stichwort Symbiose), und in erster Linie eben um das Füllen von Lücken.

"ich hab mal gehört, dass die fischbestände für
andere tiere gefähret sind, wenn alle robben überleben würden."
Das ist schlicht Humbug. Die Tierwelt hat sich schon immer selbst reguliert, dazu braucht es den Menschen nicht. Dasselbe erzählen auch die Walfänger...

"aber nach ein paar gedanken bin ich
trotzdem der meinung, dass der mensch das tier essen muss,
da er sonst nicht überleben kann..."
Warum sollte der Mensch denn als Veganer nicht überleben? Ein hoher Anteil an Veganern würde im Gegenteil die Überlebenschancen des Menschen auf der Erde sogar steigern. Es bräuchte viel weniger Anbauflächen, das Klima würde extrem viel weniger geschädigt usw. Schon Albert Einstein wusste:
"Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung"

"es ist falsch, WIE wir fleisch
und tierprodukte konsumieren, aber richtig, dass wir es tun..."
Das sehe ich schon aus gesundheitlicher Sicht nicht so. Fleisch begünstigt viele Krankheiten, zum Beispiel Bluthochdruck, Krebs, Osteoporose, cardiovaskulre Krankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes oder Nierenerkrankungen.

Gruss

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